Börse - Intern

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Börsen im Bann der Saisonalität

Ausgabe vom 07.09.2018

Lange Zeit sah es heute im DAX nach dem siebten Verlusttag in Folge aus. Am Ende konnte sich der deutsche Leitindex aber mit 4,38 Punkten noch ins Plus retten, so dass die Serie riss. Dennoch brachten ihn die Kursverluste bis zum heutigen Tagestief auf ein Minus von mehr als 5 %. Zudem markierte er den niedrigsten Stand seit dem 4. April. Die Saisonalität hat den DAX also voll im Griff.

Old Economy schlägt Technologie

Das scheint inzwischen auch für die US-Indizes zu gelten. Denn seit Anfang September zeigt sich auch hier eine leichte Schwäche. Der Dow Jones (rote Linie im folgenden Chart) weist dabei noch das kleinste Minus aus. Dagegen hat der Nasdaq 100 bereits 2,3 % verloren. Und der S&P 500, in dem Technologietitel einen Anteil von 26 % haben, wurde um gut 1 % mit nach unten gezogen.

Vergleich der Aktienindizes
(erstellt mit: Ariva.de)

Interessant ist dabei, dass die bisherigen Highflyer des Nasdaq 100 gegenüber der Old Economy des Dow Jones in dieser Woche deutlich mehr Federn lassen mussten. Passend dazu hatte ich erst kürzlich kritisiert, dass die US-Indizes nur noch durch die teuren Technologietitel getrieben wurden, deren Bewertungen aber teilweise schon wieder an die Zeit der New Economy-Blase erinnern (siehe „Teure Technologieaktien ziehen die US-Indizes nach oben“). Und wenn sich die Anleger nun aus den spekulativen Titeln (Nasdaq 100) verabschieden und sich in defensive Werte (Dow Jones) zurückziehen, wofür die aktuelle Schwäche des Nasdaq 100 gegenüber dem Dow Jones spricht, dann könnte dies den Beginn einer Korrektur bedeuten.

Ist der Bullenmarkt zu Ende?

Sollte sich nun tatsächlich auch in den US-Indizes die Kursschwäche fortsetzen, dann wird sehr schnell die Frage aufkommen, ob der Bullenmarkt damit zu Ende gegangen ist und eine stärkere Korrektur oder gar eine Trendwende droht. Doch lassen Sie sich dann davon nicht verunsichern. Schließlich befinden wir uns nach wie vor in der Nähe von Allzeithochs und in der saisonal schwachen Phase. Dass es in diesem Fall nach starken Aufwärtsbewegungen auch mal wieder zu Rücksetzern kommt, ist völlig normal.

S&P 500: Bestätigung des Ausbruchs oder Bullenfalle

Daher hatte ich auch, als der S&P 500 auf sein neues Allzeithoch gestiegen war, Zweifel an der Nachhaltigkeit des Ausbruchs angemeldet. So war in der Börse-Intern vom 29. August zu lesen, dass sowohl angesichts der Reife der Aufwärtstrends als auch im Hinblick auf die fundamental relativ hohe Bewertung der US-Indizes - insbesondere vieler Technologiewerte - zu erwarten ist, dass sich diese Trends nicht mehr endlos fortsetzen, sondern die Kurse (spätestens 2019) noch einmal deutlich tiefer stehen werden. Und der folgende Chart des S&P 500 zeigt, dass das Ausbruchsniveau gestern schon wieder leicht unterschritten wurde (rote Ellipse).

S&P 500 - Chartanalyse

Geben die Kurse nun noch etwas weiter nach, befinden sie sich bereits wieder, wie am Mittwoch vergangener Woche beschrieben, in der erwarteten Seitwärtstendenz auf hohem Niveau. Und das könnte weitere Kursverluste nach sich ziehen - zumindest bis zur unteren Linie des aktuellen Aufwärtstrendkanals (dunkelgrün). Diese verläuft aktuell bei 2.763 Zählern. Schon am 17.08.2018 schrieb ich mit Blick auf die Saisonalität, dass ein Anlaufen dieser Linie kein Horrorszenario darstellt, sondern ein absolut realistischer Korrekturkurs für eine saisonal schwache Phase ist.

