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Reformpaket verhilft dem DAX zum Ausbruch
Ausgabe vom 02.07.2026
Reformpaket verhilft dem DAX zum Ausbruch
von Sven Weisenhaus
Der DAX hatte heute zu Beginn des Xetra-Handels nach unten angetäuscht – er war mit einem kurzzeitigen Kurseinbruch auf 24.960 Punkte gefallen – und ist dann nach oben durchgestartet – mit einem Anstieg von rund 180 Punkten binnen 40 Minuten auf 25.140 Zähler.
Ein neues Reformpaketchen der Bundesregierung
Ein Grund für diese plötzliche Erholung könnten die Reformpläne der Bundesregierung sein (man mag es kaum glauben). Denn das Paket von 34 Maßnahmen hat durchaus das Potential, die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen zu stärken. Eine Reduzierung des bürokratischen Aufwands könnte Kosten senken, zum Beispiel durch Änderungen beim Arbeitsrecht. Hier soll es unter anderem eine Verschärfung im Bereich der Krankschreibung sowie Entlastungen bei Sonn- und Feiertagsarbeit geben. Zudem soll eine längere Befristung von Arbeitsverträgen möglich sein (4 Jahre statt bislang 2 Jahre). Außerdem könnten Steuererleichterungen für Privathaushalte (mit niedrigem und mittlerem Einkommen) die Nachfrage ankurbeln.
Insgesamt ist das Reformpaket aber weniger Paketklasse XL, sondern mehr Paketklasse S. Der Rückenwind für den DAX dürfte sich also in Grenzen halten.
Bullisher Ausbruch beim DAX
Vorerst ist der deutsche Leitindex aber heute aus seiner mehrwöchigen Seitwärtstendenz nach oben ausgebrochen (siehe grüner Pfeil im folgenden Chart aus dem „Elliott-Wellen-Trading“-Service von stock3).

Leser meiner Börsendienste konnten diesen Ausbruch mit einem Long-Trade begleiten. Denn bereits gestern schrieb ich, man könne „einen neuen Long-Trade wagen, wenn der DAX impulsiv aus der Seitwärts-Konsolidierung nach oben ausbricht und der Ausbruch (durch Rücklauf und höheres Hoch) bestätigt wird“.
Im „DAX Trading-Room“ von stock3 habe ich den Ausbruch heute engmaschig analysiert:
- Um 10:46 Uhr wies ich darauf hin, dass sich der DAX noch in der Ausbruchs- bzw. Fehlausbruchszone zwischen 25.088 und 25.175 Punkten befand (dicke rote Linien im folgenden Chart).
- Um 12:06 Uhr schrieb ich, dass sich der Index äußerst schwer beim Ausbruch über die Hochs vom 19. und 22. Juni tut (25.175 Punkte), die sich beide als Fehlsignale herausgestellt hatten. Zu diesem Zeitpunkt bestand also die Gefahr, dass es beim aktuellen Versuch zur nächsten Bullenfalle kommt (siehe roter Bogen im folgenden Chart). Genau deshalb sollte man stets erst eine Bestätigung eines Ausbruchs abwarten.
- Um 12:31 Uhr hieß es dann beim Stand von ca. 25.214 Punkten: „Wenn man es rein formell betrachtet, hat es nun einen Rücklauf zum Ausbruchsniveau gegeben, gefolgt von einem höheren Hoch. Also macht ein Einstieg in einen Long-Trade nun Sinn.“
- Und um 12:49 Uhr war zu dem Long-Trade auf den DAX bereits ein Stop-Loss auf Einstiegskurs möglich. Denn mit 25.272 Punkten hatte der Index zu diesem Zeitpunkt genug „Luft zum Atmen“ bis zum Einstiegskurs (ca. 25.214).

Letztlich legte der DAX aber sogar bis auf 25.654 Punkte und somit auf ein neues Rekordhoch zu.
Zweifel an erfolgreichen Long-Trades
Als ich gestern die Idee zu dem Ausbruchs-Trade auch im DAX Trading-Room veröffentlichte, schrieb mir ein Leser, es würden diverse Faktoren zur Vorsicht (bei Long-Positionen) mahnen, unter anderem auch der Dow Jones mit Fehlausbrüchen und einer negativen Divergenz im 4-Stunden-RSI.
Meine Antwort lautete, dass auch aus meiner Sicht diverse Faktoren zur Vorsicht bei Long-Trades mahnen und die US-Indizes dabei ebenfalls einer dieser Faktoren seien. Aber: Übertreibungen können länger anhalten als man denkt. Zudem gilt der Juli als einer der besten Börsenmonate, wie die folgende Grafik zeigt:

(Quelle: www.stockstreet.de/boersen-tools/saisonale-charts)
Vor allem in der ersten Hälfte ist der Juli regelmäßig sehr stark.
„Und daher könnte ein bullisher Ausbruch den DAX durchaus noch auf ein neues Rekordhoch tragen, wenn sich die Aufwärtstendenz der charttechnisch überkauften und fundamental relativ hoch bewerteten US-Indizes fortsetzt“, schrieb ich dem Leser noch mit Verweist auf die Börse-Intern-Ausgabe von vorgestern – siehe: Kontinuität (an den Aktienmärkten).
Mit Blick auf die Risiken hatte ich zu dem möglichen Long-Trade auf den DAX aber bewusst geschrieben, dass ich „vorsichtig vorgehen und möglichst schnell einen Stop-Loss auf Einstiegskurs legen würde“. Und passend dazu kam dann heute um 12:49 Uhr von mir auch zügig die Meldung im „DAX Trading-Room“ mit dem Hinweis zur entsprechenden Platzierung des Stop-Loss.
Relative Schwäche der US-Technologieaktien
Faszinierend war heute Vormittag bzw. Mittag übrigens die relative Schwäche des Nasdaq 100 gegenüber dem DAX (und dem Dow Jones). Diesbezüglich hatte ich dem Leser gestern auch noch geschrieben:
„Es könnte sogar sein, dass der DAX kurzzeitig von Umschichtungen der Anleger profitiert, wenn teure KI-Aktien verkauft werden und das freiwerdende Kapital nach Alternativen sucht.
Eine größere Korrektur der US-Aktien würde allerdings sehr wahrscheinlich auch den deutschen DAX belasten.“
Jetzt dürfen wir gespannt sein, wie weit die Ausbruchsbewegung den DAX trägt und ob diese nachhaltig sein wird…
Fazit
Mit dem Long-Trade auf den DAX haben wir heute ein sehr schönes Beispiel für den hohen Nutzen der vorgestern genannten Börsendienste, mit denen Sie in kürzeren Zeitabständen Informationen erhalten.
Natürlich kosten solche Services Abo-Gebühren. Doch bedenken Sie, dass sie diese Kosten alleine mit dem möglichen Gewinn aus dem heutigen Long-Trade auf den DAX schon hätten wieder reinholen können – sogar ein Vielfaches davon.
Zögern Sie also nicht länger – melden Sie sich JETZT zum Stockstreet-Chartanalyse-Dienst „Target-Trend-Spezial“ und zum „DAX Trading-Room“ bzw. zu „stock3 Ultimate“ an.
Ich wünsche Ihnen jedenfalls weiterhin viel Erfolg an der Börse
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de
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