Börse - Intern

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EUR/USD: Trendbruch nachhaltig +++ DAX: Rekord bei Umsatz und Gewinn

Ausgabe vom 18.11.2022

EUR/USD: Trendbruch trotz Rückschlag gelungen

von Sven Weisenhaus

Währungshüter scheinen aktuell bemüht, gegen den Markt anzureden, um die Zinsen oben und die Aktienkurse möglichst weit unten zu halten. Denn mehrere Vertreter der Notenbanken haben in den letzten Tagen die Notwendigkeit betont, die Zinsen weiter zu erhöhen, wenn auch in einem langsameren Tempo. Der Präsident der Fed von St. Louis, James Bullard, sagte zum Beispiel, dass der Leitzins der US-Notenbank (Fed) möglicherweise eine Spanne von 5 % bis 7 % (!) erreichen müsse, um „ausreichend restriktiv“ zu sein.

Stabile Zinserwartungen

An den Zinserwartungen hat sich in den vergangenen Tagen und Wochen allerdings nicht viel verändert. Die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung der Fed um 50 Basispunkte im Dezember liegt aktuell bei rund 80 %, gemessen an den Fed Funds Futures. Vor einer Woche waren es 85 % (siehe auch Börse-Intern-Ausgabe vom 11.11.2022).

Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung der Fed um 50 Basispunkte im Dezember liegt aktuell bei rund 80 %
(Quelle: cmegroup.com)

Der Höhepunkt des Zinsanhebungszyklus in den USA wird weiterhin im Frühjahr 2023 erwartet, bei einem Leitzins zwischen 4,75 % bis 5 %. Vor den jüngsten US-Inflationsdaten war noch mit mehr als 5 % gerechnet worden.

Während die Zinserwartungen in den USA also jüngst leicht gesunken sind, haben sie sich im Euroraum derweil seit dem September-Hoch im Bereich von 3 % eingependelt.

Zinserwartungen pendeln sich auf dem erreichten Niveau ein

Der Renditevorsprung 10-jähriger US-Treasuries gegenüber Bundesanleihen ist dadurch seit Veröffentlichung der US-Inflationszahlen vor gut einer Woche um annähernd 30 Basispunkte auf unter 170 Basispunkte gesunken. Dies hatte einen festeren EUR/USD zur Folge.

EUR/USD: Trendbruch nach Rückschlag doch noch erfolgreich

Zuvor musste der Wechselkurs nach dem Bruch des Abwärtstrendkanals (rot im folgenden Chart), über den ich am 27. Oktober berichtete, einen Rückschlag hinnehmen (siehe roter Pfeil), womit der Ausbruch drohte, zu einer Bullenfalle zu werden. Doch die Aufwärtstrendlinie diente erneut als Unterstützung (grüner Pfeil) und Basis für eine erneute dynamische Kurserholung.

Dem EUR/USD gelingt der nachhaltige Bruch des Abwärtstrendkanals

Und mit dieser kleinen Kursrally gelang der Trendbruch nachhaltig. Der Kurs drang dabei sogar bis in den Bereich einer ehemaligen Unterstützungszone vor (grün, siehe auch folgender Chart), wo ihm mehrere Abwärtslinien entgegengekommen sind, was den EUR/USD in eine Konsolidierung gezwungen hat.

EUR/USD trifft mit ehemaliger Unterstützungszone nun auf einen Widerstandsbereich

Mit Blick auf den langfristigen Chart zeigt sich, dass die ehemalige Unterstützungszone nun eine hohe Hürde sein könnte. Dort wurden von 2015 bis 2017 wichtige Tiefs gebildet. Wird dieser Bereich allerdings übersprungen, hat der EUR/USD Platz bis auf 1,063 Dollar (Tief vom März 2020) und dann bis auf ca. 1,07 Dollar, wo ihm die nächste wichtige Abwärtstrendlinie entgegenkommt (dick rot).

