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Kontinuität (an den Aktienmärkten)
Ausgabe vom 30.06.2026
Kontinuität (an den Aktienmärkten)
von Sven Weisenhaus
Der Abgang von Torsten Ewert aus dem Team von Stockstreet wiegt schwer. Er wird eine große Lücke hinterlassen, die kaum zu schließen sein wird. Daher bedauere ich seine Entscheidung sehr – nicht zuletzt auch wegen unserer jahrelangen, sehr guten Zusammenarbeit. Ich wünsche ihm für seine neuen Aufgaben (auch auf diesem Wege noch einmal) viel Erfolg und bedanke mich für viele schöne gemeinsame Jahre bei Stockstreet.
Nun dürfen wir sehr gespannt sein auf die Analysen der verschiedenen stock3-Redakteure. Ich werde derweil weiterhin dienstags und donnerstags für die gewohnte Kontinuität hier im Newsletter „Börse-Intern“ sorgen.
Am US-Aktienmarkt gilt weiterhin „buy the dip“
Für Kontinuität sorgen derweil auch die Anleger an den Aktienmärkten, vor allem in den USA. Dort herrscht weiterhin das typische „buy the dip“-Verhalten der vergangenen Wochen und Monate. Größere Korrekturen lassen dadurch auf sich warten. Stattdessen kommt es durch Rücksetzer höchstens zu Konsolidierungen auf hohem Niveau, die als trendbestätigend gelten und somit weiterhin steigende Kurse erwarten lassen.
Das gilt auch für den Philadelphia Semiconductor-Index (SOX). Das „Sammelbecken“ für Halbleiterwerte hat zwar bis zum gestrigen Tagestief schon wieder prozentual zweistellig verloren hat, nämlich -12,66 % binnen nur 6 Handelstagen, doch wurde damit bislang lediglich wieder ein höheres Tief gebildet, nach einem vorherigen höheren Hoch.

Nur etwas schwächer zeigt sich der Nasdaq 100. Auch dieser US-Aktienindex konnte jüngst ein höheres Tief bilden, allerdings nach einem tieferen Hoch und einem vorangegangenen tieferen Tief.

Doch trotz dieser leichten relativen Schwäche herrscht durch die stets schnell wiederkehrende Kauflaune der Anleger auch hier eine Konsolidierung auf hohem Niveau, die als trendbestätigend gilt und somit weiter steigende Kurse erwarten lässt.
Interessant ist, dass diese Konsolidierung im Wesentlichen innerhalb eines alten, steilen und engen Aufwärtstrendkanals stattfindet, der Ende 2022 seinen Ursprung hat, Anfang 2025 klar verlassen wurde, doch nun Anfang Mai 2026 (erneut) zurückerobert wurde.

Ebenfalls interessant ist, dass der Dow Jones im Vergleich zu den technologielastigeren Pendants im kurzfristigen Bereich aktuell am stärksten wirkt. Von mehrtägigen Rücksetzern ist hier seit 20 Tagen nichts mehr zu sehen. Stattdessen neigt der Index unter deutlich geringerer Volatilität zu neuen Rekordhöhen.

Wenn man bedenkt, wie schwach der Dow Jones in US-Zwischenwahljahren derzeit eigentlich sein sollte, ist (auch) diese Performance (nach wie vor) äußerst beeindruckend.

Im Grunde gilt das auch für den DAX. Allerdings kann man hier nur bedingt von Kontinuität sprechen.
Beim DAX herrscht nur bedingt Kontinuität
Denn der deutsche Leitindex zeigt ein sehr wechselhaftes Verhalten. In diesem Zusammenhang verweise ich zunächst auf einen (5-Minuten-)Chart (aus dem „DAX Trading-Room“ von stock3), den ich hier im Newsletter bereits vor genau einer Woche besprochen hatte.

Inzwischen stellt sich der Kursverlauf wie folgt dar:

Offensichtlich befindet sich der DAX immer noch bzw. wieder in einer Seitwärtstendenz bzw. Seitwärtsspanne, die seit dem 15. Juni etabliert wurde. Und diese zeichnet sich durch ständige Richtungsänderungen, wechselnde Formationen und Fehlsignale (Aufwärtstrend, Abwärtstrend, Seitwärtstrend etc.) aus.
Auch der folgende, etwas längerfristige Chart (1-Stundenkerzen) aus dem „Elliott-Wellen-Trading“-Service von stock3 zeigt, dass der DAX in eine Seitwärtsspanne (gelb) zurückgekehrt ist (siehe grüner Pfeil).

