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Ihr täglicher und kostenloser Börsen-Newsletter mit den besten Prognosen für die Aktienmärkte

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Ihr täglicher und kostenloser Börsen-Newsletter mit den besten Prognosen für die Aktienmärkte

Ein mögliches Szenario für die kommenden Wochen

Ausgabe vom 24.08.2017

Es herrscht schon wieder gähnende Langeweile an den Aktienmärkten. Liest man die täglichen Nachrichten, dann könnte man meinen, die Kurse müssten in alle Richtungen kräftig ausschlagen. Positive und negative Meldungen wechseln sich ab. Daraus wird in den Medien mit dramatischem Unterton Spannung erzeugt. Doch die Realität an den Börsen ist eine andere. Da dümpeln die Kurse nur so vor sich hin, lediglich unterbrochen von sehr kurzen dynamischen Bewegungen.

Trump nimmt „Government Shutdown“ in Kauf

Ein Beispiel dazu war gestern die Meldung, dass Donald Trump in den kommenden Wochen auf Biegen und Brechen den Bau der von ihm versprochenen Grenzmauer zu Mexiko durchsetzen will. Dafür verlangt er die Bereitstellung von Mitteln im neuen Haushalt. Erhält er diese vom Kongress nicht, würde Trump auch einen „Government Shutdown“ in Kauf nehmen, also einen Regierungsstillstand, so der US-Präsident.

Märkte reagieren kaum

Als im Jahre 2011 der Haushaltsstreit im US-Kongress derart eskalierte, dass ein Regierungsstillstand möglich schien und daraufhin Standard & Poor’s den USA das Top-Rating entzog, waren die Auswirkungen auf die Finanzmärkte verheerend. Die Aktienindizes brachen binnen weniger Tage dramatisch ein - der S&P 500 um 18 Prozent, der DAX sogar um fast 25 Prozent. Insofern haben die Aussagen Trumps durchaus etwas Dramatisches. Doch auch wenn n-tv den gestrigen Handelstag mit der Schlagzeile „Trump droht mit "Shutdown" - US-Börsianer ziehen den Kopf ein“ betitelte, so verloren die US-Indizes dennoch nur jeweils rund 0,4 Prozent. Und damit wurden die leicht höheren Gewinne des Vortages nur zum Teil verkauft. Zudem steigen die Notierungen heute schon wieder. Die Nachrichten haben also das Zeug für starke Kursbewegungen, nur gibt es diese einfach nicht.

Mit Trump könnte der Haushaltsstreit eskalieren

Doch vielleicht rächt sich die aktuelle Sorglosigkeit der Anleger noch. Ende April hatten sich Republikaner und Demokraten im US-Kongress nach wochenlangen Verhandlungen noch in der sprichwörtlichen letzten Sekunde auf ein Haushaltsgesetz im Umfang von rund einer Billion Dollar geeinigt und damit die Finanzierung des US-Haushalts bis zum Ende des Haushaltsjahrs 2017 am 30. September sichergestellt (siehe dazu auch Börse-Intern vom 2. Mai). Und bislang ist ein Gouverment Shutdown noch nie so weit gegangen, dass die Amerikaner ihre Schulden nicht mehr rechtzeitig bedienen konnten, sprich bankrott gingen. Doch unter Präsidenten Trump könnte der Haushaltsstreit dieses Mal erneut bis zum „Shutdown“ eskalieren. In diesem Fall könnte am 1. Oktober automatisch ein Regierungsstillstand eintreten, dessen Auswirkungen spätestens dann auch die Börsen nicht kaltlassen dürften.

