Börse-Intern

Ihr täglicher und kostenloser Börsen-Newsletter mit den besten Prognosen für die Aktienmärkte

sven-weisenhaus

Börse-Intern

Ihr täglicher und kostenloser Börsen-Newsletter mit den besten Prognosen für die Aktienmärkte

Seit 2018 konsolidieren Wirtschaft und Aktienmärkte auf hohem Niveau

Ausgabe vom 25.06.2019

Der ifo-Geschäftsklimaindex ist im Juni auf 97,4 Punkte gesunken, nach 97,9 im Monat zuvor (siehe schwarze Linie in der folgenden Grafik). Es ist der dritte Rückgang in Folge und das niedrigste Niveau seit November 2014. Grund dafür sind gesunkene Geschäftserwartungen. Deren (Teil-)Index ist auf 94,2 Punkte gefallen, nach 95,2 (grüne Linie), und erreichte damit den niedrigsten Stand seit der europäischen Schuldenkrise 2012. Da half es auch nicht, dass die Lageeinschätzungen von 100,7 auf  100,8 Punkte minimal zulegen konnten.

ifo-Geschäftsklimaindex

Denn zwar wird damit die aktuelle Lage der deutschen Wirtschaft von den rund 9.000 befragten Unternehmen etwas besser beurteilt, die Zukunft aber wieder schlechter eingeschätzt. Und damit zeichnet sich keine Belebung der konjunkturellen Dynamik ab.

Läuft der DAX noch der Wirtschaft voraus?

Vor diesem Hintergrund muss man die Frage stellen, ob der diesjährige Anstieg des DAX noch gerechtfertigt ist. Zwar gilt der DAX als Vorläufer der Wirtschaft, doch die Wirtschaftsdaten wollen dem deutschen Leitindex einfach nicht folgen. Immerhin hat dieser bereits Ende 2018 sein Tief markiert. Das ist nun sechs Monate her. Langsam müssten auch die Wirtschaftsdaten nach oben drehen, damit zwischen dem DAX und den Konjunkturdaten kein allzu großer zeitlicher Verzug herrscht. Zumal der ifo-Index ja eigentlich auch ein Frühindikator ist und er dem DAX eigentlich wesentlich schneller folgen sollte.

Verarbeitendes Gewerbe belastet

Dabei gilt es aber zu berücksichtigen, dass die deutsche Wirtschaft bislang fast ausschließlich durch das verarbeitende Gewerbe stark belastet wird. So ist das ifo-Geschäftsklima in diesem Bereich inzwischen zum zehnten Mal in Folge gefallen. Und es liegt mit 1,5 Punkten auf dem tiefsten Stand seit Ende 2012. Der Grund dafür sind die Handelskonflikte, die auf den Export drücken. Der Handel, die Bauwirtschaft und das Dienstleistungsgewerbe stehen dagegen deutlich besser da. Je länger aber die Probleme im verarbeitenden Gewerbe anhalten, desto wahrscheinlicher sind Ansteckungseffekte auf die anderen Wirtschaftssektoren. Der aktuelle Rückgang der Geschäftserwartungen bei den Dienstleistungsunternehmen kann bereits ein Vorgeschmack darauf sein.

Wirtschaft und Aktienmärkte konsolidieren auf hohem Niveau

Wie man es also dreht und wendet, um den Kursanstieg im DAX begründen zu können, müssen die Wirtschaftsdaten bald eine Wende signalisieren. Sonst wären die Kursgewinne des laufenden Jahres lediglich eine Erholung auf die vorangegangenen Verluste und nicht als neuer Aufwärtstrend zu werten. Und in diesem Fall wäre die Sichtweise zu favorisieren, dass der DAX, genau wie die US-Indizes, in einer großen Seitwärtstendenz steckt.

Werfen wir dazu auch noch einmal einen Blick auf den DAX-Chart, den wir hier betrachtet hatten, als in dem Index noch größere Trendwendemuster drohten (siehe zum Beispiel Börse-Intern vom 17.10.2018). Weder die vermeintliche Schulter-Kopf-Schulter-Formation (SKS), noch der Diamant (blaue Linien) oder der Bear-Keil (dicke rote Linien) konnten eine nachhaltig bearishe Wirkung entfalten.

DAX - logarithmischer Chart

Stattdessen kann man argumentieren, dass der DAX schon mit dem Allzeithoch von 2015 seinen Aufwärtstrend beendet hat und insbesondere mit dem Wiedererreichen der Marke von 12.390,75 Punkten im April 2017 in eine größere Seitwärtstendenz umgeschwenkt ist. Die deutsche Wirtschaft stagniert derzeit und konsolidiert damit zusammen mit dem DAX auf hohem Niveau.

