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Warsh-Nominierung Auslöser des Edelmetall-Crashs?
Ausgabe vom 05.02.2026
Warsh-Nominierung Auslöser des Edelmetall-Crashs?
von Sven Weisenhaus
War die Nominierung von Kevin Warsh als nächster Fed-Chef wirklich der Auslöser der jüngsten Kurskapriolen und vor allem der Kurseinbrüche bei Gold und Silber? Liest man sich durch zahlreiche Medienberichte, scheint es eindeutig. Doch im Rahmen eines Live-Trading-Webinars am vergangenen Dienstag habe ich noch einmal genauer hingeschaut.
In mein E-Mail-Postfach trudelten am Freitag vergangener Woche Eilmeldungen zur Nominierung von Warsh gegen 13 Uhr (MEZ) ein. Wie im folgenden Chart zu sehen ist, hatte der Silberpreis bis dahin aber bereits seit Tagesbeginn in einer ersten Abwärtswelle um mehr als -17 % nachgegeben. Und schon am Tag zuvor war es zu einem Einbruch um -12,69 % gekommen.

Ähnlich die Entwicklungen beim Goldpreis:

Man kann also höchstens argumentieren, dass die Nominierung von Warsh zu einer dritten Abwärtswelle geführt hat.
Ob das allerdings wirklich plausibel ist oder der Ausverkauf sowieso in eine weitere Runde gegangen wäre, muss jeder für sich selbst überlegen. Für mich liegt hier jedenfalls wieder einmal ein klarer Fall von „Kurse machen Nachrichten“ vor.
Belastende Faktoren
Unzweifelhaft ist, dass ein Fed-Chef Warsh durchaus belastend für die Kurse von Edelmetallen und auch sonstigen Spekulationsobjekten sein kann. Denn er steht eigentlich für eine relativ restriktive Geldpolitik. Zwar könnte er den Leitzins senken, aber zugleich die Bilanz der Notenbank massiv verkürzen. Wie ich vorgestern bereits schrieb, würde das den Märkten sehr viel Liquidität entziehen (Billionen US-Dollar). Und das könnte das Ende der derzeitigen Spekulationsblasen bedeuten.
Steigender Dollar und höhere Zinsen
Doch es gab jüngst noch weitere Faktoren, welche potentiell belastend für die Preise von Gold und Silber waren. Einer davon steht in Zusammenhang mit der Nominierung von Warsh: Ein festerer US-Dollar. Denn Gold, Silber & Co. werden in Dollar gehandelt. Verteuert sich die US-Devise, müssen Käufer aus anderen Währungsräumen tiefer in die Tasche greifen. Zudem belasten steigende Zinsen Gold und Silber, weil Edelmetalle keine Zinserträge abwerfen.
Erneute Margin-Anhebung
Aber ich halte auch diese Faktoren eher für nebensächlich bezüglich der jüngsten Kurseinbrüche. Viel mehr ins Gewicht dürfte gefallen sein, dass der US-amerikanische Börsenbetreiber CME Group im Laufe des Freitags angekündigt hatte, ab Montag erneut höhere Sicherheitsleistungen für Termingeschäfte mit Edelmetallen zu verlangen.
Die CME, die als wichtigste Terminbörse der Welt gilt, hob die sogenannten Margins für Gold-Futures von 6 % auf 8 % und die für Silber-Futures von 11 % auf 15 % an. Da Anleger plötzlich einen höheren Kapitalbedarf hatten, um die zu hinterlegenden Sicherheiten zu leisten, mussten diejenigen ihre Positionen schließen, die über dieses Kapital nicht verfügten. Es gab also „erzwungene“ Verkäufe.
Ein Stein brachte eine Lawine ins Rollen
So war es letztlich eine Kombination aus Ereignissen (Margin-Anhebung, Zins- und Dollaranstieg) und Meldungen (Warsh-Nominierung), die eine Lawine ins Rollen gebracht hat. Der Kursverlauf von Gold und Silber nahm zunächst nur langsam Fahrt nach unten auf, was sich dann einerseits selbst und andererseits durch die kursbelastenden Faktoren verstärkt hat.
So ist es häufig, wenn sich durch (extrem) stark gestiegene Kurse eine Menge Abwärtspotential angehäuft hat. Da reicht ein Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt.
Elliott-Wellen sahen das Ende der Rally kommen
Aus Elliott-Wellen-Sicht kamen die Kursrückgänge übrigens nicht unerwartet. Für meinen Elliott-Wellen-Trading-Dienst von stock3 hatte ich am 22. Januar zu Silber geschrieben, dass sich der Preis in eine erwartete bzw. befürchtete Fahnenstange hineinbewegt, wobei die Wellen 1, 2, 3 und 4 fertiggestellt wurden und lediglich noch die Welle 5 läuft. Damals sah der dazugehörige Chart wie folgt aus:

Am vergangenen Freitag folgte dann bei einem Silberpreis von noch rund 100 USD ein Update, in dem es hieß das Potential sei nun vorerst ausgereizt. Zu diesem Zeitpunkt war die Welle 5 mit Blick auf den folgenden Chart abgeschlossen:

Am Sonntag hieß es dann „Crash am Silbermarkt!“. Und am Dienstag schrieb ich hier im Newsletter Börse-Intern: „Bei Gold und Silber muss man mit extrem hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass die Volatilität noch einige Tage deutlich erhöht bleiben wird. In diesem Markt würde ich erst wieder aktiv werden, wenn sich der Staub etwas gelegt hat.“ Angesichts eines heutigen erneuten Kurseinbruchs um mehr als -16 % war das offensichtlich genau die richtige Einschätzung.

Es könnte nun im Rahmen der Welle C einer ABC-Korrektur noch deutlich weiter abwärts gehen. Ähnlich die Entwicklung bei Gold, wobei sich das gelbe Edelmetall deutlich stabiler präsentiert. Es wird trotz der heftigen Kurskapriolen von der psychologisch wichtigen Marke von runden 5.000 USD angezogen.

Hierzu schrieb mir gestern ein Leser, er habe bereits zwei Analysen aus den USA gelesen, wonach auch bei Gold eine ABC-Korrektur laufe. Die Welle C solle demnach ihr Tief bei 3800 USD finden. Dabei könne die Welle B noch bis Mitte Februar laufen und die Welle C dann am 18/19. März enden. Anschließend sei wieder mit steigenden Kursen zu rechnen.
Ich halte dieses Szenario für sehr plausibel, die exakten Angaben allerdings für reine Kaffeesatzleserei. Ich bleibe daher dabei: Erst wenn sich der „Staub gelegt“ hat, wird man wieder klarer sehen und die Kursentwicklung besser einschätzen können.
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Ich wünsche Ihnen jedenfalls weiterhin viel Erfolg an der Börse
Ihr
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