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Kleine Short-Squeeze im DAX

Ausgabe vom 12.01.2016

Kleine Short-Squeeze im DAX

von Jochen Steffens

Heute steigt der DAX wieder. Das ist zunächst nur eine kleine Short-Squeeze. Auslöser war eine Erholung der US-Indizes zum Handelsschluss. Aber auch die chinesischen Indizes konnten sich weiter stabilisieren.

Im Zuge der positiven Marktentwicklung erholte sich auch der Ölpreis, der mit seinem Tief bei 30,43 Dollar zuvor bereits die 30-Dollar-Marke angesteuert hatte. Wenn diese Erholung bis zum Handelsende Bestand hat, könnten wir damit das vorläufige Tief im Ölpreis gesehen haben! Mittlerweile kursieren nämlich schon Kursziele von 10 Dollar in den Medien. Das hört sich nach den üblichen Übertreibungen an, die gerne im Bereich von wichtigen Hochs und Tiefs auftreten.

DAX und das Alpha-Target

Als ich die grüne Linie vor wenigen Tagen eingezeichnet habe, erhielt ich einen Kommentar eines Lesers, der andeutete, diese Linie sei doch komplett willkürlich. Inzwischen sieht man jedoch, dass diese Linie doch eine hohe Relevanz hat. Sie können mir schon glauben, ich zeichne keine Linien ein, die „willkürlich“ sind. Es ist aber durchaus so, dass die Linien nach der Target-Trend-Methode, die eine maßgebliche Erweiterung der klassischen Charttechnik darstellt, für manche sicherlich etwas ungewohnt erscheinen. Es bleibt also bei dem, was ich bereits geschrieben habe: Mit der Erholung, die an dieser Linie startete, wird auch noch mal das Alpha-Target bestätigt.

Dennoch ist mir bei dem Alpha-Target ein Fehler unterlaufen. Ich schrieb am Mittwoch voriger Woche, dass es im Juni liegt. Da habe ich mich verschrieben. Ich bitte um Entschuldigung für dieses Versehen. Es waren, wie auch einen Tag später korrekt angegeben, 57 Handelstage (also jetzt noch 54 Handelstage). Das heißt, das Target liegt Ende März. Leider kann man bei Tradesignal an der Datumskala nicht ablesen, an welchen Tag das Target liegt, sondern nur wie viele Handelstage es bis dahin sind. Letzen Endes ergibt sich das Target aber eindeutig aus den eingezeichneten Linien und das ist entscheidend.

War es das schon? Eine Short-Squeeze

Natürlich steht bei so einer kleinen Zwischenrally, der DAX notiert während ich das schreibe knapp 2,5 Prozent im Plus,  sofort die Frage im Raum: War es das jetzt schon? Wie immer kann Ihnen darauf niemand eine klare Antwort geben. Aber es gibt Regeln: Die erste Short-Squeeze markiert selten das letzte Tief. Das hängt damit zusammen, dass nach sehr stark fallenden Kursen die Short-Trader schon bei den ersten Anzeichen von Stärke ihre Gewinne sichern. Eine aufgelöste Short-Position entspricht aber einem Kauf. Dieses Auflösen der Positionen führt also zu steigenden Kursen. Und diese steigenden Kurse veranlassen dann weitere Shorties dazu, ebenfalls ihre Positionen glatt zu stellen. So entsteht eine Short-Squeeze.

Doch wie erwähnt, entsteht diese schon bei den ersten zarten Anzeichen einer Stärke. Und hierfür braucht es oft nur einen stark überverkauften Markt. Für die Short-Squeeze sind also rein technische Gründen verantwortlich, nicht fundamentale. Ein Boden bildet sich aber häufig an markanten wichtigen Unterstützungen und wenn es „Gründe“ dafür gibt. Und das ist der Grund, warum die erste Short-Squeeze selten am Tief auftaucht.