Seit Anfang 2018 tendieren auch die US-Indizes seitwärts

Diese Sichtweise passt auch zu meiner weiterhin gültigen Einschätzung, dass die US-Indizes ebenfalls Anfang 2018 in große Seitwärtstendenzen übergegangen sind und sich diese noch eine Weile fortsetzen werden, was ich auch mit der Saisonalität begründe. Nicht nur der Dow Jones tendiert, wie zuletzt in der Börse-Intern vom 5. Juni mit einem entsprechenden Chart belegt, in der zweiten Hälfte eines Vorwahljahres seitwärts, sondern auch der DAX (siehe auch Börse-Intern vom 24. April).

DAX - saisonaler Kursverlauf in US-Vorwahljahren

Bleiben also die Wirtschaftsdaten schwach und kommt es hier in den kommenden Wochen und Monaten zu keiner klaren Wende, würde sich das Szenario einer großen Seitwärtskonsolidierung an den Aktienmärkten weiter etablieren. Charttechnik und fundamentale Daten passen dabei zurzeit sehr gut zusammenpassen.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de 


{loadposition inline-werbung}

Seit 2018 konsolidieren Wirtschaft und Aktienmärkte auf hohem Niveau

von Sven Weisenhaus

Der ifo-Geschäftsklimaindex ist im Juni auf 97,4 Punkte gesunken, nach 97,9 im Monat zuvor (siehe schwarze Linie in der folgenden Grafik). Es ist der dritte Rückgang in Folge und das niedrigste Niveau seit November 2014. Grund dafür sind gesunkene Geschäftserwartungen. Deren (Teil-)Index ist auf 94,2 Punkte gefallen, nach 95,2 (grüne Linie), und erreichte damit den niedrigsten Stand seit der europäischen Schuldenkrise 2012. Da half es auch nicht, dass die Lageeinschätzungen von 100,7 auf  100,8 Punkte minimal zulegen konnten.

ifo-Geschäftsklimaindex

Denn zwar wird damit die aktuelle Lage der deutschen Wirtschaft von den rund 9.000 befragten Unternehmen etwas besser beurteilt, die Zukunft aber wieder schlechter eingeschätzt. Und damit zeichnet sich keine Belebung der konjunkturellen Dynamik ab.

Läuft der DAX noch der Wirtschaft voraus?

Vor diesem Hintergrund muss man die Frage stellen, ob der diesjährige Anstieg des DAX noch gerechtfertigt ist. Zwar gilt der DAX als Vorläufer der Wirtschaft, doch die Wirtschaftsdaten wollen dem deutschen Leitindex einfach nicht folgen. Immerhin hat dieser bereits Ende 2018 sein Tief markiert. Das ist nun sechs Monate her. Langsam müssten auch die Wirtschaftsdaten nach oben drehen, damit zwischen dem DAX und den Konjunkturdaten kein allzu großer zeitlicher Verzug herrscht. Zumal der ifo-Index ja eigentlich auch ein Frühindikator ist und er dem DAX eigentlich wesentlich schneller folgen sollte.

Verarbeitendes Gewerbe belastet

Dabei gilt es aber zu berücksichtigen, dass die deutsche Wirtschaft bislang fast ausschließlich durch das verarbeitende Gewerbe stark belastet wird. So ist das ifo-Geschäftsklima in diesem Bereich inzwischen zum zehnten Mal in Folge gefallen. Und es liegt mit 1,5 Punkten auf dem tiefsten Stand seit Ende 2012. Der Grund dafür sind die Handelskonflikte, die auf den Export drücken. Der Handel, die Bauwirtschaft und das Dienstleistungsgewerbe stehen dagegen deutlich besser da. Je länger aber die Probleme im verarbeitenden Gewerbe anhalten, desto wahrscheinlicher sind Ansteckungseffekte auf die anderen Wirtschaftssektoren. Der aktuelle Rückgang der Geschäftserwartungen bei den Dienstleistungsunternehmen kann bereits ein Vorgeschmack darauf sein.

Wirtschaft und Aktienmärkte konsolidieren auf hohem Niveau

Wie man es also dreht und wendet, um den Kursanstieg im DAX begründen zu können, müssen die Wirtschaftsdaten bald eine Wende signalisieren. Sonst wären die Kursgewinne des laufenden Jahres lediglich eine Erholung auf die vorangegangenen Verluste und nicht als neuer Aufwärtstrend zu werten. Und in diesem Fall wäre die Sichtweise zu favorisieren, dass der DAX, genau wie die US-Indizes, in einer großen Seitwärtstendenz steckt.

Werfen wir dazu auch noch einmal einen Blick auf den DAX-Chart, den wir hier betrachtet hatten, als in dem Index noch größere Trendwendemuster drohten (siehe zum Beispiel Börse-Intern vom 17.10.2018). Weder die vermeintliche Schulter-Kopf-Schulter-Formation (SKS), noch der Diamant (blaue Linien) oder der Bear-Keil (dicke rote Linien) konnten eine nachhaltig bearishe Wirkung entfalten.

