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US-Arbeitsmarktdaten, DAX-Zahlenflut und SpaceX im Fokus!
Ausgabe vom 03.08.2026
US-Arbeitsmarktdaten, DAX-Zahlenflut und SpaceX im Fokus!
von Stockstreet-Team
Während die Mehrzahl der DAX-Unternehmen in dieser Woche über das zweite Quartal berichtet, legt auch SpaceX am Dienstag Quartalszahlen vor, bevor am Donnerstag die erste Sperrfrist für Aktienverkäufe durch Insider endet. Am Freitag dürften die US-Arbeitsmarktdaten für Juli für neue Impulse sorgen.
Nach der Entspannung im Iran-Konflikt und überwiegend erfreulichen Quartalszahlen mehrerer Tech-Schwergewichte löst sich die Konsolidierung am Aktienmarkt auf: Nach der Trendmatrix sind DAX und Dow Jones kurzfristig in den Aufwärtstrend eingeschwenkt und signalisieren damit inzwischen, wie der Euro Stoxx 50, wieder auf allen drei Zeitebenen steigende Kurse. Der S&P 500, der Nasdaq-100 und der Nikkei 225 tendieren im kurzfristigen Zeitfenster noch etwas schwächer, können ihre mittel- und langfristigen Aufwärtstrends in der Trendmatrix aber vorerst bestätigen.

DAX-Zahlenflut wartet auf die Anleger
Am deutschen Aktienmarkt dürften in den kommenden Tagen vor allem unzählige Quartalsberichte für Bewegung sorgen. Nachdem die US-Berichtssaison in der vergangenen Woche ihren Höhepunkt hatte, ist es in Deutschland in der aktuellen Woche so weit. Etwas mehr als die Hälfte aller 40 DAX-Konzerne wird in der laufenden Woche über das zweite Quartal berichten.
Am Dienstag werden Zahlen von Bayer, Continental, Fresenius Medical Care und Zalando erwartet. Zur Wochenmitte folgen Infineon, Siemens Energy, Fresenius, Deutsche Post (DHL Group), Vonovia, Qiagen und Beiersdorf. Der Nivea-Mutterkonzern Beiersdorf hat heute bereits vorab die Prognose gekappt. Am Donnerstag richten sich die Blicke auf Siemens, Rheinmetall (endgültige Zahlen), Deutsche Telekom, Merck KGaA, Commerzbank, Henkel und Scout24. Zum Wochenschluss stehen Allianz, Munich Re und Daimler Truck auf dem Programm.
Wie immer dürften die Börsianer den Ausblicken der Unternehmen eine noch größere Wichtigkeit beimessen als der Entwicklung im vergangenen Quartal.
SpaceX legt erstmals Zahlen vor
An der Wall Street zählt der Quartalsbericht von SpaceX am Dienstag nach US-Börsenschluss zu den wichtigsten Einzelterminen. Es handelt sich um die erste Zahlenvorlage seit dem Rekordbörsengang im Juni.
Die SpaceX-Aktie war beim Börsengang zu 135 USD ausgegeben worden und mit einem ersten Kurs von 150 USD in den Handel gestartet. Anschließend stieg sie in den ersten Handelstagen auf mehr als 225 USD, bevor eine deutliche Korrektur einsetzte und das Papier sich mehr als halbierte. Das Allzeittief wurde in der vergangenen Woche bei 107,01 USD erreicht.

