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6 Prozent BIP-Wachstum? - Stimmung ist zu euphorisch

Ausgabe vom 28.06.2017

Gestern hatte ich angemerkt, dass Stimmungsindikatoren, wie die Einkaufsmanagerindizes der Eurozone, derzeit viel höher liegen als es die tatsächliche konjunkturelle Entwicklung rechtfertigen würde. Dazu ein weiteres und konkreteres Beispiel:

Frühindikatoren signalisieren 6 Prozent BIP-Wachstum

Wie die Einkaufsmanagerindizes der Eurozone liegen auch die drei Einkaufsmanagerindizes für Deutschland (Industrie, Service und Composite) jeweils komfortabel über der Schwelle von 50 Punkten und signalisieren damit weiterhin ein deutliches Wirtschaftswachstum. Der Einkaufsmanagerindex für die deutsche Industrie deutet laut den Experten der Deka derzeit sogar ein Quartalswachstum von 1,5 Prozent an, was auf das Jahr hochgerechnet ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 6 Prozent (!) bedeuten würde - vorausgesetzt natürlich, diese hohen Stimmungswerte halten auch weiterhin an.

ifo-Index bricht erneut seinen eigenen Rekord

In das gleiche Horn bläst der ifo-Index. Wie das Münchner ifo-Institut am vergangenen Montag zu seiner Umfrage unter 7000 Managern mitteilte, markierte der Geschäftsklimaindex mit 115,1 Punkten im Juni ein erneutes Allzeithoch, weil sowohl die Lage- als auch die Erwartungskomponente weiter zulegen konnten.

ifo Geschäftsklimaindex

Und gemäß dem historischen Muster zeigt auch dieser Frühindikator damit einen BIP-Zuwachs von rund 6 Prozent an.

Wirtschaftswachstum in Deutschland und ifo Geschäftsklima

Man muss aber kein Volkswirt sein, um zu erkennen, dass dies viel zu euphorisch ist. Aktuell liegen „harte“ Konjunkturdaten vor, die bislang ein Quartalswachstum von 0,6 Prozent erwarten lassen. Selbst die ifo-Forscher sehen nach aktuellen Prognosen ein Wachstum für das Gesamtjahr 2017 von „nur“ 1,8 Prozent und für 2018 von 2,0 Prozent. Es liegt damit nahe, dass die Stimmung in der Wirtschaft viel zu optimistisch ist und sich diese Euphorie auch an den Aktienmärkten niedergeschlagen hat.

DAX beendet seinen kurzfristigen Aufwärtstrend

Und damit komme ich zum bearishen Ausbruch des DAX aus seinem Aufwärtstrendkanal.

DAX - kurzfristige Chartanalyse

Wie im Chart zu sehen ist, ist der deutsche Leitindex heute mit einer Abwärtslücke aus dem Trendkanal herausgefallen (siehe roter Pfeil Nr. 1 im Chart). Doch Grund zur Panik gibt es damit nicht. Denn es besteht noch die Möglichkeit, dass der Aufwärtstrend nur ein vorübergehendes Phänomen der übergeordneten Seitwärtskonsolidierung (blauer Pfeil, gelbes Rechteck) war. Dafür spricht auch, dass der DAX nach dem Trendbruch nicht weiter gefallen ist, sondern sich stattdessen sofort daran gemacht hat, die Abwärtslücke zu schließen.

Marktnormalisierung

Dabei ist der DAX von unten exakt bis an die gebrochene Aufwärtstrendlinie zurückgelaufen (roter Pfeil Nr. 2). Selbst wenn er nun nach unten abprallt, sich der Trendbruch damit bestätigt und anschließend auch die Seitwärtsrange noch nach unten aufgelöst wird, bleibe ich bei meiner bisherigen Einschätzung, dass wir damit keine große Trendwende erleben, sondern lediglich eine längst überfällige Korrektur.