Nasdaq100 hat noch Potenzial

Aber Sie sehen schon, da steht das Wort „selten“ im Satz. Und so gilt zu prüfen, ob es vielleicht weitere Hinweise darauf gibt, dass sich ein Boden ausbildet. Wie schon geschrieben, haben die US-Indizes, allen voran im Nasdaq100, noch Abwärtspotenzial. Heute der Chart dazu:



 

Nach dem Island Reversal (siehe blaue Rechtecke) am Hoch liegt das Kursziel eigentlich im Bereich der 4.050er Marke. Auf dem Niveau des aktuellen Verlaufstiefs gibt es keine relevanten Unterstützungen.  Und damit ist die Wahrscheinlichkeit, dass hier bereits ein Tief ausgebildet wird, niedrig – aber natürlich ist es nicht ausgeschlossen.

Das große Bild

Um die aktuellen Bewegungen im Nasdaq100 zu verstehen, muss man in das Jahr 2000 zurückschauen

Der Nasdaq100 ist vorerst unter dem Allzeithoch bei 4.816 Punkten gescheitert, also dem Niveau, bei dem die Technologieblase Anfang 2000 ihr Hoch fand. Und wie ich schon einmal geschrieben habe: Um solche Marken wird gerne längere Zeit gekämpft.

Natürlich kann der Nasdaq100 an dieser Marke jetzt scheitern. Meistens geschieht das aber eher mit einem starken Fehlsignal nach oben. Im Moment sehen wir, dass die Kurse sich bereits unterhalb dieser Marke ducken. Und auch das hat natürlich seinen Grund:

Aussteigen und wieder einsteigen

Einige Anleger werden dieses Allzeithoch als Kursziel auf ihrem Zettel stehen haben und deswegen unterhalb dieser Marke anfangen, ihre Positionen zu verringern. Das nur für den Fall, dass diese wichtige Marke nicht überwunden werden kann. Diese Anleger werden dann wieder nach und nach einsteigen, wenn dieses Allzeithoch nachhaltig überwunden wird. Sie sichern also Teile ihre Gewinne und verringern das Risiko, bis sich wieder klarere bullishe Signale ergeben. Das ist ein sehr vernünftiges Verhalten an einem derart bedeutenden Widerstand.

Doch dieses Verhalten in der Kombination damit, dass Anleger grundsätzlich Schwierigkeiten damit haben, unterhalb derart eindeutiger Widerständen einzusteigen, führt dazu, dass die Kurse im Bereich solcher Widerstände häufig erst einmal ins Stocken kommen. Die Folge: eine Seitwärtsbewegung.

Das Ganze dauert so lange, bis auf der einen Seite die Verkäufer aus dem Markt sind und auf der anderen Seite wieder neue Käufer auf ein Überwinden dieser Marke setzen.

Wenn allerdings diese neuen Käufer nicht stark genug sind, dann werden immer mehr Anleger frustriert die Reißleine ziehen und verkaufen. Sollten dann die Kurse auch noch anfangen, weiter zu fallen, werden weitere Verkäufe folgen und dann kann an diesem Widerstand tatsächlich ein vorläufiges Hoch ausgebildet werden.

Angesichts der niedrigen Zinsen und der fehlenden Alternativen zum Aktienmarkt, ist allerdings die Wahrscheinlichkeit weiterhin recht hoch, dass die US-Indizes nach dieser Konsolidierung nach oben ausbrechen. Allerdings ist das Bild nicht mehr so eindeutig, wie in den Jahren zuvor. Mittlerweile kommt es in den USA bereits wieder zu erheblichen Umschichtungen in den US-Immobilienmarkt. Auch der Rohstoffmarkt könnte wieder zu einer Sau werden, die dieses Jahr durch das Dorf getrieben wird. Also ganz so alternativlos wie in den vergangenen Jahren sind Aktien in den USA nicht mehr.

Viele Grüße

Ihr

Jochen Steffens

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