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Der DAX zum Februar-Verfallstag
Ausgabe vom 13.02.2026
Der DAX zum Februar-Verfallstag
von Torsten Ewert
Zunächst ein Hinweis in eigener Sache: In Köln, der Heimatstadt von Stockstreet, wurde am gestrigen Donnerstag, Weiberfastnacht, die heiße Phase der hiesigen 5. Jahreszeit, des Karnevals, eingeläutet. Normalerweise ist in dieser Zeit an Arbeiten nicht zu denken. Irgendwie haben wir es zwar bisher doch geschafft, aber ab dem Wochenende und vor allem am Rosenmontag und Faschingsdienstag ist es aussichtslos. Also wird in dieser Zeit kein Newsletter „Börse-Intern“ erscheinen – oder kurz: Kölle Alaaf! Die nächste Ausgabe erhalten Sie am Aschermittwoch, den 18.02.2026.
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Passend zu diesen tollen Tagen ist am Montag auch in den USA ein (Börsen-)Feiertag. Mit etwas Glück haben sich danach wahlweise alle ausgetobt bzw. die Gemüter etwas abgekühlt, sodass die Märkte es dann wieder etwas ruhiger angehen lassen.
Turbulenzen und Volatilität senken die Richtungs-Wahrscheinlichkeiten
Schließlich ist es in jüngster Zeit recht turbulent an den Börsen geworden, auch an den Aktienmärkten. Das Orakeln über die Gründe überlasse ich anderen – zumal mir einige Dinge, die als Ursachen genannt werden, nicht so recht einleuchten.
Klar ist jedenfalls, dass sich diese Turbulenzen bzw. die zunehmende Volatilität inzwischen auch längst in den Charts niedergeschlagen haben. Man könnte nun erst einmal abwarten, ob die Richtungssignale demnächst klarer werden. Aber da am Freitag der kommenden Woche der Februar-Verfallstag ist, werde ich versuchen, die Perspektiven für den DAX bis dahin auszuloten.
Die Betonung liegt auf „versuchen“, denn das Hin und Her der vergangenen Wochen lässt die Wahrscheinlichkeit für „rauf“ oder „runter“ jeweils auf nur 50 % sinken.
Bullish oder bearish?
Das hat Sven Weisenhaus bei seinen Elliott-Wellen-Analysen zum DAX schon herausgearbeitet. Die Formation, die ich im folgenden Chart mit einem roten Rechteck markiert habe, sieht er wahlweise als bullish oder als bearish an:

Und genau zu diesem Schluss komme ich auch aus klassisch charttechnischer Sicht. Wobei meine Sichtweise auf dieses „Gezappel“ bisher überwiegend bearish war. Grund: Der DAX ist – abgesehen von dem kurzen Ausflug, zu dem ihm der Januar-Verfallstag verholfen hat (siehe Börse-Intern vom 12.01.2026) – stets an der 25.000-Punkte-Marke gescheitert.
Das war eine schwache Leistung der Bullen und daher klar bearish. Immerhin kann man den Bullen zugutehalten, dass sie den DAX nie nachhaltig in das gelbe Rechteck der alten Seitwärtsbewegung des Vorjahres fallen ließen.
Das ist jedoch nicht bullish, sondern allenfalls ein erfolgreiches Rückzugsgefecht gewesen. Ein bullisher Aspekt entstand erst, als sich der nahezu perfekte grüne Aufwärtstrend herausschälte. Passend dazu unternahmen die Bullen am Donnerstag einen weiteren Versuch, die 25.000er Marke zu knacken. Und wenn es den Rückschlag an den US-Börsen nicht gegeben hätte, wäre es ihnen vielleicht sogar gelungen (siehe schwarzer Pfeil).