Denn fallende Aktienkurse sind einfach nötig, um die Stimmung wieder zu normalisieren. An der positiven Situation der Realwirtschaft würde sich dadurch auf absehbare Zeit nichts ändern. Der konjunkturelle Wachstumstrend ist intakt. Und dieser begründet den übergeordneten Aufwärtstrend an den Aktienmärkten. Dieser dürfte sich also spätestens nach einem Rücksetzer wieder fortsetzen.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de


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6 Prozent BIP-Wachstum? - Stimmung ist zu euphorisch

von Sven Weisenhaus

Gestern hatte ich angemerkt, dass Stimmungsindikatoren, wie die Einkaufsmanagerindizes der Eurozone, derzeit viel höher liegen als es die tatsächliche konjunkturelle Entwicklung rechtfertigen würde. Dazu ein weiteres und konkreteres Beispiel:

Frühindikatoren signalisieren 6 Prozent BIP-Wachstum

Wie die Einkaufsmanagerindizes der Eurozone liegen auch die drei Einkaufsmanagerindizes für Deutschland (Industrie, Service und Composite) jeweils komfortabel über der Schwelle von 50 Punkten und signalisieren damit weiterhin ein deutliches Wirtschaftswachstum. Der Einkaufsmanagerindex für die deutsche Industrie deutet laut den Experten der Deka derzeit sogar ein Quartalswachstum von 1,5 Prozent an, was auf das Jahr hochgerechnet ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 6 Prozent (!) bedeuten würde - vorausgesetzt natürlich, diese hohen Stimmungswerte halten auch weiterhin an.

ifo-Index bricht erneut seinen eigenen Rekord

In das gleiche Horn bläst der ifo-Index. Wie das Münchner ifo-Institut am vergangenen Montag zu seiner Umfrage unter 7000 Managern mitteilte, markierte der Geschäftsklimaindex mit 115,1 Punkten im Juni ein erneutes Allzeithoch, weil sowohl die Lage- als auch die Erwartungskomponente weiter zulegen konnten.

ifo Geschäftsklimaindex

Und gemäß dem historischen Muster zeigt auch dieser Frühindikator damit einen BIP-Zuwachs von rund 6 Prozent an.

Wirtschaftswachstum in Deutschland und ifo Geschäftsklima

Man muss aber kein Volkswirt sein, um zu erkennen, dass dies viel zu euphorisch ist. Aktuell liegen „harte“ Konjunkturdaten vor, die bislang ein Quartalswachstum von 0,6 Prozent erwarten lassen. Selbst die ifo-Forscher sehen nach aktuellen Prognosen ein Wachstum für das Gesamtjahr 2017 von „nur“ 1,8 Prozent und für 2018 von 2,0 Prozent. Es liegt damit nahe, dass die Stimmung in der Wirtschaft viel zu optimistisch ist und sich diese Euphorie auch an den Aktienmärkten niedergeschlagen hat.

DAX beendet seinen kurzfristigen Aufwärtstrend

Und damit komme ich zum bearishen Ausbruch des DAX aus seinem Aufwärtstrendkanal.

DAX - kurzfristige Chartanalyse

Wie im Chart zu sehen ist, ist der deutsche Leitindex heute mit einer Abwärtslücke aus dem Trendkanal herausgefallen (siehe roter Pfeil Nr. 1 im Chart). Doch Grund zur Panik gibt es damit nicht. Denn es besteht noch die Möglichkeit, dass der Aufwärtstrend nur ein vorübergehendes Phänomen der übergeordneten Seitwärtskonsolidierung (blauer Pfeil, gelbes Rechteck) war. Dafür spricht auch, dass der DAX nach dem Trendbruch nicht weiter gefallen ist, sondern sich stattdessen sofort daran gemacht hat, die Abwärtslücke zu schließen.

Marktnormalisierung

Dabei ist der DAX von unten exakt bis an die gebrochene Aufwärtstrendlinie zurückgelaufen (roter Pfeil Nr. 2). Selbst wenn er nun nach unten abprallt, sich der Trendbruch damit bestätigt und anschließend auch die Seitwärtsrange noch nach unten aufgelöst wird, bleibe ich bei meiner bisherigen Einschätzung, dass wir damit keine große Trendwende erleben, sondern lediglich eine längst überfällige Korrektur.

Denn fallende Aktienkurse sind einfach nötig, um die Stimmung wieder zu normalisieren. An der positiven Situation der Realwirtschaft würde sich dadurch auf absehbare Zeit nichts ändern. Der konjunkturelle Wachstumstrend ist intakt. Und dieser begründet den übergeordneten Aufwärtstrend an den Aktienmärkten. Dieser dürfte sich also spätestens nach einem Rücksetzer wieder fortsetzen.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus
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