Zu früh, um in Panik zu geraten

Noch ist es aber viel zu früh, um in Panik zu geraten. Nach dem Ende der Sommerpause am 5. September kommt der Kongress zu neuen Beratungen zusammen. Und auch danach bleiben noch einige Tage für eine Einigung. Insofern sind die gestrigen milden Kursreaktionen der Anleger durchaus verständlich. Doch in der Börse-Intern weisen wir seit eh und je frühzeitig auf mögliche Szenarien hin, die sich im Mainstream so nicht finden. Ein solches Szenario könnte wie folgt aussehen:

So entstehen Trendwenden

Bei Abwärtstrends kommt es am Ende meist zu einem finalen Sell-Off und einer anschließend schnellen Trendwende. Dadurch entsteht regelmäßig eine V-Formation. Aufwärtstrends laufen hingegen langsam aus. Es kommt meist zuerst zu Konsolidierungen auf hohem Niveau, bevor die Kurse stärker nachgeben, sich die Abwärtsbewegungen beschleunigen und in eine klare Korrektur übergehen.

Aktuell erleben wir besonders in den US-Indizes lediglich sehr flache Konsolidierungen, wie wir sie zuvor auch schon im Rahmen der übergeordneten Aufwärtstrends gesehen haben. Diese sind daher derzeit noch klar bullish zu werten und sprechen für eine baldige Fortsetzung der Aufwärtsbewegung.

Eine zunehmende Diskussion über die Schuldenobergrenze der USA könnte die Märkte allerdings in ihren laufenden Konsolidierungen halten und neue Kurshochs verhindern. Das würde auch zur saisonalen Schwäche passen. Zeichnet sich im weiteren Verlauf ab, dass der Streit um den US-Haushalt eskaliert und keine Einigung in Sicht ist, könnte dies die Kurse stärker belasten. Kommt es dann zum Shutdown, könnte sich die Abwärtsbewegung beschleunigen und zu einer echten Korrektur werden. Von einem Crash möchte ich dabei nicht sprechen, aber zumindest darauf hinweisen, dass der Shutdown genau mit dem Oktober beginnen würde, der gerne als „Crash-Monat“ bezeichnet wird (obwohl er statistisch eher unauffällig ist, während der September der schlechteste Börsenmonat ist).

Dow Jones hat sein (Rest-)Potential voll ausgeschöpft

Und vielleicht erinnern Sie sich noch an meine Prognosen vom Jahresbeginn?! Am 15. Februar lautete der Titel der Börse-Intern „US-Indizes haben maximal 7 Prozent Restpotential“. Schon zuvor hatte ich in der Ausgabe vom 16. Dezember 2016 mit Hilfe der Elliott-Wellen und dem Prinzip der Wellengleichheit im Dow Jones „für den günstigsten Fall ein Restpotential auf rund 22.000 Punkte ermittelt“. Dazu zunächst der Chart aus der damaligen Analyse:

Dow Jones - Elliott-Wellen-Analyse

Blickt man nun auf den (folgenden) aktuellen Dow Jones-Chart, dann hätte diese Prognose kaum präziser ausfallen können (wenn die US-Indizes nun tatsächlich in eine längere Korrektur gehen).

Dow Jones - Elliott-Wellen-Analyse

Die aktuelle Konsolidierung hat exakt mit dem Erreichen der oberen Linie des (grünen) Trendkanals im Dow Jones begonnen. Zudem hat die Welle 5 ziemlich genau das Ausmaß der Welle 1 erreicht. Eine Ausweitung der Verluste hin zu einer schärferen Korrektur wäre damit charttechnisch sehr gut begründet. Hinzu kommen die Saisonalität, die fundamental ambitionierte Bewertung des US-Aktienmarkts, das voraussichtlich hinter uns liegende Hoch des Wachstumsmomentums der Wirtschaft im zweiten Quartal und die mögliche Gefahr eines Shutdowns ab Oktober.

