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Ihr täglicher und kostenloser Börsen-Newsletter mit den besten Prognosen für die Aktienmärkte

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Positive Wachstumsaussichten stützen, steigende Zinsen belasten

Ausgabe vom 22.03.2018

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat gestern die Markterwartungen, aber auch die Marktbefürchtungen erfüllt. So wurde einerseits wie erwartet der Leitzins um 25 Basispunkte auf 1,50 - 1,75 % angehoben. Zudem geht die Fed für 2018 weiterhin von insgesamt drei Zinsanhebungen aus. Für 2019 und 2020 rechnet die Fed allerdings nun mit einer etwas steileren Zinskurve. So wurden die Median-Erwartungen für den Leitzins Ende 2019 von 2,7 auf 2,9 % und für 2010 von 3,1 auf 3,4 % angehoben (siehe auch folgende Grafik).

Grund für die schnellere Straffung der Geldpolitik ist eine optimistischere Sicht auf das Wirtschaftswachstum der USA. So wurde die Wachstumsprognose für 2018 von 2,2 - 2,6 % auf 2,6 - 3,0 % angehoben. Für 2019 wurden die Daten von 1,9 - 2,3 % auf 2,2 - 2,6 % angepasst. Und auch im Jahr 2020 soll die US-Wirtschaft leicht stärker wachsen - statt 1,7 - 2,0 % um 1,8 - 2,1 %.

Projektionen der US-Notenbank Fed
(Quelle: federalreserve.gov)

Dies wird sich auch positiv auf den Arbeitsmarkt auswirken. Hinsichtlich der Arbeitslosenquote erwarten die FOMC-Mitglieder nun einen deutlich günstigeren Verlauf. Bei der Inflation gab es ebenfalls leichte Anpassungen nach oben. Diese fallen aber jeweils sehr moderat aus.

Zinsplan der Fed belastet die Aktienmärkte

Gestern hatte ich noch geschrieben, dass die Geldmarkt-Futures (Fed Funds Futures) selbst zwei Zinsschritte in 2019 noch nicht vollständig eingepreist hatten, weshalb Anpassungsbedarf bestünde, „falls die FOMC-Mitglieder ihre Einschätzungen heute insgesamt bestätigen oder sogar erhöhen“. Genau das haben sie getan. Und deshalb haben die Aktienkurse an der Wall Street, nach einem ersten Freudensprung wegen der positiveren Wirtschaftsaussichten, dann doch den Rückzug angetreten - wegen der schneller steigenden Zinsen, die nun eingepreist werden müssen.

Der Euro gibt weiter Rätsel auf

Überraschend war dabei, dass der Euro zum US-Dollar zulegen konnte. Eigentlich wäre hier eine genau gegenteilige Reaktion zu erwarten. Denn die zunehmende Zinsdifferenz zwischen den USA und der Eurozone sowie die positiveren Wachstumsaussichten für US-Unternehmen sollten eigentlich Investoren in den Dollar-Raum ziehen und damit die US-Währung stärken. Stattdessen zeigte sich der Euro stark. Und das kann angesichts der Erhöhung der Prognosen durch die Fed nur noch bedingt mit der höheren Wachstumsdynamik der Eurozone erklärt werden (siehe „Passt der Euro-Anstieg noch zu den fundamentalen Entwicklungen?“).

Positive Wachstumsaussichten stützen, steigende Zinsen belasten

Die Kursbewegungen blieben aber insgesamt moderat, weil sich die positiveren Wachstumsaussichten bei gleichzeitig gedämpfter Inflation und die negativen Auswirkungen von (stärker) steigenden Zinsen in etwa ausgleichen. Genau diese Wirkung auf die Aktienmärkte hatte ich schon frühzeitig hier in der Börse-Intern angekündigt und deshalb eine Seitwärtsbewegung auf hohem Niveau erwartet. Und diese zeichnet sich inzwischen immer stärker ab. Mit der Börse-Intern gehörten Sie also, wie gewohnt, zu den Ersten, die sich auf dieses Szenario vorbereiten und einstellen konnten.

Ab April zündet die Fed schon die nächste Stufe

Übrigens kommt in etwas mehr als einer Woche schon der nächste Dämpfer für die Aktienmärkte. Denn dann zündet die Fed die nächste Stufe im Plan, ihre Bilanz zu verkleinern. Wie Sie bereits aus der Börse-Intern vom vergangenen Jahr wissen, reinvestiert die US-Notenbank fällig werdende Anleihen seit Oktober 2017 nicht mehr vollständig (siehe auch folgende Tabelle aus „Der Zeitplan für die Schubumkehr steht fest“). Waren es im noch laufenden Monat März noch insgesamt 20 Milliarden US-Dollar, die dem Markt entzogen werden, so sind es ab April schon 30 Milliarden.

