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Im Mai ist der Iran-Krieg vorbei!

Ausgabe vom 18.03.2026

Im Mai ist der Iran-Krieg vorbei!

von Torsten Ewert

Heute meinte ein Trader-Kollege, er habe den Eindruck, dass versucht werde, „die Kurse nach oben zu reden“. Also, folgerte er, „muss es ja wirklich schlimm stehen“. Ich antwortete, dass ich die Medienberichte ganz anders wahrnehme – eher in Richtung „nur Hiobsbotschaften“.

Schöngerede oder Hiobsbotschaften?

Womit wir wieder mal ein schönes Beispiel dafür haben, wie unterschiedliche Wahrnehmungen letztlich an der Börse zu unterschiedlichen Transaktionen führen können. Und das ist auch gut so – schließlich wäre die Börse tot, wenn alle dasselbe denken und in dieselbe Richtung traden wollten.

Aber wie ist die Lage nun tatsächlich? Tja, so richtig weiß das niemand. Aber es drängt sich der Eindruck auf, dass die iranischen Machthaber immer noch genug Widerstandskraft haben, während die Befehlshaber der USA und Israels weiterhin keinen Plan zu haben scheinen, wie sie die Blockade der Straße von Hormus – und vor allem den Krieg! – beenden können.

Unterdessen fühlen sich die NATO-Partner von US-Präsident Trump brüskiert und lehnen in seltener Einigkeit und Klarheit sein Ansinnen ab, sich ihrerseits militärisch zu engagieren. Einige mögen darüber frohlocken, aber dieser Disput verbessert weder die Lage im Nahen Osten noch das ohnehin angespannte Verhältnis zu den USA. Und irgendeinen Krieg verkürzt oder beendet diese Kakophonie schon gar nicht.

Trotzdem bleiben die Profis entspannt

Insofern verstehe ich die Kommentatoren, die dadurch weiteres Ungemach wittern. Und ich verstehe den Kollegen, der das vielleicht genauso sieht und sich angesichts der vergleichsweise entspannten Marktlage fragt, ob das nicht nur die Ruhe vor dem Sturm ist. Aber ich verstehe auch die von ihm kritisierten Analysten, die einfach nur das beschreiben, was die Kurse ihnen zeigen: Alles nicht so wild, Leute – gemach, gemach!

So offenbarte die März-Umfrage der Bank of America (BofA) unter internationalen Fondsmanagern, dass auch die Profis weiterhin relativ gelassen bleiben. Sie sind zwar inzwischen längst nicht mehr so risikobereit wie noch in den vergangenen Monaten (was die BofA als „überschäumend bullishe“ Stimmung beschrieb), aber sie sind auch nicht so „über-bearish“ (BofA) wie z.B. im April 2025 („Liberation Day“), im Februar/März 2022 (Beginn des Ukraine-Kriegs), März 2020 (weltweiter COVID-Ausbruch) oder im August 2011 (erstmaliges Downgrade der Bonität der USA).

Zugegeben, auch mich überrascht das, denn auf den ersten Blick scheint eine (schnelle) Lösung im Nahen Osten nicht in Sicht zu sein. Aber es ist nun mal eine Tatsache, dass die Märkte relativ entspannt bleiben.

Zinsen und Gold: Keine Krisensignale

Da sind zunächst die Anleihemärkte. Ja, die Zinsen sind in ersten Reaktionen kräftig gestiegen (gelbes Rechteck im folgenden Chart):

20260318a_10y USTN seit 2025-05

Aber wichtige Hürden (z.B. die blaue Linie) haben sie bisher nicht überwunden, ja, noch nicht einmal erreicht!

Gold, der vermeintlich ultimative Krisenindikator und sichere Hafen, wird seiner Rolle auch nicht gerecht. Heute fällt der Kurs – hoppla! – sogar unter die runde $5.000-Marke:

20260318b_Gold seit 2025-08

Damit scheint es nun tatsächlich zu dem Szenario zu kommen, das ich hier vor genau einer Woche beschrieben habe: Der Goldpreis fällt entgegen aller vorherigen charttechnischen Bullen-Signale!

Dieser Aktienmarkt-Indikator ist bullish!

Und dann sind da noch die Aktienmärkte. Dazu hatte Sven Weisenhaus erst gestern geschrieben, dass man die bisherigen Kursverläufe auch bullish werten kann – zumindest als bullishe Konsolidierungen.