Fazit

Da passt derzeit ziemlich viel zusammen. Und so könnte das geschilderte Szenario tatsächlich Realität werden. Dies bleibt natürlich abzuwarten. Doch wir werden es nun im Hinterkopf behalten und in den kommenden Tagen und Wochen genau beobachten, ob sich die dazu nötigen Puzzleteile in den zusammensetzen. Und natürlich werden wir Sie hier in der Börse-Intern kontinuierlich informieren.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de


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Ein mögliches Szenario für die kommenden Wochen

von Sven Weisenhaus

Es herrscht schon wieder gähnende Langeweile an den Aktienmärkten. Liest man die täglichen Nachrichten, dann könnte man meinen, die Kurse müssten in alle Richtungen kräftig ausschlagen. Positive und negative Meldungen wechseln sich ab. Daraus wird in den Medien mit dramatischem Unterton Spannung erzeugt. Doch die Realität an den Börsen ist eine andere. Da dümpeln die Kurse nur so vor sich hin, lediglich unterbrochen von sehr kurzen dynamischen Bewegungen.

Trump nimmt „Government Shutdown“ in Kauf

Ein Beispiel dazu war gestern die Meldung, dass Donald Trump in den kommenden Wochen auf Biegen und Brechen den Bau der von ihm versprochenen Grenzmauer zu Mexiko durchsetzen will. Dafür verlangt er die Bereitstellung von Mitteln im neuen Haushalt. Erhält er diese vom Kongress nicht, würde Trump auch einen „Government Shutdown“ in Kauf nehmen, also einen Regierungsstillstand, so der US-Präsident.

Märkte reagieren kaum

Als im Jahre 2011 der Haushaltsstreit im US-Kongress derart eskalierte, dass ein Regierungsstillstand möglich schien und daraufhin Standard & Poor’s den USA das Top-Rating entzog, waren die Auswirkungen auf die Finanzmärkte verheerend. Die Aktienindizes brachen binnen weniger Tage dramatisch ein - der S&P 500 um 18 Prozent, der DAX sogar um fast 25 Prozent. Insofern haben die Aussagen Trumps durchaus etwas Dramatisches. Doch auch wenn n-tv den gestrigen Handelstag mit der Schlagzeile „Trump droht mit "Shutdown" - US-Börsianer ziehen den Kopf ein“ betitelte, so verloren die US-Indizes dennoch nur jeweils rund 0,4 Prozent. Und damit wurden die leicht höheren Gewinne des Vortages nur zum Teil verkauft. Zudem steigen die Notierungen heute schon wieder. Die Nachrichten haben also das Zeug für starke Kursbewegungen, nur gibt es diese einfach nicht.

Mit Trump könnte der Haushaltsstreit eskalieren

Doch vielleicht rächt sich die aktuelle Sorglosigkeit der Anleger noch. Ende April hatten sich Republikaner und Demokraten im US-Kongress nach wochenlangen Verhandlungen noch in der sprichwörtlichen letzten Sekunde auf ein Haushaltsgesetz im Umfang von rund einer Billion Dollar geeinigt und damit die Finanzierung des US-Haushalts bis zum Ende des Haushaltsjahrs 2017 am 30. September sichergestellt (siehe dazu auch Börse-Intern vom 2. Mai). Und bislang ist ein Gouverment Shutdown noch nie so weit gegangen, dass die Amerikaner ihre Schulden nicht mehr rechtzeitig bedienen konnten, sprich bankrott gingen. Doch unter Präsidenten Trump könnte der Haushaltsstreit dieses Mal erneut bis zum „Shutdown“ eskalieren. In diesem Fall könnte am 1. Oktober automatisch ein Regierungsstillstand eintreten, dessen Auswirkungen spätestens dann auch die Börsen nicht kaltlassen dürften.

