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Energiepreise belasten zunehmend
Ausgabe vom 19.03.2026
Energiepreise belasten zunehmend
von Sven Weisenhaus
Die Ölpreise haben wieder deutlich angezogen. Die Nordsee-Sorte Brent notierte heute im Hoch wieder bei fast 120 USD je Barrel und damit beinahe so hoch wie am 9. März, als die Preise um +30 % stiegen, nur um anschließend um -30% zu fallen.

Getrieben wurde der aktuelle Anstieg durch Meldungen, wonach im Iran-Krieg die Öl- und Gasindustrie in verschiedenen Ländern des Nahen Ostens Ziel von Angriffen ist. Unter anderem geriet eine Förderanlage auf dem größten Gasfeld der Welt in Brand („South Pars“). Zudem gab es Schäden an der weltgrößten Gasverflüssigungsanlage in Katar. In Saudi-Arabien und Kuwait wurden mehrere Raffinerien angegriffen. Und Abu Dhabi schloss Öl- und Gasanlagen wegen Trümmerteilen nach einem Angriff.
Ölpreise steigen, Aktienkurse fallen
Im Gegenzug brachen die Aktienmärkte deutlich ein. Der Dow Jones stürzte zum Beispiel alleine gestern von ca. 47.250 auf nur noch weniger als 46.200 Punkte um mehr als -1.000 Zähler bzw. -2,2 % ab. Einen ähnlichen prozentualen Rückgang musste auch der Nasdaq 100 einstecken. Der DAX gab vom Tageshoch bis zum Tagestief ebenfalls in dieser Größenordnung nach – im Späthandel sogar noch mehr. Und heute setzten sich die Kursverluste mit den weiter gestiegenen Ölpreisen fort.
Mit neuem Tief an der Schwelle zur Korrektur
Der DAX kommt so binnen nur zwei Handelstagen wieder auf ein herbes Minus von -5 %.

Damit ist er einerseits bereits auf ein neues Korrekturtief gefallen und hat andererseits die Schwelle zur Korrektur überschritten (>-10 %). Dabei korrigierte er ziemlich genau 38,20 % der Kursgewinne seit dem April-Tief, das im vergangenen Jahr auf Trumps Verkündung „reziproker“ Zölle folgte.
Vor weiteren Kursverlusten retten konnte den DAX eine größere Unsicherheitsformation (dicke blaue Linien), aus der er heute zwar kurz nach unten ausgebrochen ist, sie aber schnell zurückerobert hat. Ich fürchte aber mit Blick auf die Kursentwicklung (Impulsivität der Abwärtsbewegungen) und das (weitere) Korrekturpotential der US-Märkte Schlimmeres.
Energiepreise belasten zunehmend
Jedenfalls hängt alles weiterhin von der Entwicklung im Nahen Osten ab. Und inzwischen sind die Energiepreise schon relativ lange stark erhöht. Das wirkt sich bald merklich auf die Wirtschaft aus. Und wenn das der Fall ist, dürften die Aktienkurse weitere Korrekturtiefs erreichen. Daher sollte man erst nachhaltige Signale einer Entspannung (oder noch deutlich tiefere Schnäppchenkurse) abwarten, bevor man die Investitionsquote wieder nennenswert erhöht.
Zumal in den vergangenen Tagen übliche Erholungsbewegungen am Vormittag heute ausblieben, selbst als die Ölpreise deutlich zurückkamen. Der Markt zeigt damit bereits eine zunehmende Belastung durch die anhaltend hohen Energiekosten. Gestern wurde dadurch schon eine wichtige Kurserholung zurückgedrängt, womit sich bullishe Signale in Luft auflösten. Das trübt die Chartbilder am Aktienmarkt nun zusätzlich ein.
In dem auf tägliche Chartanalysen spezialisierten Dienst „Target-Trend-Spezial“ hatte ich den Lesern passenderweise jüngst wiederholt den Hinweis zum Trading gegeben, man müsse „mit Blick auf den militärischen Konflikt im Nahen Osten stets damit rechnen, dass eine einzelne Nachricht die Kurse stark ausschlagen lassen kann“. Nur wer sich dieses Risikos bewusst ist, solle aktuell neue kurzfristige Trades eingehen. Inzwischen hat sogar eine ganze Reihe von Hiobsbotschaften den Markt erreicht.
US-Erzeugerpreise geben Vorgeschmack
Weitere könnten von Seiten der Konjunkturdaten folgen, wenn sich die Entwicklungen auf den Energiemärkten in anderen Preisen bemerkbar machen (Stichwort: Inflation). Einen Vorgeschmack hat es gestern bereits mit den US-Erzeugerpreisen gegeben. Sie legten im Februar am +0,7 % zum Vormonat zu, statt erwarteter +0,3 %. Die Jahresrate kletterte damit auf +3,4 %, nach +2,9 % im Vormonat. Es wurde ein unveränderter Wert erwartet.

Die Kernrate legte sogar auf +3,9 % zu, von 3,5 % im Vormonat. Sie erreichte damit den höchsten Wert seit 11 Monaten. Und die aktuell hohen Energiepreise sind darin noch nicht einmal enthalten.
US-Notenbank gibt sich äußerst gelassen
Vor diesem Hintergrund hat sich die US-Notenbank (Fed) gestern äußerst gelassen gezeigt. Der Leitzins wurde wie erwartet unverändert belassen. Und im Statement dazu gab es lediglich den Hinweis, die Auswirkungen der Entwicklungen im Nahen Osten auf die US-Wirtschaft seien ungewiss. Die neuen Fed-Projektionen zeigen aber, dass die Währungshüter eine höhere Inflation erwarten.

(Quelle: federalreserve.gov)
Immerhin: Die Wachstumserwartungen wurden ebenfalls nach oben geschraubt. Das konnte die Märkte aber gestern auch nicht stützen.
Fazit
Niemand kann derzeit seriös einschätzen, wie sich der Iran-Krieg auf die Wirtschaft auswirken wird und wie lange er noch anhält. Das hat gestern auch Fed-Chef Jerome Powell eingeräumt. Und so kann derzeit auch niemand wissen, wie sich die Kurse an den Börsen weiter entwickeln. Die Unsicherheit ist so hoch wie selten. Berücksichtigen Sie dies bei Ihren Anlageentscheidungen!
Ich wünsche Ihnen jedenfalls weiterhin viel Erfolg an der Börse
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de
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