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Europäische Anleger werden von Fehlsignalen geplagt

Ausgabe vom 11.01.2018

Am Dienstag habe ich über neue positive Konjunkturdaten aus den USA berichtet. Aber auch hierzulande läuft die Konjunktur weiterhin rund. So ist zum Beispiel die Arbeitslosigkeit in der Eurozone nochmals gesunken. Sie betrug im November 2017 nur noch 8,7 % und setzte damit ihre Abwärtstendenz fort.

Arbeitslosenquote in der Eurozone und der EU
(Quelle: Eurostat)

Derweil ist die jährliche Inflationsrate in der Eurozone im Dezember nach vorläufigen Zahlen wieder auf 1,4 % zurückgegangen.

Inflation im Euroraum

Damit ist die leichte Aufwärtstendenz, die man noch im Vormonat mit viel gutem Willen in die Zahlenreihe hineininterpretieren konnte (siehe Börse-Intern vom 6. Dezember), erst einmal wieder hinfällig.

Positive Daten für den Aktienmarkt

Für den Aktienmarkt ist das insgesamt sehr positiv. Denn einerseits können bei sinkender Arbeitslosigkeit erneut mehr Konsumenten mehr ausgeben, was sich letztlich natürlich in den Gewinnen der Unternehmen widerspiegeln wird, und andererseits gibt es für die EZB wegen der anhaltend niedrigen Inflationsrate keinerlei Anlass, den Fuß weiter bzw. früher vom Gas zu nehmen.

Hohe Unsicherheit auch im Euro STOXX 50

Leider kann auch der Euro STOXX 50, genau wie der DAX, davon nur begrenzt profitieren. Er legte zwar ebenfalls einen ansehnlichen Jahresstart hin, doch auch hier zeichnet sich übergeordnet eine hohe Unsicherheit unter den Anlegern ab. Und diese ist fast noch verständlicher als im DAX, wo sich die Unsicherheit durch eine Trompete abzeichnet (siehe Börse-Intern vom vergangenen Dienstag).

Lupenrein bearishes Signal entpuppt sich als Bärenfalle

Denn zum Jahresende 2017 gaben die Aktienkurse aus dem europäischen Aktienindex deutlich nach. Der Euro STOXX 50 fiel dadurch aus seiner mehrwöchigen Seitwärtsrange (gelbes Rechteck im folgenden Chart) heraus und tat es damit dem DAX gleich. Allerdings folgte im Euro STOXX 50, im Gegensatz zum DAX, auch noch eine zweite bearishe Tageskerze unterhalb der Range (siehe rote Ellipse), womit der Ausbruch nachhaltig und das bearishe Signal bestätigt wurde.

Euro STOXX 50 - Bärenfalle

Zumal dabei auch noch das 61,80-Prozent-Fibonacci-Retracement der Aufwärtsbewegung von Ende August bis Ende Oktober 2017 unterschritten wurde (graue Linien). Damit gilt die Aufwärtsbewegung ab Ende August als beendet und das bearishe Chartbild wurde verstärkt. Doch durch den starken Jahresstart, der den Euro STOXX 50 sogar zeitweise wieder über die Seitwärtsrange führte, entpuppten sich die bearishen Signale als Bärenfalle.

Unsicherheit äußert sich auch hier in einer Broadening-Formation

Genau diese Fehlsignale machen den Markt derzeit so schwierig und unberechenbar. Sie und die relative Schwäche gegenüber den US-Indizes, die ein Rekordhoch nach dem anderen markieren, sorgen damit für die deutliche Unsicherheit unter europäischen Anlegern.

Diese äußert sich im Euro STOXX 50 nicht nur im DAX als nach rechts geöffnetes Dreieck (Broadening-Formation), sondern auch im Euro STOXX 50 (siehe gelbe Linien im folgenden Chart).

Euro STOXX 50 - Broadening-Formation

Allerdings lassen sich hier die Linien wegen der Fehlausbrüche nicht so eindeutig einzeichnen wie im DAX.

DAX bestätigt seine Trompete

Dieser ist übrigens exakt an der oberen Linie seiner Formation nach unten abgeprallt (roter Pfeil im folgenden Chart).

DAX - Target-Trend-Analyse

Zudem ist der deutsche Leitindex heute wieder in seine Seitwärtsrange zurückgefallen, womit sich auch der kurze Ausflug über die Rechteckgrenze bei 13.300 Punkten als Fehlsignal herausgestellt hat.

Positive Konjunkturdaten konnten dem DAX nicht helfen

Da half es auch nicht, dass auch von der deutschen Wirtschaft erste positive Nachrichten im Jahr 2018 veröffentlicht wurden. So ist die deutsche Wirtschaft im Vorjahr nach vorläufigen Zahlen insgesamt um 2,2 % und damit das achte Jahr in Folge gewachsen. Dabei konnte das Tempo im Vergleich zu den Vorjahren sogar nochmals erhöht werden. Im Jahr 2016 war das BIP um 1,9 % und 2015 um 1,7 % gestiegen.

Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland

Dieses Wachstum ist jedoch keine Überraschung. Es zeichnete sich längst anhand der bereits vorliegenden Konjunkturdaten ab. Und daher waren die Auswirkungen auf die Aktienkurse sehr gering.

