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USD/JPY: Das nächste Puzzleteil zum möglichen Doppeltop

Ausgabe vom 24.11.2023

USD/JPY: Das nächste Puzzleteil zum möglichen Doppeltop

von Sven Weisenhaus

Japans Inflation hat sich im Oktober auf +3,3 % (zum Vorjahresmonat) beschleunigt, von +3,0 % im September. Sie blieb damit knapp hinter den Prognosen von +3,4 % zurück, so dass sich derzeit eine Stabilisierung oberhalb der Marke von 3 % abzeichnet.

Japans Inflation lag im Oktober 2023 den 19. Monat in Folge oberhalb des Notenbank-Ziels von 2 %

Und das ist deutlich mehr als das Ziel von 2 % der japanischen Notenbank (BoJ). Seit nunmehr schon 19 Monaten in Folge wird dieses Ziel übertroffen. Dennoch hält die Zentralbank fast unverändert an ihrer ultralockeren Geldpolitik fest. Lediglich kleine Schritte wurden in letzter Zeit unternommen, um eine Abkehr vorzubereiten (siehe dazu auch Börse-Intern vom 31.Oktober: „USD/JPY: Doppeltop bei 152 Yen?“).

Diese Abkehr dürfte nun aber kontinuierlich vorangetrieben werden. Zumal die ING Bank berichtet, dass sich die Verbraucherpreise im Vergleich zum Vormonat jüngst um 0,7 % verteuert haben und dies das schnellste Wachstum aller Zeiten gewesen sein soll (außer in Zeiten, in denen indirekte Steuern erhöht wurden).

Dazu beigetragen haben dürfte auch der schwache Yen. Denn wie ich in der Vergangenheit wiederholt berichtet habe, schwächt die Niedrigzinspolitik der japanischen Notenbank die heimische Währung, da diese gegenüber anderen Währungsräumen, in denen die (Leit-)Zinsen teils kräftig gestiegen sind, im Nachteil ist. Kapital wandert in Richtung höherer Zinsen. Niedrigverzinste Devisen werden abgegeben, um höher verzinste Devisen zu erwerben und diese anzulegen.

Der niedrigverzinste Yen verliert also an (Gegen-)Wert, wodurch der Wechselkurseffekt Waren aus dem Ausland für japanische Käufer verteuert. Denn die Importpreise steigen und führen somit zu einem Anstieg der gesamten Inlandspreise. Die Prognose der BoJ sah hingegen vor, dass sich die Inflation bis zum Jahresende verlangsamen würde.

Die Experten der ING gehen daher davon aus, dass die BoJ die Steuerung der Zinskurve bereits im 1. Quartal 2024 aufgeben wird, da sich die japanischen Staatsanleihen offenbar stabilisiert haben. Und im 2. Quartal 2024 könnte dann die erste Zinserhöhung folgen, sofern sich das Lohnwachstum bis dahin weiter beschleunigt.

USD/JPY: Das Hoch bei rund 152 Yen hat gehalten

Diese Erwartung teilen wohl auch weitere Marktteilnehmer. Denn der Yen hat jüngst an Stärke zurückgewonnen, zum Beispiel gegenüber dem US-Dollar. Beim USD/JPY wurde dabei der kurzfristige Aufwärtstrendkanal gebrochen (siehe roter Pfeil im folgenden Chart).

Chartanalyse: Der USD/JPY hat seinen kurzfristigen Aufwärtstrendkanal gebrochen, die übergeordneten Trendkanäle aber bestätigt bzw. fortgesetzt

Die untere Linie eines flachen Aufwärtstrendkanals bot dabei Unterstützung (siehe grüner Pfeil), so dass es zu einer recht starken Kurserholung kam. Viel gewonnen haben die Bären daher noch nicht. Zumal der große steile Aufwärtstrend(kanal) weiterhin intakt ist.

Aber immerhin ist der Wechselkurs nun recht deutlich am Hoch vom Oktober 2022 bei rund 152 Yen abgeprallt (dicke rote Linie im folgenden Chart).

Chartanalyse: Der USD/JPY ist bei rund 152 Yen am Hoch vom Oktober 2022 abgeprallt

Und damit hat der Markt das nächste Puzzleteil für ein mögliches Doppeltop auf diesem Niveau gelegt.

Short-Trades

Für die Leser des Börsenbriefs „Target-Trend-CFD“ war diese Kursentwicklung gewinnbringend. Denn ich hatte am 13. November bei 151,50 Yen einen neuen Short-Trade in den Markt gegeben, als der Kurs von der 152er Marke abprallte. Und durch einen platzierten und eng nachgezogenen Stop-Loss wurde der Trade am vergangenen Dienstag bei 148,10 Yen beendet, bevor es zu der deutlichen Kurserholung kam. So waren nach nur etwas mehr als einer Woche 315,70 € verdient.

Allerdings haben wir noch einen weiteren Short-Trade auf den USD/JPY im Markt. Und wenn der Wechselkurs nicht bald wieder nachgibt, sondern die Kurserholung fortgesetzt wird, dann wird auch dieser Trade durch einen Stop-Loss beendet – in diesem Fall mit einem Verlust. Es kann eben nicht jeder Trade mit Gewinn enden.

Den Lesern des Target-Trend-CFD habe ich heute bereits anhand des folgenden Charts berichtet, dass sich im Rahmen der Kurserholung ein aufsteigendes Dreieck ausbildet hat (dicke rote Linien). Diese Formation gilt grundsätzlich als trendbestätigend. Da die Kurse zuvor gestiegen sind, war mit einem Ausbruch nach oben zu rechnen. Ich habe daher den Stop-Loss auf 150,30 Yen nachgezogen. Allerdings sind die Kurse weit in die Spitze des Dreiecks hineingelaufen. Dadurch verliert diese ihre Wirkung.

Chartanalyse: Der USD/JPY läuft nach einer Kurserholung in die Spitze eines Dreiecks
(erstellt mit: comdirect.de)

Letztlich wird eine Formation aber erst mit dem Ausbruch beendet. Und sollte nicht die Widerstandslinie (rot), sondern die Aufwärtstrendlinie (grün) gebrochen werden, könnte damit die Kurserholung enden. Dann ist eine Wiederaufnahme und Fortsetzung der Abwärtsbewegung möglich. Auch der aktuelle Short-Trade könnte dann noch einen Gewinn einbringen.

Verluste gehören zum Trading

Aber selbst wenn es zum Verlust kommt, kann man dies mit einem weinenden und einem lachenden Auge hinnehmen. Denn mit bislang 25 Trades haben wir uns bereits einen schönen Gesamtgewinn von fast 2.700 € erarbeitet.

Bilanz der USD/JPY-Trades vom Börsenbrief "Target-Trend-CFD"

Ein Verlust würde diese Performance lediglich schmälern und wäre daher nur ein (durch Stop-Loss) begrenzter Rückschlag.


Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Erfolg an der Börse 
Ihr 
Sven Weisenhaus 
www.stockstreet.de

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