Börse - Intern

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Die US-Indizes befinden sich (noch) in intakten Aufwärtstrends

Ausgabe vom 29.08.2018

In Deutschland und der Eurozone sind die aktuellen Wirtschaftsdaten solide. Die entsprechenden Daten aus den Vereinigten Staaten sind im Vergleich dazu „hervorragend“.  Einerseits ist das Wachstum der US-Wirtschaft deutlich höher als hierzulande und andererseits ist auch die Stimmung wesentlich besser. Und dieser Unterschied erklärt, warum die US-Indizes in diesem Jahr so viel besser gelaufen sind als die europäischen Pendants.

Hervorragende US-Wirtschaft

So wurde heute in einer zweiten Schätzung das BIP-Wachstum der USA vom 2. Quartal 2018 von zuvor bereits sehr hohen +4,1 % (höchster Wert seit dem 3. Quartal 2014) auf +4,2 % (im Vergleich zum Vorquartal, annualisiert) nach oben revidiert. Und das Verbraucherstimmungsbarometer des Conference Boards ist im August auf den höchsten Wert seit fast 18 Jahren geklettert (siehe folgende Grafik). Mit 133,4 Punkten (Juli: 127,9) lag das Konsumentenvertrauen so hoch wie zuletzt im Oktober 2000.

US-Verbrauchervertrauen des Conference Board

Der deutliche Stimmungsanstieg ist sicherlich auch auf die anhaltend positive Entwicklung des US-Arbeitsmarktes zurückzuführen. Und er untermauert die aktuell außergewöhnlich gute konjunkturelle Situation in den USA. Der private Konsum dürfte auch im 3. Quartal 2018 als wichtiger Wachstumstreiber für das US-BIP fungieren.

Berauschende Stimmung auch am US-Aktienmarkt

Da verwundert es kaum, dass auch die Stimmung am US-Aktienmarkt derzeit entsprechend euphorisch ist und nach dem Nasdaq100 inzwischen auch der S&P 500 klar (auch auf Schlusskursbasis) auf ein neues Allzeithoch ausbrechen konnte (siehe grüne Ellipse im folgenden Chart).

S&P 500 - Chartanalyse

Mit Blick auf diesen Chart kann man natürlich die Frage stellen, ob hier überhaupt noch von einer Seitwärtskonsolidierung auf hohem Niveau zu sprechen ist, wie ich sie nach dem Kurseinbruch vom Jahresanfang erwartet hatte. Zeichnet sich stattdessen nicht vielmehr ab, dass es im Rahmen des Aufwärtstrendkanals ab Jahresbeginn 2018 eine deutliche Übertreibung nach oben gegeben hat, die anschließend lediglich korrigiert wurde? Setzt sich seitdem nicht einfach der Aufwärtstrend in seinem etablierten Kanal und im vorherigen Tempo fort?

Intakte Aufwärtstrends

Noch deutlicher ist diese Entwicklung beim Nasdaq100 zu erkennen (siehe folgender Chart). Auch hier hatten die Kurse Anfang 2018 den engen Trendkanal (dunkelgrün) nach oben verlassen, diesen aber nach einer mehrmonatigen Korrektur wieder fortgesetzt.

Nasdaq100 - Chartanalyse

Inzwischen zeichnet sich allerdings schon wieder eine leichte Überhitzung ab. Und genau darin sehe ich das Problem. Denn zwar wurden die Aufwärtstrends nach der Frühjahrskorrektur fortgeführt, doch ist damit auch die charttechnische Reife dieser Trends fortgeschritten. Zudem erreichen die Kurse wieder die obere Begrenzung der Aufwärtstrendkanäle.

Ein Überschießen nach oben

Vielleicht erinnern Sie sich: Schon in der Börse-Intern vom 16. Februar - und damit nur wenige Tage nach dem ersten dramatischen Kursrutsch - hatte ich geschrieben, dass im Rahmen der längeren Seitwärtskonsolidierung auf hohem Niveau durchaus auch noch ein neues Allzeithoch erreicht werden kann. „Ein Überschießen sowohl nach oben als auch nach unten ist durchaus zulässig“, hieß es damals zu der möglichen Seitwärtstendenz.

Allzeithochs nur Bullenfallen?

Und es ist keineswegs sicher, dass die aktuellen Allzeithoch in den US-Indizes nachhaltiger Natur sein werden. Stattdessen ist sowohl angesichts der Reife der Aufwärtstrends als auch im Hinblick auf die fundamental relativ hohe Bewertung - insbesondere vieler Technologiewerte - zu erwarten, dass sich diese Trends nicht mehr endlos fortsetzen, sondern die Kurse spätestens 2019 noch einmal deutlich tiefer stehen werden. Und wenn die Kurse dabei wieder unter die Hochs von Ende Januar fallen, befinden sie sich bereits wieder in der erwarteten Seitwärtstendenz.

