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So bullish ist die Lage – in 3 Charts!

Ausgabe vom 10.04.2026

So bullish ist die Lage – in 3 Charts!

von Torsten Ewert

Dieser Tage monierte ein Leser meines Geldanlage-Briefs, dass ich zu bearish sei. Gut, so direkt hat er das weder ausgedrückt noch gemeint, aber für meinen heutigen Newsletter belasse ich es mal bei dieser plakativen Verkürzung – der Leser möge mir verzeihen.

Wo stünde der Dow Jones, wenn …

Und gestern wies Sven Weisenhaus darauf hin, dass die jüngsten kräftigen Kursanstiege an den Aktienmärkten „hinten und vorne nicht zu der geopolitischen Situation“ passen. Er begründete dies unter anderem mit den anhaltend hohen Ölpreisen.

Dazu nur folgende Überlegung: Gestern erreichte z.B. der Dow Jones ziemlich genau sein Niveau vom Jahresbeginn. Damals lag der Ölpreis – je nach Sorte, WTI oder Brent – seit Monaten im Bereich von 60-64 USD. Aktuell steht er jeweils gut 50 % höher. Und nun fragen Sie sich, ob und wie stark der Dow Jones damals gefallen wäre, wenn die Ölpreise quasi „über Nacht“ um 50 % gestiegen wären…

Ach sorry, ich schweife ja schon wieder ins Bearishe ab, dabei wollte ich doch was Bullishes schreiben. Das habe ich heute in der Wochenausgabe meines Geldanlage-Briefs auch getan – allerdings vor den Negativszenarien gewarnt (z.B. aus der Sonderausgabe „Iran-Krieg“). Letzteres lasse ich an dieser Stelle weg, denn Sie sollen ja nicht den Eindruck bekommen, dass Stockstreet von den Bären übernommen wurde.

Bitte nicht wegklicken, liebe Bären!

Und, liebe Bären, bevor Sie nun wegklicken, weil Sie diese ewigen Bullenträume satthaben: Wenn Sie noch ein wenig durchhalten, dann finden Sie in den folgenden bullishen (!) Analysen Anhaltspunkte dafür, wann Ihre Fraktion wieder ans Ruder kommt. Heute ist also für alle was dabei!

So, nun wollen wir aber konkret werden. Ich beginne mit dem Dow Jones:

20260410a_DJIA-Wochenchart seit 2024-11

Diesen Chart habe ich Ihnen bereits am 6. März gezeigt. Damals stand der Dow Jones bei ca. 47.400 Punkten (siehe schwarzer Pfeil). Als mögliches Kursziel habe ich damals die dicke grüne Unterstützung bei 45.071,29 Punkten genannt. Et voilà – in den beiden Vorwochen markierte der Index bei 45,063,33 bzw. 45.057,28 Punkten seine Tiefs!

Nun geht es mir aber gar nicht um diese „Super-Prognose“. Klar, das war Glück, Zufall oder irgendwas mit Körnern für blinde Hühner. Der Punkt ist, dass dieser Rückfall und die inzwischen erfolgte Umkehr übergeordnet bullish sind!

Denn hier sehen wir einen typischen charttechnischen Verlauf: Nach Ausbruch nach oben testet der Kurs das Ausbruchsniveau und bestätigt den Ausbruch durch den Wiederanstieg.

Wann die Bullen aufatmen können

So weit, so bekannt. Doch damit ist dieser Ablauf noch nicht beendet. Erst mit neuen Hochs wird die Sache aus Sicht der Bullen klar und hier kommt die Chance für die Bären: Trotz des jüngsten dynamischen Anstiegs hat der Dow Jones noch nicht einmal 61,8 % der Korrektur seit Februar wettgemacht. Aber erst, wenn er dieses Niveau (das bei 48.428,79 Punkten liegt) überschreitet, gilt die Korrektur als beendet – zumindest aus Sicht der Fibonacci-Theorie.

