Börse-Intern
Ihr täglicher und kostenloser Börsen-Newsletter mit den besten Prognosen für die Aktienmärkte
Börsenwahnsinn 3.0 statt Sommerloch
Ausgabe vom 04.08.2026
DAX: aufwärts statt seitwärts – aber wie nachhaltig?
von Sven Weisenhaus
Von einem üblichen Sommerloch ist an den Börsen bislang weit und breit nichts zu sehen. Im Gegenteil: Die Volatilität ist zuletzt sogar wieder deutlich gestiegen. So konnte der DAX seit dem 23. Juli – also binnen 9 Handelstagen – um mehr als 6 Prozent zulegen.

Damit etabliert der Index zunehmend eine Aufwärtstendenz (grüner Trendkanal), mit der die vorherige Seitwärtstendenz abgelöst werden könnte. Zumal sich der DAX aktuell wieder auf neuen Rekordhöhen bewegt.
Annäherung im Iran-Krieg?
Ein Grund dafür war bereits gestern im „Elliott-Wellen-Trading“-Service von stock3 zu lesen: Wieder einmal hat eine Nachricht von US-Präsident Donald Trump über eine angebliche Annäherung der Parteien im Iran-Krieg die Aktienmärkte sehr freundlich in die neue Woche starten lassen.
Trump hatte am vergangenen Wochenende neue Gespräche mit dem Iran angekündigt und gleichzeitig laut eigenen Angaben einen Großangriff abgesagt. Daraufhin gaben die Ölpreise kräftig nach, was die Sorgen vor einer steigenden Inflation und höheren Leitzinsen verringerte und somit die Aktienkurse befeuerte.
Die iranische Regierung widersprach Trumps Darstellung jedoch und erklärte, derzeit weder Gespräche mit den USA zu führen noch entsprechende Treffen geplant zu haben. Daher sollte man zumindest wieder mit Gegenbewegungen an den Börsen rechnen, falls doch wieder Drohnen und Raketen fliegen sollten.
Saisonalität im August und September
Auch unter Berücksichtigung der Saisonalität ist zu befürchten, dass die Aufwärtstendenz des DAX (noch) nicht nachhaltig ist. Denn seit 1988 hat der deutsche Leitindex im August durchschnittlich -1,59 % verloren, im September sogar -1,99 %.

Laut n-tv hat der DAX im Durchschnitt der vergangenen 30 Jahre im August sogar -2,27 % verloren. Für den US-Aktienmarkt sieht es nicht ganz so schlecht aus. Der Dow Jones schneidet zum Beispiel im August noch deutlich positiver ab. Im September kommt es mit durchschnittlich -0,97 % aber auch häufiger zu Kursverlusten.

Dabei verschlechtern der Dekaden- und der US-Präsidentschaftswahlzyklus die Bilanz. Laut der HSBC deutet der Wahlzyklus für den Dow Jones im August und September immerhin bereits auf eine unterdurchschnittliche Entwicklung hin, während der Durchschnittsverlauf gemäß Dekadenzyklus (6er Jahre) in beiden Monaten sogar ein Minus vorweist.

(Quelle: HSBC)
Es ist also davon auszugehen, dass plötzliche Richtungswechsel, erneute Rücksetzer und extreme Schwankungen noch eine Weile auf der Tagesordnung bleiben werden.
Trading-Chancen
Für die Leser des Chartanalyse-Dienstes „Traget-Trend-Spezial“ gibt es aber bezüglich der derzeitigen Kursgewinne am Aktienmarkt kaum Grund zur Beschwerde. Denn wer es spekulativ mag, ist aufgrund unserer Trading-Hinweise in einen prozyklischen Trade eingestiegen, als der DAX seine jüngste Seitwärtsspanne (klar) nach oben verlassen hat (oberes gelbes Rechteck im folgenden Chart). Ein konservativerer Einstieg war möglich, als der DAX noch einmal zurückgesetzt hat und dann impulsiv auf ein höheres Hoch gestiegen ist.