Plan der Fed zur Bilanzverkürzung

Wir nähern uns also immer mehr dem Zeitpunkt, ab dem die Liquiditätszufuhr der EZB (aktuell noch 30 Milliarden Euro) von der Fed überkompensiert wird. Ich bin daher sehr gespannt, wie es mit den Aktienkursen ab April weitergeht.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de


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Fed: Positive Wachstumsaussichten stützen, steigende Zinsen belasten

von Sven Weisenhaus

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat gestern die Markterwartungen, aber auch die Marktbefürchtungen erfüllt. So wurde einerseits wie erwartet der Leitzins um 25 Basispunkte auf 1,50 - 1,75 % angehoben. Zudem geht die Fed für 2018 weiterhin von insgesamt drei Zinsanhebungen aus. Für 2019 und 2020 rechnet die Fed allerdings nun mit einer etwas steileren Zinskurve. So wurden die Median-Erwartungen für den Leitzins Ende 2019 von 2,7 auf 2,9 % und für 2010 von 3,1 auf 3,4 % angehoben (siehe auch folgende Grafik).

Grund für die schnellere Straffung der Geldpolitik ist eine optimistischere Sicht auf das Wirtschaftswachstum der USA. So wurde die Wachstumsprognose für 2018 von 2,2 - 2,6 % auf 2,6 - 3,0 % angehoben. Für 2019 wurden die Daten von 1,9 - 2,3 % auf 2,2 - 2,6 % angepasst. Und auch im Jahr 2020 soll die US-Wirtschaft leicht stärker wachsen - statt 1,7 - 2,0 % um 1,8 - 2,1 %.

Projektionen der US-Notenbank Fed
(Quelle: federalreserve.gov)

Dies wird sich auch positiv auf den Arbeitsmarkt auswirken. Hinsichtlich der Arbeitslosenquote erwarten die FOMC-Mitglieder nun einen deutlich günstigeren Verlauf. Bei der Inflation gab es ebenfalls leichte Anpassungen nach oben. Diese fallen aber jeweils sehr moderat aus.

Zinsplan der Fed belastet die Aktienmärkte

Gestern hatte ich noch geschrieben, dass die Geldmarkt-Futures (Fed Funds Futures) selbst zwei Zinsschritte in 2019 noch nicht vollständig eingepreist hatten, weshalb Anpassungsbedarf bestünde, „falls die FOMC-Mitglieder ihre Einschätzungen heute insgesamt bestätigen oder sogar erhöhen“. Genau das haben sie getan. Und deshalb haben die Aktienkurse an der Wall Street, nach einem ersten Freudensprung wegen der positiveren Wirtschaftsaussichten, dann doch den Rückzug angetreten - wegen der schneller steigenden Zinsen, die nun eingepreist werden müssen.

Der Euro gibt weiter Rätsel auf

Überraschend war dabei, dass der Euro zum US-Dollar zulegen konnte. Eigentlich wäre hier eine genau gegenteilige Reaktion zu erwarten. Denn die zunehmende Zinsdifferenz zwischen den USA und der Eurozone sowie die positiveren Wachstumsaussichten für US-Unternehmen sollten eigentlich Investoren in den Dollar-Raum ziehen und damit die US-Währung stärken. Stattdessen zeigte sich der Euro stark. Und das kann angesichts der Erhöhung der Prognosen durch die Fed nur noch bedingt mit der höheren Wachstumsdynamik der Eurozone erklärt werden (siehe „Passt der Euro-Anstieg noch zu den fundamentalen Entwicklungen?“).

Positive Wachstumsaussichten stützen, steigende Zinsen belasten

Die Kursbewegungen blieben aber insgesamt moderat, weil sich die positiveren Wachstumsaussichten bei gleichzeitig gedämpfter Inflation und die negativen Auswirkungen von (stärker) steigenden Zinsen in etwa ausgleichen. Genau diese Wirkung auf die Aktienmärkte hatte ich schon frühzeitig hier in der Börse-Intern angekündigt und deshalb eine Seitwärtsbewegung auf hohem Niveau erwartet. Und diese zeichnet sich inzwischen immer stärker ab. Mit der Börse-Intern gehörten Sie also, wie gewohnt, zu den Ersten, die sich auf dieses Szenario vorbereiten und einstellen konnten.

Ab April zündet die Fed schon die nächste Stufe

Übrigens kommt in etwas mehr als einer Woche schon der nächste Dämpfer für die Aktienmärkte. Denn dann zündet die Fed die nächste Stufe im Plan, ihre Bilanz zu verkleinern. Wie Sie bereits aus der Börse-Intern vom vergangenen Jahr wissen, reinvestiert die US-Notenbank fällig werdende Anleihen seit Oktober 2017 nicht mehr vollständig (siehe auch folgende Tabelle aus „Der Zeitplan für die Schubumkehr steht fest“). Waren es im noch laufenden Monat März noch insgesamt 20 Milliarden US-Dollar, die dem Markt entzogen werden, so sind es ab April schon 30 Milliarden.

Plan der Fed zur Bilanzverkürzung

Wir nähern uns also immer mehr dem Zeitpunkt, ab dem die Liquiditätszufuhr der EZB (aktuell noch 30 Milliarden Euro) von der Fed überkompensiert wird. Ich bin daher sehr gespannt, wie es mit den Aktienkursen ab April weitergeht.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de

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