In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: Vom Ausmaß der Gegenbewegung hängt ab, wie es nach einer Korrektur weitergeht. Die US-Indizes zeigen Stärke und können damit bereits die Korrektur beenden. ...
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Inhaltsverzeichnis

US-Indizes zeigen schon wieder besondere Stärke

Aus vorangegangenen Analysen wissen Sie inzwischen, dass es vom Ausmaß der Gegenbewegung abhängt, wie es nach einer Korrektur weitergehen kann (siehe auch gestrige DAX-Analyse). Die US-Indizes zeigen nach ihrer schnellen und starken Abwärtswelle nun eine sehr starke Erholungsbewegung. Dow Jones (siehe folgender Chart) und S&P 500 haben schon fast 61,80 % ihrer Kursverluste aufgeholt.

Dow Jones - Fibonacci-Marken

Der Nasdaq100 (folgender Chart) hat diese wichtige Fibonacci-Marke gestern sogar schon hinter sich gelassen.

Dow Jones - Fibonacci-Marken

Starke Kurserholung deutet auf Seitwärtskonsolidierung

Damit deutet aktuell vieles darauf hin, dass es an den Aktienmärkten nicht zu einer Fortsetzung und deutlichen Ausweitung der Kursrückgänge kommen wird, sondern tatsächlich zu der von mir erwarteten Seitwärtsbewegung auf hohem Niveau. Denn die 61,80%-Marke gilt als Maximalkorrekturkursziel. Wird dieses Niveau nach einer Abwärtsbewegung überschritten, gilt die Korrektur als beendet.

(Eigentlich wäre nach dem Ende einer Korrektur die Fortsetzung der vorangegangenen Trends zu erwarten. Doch in den US-Indizes liefen die Aufwärtstrends bereits recht weit, weshalb die fundamentalen Bewertungen recht hoch sind. Und inzwischen werden die Anleihenmärkte wegen der steigenden Zinsen zunehmend zu einer Alternative - siehe auch „Steigende Zinsen werden zum Problem für den US-Aktienmarkt“.)

Neues Korrekturtief bleibt möglich

Das heißt nun nicht, dass es nicht noch einmal zu einem neuen Tief in Dow Jones & Co. kommen kann. Denn wenn man sich die vorangegangenen Aufwärtstrends anschaut, dann war die schnelle und bislang zeitlich nur sehr kurze Korrektur noch nicht ausreichend, um zu einer klaren Bereinigung der überkauften Situation beizutragen. Der S&P 500 (siehe folgender Chart) hat zum Beispiel lediglich das untere Ende seines Anfang 2016 gestarteten Aufwärtstrendkanals erreicht.

S&P 500 - Fibonacci-Marken

Damit wurden weniger als 38,20 % der seit Anfang 2016 erzielten Kursgewinne korrigiert. Dieses Ausmaß gilt aber als Minimalkorrekturkursziel. Auch deshalb ist aktuell zu erwarten, dass es zu einer längeren Seitwärtskonsolidierung auf hohem Niveau kommt. Denn so kann der überkaufte Zustand über den Zeitablauf abgebaut werden, statt mit weiter fallenden Kursen.

Auch ein neues Allzeithoch ist auf absehbare Zeit denkbar

Dabei kann innerhalb der Seitwärtsbewegung durchaus auch ein neues Allzeithoch erreicht werden. - Die Elliott-Welle 5 soll den DAX ja zum Beispiel auf ein neues Hoch treiben, bevor es wieder abwärts geht (siehe gestrige Börse-Intern und folgender Beitrag). Die Seitwärtsrange muss sich also nicht zwingend zwischen dem bisherigen Hoch und dem Korrekturtief verlaufen. Ein Überschießen sowohl nach oben als auch nach unten ist durchaus zulässig. Insofern sind auf der Oberseite sowohl neue Allzeithoch denkbar als auch auf der Unterseite ein Erreichen der jeweiligen 38,20 %-Fibonacci-Marken der Aufwärtstrends.

Fazit

Aufgrund der jüngsten Entwicklungen ist zu erwarten, dass die dynamischen Aufwärtstrends in den US-Indizes vorläufig beendet sind und wir in den kommenden Wochen und Monaten tendenziell eher seitwärts laufende Aktienkurse sehen werden. Dabei dürfte die Handelsspanne recht groß und ungefähr im Ausmaß der jüngsten Abwärtsbewegung ausfallen. Dies lädt hervorragend zum Trading ein. Ich freue mich darauf!


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DAX zeigt derweil wieder relative Schwäche

Der DAX zeigt derweil, wohl aufgrund der anhaltenden und jüngst wieder zunehmenden Euro-Stärke, bislang nur eine relativ schwache Erholungsbewegung. Hier wurden aktuell noch nicht einmal 38,20 % der Abwärtswelle aufgeholt.

DAX - Fibonacci-Marken

Daher ist im deutschen Leitindex - im Gegensatz zu den US-Indizes - eher noch mit einer zweiten Abwärtswelle und einem deutlich tieferen Korrekturtief zu rechnen. Das gilt insbesondere dann, wenn die US-Indizes ihre aktuelle Kurserholung beenden, ebenfalls wieder nachgeben und dabei ihre bisherigen Tiefs ansteuern.

So günstig wird man den DAX lange Zeit nicht mehr kaufen können

Sollte es zu der befürchteten zweiten Abwärtswelle kommen, dann lautet mein Rat, die fallenden Kurse nach und nach zum Aufstocken oder Neueinstieg zu nutzen. Diese Positionen können dann mit gestaffelten Stopps abgesichert werden. Es kann nämlich sein, dass man den DAX dann einige Monate lang nicht mehr so preiswert sieht. Dazu verweise ich erneut auf die Elliott-Wellen-Zählung (siehe folgender Chart), wonach es am Ende der aktuell laufenden (schwarzen) Welle 4 noch zu einer (schwarzen bzw. blauen) Welle 5 mit neuem Allzeithoch kommen sollte (grüner Pfeil).

DAX - Elliott-Wellen-Analyse

Zuvor kann sich die Welle 4 aber noch zu einer klaren ABC-Korrektur ausbilden (siehe folgender Chart), von der wir bislang die Welle A gesehen haben und deren Welle B aktuell läuft. Die befürchtete zweite Abwärtswelle (roter Pfeil) wäre dann die Welle C.

DAX - Elliott-Wellen-Analyse


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de


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