In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: Trotz schwacher Wirtschaftsdaten in Japan und der Möglichkeit, dass die Notenbank mit neuen geldpolitischen Maßnahmen reagiert, zeigt der Yen Stärke. ...
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Während die US-Konjunkturdaten eine baldige Zinsanhebung durch die Fed zulassen (siehe Börse-Intern von Mittwoch), sieht es in Japan eher nach einer Ausweitung der dortigen extrem expansiven Geldpolitik aus. Nachdem die japanische Industrieproduktion mit einem Plus von 3,7 Prozent noch stark ins neue Jahr gestartet war, erlitt sie im Februar mit minus 6,2 Prozent einen kräftigen Rückschlag. Dieser fiel so heftig aus wie seit März 2011 nicht mehr. Damals hatte die Atomkatastrophe in Fukushima die Wirtschaft quasi lahmgelegt.

Die Regierung teilte dazu mit, dass der Rückgang vor allem den schwachen Exporten geschuldet sei. Die Ausfuhren waren im Januar im Vergleich zum Vorjahr um 12,9 Prozent eingebrochen (siehe Börse-Intern vom 18. Februar).

Japanische Währung wertet binnen zwei Monaten um 11,5 Prozent auf

Und diese Probleme könnten sich noch verschärfen. Denn die japanische Währung wertet seit Anfang Februar dramatisch auf. Ein stärkerer Yen im Vergleich zu anderen Währungen wie dem Euro oder dem US-Dollar verteuert japanische Produkte auf dem Weltmarkt. Erst kürzlich ist der USD/JPY-Wechselkurs nach unten aus einer Konsolidierungsformation ausgebrochen (roter Pfeil). Damit hat der Yen zum US-Dollar innerhalb von nur zwei Monaten um stolze 11,5 Prozent zugelegt.

USD/JPY-Chartanalyse

Die Schulter-Kopf-Schulter-Formation (SKS) entfaltet damit weiter ihre volle Kraft. Das nächste Kursziel liegt bei 105,20 Yen und damit noch einmal mehr als 3 Prozent unter dem aktuellen Kurs.

Japan könnte sich bereits in der Rezession befinden

Die Exporte dürften also unter Druck bleiben, was sich offenbar bereits auf den Arbeitsmarkt auswirkt. So stieg die Arbeitslosenquote im Februar leicht an. Und auch der Konsum schwächelte. Der Einzelhandelsumsatz legte im selben Monat im Jahresvergleich nur um 0,5 Prozent zu, während Experten ein Plus von 1,7 Prozent erwartet hatten.

Diese Entwicklungen haben das Wirtschaftsklima in Japan weiter eingetrübt. In der vierteljährlichen Tankan-Umfrage der Bank of Japan fiel der Stimmungsindex für das verarbeitende Gewerbe von 12 auf 6 Punkte. Er notiert damit zwar noch im positiven Bereich, liegt aber so niedrig wie zuletzt vor fast drei Jahren.

Analysten schließen daher nicht aus, dass Japans Wirtschaft im Zeitraum von Januar bis März abermals geschrumpft ist. Nachdem das reale Bruttoinlandsprodukt schon im Schlussquartal 2015 um 0,3 Prozent zum Vorquartal rückläufig war, befände sich Japan damit wieder in der Rezession.

Bank of Japan wird nicht tatenlos zusehen

Bereits in der Börse-Intern vom 15. März schrieb ich, dass die japanische Notenbank nicht tatenlos zusehen wird. Schon Ende April könnte sie ihre Negativzinspolitik noch verschärfen. Umso erstaunlicher ist es, dass es überhaupt zu einer derartigen Aufwertung des Yen kommen konnte. Denn sowohl eine schwächelnde Wirtschaft als auch eine expansive Geldpolitik sind gewöhnlich ein Grund für eine Währungsabwertung. Und in Japan ist derzeit beides der Fall.

Doch wie sich bei der Europäischen Zentralbank (EZB) bereits gezeigt hat, scheinen sich neue geldpolitische Maßnahmen ab einer gewissen Größe nicht mehr belastend auf den Wechselkurs auszuwirken. Denn der Euro gibt zum US-Dollar schon seit mehr als einem Jahr nicht mehr nach. Obwohl die US-Notenbank die Zinswende eingeleitet hat, zeigen sowohl Euro als auch Yen gegenüber dem US-Dollar Stärke. Ein möglicher Grund für die Yen-Stärke seit Ende 2015 könnte aber auch die Auflösung sogenannter Carry-Trades sein.

Fazit

Mit Short-Trades ist man beim USD/JPY-Wechselkurs jedenfalls derzeit klar auf der Gewinnerseite. Der Kurs hat sogar noch mehr als 3 Prozent Luft nach unten, was am Devisenmarkt nicht wenig ist. Das nächste Kursziel liegt bei 105,2 Yen. Im Idealfall könnte dieses Kursziel erreicht sein, bevor die Bank of Japan Ende April neue Maßnahmen verkündet und damit zumindest kurzfristig für eine Gegenbewegung sorgt.

Wenn Sie der Analyse vom 29. Januar gefolgt sind oder erst mit dem erneuten Hinweis in der Börse-Intern vom 15. März auf die Short-Seite eingestiegen sind, liegen Sie bereits dick im Gewinn. Insofern können wir uns am Wochenende ein Feierabend-Bier mehr gönnen.

Ich wünsche allen Lesern ein schönes Wochenende

Ihr

Sven Weisenhaus


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