Und ich bringe heute noch einen weiteren Indikator, der eine bullishe Tendenz aufweist: die Marktbreite an der US-Börse NYSE:

20260318c_NYSE-C mit AD-Linie seit 2025-09

Quellen: MarketMaker mit Daten von infront, Barron’s, eigene Berechnungen

So ist der Kurs in der laufenden Korrektur unter das kleine Zwischenhoch von Ende Dezember 2025 gefallen. Die A/D-Linie blieb hingegen über ihrem entsprechenden Zwischenhoch (siehe hellgrüne Linien). Die A/D-Linie ist die aufaddierte Summe des täglichen Saldos aus Aktien an der US-Börse NYSE, die gestiegen bzw. gefallen sind. Sie sollte dem Kursverlauf folgen, was sie – wie man sieht – in der Regel auch tut.

Divergenzen im Verlauf von Kurs und A/D-Linie sind – je nach Richtung – bullishe oder bearishe Signale. Aktuell zeigt sich die A/D-Linie „stärker“, es gibt also eine bullishe Divergenz. Und da auch das Volumen in der laufenden Korrektur „regelgerecht“ abnimmt (blaue Linie), könnten die Kurse bald wieder drehen – z.B. nach einem letzten kurzen Rückfall auf die dicke dunkelgrüne Linie. (Dann wäre auch eine gewisse Symmetrie bezüglich des Kanals hergestellt: Ein (Fehl-)Ausbruch nach oben, einer nach unten.)

Wann die Ölhändler mit einem Kriegsende rechnen

So weit so gut. Aber wie ergibt sich aus all dem, dass der Iran-Krieg (spätestens) im Mai zu Ende ist, wie ich in der Überschrift angekündigt habe? Gar nicht, diesen „Knaller“ habe ich mir zum Schluss aufgehoben. (Mit besten Dank an den eingangs erwähnten Kollegen, der mich mit einer Bemerkung darauf gebracht hat!):

20260318d_WTI Forwar-Kurve

Quelle: eigene Darstellung mit Daten von CME (Stand: 17.03.2026)

Das ist die sogenannte Forward-Kurve für WTI-Rohöl an der US-Rohstoffbörse CME. Sie zeigt die aktuellen Preise der diversen Future-Kontrakte, die zu den angegebenen Verfallsmonaten (horizontale Achse) auslaufen. Und wie man sieht, fallen die Preise ab „Juni 2026“ deutlich. Eine solche gleichmäßig fallende Forward-Kurve ist sehr typisch. Das spricht also dafür, dass die Trader ab dem Juni-Kontrakt mit einer Normalisierung im Ölmarkt rechnen.

Die beiden ersten Kontrakte für April und Mai passen nicht so recht ins Muster, was aber angesichts des Krieges verständlich ist. Ihre Preise sind also wohl kriegsbedingt erhöht. Den „Abriss“ bzw. die Normalisierung der Kurve ab dem Juni-Kontrakt kann man daher so interpretieren, dass die Ölhändler spätestens ab Mai mit dem Kriegsende (oder einer wie immer gearteten „Entscheidung“) rechnen. (Der Mai-Kontrakt verfällt am 21. April.)

Wenn der Markt Recht hat, ist jetzt Zeit zur Schnäppchenjagd

Nun frage mich bitte niemand, woher die Ölhändler das wissen wollen! (Vielleicht sind sie durch ihren Job einfach näher dran an ihren Lieferanten dort?) Jedenfalls ist klar: Wenn nicht einmal der Ölmarkt mit einem langen Krieg und anhaltend hohen Preisen rechnet, warum sollten es dann die anderen Finanzmärkte tun? Die Signale all dieser Charts weisen nur in eine Richtung: Aktuell erwarten die Börsianer kein größeres/längeres Ungemach durch den Iran-Krieg bzw. die bisherige Öl-Blockade.

Worauf sie diese Annahme stützen, weiß ich, wie gesagt, zwar auch nicht, aber ich weiß, dass man traden soll, was man sieht. Und ich weiß, was ich sehe: Entspannungssignale auf allen Ebenen! Wenn gilt, dass der Markt immer Recht hat (und er seine Meinung nicht wieder ändern muss), dann ist jetzt die Zeit auf Schnäppchenjagd zu gehen…

Viel Erfolg!
Ihr Torsten Ewert

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