In beiden Fällen liefen die Long-Positionen deutlich in den Gewinn. Nun könnte sich mit Blick auf den ersten DAX-Chart oben eine Gewinnmitnahme anbieten, da der deutsche Leitindex nicht nur kurzfristig überkauft ist, sondern auch das obere Ende des Aufwärtstrendkanals (grün) erreicht hat.
Wollen auch Sie von kurzfristigen Chartanalysen und gewinnbringenden Trading-Tipps profitieren? Dann melden Sie sich JETZT HIER an!
Übrigens: Auch im „Elliott-Wellen-Trading“-Service von stock3 habe ich diese Trades beschrieben.
DAX mit hohem KGV
Für mich persönlich gilt derweil: Aus diesem Markt – mit seinen ständigen 180-Grad-Wenden und Übertreibungen – halte ich mich dieser Tage weitestgehend heraus, bis diese Phase vorbei ist. Denn Chance und Risiko stehen aus meiner Sicht aktuell in keinem sinnvollen Verhältnis.
Beispiele dafür finden sich auch heute wieder im „DAX Trading-Room“ von stock3, wo ich die Kursentwicklung des DAX (auch mit Blick auf den Dow Jones und den Nasdaq 100) kommentiert habe.
Hinzu kommt: Die Deutsche Bank bewertet den DAX auf Grundlage der geschätzten Gewinne der kommenden 12 Monate derzeit mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 15. Das sei im historischen Vergleich „nicht preiswert“.
Allerdings soll die Gewinndynamik der Unternehmen dem Analystenkonsens zufolge von +7,3 % in diesem Jahr auf +15,9 % im Jahr 2027 zulegen. Gemessen am 2026er KGV ist der DAX somit zwar sehr teuer, gemessen am 2027er KGV hätte er hingegen sogar noch etwas Aufwärtspotenzial. Aber:
Wer weiß, ob die Gewinne im kommenden Jahr tatsächlich um +15,9 % steigen werden. Gewöhnlich setzten Analysten die zukünftigen Gewinne zu hoch an.
Börsenwahnsinn 3.0 statt Sommerloch
von Sven Weisenhaus
Ein weiteres Beispiel für die erneute Übertreibung am Aktienmarkt ist der Kursverlauf des Nasdaq 100 in den vergangenen Tagen. Denn der technologielastige US-Aktienindex kommt jüngst sogar schon wieder auf Kursgewinne von mehr als +8,6 % – allerdings (im Gegensatz zum DAX) seit dem 29. Juli und somit binnen nur 4 Handelstagen.

Die Kurserholung kommt nicht vollkommen überraschend. Ich hatte die Korrektur des Nasdaq 100 nämlich als klassische ABC-Formation gezählt (vor allem im „Elliott-Wellen-Trading“-Service von stock3). Und am Ende einer solchen Korrektur ist mit erneut steigenden Kursen zu rechnen.
Allerdings war nicht zu erwarten, dass der Index in nur 4 Handelstagen mehr als 61,80 % dieser fast 2 Monate dauernden Korrektur aufholen würde.
Damit wird auch bereits recht deutlich, wodurch die jüngsten Aufwärtsbewegungen am Aktienmarkt wieder getrieben wurden: durch den vorherrschenden KI-Hype, der insbesondere (US-)Technologieaktien erneut befeuert. Konkrete Beispiele:
Microsoft explodiert um 26 % binnen 4 Tagen
Microsoft hat binnen 4 (!) Handelstagen in der Spitze um mehr als +26 % (!) zugelegt. Die Marktkapitalisierung von Microsoft stieg dadurch um 764 Milliarden USD. Das ist mehr als das doppelte (!) eines Jahresumsatzes (2026) des Software-Konzerns. Doch das beschreibt noch nicht den ganzen neuerlichen Wahnsinn. Denn seit dem Tief vom 25. Juni kommt die Aktie sogar auf +40,71 %.

Mit einem Börsenwert von nun immerhin schon wieder 3,6 Billionen USD liegt das Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) bei mehr als 10 (!). Angesichts eines Umsatzwachstums von weniger als 15 % riecht das nach einer massiven Überbewertung. Und es wird beim Blick auf das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) nicht besser. Im vergangenen Jahr lag das Gewinnwachstum ebenfalls bei ca. 15 %. Das KGV beträgt auf dieser Basis stolze 41. Immerhin: Für 2026 sinkt es auf 31, was aber immer noch recht hoch ist.
Amazon: Im Vergleich zu Microsoft fast ein Schnäppchen
Ein weiteres Beispiel ist Amazon. Auch die Aktie des Online-Händlers und Cloud-Anbieters konnte binnen nur 4 Handelstagen um mehr als +26 % zulegen – und ein neues Rekordhoch markieren.

