Börse - Intern

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Die Marktreaktion auf die Arbeitsmarktdaten ist bullish

Ausgabe vom 04.11.2022

Die Marktreaktion auf die Arbeitsmarktdaten ist bullish

von Sven Weisenhaus

Die einzig wahre Bibel der Charttechnik ist wieder erhältlich - mehr dazu im zweiten Artikel der heutigen Börse-Intern-Ausgabe (siehe unten).

Der US-Arbeitsmarktbericht hätte heute eigentlich wieder das Zeug dazu gehabt, kräftig auf die Aktienkurse zu drücken. Denn es wurden weit mehr neue Stellen geschaffen als erwartet. Wie das Bureau of Labor Statistics meldete, kam es im Oktober zu einem Stellenaufbau (außerhalb der Landwirtschaft) in Höhe von 261.000. Die Konsensschätzung lag bei 200.000. Zudem wurde der Vormonatswert von 263.000 auf 315.000 nach oben revidiert.

US-Arbeitsmarktbericht: neu geschaffene Stellen in den USA

Außerdem fielen die durchschnittlichen Stundenlöhne ebenfalls höher aus als die Analystenprognosen. Im Vergleich zum Vormonat legten sie im Oktober um 0,4 % zu, nach +0,3 % im September. Hier lag die Konsensschätzung bei +0,3 %.

US-Arbeitsmarktbericht: Löhne steigen schneller als erwartet. Droht eine Lohn-Preis-Spirale?

Da die US-Notenbank derzeit ein besonderes Augenmerk auf die angespannte Situation auf dem Arbeitsmarkt wirft und gegen eine mögliche Lohn-Preis-Spirale ankämpft, können den Währungshütern diese Zahlen nicht gefallen. Und sie hatten daher eigentlich das Zeug, erneut Zinsängste zu schüren und somit die Renditen klettern und die Aktienkurse purzeln zu lassen.

Doch nach einer ersten kleinen Schockreaktion – der Dow Jones gab von ca. 32.110 auf rund 31.850 Punkte nach – erholten sich die Kurse sehr schnell und kletterten weiter aufwärts. Der Dow Jones stieg dabei bis auf über 32.600 Zähler.

Dabei geholfen hat womöglich die US-Arbeitslosenquote, die trotz des starken Stellenaufbaus von 3,5 % im September auf 3,7 % im Oktober leicht zulegte. Erwartet worden war hier ein Anstieg auf 3,6 %.

US-Arbeitsmarktdaten: Arbeitslosenquote steigt schneller als erwartet. Das dürfte der US-Notenbank (Fed) gefallen.

Dennoch: Insgesamt ist die Arbeitsmarktsituation weiterhin sehr solide – und womöglich deutlich besser als von der US-Notenbank gewünscht. Daher gibt es für die Währungshüter auch keinen Grund, von ihrem gerade erst noch einmal nach oben angepassten Zinspfad abzurücken (siehe gestrige Börse-Intern).

Dass sich die Kurse heute dennoch schnell gefangen haben, ist ein klares Anzeichen dafür, dass Anleger nicht mehr nur das Haar in der Suppe suchen. Stattdessen zeichnet sich immer mehr ab, dass die straffere Geldpolitik in den meisten Bereichen des Marktes eingepreist ist. Lediglich die Technologiewerte hinkten dem restlichen Markt heute ein weiteres Mal hinterher.

Das nächste Target wurde getroffen

Der DAX hat dagegen seinen jüngsten Rücksetzer vollständig aufgeholt und sogar ein neues Hoch in der laufenden Erholung erreicht. Dabei durchlief er ein Target fast exakt im Zentrum von unten nach oben, welches ich im Börsenbrief „Target-Trend-Spezial“ seit dem 27. Oktober auf dem Schirm habe (grüner Kreis im folgenden Chart).

DAX trifft ein Target und sendet damit bullishe Signale

Ein anderes Target (gelb) hat er auf dem Weg dorthin geschickt umschifft. Und auch die anderen scheinen aktuell keine Rolle mehr zu spielen. Dazu hatte ich im Target-Trend-Spezial allerdings am 21. Oktober auch schon geschrieben, dass diese keine Anzeichen liefern, für welche Richtung sich der Index entscheidet, da sie eine ähnliche Wahrscheinlichkeit haben, erreicht zu werden.

Erneuten Rücksetzer einkalkulieren!

Da der DAX bei 13.564,83 Punkten auf das markante Zwischenhoch vom 13. September trifft (dicke rote horizontale Linie), ist es allerdings durchaus denkbar, dass es erneut zu einem Rücksetzer kommt und die gelben Targets den Index doch noch einmal anziehen. In diesem Fall könnte auch das rote Target im Tageschart erreicht werden.