Zu früh, um in Panik zu geraten

Noch ist es aber viel zu früh, um in Panik zu geraten. Nach dem Ende der Sommerpause am 5. September kommt der Kongress zu neuen Beratungen zusammen. Und auch danach bleiben noch einige Tage für eine Einigung. Insofern sind die gestrigen milden Kursreaktionen der Anleger durchaus verständlich. Doch in der Börse-Intern weisen wir seit eh und je frühzeitig auf mögliche Szenarien hin, die sich im Mainstream so nicht finden. Ein solches Szenario könnte wie folgt aussehen:

So entstehen Trendwenden

Bei Abwärtstrends kommt es am Ende meist zu einem finalen Sell-Off und einer anschließend schnellen Trendwende. Dadurch entsteht regelmäßig eine V-Formation. Aufwärtstrends laufen hingegen langsam aus. Es kommt meist zuerst zu Konsolidierungen auf hohem Niveau, bevor die Kurse stärker nachgeben, sich die Abwärtsbewegungen beschleunigen und in eine klare Korrektur übergehen.

Aktuell erleben wir besonders in den US-Indizes lediglich sehr flache Konsolidierungen, wie wir sie zuvor auch schon im Rahmen der übergeordneten Aufwärtstrends gesehen haben. Diese sind daher derzeit noch klar bullish zu werten und sprechen für eine baldige Fortsetzung der Aufwärtsbewegung.

Eine zunehmende Diskussion über die Schuldenobergrenze der USA könnte die Märkte allerdings in ihren laufenden Konsolidierungen halten und neue Kurshochs verhindern. Das würde auch zur saisonalen Schwäche passen. Zeichnet sich im weiteren Verlauf ab, dass der Streit um den US-Haushalt eskaliert und keine Einigung in Sicht ist, könnte dies die Kurse stärker belasten. Kommt es dann zum Shutdown, könnte sich die Abwärtsbewegung beschleunigen und zu einer echten Korrektur werden. Von einem Crash möchte ich dabei nicht sprechen, aber zumindest darauf hinweisen, dass der Shutdown genau mit dem Oktober beginnen würde, der gerne als „Crash-Monat“ bezeichnet wird (obwohl er statistisch eher unauffällig ist, während der September der schlechteste Börsenmonat ist).

Dow Jones hat sein (Rest-)Potential voll ausgeschöpft

Und vielleicht erinnern Sie sich noch an meine Prognosen vom Jahresbeginn?! Am 15. Februar lautete der Titel der Börse-Intern „US-Indizes haben maximal 7 Prozent Restpotential“. Schon zuvor hatte ich in der Ausgabe vom 16. Dezember 2016 mit Hilfe der Elliott-Wellen und dem Prinzip der Wellengleichheit im Dow Jones „für den günstigsten Fall ein Restpotential auf rund 22.000 Punkte ermittelt“. Dazu zunächst der Chart aus der damaligen Analyse:

Dow Jones - Elliott-Wellen-Analyse

Blickt man nun auf den (folgenden) aktuellen Dow Jones-Chart, dann hätte diese Prognose kaum präziser ausfallen können (wenn die US-Indizes nun tatsächlich in eine längere Korrektur gehen).

Dow Jones - Elliott-Wellen-Analyse

Die aktuelle Konsolidierung hat exakt mit dem Erreichen der oberen Linie des (grünen) Trendkanals im Dow Jones begonnen. Zudem hat die Welle 5 ziemlich genau das Ausmaß der Welle 1 erreicht. Eine Ausweitung der Verluste hin zu einer schärferen Korrektur wäre damit charttechnisch sehr gut begründet. Hinzu kommen die Saisonalität, die fundamental ambitionierte Bewertung des US-Aktienmarkts, das voraussichtlich hinter uns liegende Hoch des Wachstumsmomentums der Wirtschaft im zweiten Quartal und die mögliche Gefahr eines Shutdowns ab Oktober.

Fazit

Da passt derzeit ziemlich viel zusammen. Und so könnte das geschilderte Szenario tatsächlich Realität werden. Dies bleibt natürlich abzuwarten. Doch wir werden es nun im Hinterkopf behalten und in den kommenden Tagen und Wochen genau beobachten, ob sich die dazu nötigen Puzzleteile in den zusammensetzen. Und natürlich werden wir Sie hier in der Börse-Intern kontinuierlich informieren.


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