In dieser Ausgabe von Börse - Intern lesen Sie: Die Corona-Zahlen steigen wieder stark an. Trotz hoher Impfquoten werden neue Höchststände gemeldet. Am Aktienmarkt spielt diese Gefahr noch keine Rolle. ...
Börse - Intern ist ein börsentäglicher Newsletter vom Börsenprofi Sven Weisenhaus. Sollten Sie diesen kostenlosen Newsletter noch nicht beziehen, können Sie sich → hier anmelden.


Ich beobachte die Entwicklung der Corona-Zahlen aktuell mit Sorge. Schließlich hatte man aufgrund der Aussagen von Politikern und Experten mit einer steigenden Impfquote eigentlich erwartet, dass die Wellen der Vergangenheit in diesem Ausmaß nicht mehr wiederkehren würden. Doch inzwischen werden neue Höchstzahlen gemeldet.

Corona wird wieder zu einer Belastung für die Wirtschaft

Und diese sind natürlich auch eine zunehmende Gefahr für die Wirtschaft und damit letztlich auch für die Börsen. Dem aktuellen Google-Mobility-Report zufolge strömten jüngst bereits wieder rund 8 % weniger Kunden in Geschäfte, Restaurants und Cafés als zu normalen Zeiten. Bei Bahnen und Bussen lag das Minus mit etwa 10 % sogar noch etwas höher. Die Menschen sehen offenbar die zunehmende Gefahr einer Ansteckung und meiden Kontakte. Das wird zwar letztlich wieder die Corona-Zahlen drücken, doch dürften wieder Umsatzausfälle zu beklagen sein.

Experten sehen Gefahr einer leichten technischen Rezession

In diese Richtung äußerte sich heute auch Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. Da Corona weiter die Konjunktur diktieren wird, rechne er für das laufende vierte Quartal mit einer Stagnation beim Bruttoinlandsprodukt (BIP), wobei sogar ein leichter Rückgang und mithin eine technische Rezession nicht auszuschließen sei.

Ähnlich schätzt die Aussichten ING-Chefvolkswirt Carsten Brzeski ein. „Wenn alles schiefgeht, könnten wir in eine ganz leichte technische Rezession abrutschen - also zwei Quartale mit negativem Wachstum“, sagte er laut Medienberichten. Im vierten Quartal dürfte wegen hoher Energiepreise und neuer Corona-Einschränkungen der Privatkonsum leiden. Hinzu kämen die bekannten Engpässe in der Industrie. Und im ersten Quartal 2022 werde es nicht viel besser sein, so der Ökonom.

Passend dazu räumte der Autozulieferer Continental ein, dass Lieferengpässe und steigende Rohstoffkosten auch im kommenden Jahr Spuren in der Bilanz hinterlassen werden. Zwar zeichne sich in den kommenden Monaten eine Entspannung ab, der Halbleitermangel und höhere Rohstoffpreise würden die Industrie aber voraussichtlich auch im gesamten Jahr 2022 belasten, teilte der DAX-Konzern gestern mit. Heute bestätigte Daimler-Trucks diese Befürchtungen.

Auch die EU-Kommission sieht die steigenden Corona-Infektionen, die höhere Inflation und anhaltende Lieferprobleme als Belastung für Wirtschaft und Verbraucher. Und der hohe Inflationsdruck werde in der Euro-Zone wohl im kommenden Jahr nur leicht nachlassen.

Notenbank scheint zunehmend hinter der Kurve

Hoffentlich setzt sich diese Erkenntnis auch bei den Notenbanken bald stärker durch. Denn diese sorgen mit ihrer noch kaum gebremsten Liquiditätsflut aus meiner Sicht dafür, dass die aktuellen Risiken im Markt nicht ausreichend berücksichtigt werden, was insbesondere für die US-Märkte gilt. Und man erhält zunehmend den Eindruck, dass die Notenbank „hinter die Kurve“ gerät, die Notenbank also den Inflationsanstieg unterschätzt.

Denn laut einer Umfrage der Europäischen Zentralbank (EZB) stellen sich Verbraucher in der Euro-Zone auf einen deutlich erhöhten Preisdruck ein. Im Mittel erwarteten sie im Oktober für die nächsten zwölf Monate eine Preissteigerungsrate von 3 %. Das ist deutlich über dem EZB-Ziel von 2 %. Erst binnen drei Jahren soll sich den Erwartungen der Konsumenten zufolge die Rate wieder bei 2 % einpendeln. Die rund 10.000 befragten Verbraucher aus 6 Ländern haben damit eine tendenziell höhere Inflationserwartung als die EZB, die nach wie vor von einem pandemiebedingt nur vorübergehenden Preisschub ausgeht.