Ob sich dann auch eine Seitwärtsrange etablieren kann, muss sich zeigen. In der morgigen Ausgabe knüpfe ich jedenfalls an die heutigen Überlegungen an und liefere Ihnen weitere Gründe für meine unveränderte Erwartung an eine längere Seitwärtskonsolidierung der US-Indizes auf hohem Niveau.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de


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Die US-Indizes befinden sich (noch) in intakten Aufwärtstrends

von Sven Weisenhaus

In Deutschland und der Eurozone sind die aktuellen Wirtschaftsdaten solide. Die entsprechenden Daten aus den Vereinigten Staaten sind im Vergleich dazu „hervorragend“.  Einerseits ist das Wachstum der US-Wirtschaft deutlich höher als hierzulande und andererseits ist auch die Stimmung wesentlich besser. Und dieser Unterschied erklärt, warum die US-Indizes in diesem Jahr so viel besser gelaufen sind als die europäischen Pendants.

Hervorragende US-Wirtschaft

So wurde heute in einer zweiten Schätzung das BIP-Wachstum der USA vom 2. Quartal 2018 von zuvor bereits sehr hohen +4,1 % (höchster Wert seit dem 3. Quartal 2014) auf +4,2 % (im Vergleich zum Vorquartal, annualisiert) nach oben revidiert. Und das Verbraucherstimmungsbarometer des Conference Boards ist im August auf den höchsten Wert seit fast 18 Jahren geklettert (siehe folgende Grafik). Mit 133,4 Punkten (Juli: 127,9) lag das Konsumentenvertrauen so hoch wie zuletzt im Oktober 2000.

US-Verbrauchervertrauen des Conference Board

Der deutliche Stimmungsanstieg ist sicherlich auch auf die anhaltend positive Entwicklung des US-Arbeitsmarktes zurückzuführen. Und er untermauert die aktuell außergewöhnlich gute konjunkturelle Situation in den USA. Der private Konsum dürfte auch im 3. Quartal 2018 als wichtiger Wachstumstreiber für das US-BIP fungieren.

Berauschende Stimmung auch am US-Aktienmarkt

Da verwundert es kaum, dass auch die Stimmung am US-Aktienmarkt derzeit entsprechend euphorisch ist und nach dem Nasdaq100 inzwischen auch der S&P 500 klar (auch auf Schlusskursbasis) auf ein neues Allzeithoch ausbrechen konnte (siehe grüne Ellipse im folgenden Chart).

S&P 500 - Chartanalyse

Mit Blick auf diesen Chart kann man natürlich die Frage stellen, ob hier überhaupt noch von einer Seitwärtskonsolidierung auf hohem Niveau zu sprechen ist, wie ich sie nach dem Kurseinbruch vom Jahresanfang erwartet hatte. Zeichnet sich stattdessen nicht vielmehr ab, dass es im Rahmen des Aufwärtstrendkanals ab Jahresbeginn 2018 eine deutliche Übertreibung nach oben gegeben hat, die anschließend lediglich korrigiert wurde? Setzt sich seitdem nicht einfach der Aufwärtstrend in seinem etablierten Kanal und im vorherigen Tempo fort?

Intakte Aufwärtstrends

Noch deutlicher ist diese Entwicklung beim Nasdaq100 zu erkennen (siehe folgender Chart). Auch hier hatten die Kurse Anfang 2018 den engen Trendkanal (dunkelgrün) nach oben verlassen, diesen aber nach einer mehrmonatigen Korrektur wieder fortgesetzt.

Nasdaq100 - Chartanalyse

Inzwischen zeichnet sich allerdings schon wieder eine leichte Überhitzung ab. Und genau darin sehe ich das Problem. Denn zwar wurden die Aufwärtstrends nach der Frühjahrskorrektur fortgeführt, doch ist damit auch die charttechnische Reife dieser Trends fortgeschritten. Zudem erreichen die Kurse wieder die obere Begrenzung der Aufwärtstrendkanäle.

Ein Überschießen nach oben

Vielleicht erinnern Sie sich: Schon in der Börse-Intern vom 16. Februar - und damit nur wenige Tage nach dem ersten dramatischen Kursrutsch - hatte ich geschrieben, dass im Rahmen der längeren Seitwärtskonsolidierung auf hohem Niveau durchaus auch noch ein neues Allzeithoch erreicht werden kann. „Ein Überschießen sowohl nach oben als auch nach unten ist durchaus zulässig“, hieß es damals zu der möglichen Seitwärtstendenz.

Allzeithochs nur Bullenfallen?

Und es ist keineswegs sicher, dass die aktuellen Allzeithoch in den US-Indizes nachhaltiger Natur sein werden. Stattdessen ist sowohl angesichts der Reife der Aufwärtstrends als auch im Hinblick auf die fundamental relativ hohe Bewertung - insbesondere vieler Technologiewerte - zu erwarten, dass sich diese Trends nicht mehr endlos fortsetzen, sondern die Kurse spätestens 2019 noch einmal deutlich tiefer stehen werden. Und wenn die Kurse dabei wieder unter die Hochs von Ende Januar fallen, befinden sie sich bereits wieder in der erwarteten Seitwärtstendenz.

Ob sich dann auch eine Seitwärtsrange etablieren kann, muss sich zeigen. In der morgigen Ausgabe knüpfe ich jedenfalls an die heutigen Überlegungen an und liefere Ihnen weitere Gründe für meine unveränderte Erwartung an eine längere Seitwärtskonsolidierung der US-Indizes auf hohem Niveau.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de

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