Die Marktkapitalisierung beträgt damit nun ebenfalls mehr als 3 Billionen USD. Sie hat sich durch die Kursexplosion um 657 Milliarden USD erhöht. Zur Einordnung: Der Jahresumsatz lag 2025 bei 717 Milliarden USD. Binnen nur 4 Handelstagen hat die Aktie also beinahe um einen Jahresumsatz zugelegt.
Das KUV beträgt 4,25. Im Vergleich zu Microsoft erscheint das fast billig, aber grundsätzlich gilt auch ein solcher Wert als relativ teuer. Das KGV liegt bei hohen 27 – für 2027 (!). Zwar soll der Gewinn bis zum kommenden Jahr bei 10,50 USD landen und somit um +44 % steigen, allerdings vom 2025er Niveau aus – also über 2 Jahre.
Amazon ist somit zwar fairer bewertet als Microsoft, aber keinesfalls ein Schnäppchen. Stattdessen ist in beiden Aktien (und vielen weiteren) bereits sehr viel Zukunftsmusik eingepreist. – Aber das ist ja in der derzeitigen Börsenphase nichts neues.
Chancen und Probleme beim Traden dieses Marktes
Beim Trading-Dienst „Target-Trend-CFD“ konnten wir vom Auf und Ab des Nasdaq 100 im Juli deutlich profitieren. Sowohl mit Long- als auch mit Short-Trades haben wir im vergangenen Monat zum Teil schnelle und hohe Gewinne realisiert. Erst heute wurde ein Long-Trade mit einem Gewinn von +434,97 € beendet (leider zu früh).

Die Performance aller bislang beendeten Nasdaq 100-Trade hat damit ein neues Hoch erreicht und weist steil und kontinuierlich nach oben.

Aber: Wir haben auch noch Short-Positionen auf den Index (und den Dow Jones) im Markt. Und diese notieren derzeit tief im Minus, weil wir damit recht früh in die historisch einmalige „Magnificent 7“- bzw. KI-Blase geraten sind. Wären wir damit nicht im Markt, würden wir uns das Spektakel bei (US-Technologie-)Aktien einfach nur von der Seitenlinie anschauen.
Und genau das rate ich Ihnen. Denn wie oben schon zum DAX geschrieben: Chance und Risiko stehen aus meiner Sicht aktuell in keinem sinnvollen Verhältnis zueinander. Solange sich das nicht ändert, gibt es andere Marktsegmente, in denen man mit weit geringerem Risiko Gewinne erzielen kann.
Ich wünsche Ihnen jedenfalls weiterhin viel Erfolg an der Börse
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de
Börse - Intern
03. August 2026
Börse - Intern
US-Arbeitsmarktdaten, DAX-Zahlenflut und SpaceX im Fokus!
Weiterlesen...30. Juli 2026
Börse - Intern
Die „Trumpisierung“ der Fed +++ Was entscheidend an der Börse ist
Weiterlesen...23. Juli 2026
Börse - Intern
Ein heißer Herbst steht bevor +++ Strategie für Seitwärtstendenzen
Weiterlesen...20. Juli 2026
Börse - Intern
Ölpreis, EZB und Tech-Zahlen sorgen für nächsten Belastungstest
Weiterlesen...Alle Börsenbriefe von Stockstreet.de
Allstar-Trader
Vom Traden leben!
Aktien, Rohstoffe & Devisen
erfolgreich handeln!
von Bernd Raschkowski
Jetzt informieren und kostenlos testen!
Geldanlage-Brief
Ihr langfristig orientierter
Börsendienst
für Vermögen und Wohlstand!
Die Strategie für Ihre Geldanlage!
von Oliver Baron
Jetzt informieren und kostenlos testen!
Börse-Intern Premium
Erfolgreich Traden mit der
revolutionären Methode!
Zuverlässig und dauerhaft erfolgreich!
von Sven Weisenhaus
Jetzt informieren und kostenlos testen!
Target-Trend-Spezial
Tägliche Chartanalysen nach
der revolutionären Methode!
Zuverlässig und dauerhaft erfolgreich!
von Sven Weisenhaus
Jetzt informieren und kostenlos testen!
Aktien-Perlen
Der Börsendienst für die unentdeckten
Chancen an den Börsen der Welt!
Die Spreu vom Weizen trennen!
von Thomas May
Jetzt informieren und kostenlos testen!
Optionsscheine-Expert-Trader
Der Börsendienst für volatile Zeiten
Die besten Trades in volatilen Märkten
von Manfred Ries
Jetzt informieren und kostenlos testen!
Target-Trend-CFD
CFD-Trading mit
der revolutionären Methode!
Schneller Handel, schnelle Gewinne!
von Sven Weisenhaus
Jetzt informieren und kostenlos testen!