Danach konnte er stark weiter zulegen. Zuvor hatte der Index hingegen klare Schwäche gezeigt und vor allem auch gestern deutlich nach unten tendiert. Dadurch bildete sich ein alternativer Abwärtstrendkanal (rot). Das war klar bearish, heute ist es plötzlich wieder bullish. Mit dem Tageshoch prallte der DAX allerdings an der oberen Linie des möglichen Abwärtstrendkanals ab (roter Pfeil).
Herrscht also nun eine Seitwärts- oder eine Abwärtstendenz? Der zukünftige Kursverlauf wird die Antwort auf diese Frage liefern. Klar ist aktuell nur, dass die Wechselhaftigkeit des DAX jeden (kurzfristigen) Trade erschwert und riskant macht. Denn jederzeit kann es zur nächsten 180-Grad-Wende kommen. Als Trader ist man daher beim DAX derzeit relativ orientierungslos.
Da das aber schon seit einer ganzen Weile gilt, kann man auch diesbezüglich von einer gewissen Kontinuität sprechen. Schließlich herrscht schon seit über einem Jahr eine Seitwärtstendenz mit wilden Kursausschlägen, vielen Fehlsignalen und plötzlichen Richtungswechseln auf unterschiedlichen Niveaus.

Fazit
Statt eines typischen Sommerlochs mit geringer Volatilität, herrscht an den Aktienmärkten derzeit ein wildes Auf und Ab. Die US-Indizes bleiben dabei im Rahmen ihrer charttechnischen Übertreibungen trotz scharfer Rücksetzer bislang in einer Aufwärtstendenz. Dagegen herrscht beim DAX weiterhin eher eine volatile Seitwärtstendenz, auch wenn der deutsche Leitindex aktuell ebenfalls nach oben neigt – innerhalb seiner Unsicherheitsformation (dicke blaue Linien).
Dieses jeweilige Kursverhalten erschwert sowohl das (kurzfristige) Trading als auch das (mittelfristige) Investieren. Zumal weiterhin relativ wenige Aktien die Indizes nach oben treiben, während viele Werte wie Blei in den Depots der Anleger liegen.
Wonach will man sich in einem solchen Markt richten? Mit einer Analyse der Fundamentaldaten kann man derzeit kaum einen Blumentop gewinnen. Und auch die Charttechnik funktioniert nur sehr begrenzt, weil wechselnde Marken als entscheidende Unterstützung bzw. Widerstand dienen und Formationen nur eine geringe Halbwertszeit haben.
In einem solchen Markt reicht kein theoretisches Wissen, in solchen Marktphasen braucht es viel Erfahrung.
Börsennewsletter vs. Börsendienst
Und in einem solchen Markt reicht auch kein täglicher Börsennewsletter, sondern da braucht es Börsendienste, mit denen Sie in kürzeren Zeitabständen Informationen erhalten – am besten per Eilmeldung ins E-Mail-Postfach oder aufs Handy.
Grundsätzlich soll der Newsletter „Börse-Intern“ alleine Ihnen bereits umfangreiche und möglichst genaue Marktanalysen liefern, auf deren Basis Sie Entscheidungen treffen können. Doch es gibt einfach Marktphasen, in denen das nicht reicht oder nicht möglich ist. Beispiel:
Wenn Sie jetzt hier eine konkrete Prognose zum DAX erhalten würden, könnte diese bei der nächsten 180-Grad-Wende des Index binnen kürzester Zeit bereits hinfällig sein.
Ich rate Ihnen daher: Solange die aktuelle Marktphase noch anhält, sollten Sie sich die Börsendienste von Stockstreet und stock3 einmal näher ansehen.
Zum Beispiel gibt es den Stockstreet-Chartanalyse-Dienst „Target-Trend-Spezial“, in dem diverse Basiswerte regelmäßig analysiert werden – inklusive Hinweisen zum Trading. Darauf aufbauend gibt es den Trading-Dienst „Target-Trend-CFD“, in dem die Hinweise zum Trading konkret umgesetzt werden.
Im Rahmen von „stock3 Ultimate“ gibt es einen „DAX Trading-Room“, in dem die kurzfristigen Kursbewegungen des deutschen Leitindex fast den gesamten Tag lang analysiert und kommentiert werden. Dazu werden (sehr) kurzfristige Intraday-Trades gepostet, besprochen und durchgeführt. Dabei profitieren andere im Idealfall von eigenen Trades oder man selbst profitiert von den Trading-Ideen anderer (Experten bzw. Moderatoren und Community-Teilnehmer).
Melden Sie sich also gerne per Klick auf die obigen Links an!
Ich wünsche Ihnen jedenfalls weiterhin viel Erfolg an der Börse
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de
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