Fazit

Die Anleger europäischer Aktien werden derzeit von diversen Fehlsignalen geplagt und zeigen sich daher höchst verunsichert. Solange sich DAX und Euro STOXX 50 innerhalb ihrer Broadening-Formationen bewegen und kein klarer Trend erkennbar ist, sollte man sich einfach aus dem Markt heraushalten.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de


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Europäische Anleger werden von Fehlsignalen geplagt

von Sven Weisenhaus

Am Dienstag habe ich über neue positive Konjunkturdaten aus den USA berichtet. Aber auch hierzulande läuft die Konjunktur weiterhin rund. So ist zum Beispiel die Arbeitslosigkeit in der Eurozone nochmals gesunken. Sie betrug im November 2017 nur noch 8,7 % und setzte damit ihre Abwärtstendenz fort.

Arbeitslosenquote in der Eurozone und der EU
(Quelle: Eurostat)

Derweil ist die jährliche Inflationsrate in der Eurozone im Dezember nach vorläufigen Zahlen wieder auf 1,4 % zurückgegangen.

Inflation im Euroraum

Damit ist die leichte Aufwärtstendenz, die man noch im Vormonat mit viel gutem Willen in die Zahlenreihe hineininterpretieren konnte (siehe Börse-Intern vom 6. Dezember), erst einmal wieder hinfällig.

Positive Daten für den Aktienmarkt

Für den Aktienmarkt ist das insgesamt sehr positiv. Denn einerseits können bei sinkender Arbeitslosigkeit erneut mehr Konsumenten mehr ausgeben, was sich letztlich natürlich in den Gewinnen der Unternehmen widerspiegeln wird, und andererseits gibt es für die EZB wegen der anhaltend niedrigen Inflationsrate keinerlei Anlass, den Fuß weiter bzw. früher vom Gas zu nehmen.

Hohe Unsicherheit auch im Euro STOXX 50

Leider kann auch der Euro STOXX 50, genau wie der DAX, davon nur begrenzt profitieren. Er legte zwar ebenfalls einen ansehnlichen Jahresstart hin, doch auch hier zeichnet sich übergeordnet eine hohe Unsicherheit unter den Anlegern ab. Und diese ist fast noch verständlicher als im DAX, wo sich die Unsicherheit durch eine Trompete abzeichnet (siehe Börse-Intern vom vergangenen Dienstag).

Lupenrein bearishes Signal entpuppt sich als Bärenfalle

Denn zum Jahresende 2017 gaben die Aktienkurse aus dem europäischen Aktienindex deutlich nach. Der Euro STOXX 50 fiel dadurch aus seiner mehrwöchigen Seitwärtsrange (gelbes Rechteck im folgenden Chart) heraus und tat es damit dem DAX gleich. Allerdings folgte im Euro STOXX 50, im Gegensatz zum DAX, auch noch eine zweite bearishe Tageskerze unterhalb der Range (siehe rote Ellipse), womit der Ausbruch nachhaltig und das bearishe Signal bestätigt wurde.

Euro STOXX 50 - Bärenfalle

Zumal dabei auch noch das 61,80-Prozent-Fibonacci-Retracement der Aufwärtsbewegung von Ende August bis Ende Oktober 2017 unterschritten wurde (graue Linien). Damit gilt die Aufwärtsbewegung ab Ende August als beendet und das bearishe Chartbild wurde verstärkt. Doch durch den starken Jahresstart, der den Euro STOXX 50 sogar zeitweise wieder über die Seitwärtsrange führte, entpuppten sich die bearishen Signale als Bärenfalle.

Unsicherheit äußert sich auch hier in einer Broadening-Formation

Genau diese Fehlsignale machen den Markt derzeit so schwierig und unberechenbar. Sie und die relative Schwäche gegenüber den US-Indizes, die ein Rekordhoch nach dem anderen markieren, sorgen damit für die deutliche Unsicherheit unter europäischen Anlegern.

Diese äußert sich im Euro STOXX 50 nicht nur im DAX als nach rechts geöffnetes Dreieck (Broadening-Formation), sondern auch im Euro STOXX 50 (siehe gelbe Linien im folgenden Chart).

Euro STOXX 50 - Broadening-Formation

Allerdings lassen sich hier die Linien wegen der Fehlausbrüche nicht so eindeutig einzeichnen wie im DAX.

DAX bestätigt seine Trompete

Dieser ist übrigens exakt an der oberen Linie seiner Formation nach unten abgeprallt (roter Pfeil im folgenden Chart).

DAX - Target-Trend-Analyse

Zudem ist der deutsche Leitindex heute wieder in seine Seitwärtsrange zurückgefallen, womit sich auch der kurze Ausflug über die Rechteckgrenze bei 13.300 Punkten als Fehlsignal herausgestellt hat.

Positive Konjunkturdaten konnten dem DAX nicht helfen

Da half es auch nicht, dass auch von der deutschen Wirtschaft erste positive Nachrichten im Jahr 2018 veröffentlicht wurden. So ist die deutsche Wirtschaft im Vorjahr nach vorläufigen Zahlen insgesamt um 2,2 % und damit das achte Jahr in Folge gewachsen. Dabei konnte das Tempo im Vergleich zu den Vorjahren sogar nochmals erhöht werden. Im Jahr 2016 war das BIP um 1,9 % und 2015 um 1,7 % gestiegen.

Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland

Dieses Wachstum ist jedoch keine Überraschung. Es zeichnete sich längst anhand der bereits vorliegenden Konjunkturdaten ab. Und daher waren die Auswirkungen auf die Aktienkurse sehr gering.

Fazit

Die Anleger europäischer Aktien werden derzeit von diversen Fehlsignalen geplagt und zeigen sich daher höchst verunsichert. Solange sich DAX und Euro STOXX 50 innerhalb ihrer Broadening-Formationen bewegen und kein klarer Trend erkennbar ist, sollte man sich einfach aus dem Markt heraushalten.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
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