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Aktienmärkte übertreiben immer noch nach oben
Ausgabe vom 09.04.2026
Aktienmärkte übertreiben immer noch nach oben
von Sven Weisenhaus
Die gestrigen Kursexplosionen wirken auf mich derzeit nicht wie eine rationale und sinnvolle Kursentwicklung auf die kurstreibenden Ereignisse im Nahen Osten, sondern eher wie ein übertriebener Short-Squeeze.
DAX näher am Rekordhoch als am Korrekturtief
Denn der DAX hat damit zum Beispiel inzwischen schon 61,80 % seiner gesamten Kursverluste aufgeholt, die im Rahmen der Korrektur seit dem Rekordhoch vom 13. Januar entstanden waren.

Seit seinem Korrekturtief vom 23. März hat er insgesamt schon um mehr als 10,5 % zugelegt. Seit Jahresbeginn lag er beim gestrigen Tageshoch nur noch -1,33 % im Verlust.
Das passt hinten und vorne nicht zu der geopolitischen Situation. Und schon seit geraumer Zeit passt die Kursentwicklung des DAX auch nicht zur wirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands. Diese ist immer noch näher an einer Stagnation oder derzeit sogar Stagflation als an einem wirtschaftlichen Aufschwung. Demgegenüber steht ein DAX mit (wieder) stark gestiegenen Kursen und einer überdurchschnittlich hohen Bewertung (u. a. KGV).
Ölpreise steigen noch immer
Und demgegenüber stehen auch Ölpreise, die zwar gestern in einer ersten Reaktion stark nachgegeben haben, sich aber unmittelbar danach nur knapp unterhalb von 100 USD auf einem immer noch sehr hohen Niveau seitwärts eingependelt haben. Selbst in der Mitte des Iran-Krieges notierten die Ölpreise zeitweise niedriger. Wir haben es somit nach wie vor mit eher steigenden Ölpreisen zu tun (siehe rote Pfeile und grüner Trendkanal im folgenden WTI-Chart).

Man beachte in diesem Chart auch die Fibonacci-Marken. Aktuell notiert der Preise sogar wieder oberhalb des 38,20%-Retracements der Aufwärtsbewegung seit Januar.
Die Risiken für die Wirtschaft, die sich aus diesen immer noch sehr hohen Ölpreisen ergeben, sind an den Aktienmärkten durch die starken Kurserholungen nicht mehr ausreichend eingepreist. Und ich wage auch zu bezweifeln, dass sie es mit den bisherigen Korrekturen jemals waren.
Die Aktienmärkte übertreiben immer noch eher nach oben als nach unten
Gewöhnlich übertreiben die Aktienmärkte sowohl nach oben als auch nach unten. Vor dem aktuellen Nahost-Konflikt waren die Kurse über Wochen, Monate und sogar Jahre übertrieben stark gestiegen, was in einigen Marktbereichen zu Blasen geführt hatte. Seit dem Iran-Krieg hat es aber lediglich recht moderate Korrekturen gegeben.
Im Grunde wurden die Schwellen zu einer Korrektur des Gesamtmarktes bzw. der Aktienindizes lediglich knapp überschritten (-10 %). Von einer Übertreibung nach unten waren die Aktienmärkte also noch meilenweit entfernt. Und trotzdem wurden nun mit den aktuellen Kurserholungen große Teile der (relativ geringen) Kursverluste schon wieder aufgeholt.
Mit anderen Worten: Die Aktienmärkte übertreiben immer noch eher nach oben als nach unten.
Gewinnmitnahme
Beim Börsenbrief „Target-Trend-CFD“ wurde daher gestern die Gelegenheit genutzt, einen Long-Trade auf den DAX bei 24.103 Punkten mit einem Gewinn zu beenden. Ziel ist es nun, diese Position zu günstigeren Kursen zurück ins Depot zu holen. Und das scheint zu gelingen. Denn heute hat der DAX bereits bis auf unter 23.800 Zähler nachgegeben.
Fragile Waffenruhe
Ein Grund dafür sind Meldungen, wonach die Waffenruhe offenbar äußerst fragil ist und die Straße von Hormus immer noch nicht in nennenswertem Umfang für die Ölexporte genutzt werden kann. Während es daher bei den Ölpreisen schon wieder Risikoaufschläge gibt, halten sich die Risikoabschläge an den Aktienmärkten in engen Grenzen.
Fazit
Die Ölpreise stehen weiterhin zu hoch – und vor diesem Hintergrund gilt das gleiche für große Teile der Aktienmärkte. Es macht daher weiterhin Sinn, das Risiko im Depot über die Investitionsquote zu steuern. Die aktuellen starken Kurserholungen bieten sich wieder für Gewinnmitnahmen an. Und man sollte das freiwerdende Kapital nutzen, um in günstig bewertete Aktien umzuschichten, die sich vor allem im Euroraum finden, vor allem, wenn es noch einmal zu Rücksetzern kommt, die auch weiterhin aus saisonaler Sicht zu erwarten sind (Stichwort: US-Zwischenwahljahr – wir berichteten).
Prognosen für die Ablage P
Übrigens: Solange es im Nahen Osten nicht zu einer stabilen Lösung gekommen ist und es stattdessen bei widersprüchlichen Meldungen und Entwicklungen bleibt, können Sie sich die Analyse von Konjunkturdaten und vor allem -prognosen sparen. Gleiches gilt für die Erwartungen bezüglich der Reaktion der Notenbanken (Leitzinsanpassungen).
Solange die derzeitige Unsicherheit herrscht, sind Prognosen für die „Ablage P“, da sie nur eine extrem geringe Halbwertszeit haben. Schließlich beruhen sie auf Annahmen, die sich ständig ändern. Am interessantesten sind da noch Inflationsdaten. Allerdings: Wen interessieren schon Preisdaten „von gestern“, wenn sich die Ölnotierungen seitdem um 10 % oder gar 20 % verändert haben?!
Und die Währungshüter werden daher vorerst ihre Füße stillhalten.
(Ich erinnere in diesem Zusammenhang an die Börse-Intern-Ausgabe vom 12. März mit dem Titel „Szenario-Denken statt klarer Prognosen“ – und empfehle auch die Sonderausgabe zu Iran-Krieg, die Sie über ein kostenloses 30-tägiges Probeabo des Geldanlage-Briefs erhalten können.)
Ich wünsche Ihnen jedenfalls weiterhin viel Erfolg an der Börse
Ihr
Sven Weisenhaus
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