Börse-Intern
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Ein Szenario für das Kriegsende
Ausgabe vom 17.04.2026
Ein Szenario für das Kriegsende
von Torsten Ewert
Heute las ich 3 nahezu gleichlautende Schlagzeilen: „Trump und Märkte einig: Krieg vorbei“, „An den Börsen ist der Krieg beendet“ und „Der Irankrieg hat sich wohl erledigt, zumindest aus Sicht der Börsianer“. Ok, die ersten beiden stammen aus derselben Quelle, nur aus unterschiedlichen Newslettern. Aber die dritte erschien Stunden später. Ob da eventuell jemand …?
Ist das die ersehnte Wende?
Aber vielleicht wurden alle drei auch von meinem Artikel in der Börse-Intern vom 18.03.2026 inspiriert, als ich titelte: „Im Mai ist der Iran-Krieg vorbei!“ (kleiner Scherz). Jedenfalls haben die Autoren Recht: Mit den neuen Allzeithochs im Nasdaq 100 und S&P 500 scheint es tatsächlich so zu sein, als hätten die Investoren den Krieg abgehakt.
Nun will ich gar nicht wieder davon anfangen, dass es weiterhin Belastungsfaktoren gibt und nach wie vor Hiobsbotschaften eintreffen, die zweifelhaft erscheinen lassen, dass dieser Ausbruch nachhaltig wird. Aber es gibt eben auch Positives, das den Optimismus der Börsianer zu rechtfertigen scheint: Während ich dies hier schreibe, wird gemeldet, dass eine zehntägige Feuerpause im Libanon vereinbart wurde und Iran in dieser Zeit die Straße von Hormus für den Schiffverkehr öffnen wolle.
Das kann man als Bestätigung auffassen, dass die Gegenblockade der USA die iranische Führung doch beeindruckt hat und sie nun keine weitere Eskalation mehr anstrebt. Dann wäre ein Deal mit den USA in greifbarer Nähe; die Märkte hätten wieder einmal Recht gehabt. Es könnte die ersehnte Wende sein!
Die widersprüchliche Tech-Rally
Oder doch nicht? Schließlich hängt der Dow Jones den beiden anderen Indizes deutlich hinterher. Er hat heute zu Handelsbeginn gerade einmal das 76,4%-Niveau seiner vorangegangenen Korrektur erreicht. Damit stand er – vom heutigen Hoch gerechnet – immer noch um -2,4 % unter seinem Allzeithoch vom Februar:

(Erst nach der obigen Meldung über das iranische Einlenken haussierte auch der Dow Jones, blieb aber bis Redaktionsschluss immer noch deutlich unter seinem Hoch.)
Aber Ähnliches gilt nicht nur für den Dow Jones, sondern auch für andere Indizes, z.B. den DAX. Grund dafür ist, dass wieder vor allem Tech-Werte die Rally antrieben. Auch das verwundert, wie diese fulminante Rally an sich: Tech-Aktien leiden doch bekanntlich nicht nur unter (inflationsbedingt) steigenden Zinsen, sondern könnten auch – wegen der energie-intensiven KI! – durch den massiven Energiepreisanstieg unter Druck geraten. Sollte das nicht Tech-/KI-Werte potenziell belasten?
Vielleicht sehen wir also doch nur eine kurzfristige Übertreibung, die von „der gleichen Gier nach denselben Aktien getrieben ist“, wie Sven Weisenhaus gestern geschrieben hat.
Ein Szenario für den Nasdaq 100
Damit wird nun ein Szenario wahrscheinlicher, das ich den Lesern meiner Börsenbriefe Aktien-Perlen und Geldanlage-Brief bereits im Januar vorgestellt habe. Dazu der folgende Chart des Nasdaq 100:

Dieser Index hat beim jüngsten Rückfall ein massives Fehlsignal erzeugt, als er die grüne Unterstützung bei 24.000 Punkten gebrochen und damit formal eine bearishe Trendwende angezeigt hat – dann aber die grüne Zone zurückerobert hat (grüner Bogen).
In solchen Fällen weisen wir hier immer darauf hin, dass derartige Fehlsignale stets eine dynamische Bewegung in die Gegenrichtung bewirken können. Und genau das sehen wir nun! In diesem Fall ist die Dynamik sogar so stark, dass der Kurs quasi in einem Rutsch in die Gegenrichtung ausgebrochen ist.
Auch das ist ein bekanntes Phänomen: Einem Fehlausbruch auf der einen Seite folgt ein Fehlausbruch auf der anderen Seite. Im Nasdaq 100 könnte also nun „oben“ ein ähnliches Fehlsignal folgen (roter Bogen). Wenn dann der Kurs unter die alten Hochs zurückfällt (rote Linie), sind – wegen dieses neuen Fehlsignals – erneut stärkere Verluste möglich.
Jetzt überkauft – und dann seitwärts?!
Unter dem Strich könnte der Nasdaq 100 so seine Seitwärtsbewegung fortsetzen, in der er de facto seit Ende Oktober 2025 läuft. Dem Index droht damit das gleiche Schicksal wie dem DAX: Auch dieser läuft – mit einigen Fehlausbrüchen oben und unten – inzwischen seit fast einem Jahr in einer Seitwärtsbewegung um die 24.000-Punkte-Marke.
Interessanterweise stützt auch die aktuell überkaufte Lage des Nasdaq 100 diese These. Dazu habe ich im unteren Chartteil den RSI eingeblendet, der gewöhnlich oberhalb von 70 Punkten eine überkaufte Lage und unterhalb von 30 Punkten eine überverkaufte Lage signalisiert.
Dieser Indikator ist am Mittwoch über die 70-Punkte-Marke gestiegen. Und wie es der Zufall will, ist der RSI just Ende Oktober ebenfalls über 70 Punkte gestiegen (siehe Pfeil) – und der Nasdaq 100 danach in seine Seitwärtsbewegung übergegangen.
An der Börse werden Wahrscheinlichkeiten gehandelt
Und bevor mich nun die Markttechnik-Experten unter Ihnen mit Mails überhäufen, dass man diese beiden Situationen gar nicht vergleichen kann: Ja, mir ist klar, dass der RSI zuvor unter 30 Punkte gefallen ist, also eine leicht überverkaufte Lage angezeigt hat. Formal wäre also Mitte Mai 2025 die „richtige“ Vergleichssituation, als der RSI zuletzt die 70-Punkte-Marke überschritt, nachdem er zuvor unter 30 Punkte gefallen war.
Demnach hätte der Nasdaq 100 – wie damals – theoretisch weiteres Aufwärtspotenzial. Aber damals hat der Kurs nicht zugleich ein neues Hoch erreicht und schon gar nicht mit einem derart fulminanten Anstieg wie jetzt. Und außerdem wäre dies ein anderes Szenario – das natürlich prinzipiell auch möglich ist.
Aber wie gesagt, es gibt nach wie vor etliche Punkte, die gegen einen sofortigen weiteren Anstieg sprechen. Und da wir an der Börse nur Wahrscheinlichkeiten handeln, beschränke ich mich hier auf eine Variante, die aus meiner Sicht wahrscheinlich ist.
Mit besten Grüßen
Ihr Torsten Ewert
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