Börse-Intern

Ihr täglicher und kostenloser Börsen-Newsletter mit den besten Prognosen für die Aktienmärkte

sven-weisenhaus

Börse-Intern

Ihr täglicher und kostenloser Börsen-Newsletter mit den besten Prognosen für die Aktienmärkte

Darum ist das Potential der aktuellen Gegenbewegungen begrenzt

Ausgabe vom 11.10.2023

Darum ist das Potential der aktuellen Gegenbewegungen begrenzt

von Sven Weisenhaus

Am 6. Oktober haben die Renditen an den Anleihemärkten ein Hoch markiert. Seitdem befinden sie sich in einer Gegenbewegung, wie der folgende Chart der 10-jährigen US-Staatsanleihe zeigt.

Zeitgleich haben auch die Aktienmärkte eine Gegenbewegung gestartet – ihre aktuelle Kurserholung. Man kann also sagen, dass sinkende Anleiherenditen zu steigenden Aktienkursen geführt haben. Diese These ist auch logisch, weil hohe Anleiherenditen eine Konkurrenz für Aktien sind und sinkende Anleiherenditen somit Aktien wieder attraktiver machen.

Bei hohen Anleiherenditen braucht es keine Leitzinsanhebung mehr

Ein Grund für die Kehrtwende am Anleihemarkt sind Aussagen von Mitgliedern der US-Notenbank, wonach der Leitzins nicht weiter erhöht werden muss. „Wenn sich der Arbeitsmarkt weiterhin abkühlt und die Inflation sich unserem Ziel nähert, können wir die Zinssätze konstant halten und die Maßnahmen der Geldpolitik weiter wirken lassen“, sagte zum Beispiel die Chefin des Fed-Bezirks San Francisco, Mary Daly, am 5. Oktober vor dem Economic Club of New York.

Angesichts der restriktiven Geldpolitik, der großen Fortschritte auf dem Weg zu einer Inflationsrate von 2 % und des jüngsten Anstiegs der Renditen von US-Staatsanleihen sei eine Zinspause möglich, so Daly. Mit dem Anstieg der langfristigen Zinssätze in den vergangenen Wochen „ist die Notwendigkeit für uns, weitere Maßnahmen zu ergreifen, geringer geworden, weil die Finanzmärkte sich bereits in diese Richtung bewegen und die Arbeit erledigt haben“, sagte sie zudem.

Wenn nun aber die Renditen am Anleihemarkt sinken, könnte damit eine weitere Leitzinsanhebung wieder auf die Agenda der Währungshüter rücken. Und daher ist aus meiner Sicht derzeit das Potential für sinkende Zinsen bzw. Renditen und somit auch für steigende Aktienkurse begrenzt.

Der Trend bei den US-Erzeugerpreisen geht wieder nach oben

Um Hinweise auf die Notwendigkeit einer weiteren Leitzinsanhebung zu erhalten, sollte man auch die Preis- und Inflationsdaten weiterhin genau im Auge behalten. Heute wurde der Erzeugerpreisindex der USA für den Monat September veröffentlicht. Und dieser fiel höher als erwartet aus. Zum Vormonat gab es einen Anstieg um +0,5 %, statt erwarteter +0,3 %. Immerhin: Im August lag der Anstieg noch bei +0,7 %.

Allerdings: Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Preise im Durchschnitt um +2,2 %, nach +2,0 % im August. Erwartet worden war hier ein Rückgang auf +1,6 %. Und seit dem Tief vom Juni (+0,2 %) geht die Tendenz wieder nach oben.

Die Kernrate lag im September sogar bei +2,7 %, nach +2,5 % im August. Erwartung: +2,3 %. Auch hier hat die Kurve wieder nach oben gedreht.

Gegenbewegungen am Aktien- UND Anleihemarkt waren zu erwarten

Die aktuelle Entwicklung am Anleihemarkt dürfte daher nicht mehr sein als eine schlichte Gegenbewegung. Die Renditen waren seit Anfang April stark gestiegen, wobei sich der Trend seit der jüngsten Zinsentscheidung noch einmal beschleunigt hatte. Im Gegenzug fielen die Anleihekurse, ebenfalls seit Mitte September mit einer Trendbeschleunigung. Vor genau einer Woche hatte ich dazu bereits geschrieben, dass daher „eine baldige Gegenbewegung ansteht“ (siehe „Bund-Future und Dow Jones sind reif für eine Gegenbewegung“). Es war also zu erwarten, dass die aktuellen Gegenbewegungen am Aktien- und Anleihemarkt gleichzeitig stattfinden würden. (Zitat: „Eine Gegenbewegung am Anleihemarkt könnte dann auch zu einer Kurserholung an den Aktienmärkten führen, …“)

Bund-Future bleibt wie erwartet in seinen Abwärtstrendkanälen

Beim Bund-Future hat dies nun dazu geführt, dass „sowohl der übergeordnete als auch der kurzfristige Abwärtstrendkanal fortgesetzt wird“, genau wie vor einer Woche geschrieben.