Long-Trade verspricht Gewinne

An der Long-Position, zu der ich am 27. Oktober riet, kann man aus meiner Sicht durchaus noch festhalten. Denn ich glaube, da ist längerfristig noch mehr drin. Wer aber erst einen Ausbruch über die aktuelle Hürde abwarten möchte oder fürchtet, dass dieser auf absehbare Zeit nicht gelingt, kann den aktuellen Gewinn jetzt mitnehmen.

DAX-Unternehmen fahren Rekorde bei Umsatz und Gewinn ein

von Sven Weisenhaus

Am Aktienmarkt hat sich die Stabilisierung der Renditen bzw. deren moderater Rückgang ebenfalls positiv auf die Notierungen ausgewirkt. Trotz teilweise massiv überkaufter Kurse fielen Rücksetzer bislang sehr kurz aus. Geholfen hat dabei sicherlich auch die positiv verlaufende Berichtssaison. Nachdem ich hierzu gestern den STOXX 600 im Vergleich zum S&P 500 betrachtet habe, möchte ich heute noch kurz einen Blick auf den DAX werfen:

Rekorde bei Umsatz und Gewinn

Laut der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft EY haben die 40 DAX-Konzerne trotz aller Krisen (Corona-Nachwirkungen und Ukraine-Krieg) das dritte Quartal 2022 auf Rekordniveau abgeschlossen. Mit einem Umsatzwachstum von insgesamt 23 % gegenüber dem Vorjahr wurde das stärkste Umsatzwachstum seit mindestens 10 Jahren verzeichnet. Zum Vergleich: Im vorherigen Quartal hatten die Konzerne bereits mit einem Erlösplus von 14 % geglänzt. Auch beim Betriebsgewinn wurde ein neuer Rekordwert erreicht. Das operative Ergebnis kletterte um 28 % (auf 44,7 Milliarden Euro) und war damit so hoch wie nie zuvor in einem dritten Quartal. Im zweiten Quartal 2022 hatten die Unternehmen dagegen einen Gewinnrückgang um 19 % hinnehmen müssen.

DAX steigt in rekordverdächtigem Tempo

Das erklärt die jüngste Kursrally im DAX. Und damit ist auch nachvollziehbar, warum sich der Index um das Target (roter Kreis im folgenden Chart) nicht geschert, sondern einfach immer weiter zugelegt hat. Vom Korrekturtief sind es inzwischen binnen nur 36 Handelstagen fast +22 %. Das Minus vom Hoch des Jahresbeginns wurde dadurch auf nur noch etwas mehr als 11 % reduziert. – Sagenhaft!

DAX steit vom Korrekturtief binnen nur 36 Handelstagen um fast +22 %

Bei der letzten DAX-Analyse vom 4. November hatte ich geschrieben, dass man „nun verstärkt auf ein Ende des Bärenmarktes und auf die saisonal starke Phase zum Jahreswechsel setzen“ könne. Damals notierte der DAX bei rund 13.500 Punkten, heute steht er mehr als 900 Punkte bzw. fast 7 % höher. Sowohl mit der EUR/USD- als auch mit der DAX-Analyse konnten Sie also Gewinne erzielen – und das mit einem kostenlosen Newsletter!

Gewinnmitnahme erscheint zunehmend sinnvoll

Beim DAX würde ich allerdings nun die Gewinne mitnehmen und einen Rücksetzer abwarten. Ich könnte mir vorstellen, dass der deutsche Leitindex bald bis in den Dezember hinein konsolidiert, bevor er dann im Rahmen der Jahresendrally wieder zulegen kann. (Wobei sich um die Weihnachtsfeiertage und über den Jahreswechsel häufig "nur" moderat steigende Kurse beobachten lassen.)


Ich wünsche Ihnen jedenfalls viel Erfolg an der Börse 
Ihr 
Sven Weisenhaus 
www.stockstreet.de

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