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Beginnt oder endet die Krise?

Ausgabe vom 02.02.2026

Beginnt oder endet die Krise?

von Torsten Ewert

Der Text vom Freitag brachte mir ungewöhnlich viel Resonanz ein: meine Annahme, dass die $5.000-Marke bei Gold verteidigt werden könnte, z.B. ein paar passende Kommentare – nachdem klar war, dass dies nicht gelang. Ein Leser stimmte mir jedoch zu, dass es bald wieder aufwärts gehen könne und begründete das mit „wegen der Krise“.

Die zwei jüngsten Krisen-Kurs-Effekte

Das ließ mich etwas ratlos zurück, denn er sagte nicht, welche Krise er meint. Und da inzwischen viel von einer „Poly-Krise“, „Multi-Krise“ und natürlich „Dauer-Krise“ gesprochen wird, fällt es mitunter schwer, im konkreten Fall Anlass und Wirkung auseinanderzuhalten. Aus meiner Sicht wurden die jüngsten konkreten externen Effekte durch „Grönland“ ausgelöst (siehe Börse-Intern vom 23.01.2026) bzw. „Japan“ (siehe Börse-Intern vom 28.01.2026).

Wobei man natürlich mit solchen Aussagen vorsichtig sein muss – schließlich machen in der Regel die Kurse die Nachrichten. In diesen Fällen gibt es aber recht konkrete Anhaltspunkte, dass es anders gewesen ist: Donald Trumps Zolldrohungen und zumindest sehr plausible Gerüchte über bevorstehende Devisenmarktinventionen zugunsten des Yen; beides hatte sichtbare Kurseffekte.

Ein plausibler Grund? Ja, aber …

Wie auch immer – aus meiner Sicht sind aber beide schon verpufft und haben allenfalls indirekt mit Gold zu tun. Zumal der Goldpreis ja gefallen ist, aber gewöhnlich durch Krisen nach oben getrieben wird!

Also wurde offenbar eine Krise entschärft – und genau so sehen es seit dem Wochenende auch mehrere Kommentatoren. So liest man z.B., dass die Preiseinbrüche bei Gold und Silber daher rühren, dass die Märkte mit dem neu nominierten Fed-Chef Kevin Warsh (siehe Börse-Intern vom 30.01.2026). die Unabhängigkeit der Fed besser gewahrt sehen, als bisher gedacht. Demnach sind diese „Krisenwährungen“ nun weniger attraktiv und damit entbehrlich.

Das klingt wie ein plausibler Grund, und ich würde ihn akzeptieren, wenn auch die Aktienmärkte Freudensprünge gemacht hätten. Für Aktienbesitzer ist schließlich die Fed mindestens genauso wichtig wie für Edelmetall-Fans. Man hätte daher erwarten dürfen, dass zumindest ein Teil der Dollars, die aus Gold und Silber abgezogen wurden, gleich in den Aktienmarkt fließen.

Entspannung bei Anleihen und Dollar, …

Das ist aber nicht geschehen, daher dazu gleich mehr. Immerhin konnten die Anleihemärkte profitieren – die Renditen gehen zurück, zumindest leicht:

20260202a_USTN-Rendtie seit 2025-04

Auch beim Dollar gibt es Entspannung; hier ist der Effekt sogar noch deutlicher zu erkennen:

20260202b_EURUSD seit 2025-07

Damit hat das Argument der „Warsh-Erleichterung“ durchaus etwas für sich.

… aber nicht bei Aktien!

Was aber die Zurückhaltung der Aktienmärkte noch mysteriöser macht. Ich hatte ja schon am Freitag darauf hingewiesen, dass alle Angriffe der Bullen nach der Nominierungsmeldung zurückgeschlagen wurden. Dabei blieb es nicht nur – die Kurse fielen sogar weiter:

20260202c_S&P500-Stundenchart ab KW 2026-05

Zuvor blieben die Vorstöße der Bullen immer verhaltener (siehe rote Bögen). Immerhin konnte der jüngste, stärkere Rückfall (der erst in der neuen Woche begann) bis zum Beginn des heutigen offiziellen Handels zum Großteil wieder aufgeholt werden. 

Mit Beginn des Kassa-Handels in den USA (siehe senkrechte Linie) ging es dann zwar dynamischer nach oben, aber bereits der nächste Widerstand (rote Linie) bremst die Ambitionen der Bullen vorerst schon wieder (siehe Pfeil)

Warum der Aktienmarkt jetzt die höchste Aufmerksamkeit verlangt

Daher bleibt die Frage, warum sich ausgerechnet an den Aktienmärkten die vermeintlichen Zeichen der Freude und Erleichterung so verhalten bemerkbar machen.

Das hat womöglich mit einer generellen Aktienmüdigkeit zu tun. Jedenfalls mehren sich die Signale, dass die Aktienmärkte demnächst schwächeln könnten. So ist die Marktbreite an der US-Börse seit einiger Zeit wieder negativ:

20260202d_NYSE-C Marktbreite

Quellen: MarketMaker mit Daten von infront, Barron’s eigene Berechnungen

Während der Kurs seit Mitte Januar noch leicht gestiegen ist, sind wichtige Marktbreite-Indikatoren gefallen: der Anteil der Aktien, die oberhalb ihres gleitenden 50-Tage-Durchschnitts notieren (rote Kurve) ebenfalls seit Mitte Januar, die A/D-Linie (die den kumulierten Saldo aus täglich gestiegenen bzw. gefallenen Aktien an der NYSE darstellt; blaue Kurve) in den vergangenen knapp zwei Wochen (siehe gelbe Linien).

Darüber hinaus stieg das Volumen (unterster Chartteil) in den vergangenen Tagen deutlich, wobei die Kurse stagnierten bzw. zurückgingen. Auch das ist ein Warnsignal, weil es auf einen möglichen Verkaufsdruck hinweist. Auch andere, abgeleitete negative Marktbreite-Signale deuten sich an.

Falls es also eine Krise gibt (wie der Leser meint) oder eine solche beginnt, dann würde ich sie am ehesten am Aktienmarkt vermuten und diesen daher in nächster Zeit aufmerksam beobachten. Schließlich gilt zunächst weiter, was ich bereits am 23. Januar über die US-Aktienmärkte schrieb: Da ist der Deckel drauf!

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