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40 Billionen: US-Verschuldung überschreitet wichtige Schwelle

Ausgabe vom 20.08.2026

40 Billionen: US-Verschuldung überschreitet wichtige Schwelle

von Sven Weisenhaus

Die USA haben vorgestern die Marke von 40 Billionen US-Dollar bei der Verschuldung überschritten. Das geht aus Daten des US-Finanzministeriums hervor, die gestern veröffentlicht wurden. Der fragwürdige Rekord wurde damit etwas früher als erwartet aufgestellt. Experten hatten diesen Meilenstein erst für die kommenden Tage prognostiziert.

Staatsverschuldung der USA

In den Medien war mit Blick auf dieses bevorstehende Ereignis das Schuldenproblem bereits seit einigen Tagen wieder in den Fokus gerückt. Zumal auch die steigenden Anleiherenditen den Anlegern an der Börse zunehmend Sorge bereiteten. Denn:

Anleiherenditen klettern auf höchsten Stand seit Jahren

Ob USA, Europa, Großbritannien oder Japan – überall sind die Renditen jüngst auf seit Jahren nicht gesehene Höchststände geklettert. Die 30-jährige deutsche Bundesanleihe erreichte beispielsweise mit 3,78 % das höchste Niveau seit 2011. Die 30-jährige US-Anleihe stieg mit 5,337 % auf den höchsten Stand seit 2007 – also seit der Finanzkrise (!). Und die Renditen japanischer Langzeitanleihen markierten jüngst sogar den höchsten Wert seit mindestens 2006.

Die Kurse vor allem von lang laufenden Staatsanleihen sind zuletzt förmlich eingebrochen. Das hat auch beim Bund-Future Spuren hinterlassen. Der fiktive Terminkontrakt für 10-jährige deutsche Staatsanleihen erreichte nicht nur wieder das untere Ende eines alten Abwärtstrendkanals (rot im folgenden Chart), sondern unterschritt auch das Tief vom 18. Mai bei 123,77 Punkten.

Der Bund-Future fällt unter das Tief vom 18. Mai 2026

Zwar ist das neue Tief noch nicht nachhaltig, doch zeigt die Richtung seit geraumer Zeit klar nach unten, zuletzt sogar wieder in zunehmendem Tempo. (Allerdings gehe ich nicht davon aus, dass nachhaltig ein neues Tief erreicht wird.)

US-Finanzministerium greift ein

Da verwundert es nicht, dass ausgerechnet gestern das US-Finanzministerium verkündete, die bisherigen Käufe von länger laufenden US-Staatsanleihen – insbesondere solche mit Laufzeiten von 10 bis 20 Jahren und 20 bis 30 Jahren – ab dem 9. September (bis zum 4. November) zu verdoppeln. Das derzeitige Höchstvolumen von 2 Milliarden US-Dollar pro Maßnahme wird auf mindestens 4 Milliarden US-Dollar pro Maßnahme angehoben.

Bei dieser Maßnahme handelt es sich zunächst „nur“ um eine Anpassung eines Rückkaufprogramms, das bereits im Mai 2024 ins Leben gerufen wurde – mit dem Ziel der Liquiditätssicherung. Genau diese Begründung diente nun auch zur Rechtfertigung der aktuell angekündigten Verdopplung des Rückkaufvolumens.

Zur Einordnung

Laut der ING Bank erhöht sich das Rückkaufprogramm von 38 auf 56 Milliarden US-Dollar (davon 36 Milliarden US-Dollar im Bereich von 10 bis 30 Jahren). Zusätzlich stehen 25 Milliarden US-Dollar im Bereich von 1- bis 2-jährigen Anleihen für das Cash-Management zur Verfügung. Das gesamte Rückkaufprogramm sei damit zwar kleiner als eine reguläre 2-jährige Auktionsveranstaltung, aber dennoch beträchtlich, so die ING.

Das Ziel der Maßnahme ist eindeutig

Wäre es dem Finanzministerium, wie offiziell angegeben, „nur“ um die Liquiditätssicherung gegangen, hätte die Maßnahme bereits vor zwei Wochen im Rahmen der regulären Quartalsmitteilung verkündet werden können. Daher ist ein anderes Ziel viel naheliegender: Der starke Anstieg der Anleiherenditen soll gebremst werden.

Erwartbare Reaktion der Börsen

Die Börsen haben jedenfalls deutlich und dabei erwartbar auf den Plan reagiert: Der Dollar wurde massiv abgestraft, wodurch der EUR/USD einen kräftigen Sprung nach oben machte (siehe grüner Pfeil im folgenden Chart):

Der EUR/USD macht einen kräftigen Sprung nach oben

Die Leser des Chartanalyse-Dienstes „Target-Trend-Spezial“ profitieren von dieser Entwicklung. Denn sie hatten den „Hinweis zum Trading“ erhalten, bei einem Bruch der flachen Aufwärtstrendkanäle (grün) nach oben eine Long-Position ins Depot zu holen. In der heutigen EUR/USD-Analyse war dazu zu lesen, dass dieser Trade mit den Kursen oberhalb von 1,16 USD nun per Stop-Loss auf Einstiegskurs abgesichert werden kann. – Gewinne laufen lassen, Verluste begrenzen.

Zudem schoss der Goldpreis gestern von 4.367 auf im Hoch 4.525 USD (weiter) nach oben. Der Preis des Krisen-Edelmetalls folgt damit meiner Elliott-Wellen-Analyse aus dem „Elliott-Wellen-Trading“-Service von stock3 (siehe folgender Chart).

Der Goldpreis springt erneut nach oben und setzt damit seinen Aufwärtstrend gemäß den Elliott-Wellen fort

Ein Long-Trade, der seit dem 22. Juli im Trading-Dienst „Target-Trend-CFD“ läuft, lag dadurch schon mit über +1.000 € im Gewinn.

Und es ist davon auszugehen, dass sich die aktuellen Kursimpulse fortsetzen. Mit Long-Positionen auf den EUR/USD-Wechselkurs sowie den Goldpreis dürften also noch höhere Gewinne drin sein.


Ich wünsche Ihnen jedenfalls weiterhin viel Erfolg an der Börse
Ihr 
Sven Weisenhaus 
www.stockstreet.de


PS: Übrigens: Auch beim „Hightech-Trader“ hat es jüngst wieder eine Gewinnmitnahme gegeben. Durch den Verkauf der Aktien von Super Micro Computer wurde ein Gewinn in Höhe von +21,6 % realisiert – binnen weniger als 1 Monat.
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