A self-fulfilling prophecy

Das Problem an der Sache ist, dass gerade dann, wenn Verbraucher eine höhere Inflation erwarten, sich diese oft zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung (englisch: self-fulfilling prophecy) entwickelt. Denn wenn geplante Käufe in Erwartung steigender Preise vorgezogen werden, lässt dies die Preise durch die höhere Nachfrage steigen, was letztlich zu einer höheren Inflation führt.

Die EZB sollte die Ergebnisse aus der im Fachjargon als „ECB Consumer Expectations Survey (CES)“ bekannten Befragung, die im Rahmen der Transparenzoffensive der Notenbank nun erstmals veröffentlicht wurde, also sehr ernst nehmen. Ansonsten könnte sie irgendwann gezwungen sein, die Zügel zur Inflationsbekämpfung stärker anzuziehen, was dann die Wirtschaft abwürgen könnte.

DAX-Anleger weiterhin zögerlich

DAX-Anleger zeigen sich jedenfalls derzeit merklich zögerlicher als US-Anleger. Zwar kletterte der deutsche Leitindex zum vierten Mal in sechs Tagen auf ein neues Rekordhoch, doch lag dieses erneut nur wenige Zähler oberhalb der vorherigen.

DAX - Target-Trend-Analyse

Es bleibt damit die Gefahr, dass mit dem Abarbeiten der Rechteckgrenze bei 16.140 Punkten als aktuelles Kursziel der Target-Trend-Methode der 5-gliedrige Aufwärtstrend (blaue Ziffern im Chart) endet und es zu einem Rücksetzer kommt, mit dem sich die neuen Hochs als Fehlsignale entpuppen.

Dazu passt auch das kleinteilige Kursgeschehen im DAX. Denn in dem moderaten und engen Anstieg der vergangenen Tage (grüner Trendkanal im folgenden Chart) könnte man eine Art „ending triangle“ sehen, also eine Formation, die am Ende eines Trends auftaucht.

DAX - kurzfristige Chartanalyse

Häufig folgt darauf eine dynamische Gegenbewegung. Sollte es also bald zu einem schnellen Rutsch unter die 16.000er Marke kommen, wäre ein Ausstieg aus Long-Positionen sinnvoll. Dann könnte man diese wahrscheinlich bald zu günstigeren Kursen zurück ins Depot holen. Es gilt also weiterhin der Rat, Gewinne mitzunehmen oder diese enger abzusichern.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg an der Börse
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de


PS: Bei unseren Stockstreet-Börsenbriefen hat es schon wieder Gewinnmitnahmen gegeben. Aus dem Depot des Optionsscheine-Expert-Trader wurde ein Long-Position auf die Aktien von Safran mit einem Gewinn von 26 % verkauft. Und aus dem Aktien-Perlen-Depot wurde eine von drei Teilpositionen der Aktien von Balchem mit einem (Teil-)Gewinn von 32 % verkauft.
Wollen auch Sie solche hohen Gewinne erzielen? Dann melden Sie sich jetzt hier an und profitieren Sie von laufenden sowie kommenden Trades.


Die Börsenbriefe von Stockstreet

Die gut abgestimmte Palette unserer Börsenbriefe reicht vom Geldanlage-Brief für langfristig orientierte Investoren, über die Aktien-Perlen und den Börse-Intern Premium, bis hin zum Allstar Trader und Hightech-Trader für schnelle Gewinne. Der sehr spekulative Optionsscheine-Expert-Trader, sowie die täglichen Chartanalysen des Target Trend Spezial runden das Angebot ab.

Testen Sie unser Angebot - hier geht es zur Übersicht!


§ 34b Wertpapierhandelsgesetz
Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte nach § 34b Wertpapierhandelsgesetz zu den besprochenen Wertpapieren: Wir weisen Sie darauf hin, dass Redakteure und Mitarbeiter der Stockstreet GmbH jederzeit eigene Positionen in den zum Teil hier vorgestellten Wertpapieren eingehen und diese auch wieder veräußern können.

Haftungsausschluss:
Die Autoren übernehmen keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit, Vollständigkeit oder Qualität der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen die Autoren, welche sich auf Schäden materieller oder ideeller Art beziehen, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht wurden, sind grundsätzlich ausgeschlossen. Die Informationen in diesem Börsendienst stellen wir Ihnen im Rahmen Ihrer eigenen Recherche und Informationsbeschaffung zur Verfügung. Wir empfehlen Ihnen deshalb, vor jedem Kauf oder Verkauf Ihren Bankberater zu konsultieren, und weisen Sie ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei diesen Informationen nicht um eine Anlage- oder Vermögensberatung handelt. Des Weiteren gelten die AGB und die datenschutzrechtlichen Hinweise auf www.stockstreet.de.

