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Es gab zahlreiche Hinweise auf die Kurserholungen
Ausgabe vom 21.04.2026
Es gab zahlreiche Hinweise auf die Kurserholungen
von Sven Weisenhaus
Im Nachhinein ist man immer schlauer. Und im Nachhinein ergibt auch meistens alles irgendwie Sinn. So gab es zum Beispiel Ende März zahlreiche Hinweise darauf, dass eine starke Kurserholung bis hin zu neuen Rekordständen an den US-Aktienmärkten anstehen würde. Aber da zu dem damaligen Zeitpunkt gerade noch frische bearishe Signale gesendet wurden, fehlte schlicht der Glaube an stark steigende Kurse. Stattdessen fürchtete man natürlich eher weitere Kursverluste.
US-Zwischenwahljahre: Korrekturtief Ende März, neues Jahreshoch Mitte April
Ein erster Hinweis war zum Beispiel der saisonale Verlauf des Dow Jones in US-Zwischenwahljahren:

Demnach endet ein Rücksetzer regelmäßig Ende März, gefolgt von einer starken Kurserholung inklusive höherem Hoch, das bereits vor Ende April markiert wird.
Elliott-Wellen: ABC-Korrekturen
Den zweiten Hinweis lieferten die Elliott-Wellen. Ich erinnere in diesem Zusammenhang zum Beispiel an den DAX-Chart vom 5. März (siehe „DAX: Zurück in der alten Seitwärtsspanne“):

Demnach sollte es zu einer größeren ABC-Korrektur kommen bzw. gekommen sein. Zwar weitete sich die Welle C anschließend noch deutlich aus, wodurch der Glaube an stark steigende Kurse zunehmend schwand, doch blieb es letztlich bei dem (bullishen) Elliott-Wellen-Szenario.

Inzwischen haben sich die ersten Wellen einer neuen Aufwärtsbewegung gebildet (grün), die nach dem Ende der Welle C (rot) zu erwarten war.
NVIDIA: ABC-Korrektur zum 38,20%-Fibonacci-Retracement
Aus heutiger Sicht ist auch klar, dass die aktuelle Rally wieder dem KI-Hype zu verdanken ist. Vor allem die „Magnificent 7“ haben die Aktienmärkte mit extrem starken Kursgewinnen erneut nach oben getrieben. Und in diesem Zusammenhang erinnere ich an den NVIDIA-Chart aus der Börse-Intern vom 17. März (siehe „Trendbestätigend oder Trendwende?“):

Während beim DAX die Welle C weiter lief als erwartet, fiel sie bei NVIDIA etwas kürzer aus. Denn sie endete nicht erst an der oberen Linie des Abwärtstrendkanals (rot), sondern bereits exakt am 38,20%-Fibonacci-Retracement bei 164,222 USD.

Seitdem hat NVIDIA binnen nur 15 Handelstagen um mehr als +23 % zugelegt.
(Bei fast 5 Billionen US-Dollar Marktkapitalisierung wurden also in diesem kurzen Zeitraum fast 1 Billionen Marktwert geschaffen. Demgegenüber steht ein Jahresumsatz von 130 Milliarden USD im vergangenen Jahr 2025.)
Es kam exakt wie beschrieben
Ich rate Ihnen in dem Zusammenhang, sich die Börse-Intern-Ausgabe vom 17. März noch einmal durchzulesen. Es ist im Grunde exakt so gekommen, wie damals beschrieben. So folgte zwar die befürchtete zweite Abwärtswelle, doch ließ sich dabei ein immer wiederkehrendes Kaufinteresse beobachten. Die Kursentwicklungen behielten dadurch als Konsolidierungen nach starken Kursgewinnen einen trendbestätigenden Charakter.
ABC-Korrektur des Dow Jones
So zum Beispiel auch beim Dow Jones. In meinem Elliott-Wellen-Dienst bei stock3 war am 18. März zu folgendem Chart zu lesen, dass es in den Wellen des Abwärtstrends „durch starke Kurserholungen immer wieder zu Überschneidungen gekommen“ ist. „Dadurch hat der Trend einen korrektiven Charakter, was man durchaus bullish werten kann. Eine erneute starke Kurserholung dürfte daher eigentlich nicht mehr lange auf sich warten lassen“, lautete die damalige Einschätzung.

Zwar setzte der US-Aktienindex bis Ende März noch bis auf 45.073,63 Punkte weiter zurück, markierte am dortigen ehemaligen Rekordhoch vom Dezember 2024 aber das Tief und legte seitdem um mehr als 10 % zu, womit er fast sämtliche Kursverluste aufholte.

