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Dow Jones: Die Perspektiven von Erholung und Korrektur
Ausgabe vom 06.03.2026
Dow Jones: Die Perspektiven von Erholung und Korrektur
von Torsten Ewert
An den Finanzmärkten herrscht weiter Unsicherheit, weil Dauer und Folgen des Iran-Kriegs weiterhin unsicher sind. Diese Unsicherheit schlägt sich in den Kursen nieder, die derzeit weitgehend richtungslos dahintreiben, vor allem bei Aktien.
Auf die Erholung kommt es an? Aber auf welche?
Die spannendste Frage ist natürlich, wie es nun weitergeht. Da wir stets damit rechnen müssen, dass (gute oder schlechte) Nachrichten zum Kriegsverlauf die Kurse bewegen, ist das natürlich schwer zu sagen.
Aber die Standardaussage dazu ist: Auf die Erholung kommt es an!
So richtig diese Aussage ist, so schwer ist es in der Praxis oft, aus dem, was eine Erholung sein könnte, „in Echtzeit“ vernünftige Schlüsse zu ziehen. Schließlich gibt es dabei einige Probleme.
Das beginnt damit, dass man nicht weiß, von welchem Niveau aus diese Erholung startet.
Schauen wir dazu auf den aktuellen (Stunden-)Chart des Dow Jones CFDs (um die außerbörslichen Kursbewegungen zu berücksichtigen):

Erste erfolglose Erholungsversuche
Man könnte versucht sein, den ersten Anstieg (linkes gelbes Rechteck) als ersten Erholungsversuch zu werten. Das sollte man zwar nicht tun, denn in vielen Fällen gilt die Regel „Der erste Boden ist selten der letzte“. So auch diesmal.
Aber immerhin hat dieser erste Wiederanstieg mehr als 50 % des vorherigen Rückfalls wettgemacht (auf die Fibonacci-Levels habe ich hier wegen der besseren Übersicht verzichtet), aber nicht die 62%-Marke erreicht. Der erneute Rückfall mit lauter roten Kerzen und stetig fallenden Kursen war dann ein wichtiges Indiz, dass diese „Erholung“ vorbei ist (bzw. die „richtige“ Erholung noch gar nicht angefangen hat).
Prompt gab es neue Tiefs, und danach startete der nächste Erholungsversuch (rechtes gelbes Rechteck).
Erneut ging es zunächst dynamisch nach oben, aber dann erlahmte der Elan der Bullen. Und erneut wurde zwar die 50%-Marke des gesamten Rückfalls überschritten, aber nicht 62er Marke. Zudem wurde aus der vermeintlichen Erholung gestern eine Konsolidierung. Dabei traten dann sogar niedrigere Hochs und Tiefs auf, was zusammen mit der langen zeitlichen Dauer darauf hindeutete, dass es abermals noch nicht die „richtige“ Erholung war.
Es geht zunächst weiter abwärts
Und tatsächlich fiel der Kurs gestern kurz auf ein neues Tief, womit alle Erholungs-Spekulationen ohnehin hinfällig waren.
Da die bisherigen „Erholungen“ schwach waren, erschien es wahrscheinlich, dass es weiter abwärts geht. Und so kam es heute auch: Der Kurs stieg nach der vermeintlichen Bestätigung des Dienstags-Tiefs (grüne Linie) kaum, sondern drehte bald wieder nach unten. Und nach einem kurzen Aufsetzen auf der grünen Linie (nach den heutigen US-Arbeitsmarktzahlen) fiel er dynamisch unter diese Unterstützung.
Welche Konsequenzen ergeben sich daraus?
Welche Überlegungen nun sinnvoll sind
Dazu folgende Überlegungen:
Erstens ist offensichtlich mit dem bisherigen Rückfall von gut 4 % noch kein belastbarer Boden erreicht. Angesichts der potenziellen Risiken durch den Iran-Krieg ist das verständlich.
Zweitens haben uns Hinweise genarrt, dass es einen Boden geben könnte, z.B. die De-facto-Bestätigung der grünen Unterstützung durch das Dienstags-Tief sowie die flacher verlaufenden Abwärtslinien, die einen möglichen Boden andeuteten.
Drittens hat sich die steile rote Linie, die sich seit gestern gebildet hat, als Beschleunigungsgerade durchgesetzt. Mit dem heutigen dynamischen Bruch der grünen Linie ist das mögliche baldige Bodenbildungs- bzw. Erholungs-Szenario hinfällig, zumal es so aussieht, dass er nach kurzer Gegenbewegung wieder nach unten dreht.
Der Dow Jones ist also noch längst nicht in der Phase, wo es darum gehen kann, eine Erholung zu beurteilen. Angesichts der Lage im Iran bzw. im Nahen Osten insgesamt und den Risiken für Energiepreise und -versorgung ist das auch kein Wunder.
Die übergeordnete Perspektive
Daher müssen wir viertens aus übergeordneter Perspektive beurteilen, wie weit die begonnene Korrektur vernünftigerweise (oder schlimmstenfalls) gehen kann. Dazu der folgende Wochenchart:

Er zeigt einen echten Charttechnik-Klassiker: Ein bzw. zwei Hochs (Nov./Dez. 2024, Jan. 2025) bei rund 45.000 Punkten (grüne durchgezogene Linie), danach einen Kurseinbruch (Apr. 2025) mit folgendem Wiederanstieg weit über die alten Hochs hinaus. Der laufende Kursrückgang könnte nun „einfach nur“ der Test des alten Hochs sein (nachdem der Kurs zuvor an einem wichtigen Widerstand – hier: 50.000 Punkte – gescheitert ist).
Ist das plausibel und was würde das für den Dow Jones bedeuten?
Ein unkritisches Szenario
Die beiden anderen eingezeichneten Elemente geben die Antwort: Mit einem Rückfall bis rund 45.000 Punkte würde der Dow Jones nur bis zum 38%-Niveau des Anstiegs seit April 2025 zurücksetzen. Das wäre eine völlig normale, eher moderate Korrektur, welche die laufende Aufwärtsbewegung sogar bestätigt!
Dafür spricht auch das Korrekturpotenzial von gerade einmal knapp -11 % bis 45.000 Punkte. Das wäre ebenfalls völlig normal: Eine Faustregel besagt, dass ab -10 % von einer Korrektur gesprochen werden kann – diese Spanne wäre also mit einem Rückgang bis 45.000 Punkte gerade so erreicht.
Eigentlich ist das alles nichts, worüber man sich als Langfristanleger ernsthaft Sorgen machen muss – vorausgesetzt, der Dow Jones dreht an seinen alten Hochs von 2024/25 auch wieder nach oben!
Kaufen, wenn die Kanonen donnern? Noch nicht!
Daran gemessen, sind die bisherigen Verluste also harmlos. Das gilt umso mehr angesichts der Horrorszenarien, die in den Medien kursieren.
Wir müssen also weiter abwarten, wann es zu einem „richtigen“ Erholungsversuch kommt. Die anhaltende bzw. immer wieder aufkeimende Schwäche ist ein Zeichen dafür, dass die Anleger noch nicht willens und dabei sind, den Iran-Krieg abzuhaken.
Bisher gibt es also noch keine neue Episode aus der Reihe „Kaufen, wenn die Kanonen donnern“.
Mit besten Grüßen
Torsten Ewert
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