Dennoch können die Bullen erst bei nachhaltig neuen Hochs aufatmen, und dazu müssten sie die „magische“ 50.000-Punkte-Marke überwinden. Das sind also eine Menge „Wenns“, die noch vor der Fortsetzung der Rally liegen.

Immerhin: Mit den jüngsten Tiefs hat der Dow Jones auch einen möglichen Aufwärtstrend de facto bestätigt. (Die beiden Fehlausbrüche in der Vorwoche gelten nach dem folgenden dynamischen Anstieg als gescheiterte Ausbruchsversuche der Bären nach unten, sind daher also ebenfalls bullish.)

Charttechnisch gibt es bisher überhaupt nichts am bullishen Bild zu deuteln!

Die Perspektiven für die Bären

Folglich gilt auch: Alles was dieser bullishen Interpretation widerspricht, sind Pünktchen für die Bären. Also z.B. eine längere Konsolidierung auf dem aktuellen Niveau, ein erneuter Rückfall aus dem Aufwärtstrend, ein weiterer Rückgang bis zur grünen Unterstützung und natürlich ein nachhaltiger Rückfall darunter!

Also, liebe Bären, noch ist nichts verloren, und ich sehe vor meinem geistigen Auge schon ein paar zaghafte Bullen beim Blick auf die 50.000er Marke nachdenklich an ihren Fingernägeln kauen…

Bullish, bullisher, Nasdaq 100!

Kommen wir zum nächsten Bullen-Eldorado, dem Nasdaq 100. Hier haben die Bullen ganz dick geschwollene, rote Hände vom gegenseitigen Abklatschen! Und tatsächlich haben sie dazu scheinbar allen Grund:

20260410b_N100-Wochenchart seit 2020-03

Denn in den vergangenen Monaten hat sich ein sogenanntes Rounding (roter Bogen) als mögliche große Top-Formation gebildet. Diese Formation gilt als beendet, wenn der Kurs unter die Basis des Bogens fällt, die hier etwa mit der runden 24.000-Punkte-Marke zusammenfiel.

Und genau das ist in den vergangenen 2 Wochen geschehen: Der Kurs sackte bis auf 22.841,42 Punkte oder -4,83 % unter das 24.000er Niveau ab (siehe roter Pfeil). Und auch, wenn der prozentuale Rückfall gering erscheinen mag – charttechnisch war er nachhaltig, womit die Formation als beendet galt und ein Trendwechsel zu erwarten war.

Bullishe Signale noch und noch

Dazu kam es aber nicht. Stattdessen stiegen die Kurse wieder, zuletzt dank der „Einigung“ im Iran-Krieg, sodass inzwischen ein Ausbruch nach oben möglich erscheint. Den Bullen dürften riesige Steine vom Herzen gefallen sein und der Jubel kannte wohl keine Grenzen.

Charttechnisch sehen wir also eine ähnliche Konstellation wie beim Dow Jones: Einem Ausbruch über einen wichtigen Widerstand (24.000 Punkte) folgt der Test von oben, der erfolgreich – durch Wiederanstieg – absolviert wurde. (Dass es dabei zu einem fulminanten Fehlausbruch kam, ist eine Petitesse, wenn der Anstieg nun weitergeht.)

Für die Bullen gibt es zudem auch deshalb Grund zum Jubeln, weil mit diesem Verlauf de facto auch der Ausbruch aus dem breiten grünen Kanal bestätigt wurde! Damit deutet sich eine Trendbeschleunigung an; ich habe mal zwei mögliche Beschleunigungskanäle eingezeichnet.

Dann bekommen die Bären ihre Chance

Auch hier müssen aber die Bären kein Trübsal blasen, denn die Bullen sind längst noch nicht auf sicherem Terrain. Jeder Rückfall, jede Konsolidierung können Schwächezeichen sein, die dazu führen, dass die Kurse wieder abbröckeln. Und je mehr der eingezeichneten Linien nach unten gebrochen werden, umso mehr können die Bären auftrumpfen.