Jedenfalls war der Rückfall am Donnerstag weniger stark als an den US-Börsen. Der DAX zeigt also Stärke – ein weiterer (kleiner!) Punkt für die Bullen. Auch am Freitag gaben die Bullen zunächst wieder Gas, wurden aber am Nachmittag zunächst erneut durch die US-Bären ausgebremst. Immerhin ließen sie nicht locker und hievten den DAX immer wieder hoch.
Die Ausgangslage für die Verfallstagsanalyse
Diese Lage ist also der Ausgangspunkt für unsere Verfallstagsanalyse.
Und die gibt leider auch nur wenig konkrete Hinweise, wie sich dieses bullish-bearishe Wischi-Waschi-Chartbild auflösen könnte:

Quelle: https://www.stockstreet.de/boersen-tools/verfallstag-diagramm#/
Klar ist nur: Das theoretisch ideale Abrechnungsniveau für die Stillhalter nach der Max-Pain-„Schüsselkurve“ im unteren Diagrammteil liegt bei 24.900 Punkten, also dicht bei der runden 25.000er Marke. Und dort liegen – wenig überraschend – die jeweils größten Call- und Put Positionen im relevanten Kursbereich.
Die möglichen Kursziele für den DAX zum Verfallstag
Damit ist der Bereich von 24.900 bis 25.000 Punkten das perfekte Kursziel für die Stillhalter.
Da der DAX aber bereits recht nahe an diesem Kursbereich notiert, ist das aus Trader-Sicht nicht sonderlich spannend.
Spannend wird es erst, wenn es den Bullen tatsächlich gelingen sollte, die 25.000-Punkte-Marke zu knacken. Dann laufen schnell relativ große Call-Positionen (blaue Balken) ins Geld und müssten abgesichert werden. Das kann den Kurs weitertreiben, sodass also ein dynamischer Anstieg möglich ist.
Dieser dürfte aber am Allzeithoch zu Ende gehen, denn dort liegen die nächsten größeren (Call-)Positionen, welche die Stillhalter aber halten dürften. Wie im Januar kann man daher einen Long-Trade mit Take-Profit-Ziel bei 25.400 oder 25.500 Punkten eingehen, wenn der DAX über 25.000 Punkte steigt.
Nach unten gilt Ähnliches für ein Short-Kursziel von 24.500 Punkten, also die Oberkante des gelben Rechtecks. Dabei gibt es aber zwei Einschränkungen: Erstens war diese Marke bereits bei den jüngsten Rücksetzern wenig relevant – der DAX fiel stets merklich tiefer. (Das erhöht zwar potenziell die Trading-Spanne, aber darauf verlassen kann man sich nicht.)
Zweitens sind Dichte und Größe der Put-Positionen zwischen 25.000 und 24.500 Punkten deutlich geringer als die der Call-Positionen über 25.000 Punkten. Dadurch sind die Absicherungseffekte geringer und damit die mögliche Abwärtsdynamik (zumindest aus Verfallstags-Sicht – in der Regel sind Rückfälle dynamischer als Anstiege).
Eine sinnvolle Taktik für dieses verzwickte Lage
Und da die Bullen zuletzt mehr Widerstand und Initiative gezeigt haben, könnte ein Short-Trade recht zäh werden oder gar „verhungern“ – schließlich sind auch einige Unterstützungen nach unten im Weg.
Ich weiß, dass klingt alles sehr vage, aber ich sagte ja schon oben, dass ich nur versuchen werde, aus diesen dürren Vorgaben in dieser verzwickten Lage eine sinnvolle Verfallstags-Taktik abzuleiten.
Tendenziell scheint es mir sinnvoller, auf einen Long-Trade zu lauern: beim Ausbruch über 25.000 Punkte vor dem Verfallstag wie oben beschrieben oder bei einem Rücklauf zum Verfallstag diesen nach dem Verfallstag antizyklisch „abzufischen“, weil dann ein eventueller „Verfallsdruck“ entfällt.
Viel Erfolg wünscht
Torsten Ewert
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