Anleger dürften bei der Zahlenvorlage vor allem auf die Entwicklung der KI-Aktivitäten achten, die für die Bewertung des Unternehmens relevanter als die Raumfahrtaktivitäten sind, auch wenn die Satellitenkonstellation Starlink für regelmäßige Einnahmen sorgt, die den KI-Ausbau querfinanzieren.
Für zusätzliche Volatilität könnte das Ende der ersten Sperrfrist für Aktienverkäufe durch Insider am Donnerstag sorgen. Ab diesem Zeitpunkt dürfen dürfen frühe Investoren und Mitarbeiter erstmals Aktien verkaufen. Konkret läuft die Sperrfrist für rund 11,6 % aller SpaceX-Aktien ab, nachdem beim IPO nur ungefähr 4,8 % aller SpaceX-Aktien handelbar wurden. Wie relevant das größere Angebot an SpaceX-Aktien für den Kursverlauf tatsächlich ist, muss sich erst noch zeigen. Hedgefonds und andere spekulativ orientierte Marktteilnehmer dürften schon im Vorfeld Shortpositionen aufgebaut haben. Zumindest ein Teil des erwarteten zusätzlichen Aktienangebots durch das Ende der Lock-Up-Fristen könnte dadurch bereits im Kurs berücksichtigt sein. Außerdem ist überhaupt nicht klar, wie hoch der Verkaufswunsch bei den SpaceX-Insidern ist.
KI-Investitionen bleiben ein zentrales Marktthema
Die Zahlen von SpaceX sind auch für das breitere Technologieumfeld relevant. Zuletzt hatten steigende Ausgaben für den KI-Ausbau teilweise wieder zu Skepsis am Markt geführt, ob sich die hohen Investitionen auch lohnen.
Neue Hinweise zur Nachfrage im KI-Umfeld kommen in dieser Woche unter anderem von Advanced Micro Devices, SanDisk und Western Digital.
Die Big-Tech-Zahlen der vergangenen Woche hatten eine klare Zweiteilung gezeigt: Während die Cloud-Umsätze bei Microsoft und Amazon durch die hohen KI-Investitionen stark steigen, hat Meta bisher Probleme damit, die steigenden Investitionsausgaben in höhere Umsätze umzumünzen.
Neben Technologiewerten berichten in der neuen Woche auch zahlreiche Konsumunternehmen. Dazu gehören Spotify, McDonald’s, Walt Disney, Uber und mehrere Restaurantketten. Ihre Zahlen liefern Hinweise darauf, wie robust die Nachfrage der Verbraucher trotz weiterhin hoher Preise ausfällt.
US-Arbeitsmarkt wird zum wichtigsten Konjunkturtermin
Der zentrale Makrotermin folgt am Freitag um 14.30 Uhr. Für Juli wird mit einem Anstieg der Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft um 88.000 Stellen gerechnet. Im Juni waren lediglich 57.000 neue Arbeitsplätze gemeldet worden.
Die Arbeitslosenquote dürfte nach den Konsensschätzungen unverändert bei 4,2 % liegen. Bei den durchschnittlichen Stundenlöhnen wird ein Plus von 0,3 % gegenüber dem Vormonat erwartet.

Für die Märkte wäre ein moderater Beschäftigungszuwachs vermutlich das günstigste Szenario. Er würde auf eine Abkühlung des Arbeitsmarktes hindeuten, ohne unmittelbar größere Konjunktursorgen auszulösen. Ein sehr schwacher Bericht könnte dagegen Zweifel an der Widerstandsfähigkeit der US-Wirtschaft verstärken.
Robuste Beschäftigungszahlen oder ein überraschend kräftiger Lohnanstieg könnten wiederum die Renditen am Anleihemarkt steigen lassen. Das wäre insbesondere für hoch bewertete Technologieaktien ein Belastungsfaktor, da der Inflationsdruck länger erhöht bleiben könnte.
Bereits zuvor stehen weitere Konjunkturdaten an. Am Montag wird der US-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe veröffentlicht. Am Mittwoch folgt der entsprechende Indikator für den Dienstleistungssektor. Sowohl in der Industrie als auch im Servicesektor dürfte sich die Stimmung zuletzt aufgehellt haben. In Deutschland stehen am Donnerstag die Auftragseingänge der Industrie im Blick, die im Juni etwas gewachsen sein dürften.
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