DAX - logarithmischer Chart

Stattdessen kann man argumentieren, dass der DAX schon mit dem Allzeithoch von 2015 seinen Aufwärtstrend beendet hat und insbesondere mit dem Wiedererreichen der Marke von 12.390,75 Punkten im April 2017 in eine größere Seitwärtstendenz umgeschwenkt ist. Die deutsche Wirtschaft stagniert derzeit und konsolidiert damit zusammen mit dem DAX auf hohem Niveau.

Seit Anfang 2018 tendieren auch die US-Indizes seitwärts

Diese Sichtweise passt auch zu meiner weiterhin gültigen Einschätzung, dass die US-Indizes ebenfalls Anfang 2018 in große Seitwärtstendenzen übergegangen sind und sich diese noch eine Weile fortsetzen werden, was ich auch mit der Saisonalität begründe. Nicht nur der Dow Jones tendiert, wie zuletzt in der Börse-Intern vom 5. Juni mit einem entsprechenden Chart belegt, in der zweiten Hälfte eines Vorwahljahres seitwärts, sondern auch der DAX (siehe auch Börse-Intern vom 24. April).

DAX - saisonaler Kursverlauf in US-Vorwahljahren

Bleiben also die Wirtschaftsdaten schwach und kommt es hier in den kommenden Wochen und Monaten zu keiner klaren Wende, würde sich das Szenario einer großen Seitwärtskonsolidierung an den Aktienmärkten weiter etablieren. Charttechnik und fundamentale Daten passen dabei zurzeit sehr gut zusammenpassen.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de 

Börse - Intern

26. Januar 2023

Börse - Intern

USA: BIP-Daten passen weiterhin nicht zur Stimmung

Weiterlesen...

25. Januar 2023

Börse - Intern

Was die relative Schwäche des S&P 500 erklärt

Weiterlesen...

24. Januar 2023

Börse - Intern

Eine perfekte Grundlage für weitere Leitzinsanhebungen

Weiterlesen...

23. Januar 2023

Börse - Intern

S&P 500: Es geht um die Wurst

Weiterlesen...

20. Januar 2023

Börse - Intern

DAX läuft ins Verfallstags-Kursziel – und nun?

Weiterlesen...

19. Januar 2023

Börse - Intern

Dow Jones: Jetzt läuft die Welle C der ABC-Korrektur

Weiterlesen...

18. Januar 2023

Börse - Intern

USD/JPY: Was wurde aus einem möglichen Long-Trade?

Weiterlesen...

17. Januar 2023

Börse - Intern

So hängen US-Schuldengrenze und BoJ-Meeting zusammen

Weiterlesen...

16. Januar 2023

Börse - Intern

Der DAX zum Januar-Verfallstag

Weiterlesen...

13. Januar 2023

Börse - Intern

Der Ukraine-Krieg ist vollständig ausgepreist – zu Recht?

Weiterlesen...

Alle Börsenbriefe von Stockstreet.de

allstar-trader

Allstar-Trader

Vom Traden leben!
Aktien, Rohstoffe & Devisen
erfolgreich handeln!

von Bernd Raschkowski
Jetzt informieren und kostenlos testen!

investment-strategie

Geldanlage-Brief

Ihr langfristig orientierter 
Börsendienst 
für Vermögen und Wohlstand!

Die Strategie für Ihre Geldanlage!
von Torsten Ewert

Jetzt informieren und kostenlos testen!

boerse-intern-premium

Börse-Intern Premium

Erfolgreich Traden mit der
revolutionären Methode!
Zuverlässig und dauerhaft erfolgreich!

von Sven Weisenhaus

Jetzt informieren und kostenlos testen!

target-trend-spezial

Target-Trend-Spezial

Tägliche Chartanalysen nach
der revolutionären Methode!

Zuverlässig und dauerhaft erfolgreich!
von Sven Weisenhaus

Jetzt informieren und kostenlos testen!

aktien-perlen

Aktien-Perlen

Der Börsendienst für die unentdeckten
Chancen an den Börsen der Welt!

Die Spreu vom Weizen trennen!
von Torsten Ewert

Jetzt informieren und kostenlos testen!

optionsscheine-expert-trader

Optionsscheine-Expert-Trader

Der Börsendienst für volatile Zeiten
Die besten Trades in volatilen Märkten

von Manfred Ries

Jetzt informieren und kostenlos testen!

target-trend-cfd

Target-Trend-CFD

CFD-Trading mit
der revolutionären Methode!

Schneller Handel, schnelle Gewinne!
von Sven Weisenhaus

Jetzt informieren und kostenlos testen!

hightech-trader

Hightech-Trader

Profitieren Sie vom Hightech-Boom
Mit Hightech Aktien, Crypto Währungen
und Bio-Techs
von Bernd Raschkowski

Jetzt informieren und kostenlos testen!