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USD/JPY: Haben Sie vom erneuten Kurseinbruch profitiert?
Ausgabe vom 03.09.2026
USD/JPY: Haben Sie vom erneuten Kurseinbruch profitiert?
von Sven Weisenhaus
Beim USD/JPY ist es zu einem erneuten Kurseinbruch gekommen. Die Kursverluste von gestern und heute summieren sich bislang auf mehr als -3 %. Damit erinnern sie an den Kursrutsch vor einem Monat, als Interventionen am Devisenmarkt den Wechselkurs sogar um insgesamt -5,2 % nach unten drückten.

Wobei – eigentlich erinnert die aktuelle Entwicklung vielmehr an die vom 30. April. Denn auch damals begann der Kursrutsch, als der USD/JPY am Trendhoch vom 30. März bei 160,46 Yen ein neues Erholungs- bzw. Trendhoch erreichte und damit wieder deutlich über die psychologisch wichtige Marke von runden 160 Yen klettern konnte (blau gestrichelte Linie, siehe rote Pfeile im Chart). Und auch damals gab der USD/JPY um etwas mehr als -3 % nach.
Erneute Devisenmarktintervention?
Da kommen natürlich schnell Spekulationen auf, dass die Behörden in Japan und den USA erneut am Markt interveniert haben, weil ihnen der Kursanstieg wieder zu weit lief. Doch die japanische Regierung dementierte jegliche derartige Maßnahmen im aktuellen Fall.
Auslöser könnten allerdings hawkische Äußerungen des BoJ-Vorstandsmitglieds Hajime Takata gewesen sein, die man als verbale Intervention werten könnte. Er deutete nämlich an, dass eine Zinserhöhung der Bank of Japan (BoJ) um mehr als 25 Basispunkte sowie aufeinanderfolgende Zinserhöhungen bei den kommenden Sitzungen möglich seien.
Ist die Yen-Abwärtsspirale durchbrochen?
Eine derart schnelle Anhebung des Leitzinses würde die fundamentalen Rahmenbedingungen deutlich zugunsten des Yen verändern. Bereits vor einer Woche habe ich zum USD/JPY über Hinweise auf eine schnellere Straffung der Geldpolitik durch die japanische Zentralbank geschrieben (siehe „USD/JPY: Darum dürfte der Aufwärtsdruck nachlassen“). Nun steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Abwärtsspirale des Yen endet und der Aufwärtsdruck des USD/JPY nachlässt.
Es wird daher nun sehr spannend, ob sich die Bullen in Kürze trotzdem wieder in den Markt zurückwagen und es erneut zu einer kontinuierlichen Kurserholung kommt, oder ob sie jetzt langsam kalte Füße bekommen.
Von der aktuellen Kursentwicklung profitiert?
Jedenfalls konnte man von der aktuellen Kursentwicklung profitieren, wenn man der Analyse der vergangenen Woche gefolgt ist. Denn darin hieß es, dass man bei Long-Positionen einen steigenden Wechselkurs für Gewinnmitnahmen nutzen sollte. Angesichts der aktuellen Kursverluste war das ein sehr guter Ratschlag.
Seitdem ist der Kurs noch von 159,173 auf 160,391 Yen (weiter) gestiegen. Und passend dazu war vor einer Woche zu lesen, man könne „ab der 160er Marke wieder zu Short-Trades greifen, um von erneuten Rücksetzern oder gar weiteren Interventionen zu profitieren“. Besser hätten die Tipps nicht ausfallen können.
Außerdem lautete vor einer Woche der Rat, fallende Kurse zu nutzen, um Long-Positionen ins Depot zurückzuholen, da (die Tendenz des USD/JPY wieder bzw. weiterhin klar aufwärtsgerichtet ist und) Rücksetzer stets zum „Buy the dip“ genutzt wurden.
Allerdings sollte man nun zunächst ein Ende der aktuellen Abwärtsbewegung und eine Kursberuhigung abwarten. Etabliert sich dann wieder eine kontinuierliche Kurserholung, kann man den Rücksetzer wie beschrieben nutzen, um mit Gewinn verkaufte Long-Trades (siehe oben) günstig zurück ins Depot zu holen. – Kursziel: 160 Yen.
Ich wünsche Ihnen jedenfalls weiterhin viel Erfolg an der Börse
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de
PS: Bei den Stockstreet-Börsenbriefen gab es schon wieder eine Gewinnmitnahme. Beim „Allstar-Trader“ wurden Aktien von GFT Technologies mit einem Gewinn in Höhe von +13,2 % verkauft. Das Depot markierte übrigens vor einer Woche ein Allzeithoch. Seit Jahresbeginn liegt es mit rund +15 % im Gewinn und schlägt damit die meisten Benchmarks.
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