Dazu muss der S&P 500 aber nun erst einmal nachhaltig unter das Ausbruchsniveau zurückfallen und dort auch noch die steile Aufwärtstrendlinie (grün) brechen, die die Tiefs vom 28. Juni und 15. August verbindet. Kann der Index dagegen wieder zulegen, wäre mit dem jüngsten Rücksetzer das Ausbruchsniveau lediglich von oben getestet und bestätigt worden. Der Aufwärtstrend könnte sich dann noch eine Weile fortsetzen.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de


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Börsen im Bann der Saisonalität

von Sven Weisenhaus

Lange Zeit sah es heute im DAX nach dem siebten Verlusttag in Folge aus. Am Ende konnte sich der deutsche Leitindex aber mit 4,38 Punkten noch ins Plus retten, so dass die Serie riss. Dennoch brachten ihn die Kursverluste bis zum heutigen Tagestief auf ein Minus von mehr als 5 %. Zudem markierte er den niedrigsten Stand seit dem 4. April. Die Saisonalität hat den DAX also voll im Griff.

Old Economy schlägt Technologie

Das scheint inzwischen auch für die US-Indizes zu gelten. Denn seit Anfang September zeigt sich auch hier eine leichte Schwäche. Der Dow Jones (rote Linie im folgenden Chart) weist dabei noch das kleinste Minus aus. Dagegen hat der Nasdaq 100 bereits 2,3 % verloren. Und der S&P 500, in dem Technologietitel einen Anteil von 26 % haben, wurde um gut 1 % mit nach unten gezogen.

Vergleich der Aktienindizes
(erstellt mit: Ariva.de)

Interessant ist dabei, dass die bisherigen Highflyer des Nasdaq 100 gegenüber der Old Economy des Dow Jones in dieser Woche deutlich mehr Federn lassen mussten. Passend dazu hatte ich erst kürzlich kritisiert, dass die US-Indizes nur noch durch die teuren Technologietitel getrieben wurden, deren Bewertungen aber teilweise schon wieder an die Zeit der New Economy-Blase erinnern (siehe „Teure Technologieaktien ziehen die US-Indizes nach oben“). Und wenn sich die Anleger nun aus den spekulativen Titeln (Nasdaq 100) verabschieden und sich in defensive Werte (Dow Jones) zurückziehen, wofür die aktuelle Schwäche des Nasdaq 100 gegenüber dem Dow Jones spricht, dann könnte dies den Beginn einer Korrektur bedeuten.

Ist der Bullenmarkt zu Ende?

Sollte sich nun tatsächlich auch in den US-Indizes die Kursschwäche fortsetzen, dann wird sehr schnell die Frage aufkommen, ob der Bullenmarkt damit zu Ende gegangen ist und eine stärkere Korrektur oder gar eine Trendwende droht. Doch lassen Sie sich dann davon nicht verunsichern. Schließlich befinden wir uns nach wie vor in der Nähe von Allzeithochs und in der saisonal schwachen Phase. Dass es in diesem Fall nach starken Aufwärtsbewegungen auch mal wieder zu Rücksetzern kommt, ist völlig normal.

S&P 500: Bestätigung des Ausbruchs oder Bullenfalle

Daher hatte ich auch, als der S&P 500 auf sein neues Allzeithoch gestiegen war, Zweifel an der Nachhaltigkeit des Ausbruchs angemeldet. So war in der Börse-Intern vom 29. August zu lesen, dass sowohl angesichts der Reife der Aufwärtstrends als auch im Hinblick auf die fundamental relativ hohe Bewertung der US-Indizes - insbesondere vieler Technologiewerte - zu erwarten ist, dass sich diese Trends nicht mehr endlos fortsetzen, sondern die Kurse (spätestens 2019) noch einmal deutlich tiefer stehen werden. Und der folgende Chart des S&P 500 zeigt, dass das Ausbruchsniveau gestern schon wieder leicht unterschritten wurde (rote Ellipse).

S&P 500 - Chartanalyse

Geben die Kurse nun noch etwas weiter nach, befinden sie sich bereits wieder, wie am Mittwoch vergangener Woche beschrieben, in der erwarteten Seitwärtstendenz auf hohem Niveau. Und das könnte weitere Kursverluste nach sich ziehen - zumindest bis zur unteren Linie des aktuellen Aufwärtstrendkanals (dunkelgrün). Diese verläuft aktuell bei 2.763 Zählern. Schon am 17.08.2018 schrieb ich mit Blick auf die Saisonalität, dass ein Anlaufen dieser Linie kein Horrorszenario darstellt, sondern ein absolut realistischer Korrekturkurs für eine saisonal schwache Phase ist.

Dazu muss der S&P 500 aber nun erst einmal nachhaltig unter das Ausbruchsniveau zurückfallen und dort auch noch die steile Aufwärtstrendlinie (grün) brechen, die die Tiefs vom 28. Juni und 15. August verbindet. Kann der Index dagegen wieder zulegen, wäre mit dem jüngsten Rücksetzer das Ausbruchsniveau lediglich von oben getestet und bestätigt worden. Der Aufwärtstrend könnte sich dann noch eine Weile fortsetzen.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de

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