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Bearishe Kursinsel beim SOX, Erwartung an die Notenbanken
Ausgabe vom 28.04.2026
Bearishe Kursinsel beim SOX, Erwartung an die Notenbanken
von Sven Weisenhaus
Iran hat dieser Tage ein vorläufiges Waffenstillstandsabkommen vorgeschlagen, das die Straße von Hormus wieder öffnen und gleichzeitig die Atomgespräche verschieben soll. Doch bei der US-Regierung stößt der Vorschlag auf wenig Begeisterung.
Vor diesem Hintergrund haben die Ölpreise ihren Anstieg fortgesetzt. Inzwischen notiert nicht mehr nur die Nordsee-Sorte Brent über 100 USD, sondern auch wieder die US-Sorte WTI.

Diese Preisentwicklung kommt mit Blick auf die Börse-Intern-Ausgabe vom vergangenen Donnerstag nicht überraschend.
SOX mit sehr bearisher Kursinsel
Daher ist das wohl auch nicht der Grund dafür, dass der Halbleiterindex SOX seine historische Serie beendet hat. Denn die Aktienmärkte hatten sich zuletzt deutlich von den Ölpreisen abgekoppelt. Nach 18 Gewinntagen in Folge und einem Kursanstieg von insgesamt fast +50 % (!) fiel der Philadelphia Semiconductor-Index jedenfalls gestern bereits um exakt -1 % und gibt heute in der Spitze sogar -4,62 % nach.

Häufig geben die Kurse nach fahnenstangenartigen Kursgewinnen genauso schnell nach, wie sie zuvor gestiegen sind. Ob das im aktuellen Fall auch so sein wird, bleibt noch abzuwarten. Vom Tagestief hat sich der SOX heute erst einmal deutlich erholt, gab aber recht schnell die Kursgewinne wieder ab. Kurzfristig ist also deutliche Schwäche zu sehen. Und durch eine Aufwärtslücke vom Freitag und der heutigen Abwärtslücke ist eine Kursinsel entstanden, die sehr bearish zu werten ist.
Abwärtslücke auch beim Nasdaq 100
Durch die Kursverluste der Halbleiter-Aktien zeigt sich heute auch der Nasdaq 100 belastet, der allerdings gestern noch ein neues Rekordhoch markieren konnte, auch wenn dieses nur 1,01 Pünktchen über dem Hoch des Vortages lag.

Und auch hier kam es zu einer Abwärtslücke sowie einer deutlichen Erholung vom Tagestief, die aber schnell wieder abverkauft wurde.
Kommt es schnell zu einer weiteren Erholung und wird die heutige Abwärtslücke geschlossen, zeigen die Kurse damit anhaltende Stärke. Dann ist eine scharfe Korrektur weniger wahrscheinlich als eine Konsolidierung auf hohem Niveau oder sogar weiter steigende Kurse. Endet der heutige Handel in der Nähe der Tagestiefs und kommt es morgen zu weiteren dynamischen Kursverlusten, droht mindestens eine große Gegenbewegung.
DAX konsolidiert 7. Tag in Folge
Derweil ist der DAX heute bereits auf ein neues Korrekturtief gefallen, womit sich die nun 7-tägige Konsolidierung entlang der (dafür vorgesehenen) Konsolidierungslinie (rot gestrichelt im folgenden Chart) fortsetzt.

Unterstützung erhielt der Index von der psychologisch wichtigen Marke von runden 24.000 Punkten, der Rechteckgrenze bei 23.950 Zählern sowie im Tagestief von der unteren Linie der kleinen Unsicherheitsformation (blau).
Werden diese Marken nachhaltig unterschritten, beschleunigt sich die Konsolidierung, was bearish zu werten wäre. Kursziele der Bären sind dann das 38,20%-Fibonacci-Retracement der +13,39%-Rally bei 23.673,72 Punkten und aus Sicht der Target-Trend-Methode die Mittellinie bei 23.595 Zählern.
Setzt sich dagegen das Pendeln um die Konsolidierungslinie fort, kann man dies bullish werten und bald wieder steigende Kursen erwarten.
Erwartung an die Notenbanken
Ich gehe nicht davon aus, dass die Notenbanken großen Einfluss auf diese charttechnischen Entwicklungen nehmen werden. Das wäre nur der Fall, wenn es große Abweichungen von den Markterwartungen gibt (aktuell keine Leitzinsänderungen, Hinweise auf mögliche Anhebungen auf den nächsten Sitzungen).
So war es heute auch bei der Bank of Japan. Die Währungshüter des Yen beschlossen auf ihrer Sitzung, den Leitzins unverändert bei 0,75 % zu belassen, sendeten jedoch ein klar hawkishes Signal bezüglich zukünftiger Zinsanhebungen. Denn 3 Vorstandsmitglieder stimmen gegen die aktuelle Beibehaltung bzw. für eine sofortige Anhebung des Leitzinses, was die größte Meinungsdivergenz unter Gouverneur Kazuo Ueda ist.
Gleichzeitig hob die Notenbank ihre Prognose für die Kerninflation im laufenden Fiskaljahr auf +2,8 % an (2027: +2,3 %, 2028: +2,0 %) und bekräftigte, auf Preisentwicklungen künftig mit weiteren Zinsschritten reagieren zu wollen. Allerdings wurde auf geopolitische Risiken, etwa im Nahen Osten, als möglicher Bremsklotz für geldpolitische Anpassungen verwiesen. Dennoch zog die implizite Wahrscheinlichkeit für einen Zinsschritt im Juni auf etwa 75 % an, von zuvor 63 %.
Mit den aktuellen Gewinnmitnahmen an den Aktienmärkten setzte auch der japanische Index Nikkei225 deutlich zurück, nach einer Rally von +20,49 % in nur 20 Tagen.

Weit weniger bewegt zeigt sich der Devisenmarkt. Der Zinsentscheid der BoJ ging in der aktuellen Seitwärtsbewegung an der psychologisch wichtigen Marke von runden 160 Yen vollkommen unter.

Ähnlich dürften die Kursreaktionen des EUR/USD auf die Zinsentscheidungen der US-Notenbank sowie der Europäischen Zentralbank in den kommenden beiden Tagen ausfallen.
Ich wünsche Ihnen jedenfalls weiterhin viel Erfolg an der Börse
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de
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