Mit einer ABC-Korrektur hat der Dow Jones also lediglich das Rekordhoch von 2024 von oben getestet und diesen Test mit der starken Kurserholung aus Sicht der Bullen erfolgreich abgeschlossen. Es fehlt lediglich noch ein neues Hoch.
Gewöhnungseffekt
Und dieses könnte noch erreicht werden, obwohl der Iran-Krieg bislang nicht beendet ist und die Ölpreise weiterhin relativ hoch sind. Denn wie am 17. März geschrieben, hat es einen Gewöhnungseffekt gegeben und die Anleger können inzwischen „mit Ölpreisen von rund 100 USD durchaus leben“. Zumal der Ölpreis der US-Sorte WTI inzwischen unter 90 USD notiert und sich dem Niveau von 80 USD genähert hat, bei dem „bereits wieder ein – langfristig betrachtet – normales Niveau erreicht“ wäre, wie es Mitte März hieß.
Zitat: „Dann könnten die Börsen bereits wieder zur Normalität übergehen (sofern man in den vergangenen Wochen, Monaten und Jahren überhaupt von Normalität sprechen kann). Und dann könnte durchaus auch wieder das Thema KI in den Fokus rücken – und die Aktienkurse wieder nach oben treiben.“
Oracle-Comeback
Da es genau so gekommen ist, konnten auch bereits fast totgeglaubte Aktien von der allgemeinen Markterholung profitieren. Und auch diese Aktien hatten Hinweise auf eine solche Erholung gegeben – so zum Beispiel Oracle.
Diese Aktie hatte ich in meinem Elliott-Wellen-Dienst bei stock3 unter genauer Beobachtung. Denn am 25. Februar drohte zwar noch ein neues Korrekturtief, dieses sollte aber mit Blick auf den (folgenden) Chart von damals im Rahmen der Welle 5 (grau) einer Welle 5 (rot) markiert werden und somit das Ende eines langen Abwärtstrends darstellen.

In der folgenden Elliott-Wellen-Analyse vom 11. April hieß es dann, das weitere Korrekturtief sei da. Dieses wurde allerdings nicht im Rahmen der Welle 5, sondern im Rahmen einer Welle B (grün) markiert, weil die Welle 5 (rot) zuvor als Versager-Welle endete.

Und die Leser dieser Analysen konnten dank der Hinweise zu möglichen Long-Trades durch die starke Kurserholung im Rahmen der Welle C ordentliche Gewinne erzielen. Denn die Aktie schoss bislang bis auf 184,5 USD um mehr als +37 % nach oben.

Womöglich geht die Erholung sogar noch weiter, wenn sich die Aktie weiterhin an den skizzierten Verlauf hält.
Hang Seng: Nach Welle 5 übergeordnete Seitwärtstendenz fortgesetzt
Auch am chinesischen Aktienmarkt gaben die Elliott-Wellen Hinweise auf eine deutliche Kurserholung. Am 26. März bekamen die Leser des Elliott-Wellen-Dienst bei stock3 folgenden Chart des Hang Seng geliefert:

Zu sehen ist eine 5-gliedrige Abwärtsbewegung und eine Rückeroberung des Unterstützungsbereichs (grün). Also lautete der Rat, man könne in einen (spekulativen) Long-Trade einsteigen, um nach der Bärenfalle auf eine Fortsetzung der Seitwärtsbewegung zu setzen, womöglich im Rahmen einer beschriebenen Welle C.
Bei der gestern verschickten Elliott-Wellen-Analyse stellte sich das Chartbild beim Hang Seng wie folgt dar:

Mit einer Welle c (oder 3) wurde wieder der Widerstandsbereich (rot) und somit das obere Ende der Seitwärtsbewegung erreicht (siehe roter Pfeil). Also lautete der aktuelle Rat, den Long-Trade zu beenden und den Gewinn zu realisieren.
Fazit
Zahlreiche Charts hatten das Ende der Abwärtsbewegungen und eine folgende Kurserholung erwarten lassen. Und Leser des Elliott-Wellen-Dienst bei stock3 konnten davon sogar auf zahlreiche Arten bzw. mit diversen Basiswerten profitieren.
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Doch wie eingangs bereits geschrieben, war eine solche Kurserholung angesichts der Ende März noch neuen bearishen Signale keineswegs ausgemachte Sache. Long-Positionen waren daher durchaus spekulativer Natur.
Wie geht es nun weiter?
Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie weit die Aufwärtsbewegungen noch nach oben laufen bzw. wann es zu einer Gegenbewegung kommt, die nach den Kursexplosionen längst fällig ist. Und wenn es zu einem Rücksetzer kommt, wird sich die Frage stellen, wie weit dieser läuft bzw. wie nachhaltig die Kurserholungen sind.
Vor allem mit Blick auf den saisonalen Chart des Dow Jones in US-Zwischenwahljahren (siehe oben) gibt es mindestens schon einen Hinweis, der auf wieder deutlich fallende Kurse inklusive neuer Korrekturtiefs hindeutet.
Einen neuen Impuls könnte sehr bald schon der Iran-Krieg liefern, trotz Gewöhnungseffekt. Wird die auslaufende Waffenruhe verlängert, könnte es den nächsten Kurssprung am Aktienmarkt geben. Scheitern hingegen die Verhandlungen und kommt es wieder zu einer Eskalation mit Waffeneinsatz, könnte dies die Ölpreise wieder deutlich steigen und die Aktienkurse entsprechend fallen lassen.
Da ich beide Varianten für etwa gleich wahrscheinlich halte, würde ich daher nun dazu raten, Trades mit einem Stop-Loss abzusichern bzw. per Gewinnmitnahme zu beenden und die Cash-Quote zu erhöhen. Wenn es im Verlauf dieser Woche zu einer Entscheidung gekommen ist, kann man sich wieder zurück in den Markt wagen, womöglich sogar zu günstigeren Kursen.
Ich wünsche Ihnen jedenfalls weiterhin viel Erfolg an der Börse
Ihr
Sven Weisenhaus
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