Das ultimative Zeichen dafür, dass die Bullen zunächst am Ende sind, wäre der erneute Bruch der 24.000-Punkte-Marke. Formal wäre danach ein Rückfall bis an die Unterkanten der beiden flacheren Kanäle zu erwarten. (Welche davon die relevante Linie ist, hängt vom zwischenzeitlichen Kursverlauf ab.)

Allerdings ist die Unterstützung bei 22.133,22 Punkten noch eine hohe Hürde für die Bären; hier könnten die Bullen das Blatt doch noch einmal wenden. Ein Rückfall unter diese Linie sollte allerdings das endgültige Ende der Nasdaq-100-Rally einläuten.

Ein starker europäischer Index (aber nicht der DAX!)

Zum Abschluss ein europäischer Index, allerdings nicht der DAX. Dazu hatte Sven Weisenhaus gestern schon die kritischen Punkte genannt. Außerdem halte ich den DAX für eher schwach. Grund ist, dass er de facto seit fast einem Jahr nur seitwärts läuft. (Seinen heutigen Schlusskurs von ca. 23.855 Punkten hat er erstmals am 12. Mai 2025 erreicht.) Und dies – das darf man nie vergessen! – obwohl er, anders als andere Indizes, mit Berücksichtigung der gezahlten Dividenden berechnet wird!

Deutlich stärker präsentieren sich die europäischen Leitindizes (ohne Dividenden!); hier wähle ich den paneuropäischen STOXX Europe 600:

20260410c_STXE-Wochenchart seit 2022-08

Der Chart ähnelt ein bisschen dem Nasdaq 100-Chart: Auch hier gab es einen Ausbruch aus dem langjährigen (grünen) Aufwärtstrend. Bei diesem Ausbruch wurde zugleich die 600-Punkte-Marke überwunden, also ein Kreuzwiderstand. Das war ein sehr bullishes Signal!

Auch ohne Top-Formation erste bearishe Signale

Anders als beim Nasdaq 100 gab es dabei aber keine markante Top-Formation, dafür fiel der Kurs in der März-Korrektur aber sehr tief in den alten Kanal zurück. Das wiederum ist eigentlich ein klar bearishes Signal, dem häufig weitere Verluste bis zur Unterkante des Kanals folgen. Hier drehte jedoch der Kurs in dem Unterstützungs-Cluster bei 560 Punkten dynamisch nach oben.

Diese frühe Umkehr nach oben ist allein schon ein (weiteres) bullishes Signal, aber inzwischen hat der Kurs erneut die 600er-Marke überwunden und arbeitet am Ausbruch aus dem grünen Kanal und über die Mittellinie eines möglichen Beschleunigungskanals.

Diese Ausbrüche sind noch nicht nachhaltig, wenn sie es werden, wäre wieder ein Kreuzwiderstand überwunden (sehr bullish!).

Wenn dagegen dieser aktuelle Ausbruch misslingt, hätten die Bären im STOXX 600 schon den ersten Punkt gemacht. Dann könnte sehr schnell wieder die 600er Marke unter Druck kommen, danach die Unterkante des steilen Trends usw.

Der Markt hat immer Recht, aber …

Sie sehen also, der Leser hat Recht: Die Charts sind derzeit fast durchweg bullish, die Bären machen nirgendwo einen nennenswerten Stich. Das bedeutet allerdings aus meiner Sicht nicht, dass die Rally nun ungebremst weitergeht.

Wie ich auch dem Leser schrieb: Ja, der Markt gibt sich bullish, und per Definition hat der Markt immer Recht. Aber er hat vor allem kein Problem damit, seine Meinung von jetzt auf gleich ins Gegenteil zu ändern.

Darauf, liebe Bullen und Bären, müssen Sie immer gefasst sein. Und mit diesen 3 Charts sollten Sie nun den weiteren Verlauf – in ähnlicher Weise auch für andere Indizes– beurteilen können.

Allen viel Erfolg dabei!
Torsten Ewert

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