Bei einem erneuten Rücksetzer könnte der DAX ein wichtiges Target erreichen

Aus aktueller Sicht ist es jedenfalls sehr bullish zu werten, dass der DAX nach dem Bruch der wichtigen Abwärtstrendlinie (dick rot) von oben an diese zurückgesetzt hat und er dann wieder dynamisch zulegen konnte, bis auf ein neues Hoch. Damit wurde der Bruch der Linie bestätigt (siehe dazu auch gestrige Börse-Intern). Und daher kann man beim DAX nun verstärkt auf ein Ende des Bärenmarktes und auf die saisonal starke Phase zum Jahreswechsel setzen.

Dass die US-Indizes ihre Kursgewinne heute letztlich doch wieder vollständig abgegeben haben, ändert daran nichts. Denn vor allem der Dow Jones hatte zuvor stark zugelegt, so dass er massiv überkauft war (siehe Börse-Intern von vorgestern), weshalb er einfach einer etwas längeren Konsolidierung bedarf.


Ich wünsche Ihnen dabei viel Erfolg an der Börse
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de

Die einzig wahre Bibel der Charttechnik ist wieder erhältlich

von Stockstreet-Team

Dieses Buch liegt uns, also den Tradern von Stockstreet, am Herzen. Denn nicht nur wir haben aus diesem Buch gelernt, aus diesem Buch haben alle abgeschrieben, alle! Gut, außer die, die aus den Büchern abgeschrieben haben, die aus diesem Buch abgeschrieben haben.

„Technische Analyse von Aktien-Trends“ von Robert D. Edwards und John Magee.

Es ist die einzige und wahre Bibel der Charttechnik, bereits 1948 in der Erstauflage erschienen. Die Charts sind teilweise noch mit der Hand gemalt worden. Das Problem: Die einzige deutsche Auflage war seit Jahrzehnten vergriffen. Auf dem Sekundärmarkt wurden gebrauchte Ausgaben zu Preisen bis 200 Euro angeboten. Allein das zeigt, wie essenziell dieses Buch ist.

Und so sind wir sehr froh zu hören, dass es das Buch nun wieder in einer deutschen Übersetzung gibt. Und auch wenn es bald ein Jahrhundert alt ist, können wir dieses Werk jedem ernsthaften Chartisten ans Herz legen. Das Buch ist das MUST-HAVE der Charttechnik.

Wir machen normalerweise keine Buchbesprechungen, oder sehr selten. Aber bei diesem Buch machen wir eine Ausnahme – weil wir wirklich froh sind, dass es wieder zu haben ist, und wir es Ihnen, liebe Leser, wirklich ans Herz legen möchten.

Das Buch ist nun in der 11. Ausgabe erschienen und kostet 79 Euro. Es wurde immer weiter überarbeitet und auf den mehr als 660 Seiten ist eigentlich alles zu finden, was man braucht, um Charts lesen zu lernen. Und noch heute, wenn wir uns bei Stockstreet intern über irgendwelche Chartformationen und deren Entwicklung streiten, verweisen wir immer wieder auf Beispiele aus diesem Buch.

Es ist verrückt, weil die Charts aus diesem Buch bis in die 30er-Jahre zurückreichen. Und trotzdem haben sie immer noch eine hohe Relevanz. Sie finden hier alles in den Ursprüngen: Trends, Wimpel, Dreiecke, SKS-Formationen etc. Meist mit weitergehenden und tiefergehenden Erklärungen und Hintergründen. Alles sehr dezidiert bis in die kleinsten Voraussetzungen erklärt.

Aber, das sei gesagt, es ist kein Buch, das man einfach mal durchliest – man sollte damit arbeiten, immer wieder nachschlagen, wenn man vermeintliche Formationen erkennt. Und mit diesem Buch können Sie auch ganz schnell überprüfen, ob die vielen teilweise sehr ungenauen Chartanalysen im Netz wirklich Hand und Fuß haben.

Wer sich also halbwegs als Chartist bezeichnen möchte oder ein solcher werden will, wer als Trader oder Anleger wirklich Geld verdienen will, sollte dieses Buch nicht nur im Schrank stehen haben, sondern auch die ein oder andere Zeile gelesen haben.

Hier der Link, auf dem sie dieses Buch bestellen können.

https://www.boersenmedien.de/produkt/technische-analyse-von-aktientrends-2168.html

Und nein, Stockstreet hat außer zwei Belegexemplaren kein Geld für diese Buchbesprechung erhalten und ist auch nicht sonstwie an den Verkäufen beteiligt. Diese Besprechung erfolgt tatsächlich nur, weil uns freuen, dass dieses Buch wieder in einer deutschen Übersetzung zu haben ist, und wir Ihnen, liebe Leser, diesen Buchtipp einfach geben mussten.

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