Urheberrecht
Der Nachdruck, die Verwendung der Texte, die Veröffentlichung/Vervielfältigung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Stockstreet GmbH gestattet.

Quelle der Charts: (sofern nicht anders angegeben)
Tradesignal Online – Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.


Anmeldung zum kostenlosen Newsletter "Börse - Intern"

  • Kostenloser Tagesbericht vom Börsenprofi Sven Weisenhaus.
  • Börsentäglich nach Börsenschluss direkt zu Ihnen ins Postfach.
  • Die Vertraulichkeit Ihrer E-Mail-Adresse ist für uns selbstverständlich.
  • Jederzeit wieder abbestellbar.

Jetzt hier anmelden:

Datenschutzhinweise anzeigen

Sie erhalten direkt im Anschluss eine E-Mail mit einem Bestätigungs-Link von uns zugesendet. Bitte bestätigen Sie Ihre E-Mail-Adresse durch einen Klick auf den Link in dieser E-Mail. Erst dann haben Sie sich vollständig angemeldet. Nach der Bestätigung Ihrer Anmeldung erhalten Sie den Newsletter "Börse - Intern" ab der nächsten Ausgabe.

Anmeldung zum kostenlosen Rohstoffe & Emerging Markets News

  • Die ganze Welt der Rohstoffe, Emerging Markets und Devisen in einem Newsletter.
  • Mehrmals pro Woche direkt per E-Mail kostenlosen zu Ihnen ins Postfach.
  • Die Vertraulichkeit Ihrer E-Mail-Adresse ist für uns selbstverständlich.
  • Jederzeit wieder abbestellbar.

Jetzt hier anmelden:

Datenschutzhinweise anzeigen

Sie erhalten direkt im Anschluss eine E-Mail mit einem Bestätigungs-Link von uns zugesendet. Bitte bestätigen Sie Ihre E-Mail-Adresse durch einen Klick auf den Link in dieser E-Mail. Erst dann haben Sie sich vollständig angemeldet. Nach der Bestätigung Ihrer Anmeldung erhalten Sie die Rohstoffe & Emerging Markets News ab der nächsten Ausgabe.

Alle Börsenbriefe und Börsen-Newsletter von Stockstreet.de

  • Logo Börse-Intern
  • Logo Rohstoffe & Devisen News
  • Logo Stockstreet Marktberichte
  • Logo Börse-Intern Premium
  • Logo Optionsscheine-Expert-Trader
  • Logo Geldanlage-Brief
  • Logo Aktien-Perlen
  • Logo Allstar-Trader
  • Logo Target-Trend-Spezial

Allstar-Trader

Das erwartet Sie

Allstar-Trader Cover

Vom Traden leben!

Aktien, Rohstoffe & Devisen
erfolgreich handeln!

von Bernd Raschkowski

Jetzt informieren und kostenlos testen!

Geldanlage-Brief

Das erwartet Sie

Geldanlage-Brief Cover

Ihr langfristig orientierter Börsendienst
für Vermögen und Wohlstand!

Die Strategie für Ihre Geldanlage!

von Torsten Ewert

Jetzt informieren und kostenlos testen!

Börse-Intern Premium

Das erwartet Sie

Börse-Intern Premium Cover

Erfolgreich Traden mit der
revolutionären Methode!

Zuverlässig und dauerhaft erfolgreich!

von Sven Weisenhaus

Jetzt informieren und kostenlos testen!

Target-Trend-Spezial

Das erwartet Sie

Target-Trend-Spezial Cover

Tägliche Chartanalysen nach
der revolutionären Methode!

Zuverlässig und dauerhaft erfolgreich!

von Sven Weisenhaus

Jetzt informieren und Beispiele lesen!

Aktien-Perlen

Das erwartet Sie

Aktien-Perlen Cover

Der Börsendienst für die unentdeckten
Chancen an den Börsen der Welt!

Die Spreu vom Weizen trennen!

von Torsten Ewert

Jetzt informieren und kostenlos testen!

Optionsscheine-Expert-Trader

Das erwartet Sie

Optionsscheine-Expert-Trader Cover

Der Börsendienst für volatile Zeiten

Die besten Trades in volatilen Märkten

von Manfred Ries

Jetzt informieren und kostenlos testen!

Target-Trend-CFD

Das erwartet Sie

Target-Trend-CFD Cover

CFD-Trading mit
der revolutionären Methode!

Schneller Handel, schnelle Gewinne!

von Sven Weisenhaus

Jetzt informieren und Beispiele lesen!

Hightech-Trader

Das erwartet Sie

Hightech-Trader Cover

Profitieren Sie vom Hightech-Boom

Mit Hightech Aktien, Crypto Währungen und Bio-Techs

von Bernd Raschkowski

Jetzt informieren und Beispiele lesen!