Und ich kann mir aktuell nicht vorstellen, dass die Abwärtstrendkanäle nach oben gebrochen werden. Für einen solchen Anstieg, der mit einem entsprechend deutlichen Rückgang der Renditen einhergehen würde, sehe ich aktuell nicht die fundamentalen Voraussetzungen (Stichwort: Geldpolitik).

Eurozone: Inflationserwartungen leicht gestiegen

Zumal heute gemeldet wurde, dass die Verbraucher in der Eurozone einer aktuellen EZB-Umfrage zufolge mittelfristig mit einer höheren Inflation rechnen. Im August gingen sie im Mittel davon aus, dass die Teuerung binnen 3 Jahren bei 2,5 % liegen wird. In der Juli-Umfrage hatte sich ein Medianwert von 2,4 % ergeben. 
Ihre Inflationserwartungen auf 12-Monatssicht schraubten die Konsumenten ebenfalls etwas nach oben: Sie rechnen derzeit mit einer Teuerung von 3,5 %, nach 3,4 % im Juli.

Da für die Notenbanken auch die Inflationserwartungen sehr wichtig sind, ist angesichts der aktuellen Umfrageergebnisse kein Spielraum für einen Rückgang der Renditen, der den Kampf gegen die Inflation erschweren würde.

Und daher rechne ich damit, dass sich der Bund-Future eher auf dem aktuellen Niveau einpendelt, auch weil der EZB-Leitzins sich wohl auf absehbare Zeit nicht mehr verändern wird. Trades bieten sich daher beim Bund-Future weiterhin nicht an (siehe auch „Darum dürfte die aktuelle Bund-Future- und EUR/USD-Schwäche bald enden“).


Ich wünsche Ihnen jedenfalls weiterhin viel Erfolg an der Börse 
Ihr 
Sven Weisenhaus 
www.stockstreet.de

Börse - Intern

12. Juni 2024

Börse - Intern

Der fahnenstangenartige Anstieg hatte noch gefehlt

Weiterlesen...

11. Juni 2024

Börse - Intern

Seitwärtstendenzen wegen Unsicherheit oder Sicherheit?

Weiterlesen...

10. Juni 2024

Börse - Intern

Schwieriges Verfallstags-Gerangel im DAX

Weiterlesen...

07. Juni 2024

Börse - Intern

Gamestop - Der Irrsinn an den Börsen geht in eine neue Runde

Weiterlesen...

06. Juni 2024

Börse - Intern

Völlig vorhersehbar

Weiterlesen...

05. Juni 2024

Börse - Intern

Steigen die Kurse wirklich wegen Zinssenkungshoffnungen?

Weiterlesen...

04. Juni 2024

Börse - Intern

Warum brechen die Ölpreise ein?

Weiterlesen...

03. Juni 2024

Börse - Intern

Das Diesmal-ist-es-anders-Syndrom ist wieder da!

Weiterlesen...

29. Mai 2024

Börse - Intern

Steigende Renditen vermiesen Aktien-Party

Weiterlesen...

28. Mai 2024

Börse - Intern

DAX: Bleibt die Seitwärtskonsolidierung trendbestätigend?

Weiterlesen...

Alle Börsenbriefe von Stockstreet.de

allstar-trader

Allstar-Trader

Vom Traden leben!
Aktien, Rohstoffe & Devisen
erfolgreich handeln!

von Bernd Raschkowski
Jetzt informieren und kostenlos testen!

investment-strategie

Geldanlage-Brief

Ihr langfristig orientierter 
Börsendienst 
für Vermögen und Wohlstand!

Die Strategie für Ihre Geldanlage!
von Torsten Ewert

Jetzt informieren und kostenlos testen!

boerse-intern-premium

Börse-Intern Premium

Erfolgreich Traden mit der
revolutionären Methode!
Zuverlässig und dauerhaft erfolgreich!

von Sven Weisenhaus

Jetzt informieren und kostenlos testen!

target-trend-spezial

Target-Trend-Spezial

Tägliche Chartanalysen nach
der revolutionären Methode!

Zuverlässig und dauerhaft erfolgreich!
von Sven Weisenhaus

Jetzt informieren und kostenlos testen!

aktien-perlen

Aktien-Perlen

Der Börsendienst für die unentdeckten
Chancen an den Börsen der Welt!

Die Spreu vom Weizen trennen!
von Torsten Ewert

Jetzt informieren und kostenlos testen!

optionsscheine-expert-trader

Optionsscheine-Expert-Trader

Der Börsendienst für volatile Zeiten
Die besten Trades in volatilen Märkten

von Manfred Ries

Jetzt informieren und kostenlos testen!

target-trend-cfd

Target-Trend-CFD

CFD-Trading mit
der revolutionären Methode!

Schneller Handel, schnelle Gewinne!
von Sven Weisenhaus

Jetzt informieren und kostenlos testen!

hightech-trader

Hightech-Trader

Profitieren Sie vom Hightech-Boom
Mit Hightech Aktien, Crypto Währungen
und Bio-Techs
von Bernd Raschkowski

Jetzt informieren und kostenlos testen!