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DAX in der Aufholjagd

Ausgabe vom 22.04.2016

Inhaltsverzeichnis

DAX in der Aufholjagd

In der vergangenen Woche hatten wir berichtet, dass die Quartale mit den stärksten Gewinnrückgängen bei den Unternehmen des S&P 500 hinter uns liegen könnten. Denn die Ertragsschwäche kam insbesondere aus dem Energie- und Rohstoffsektor, der unter den fallenden Rohstoffpreisen litt. Gestern schrieb ich, dass diese mögliche Trendwende inzwischen auch in diversen anderen Rohstoffen zu erkennen ist. Rohstoffe scheinen die Anlagestory 2016 zu werden.

Kommt die Weltkonjunktur bald wieder in Gang?

Eine solche Erholung auf dem Rohstoffmarkt kann als Indiz für eine Erholung der Weltkonjunktur interpretiert werden. Und das wiederum passt zu unseren Analysen, wonach sich zum Beispiel das US-Wirtschaftswachstum wieder beschleunigt.  

Korrekturen passen zur Schwäche der Weltwirtschaft

Blickt man nun auf die langfristige Kursentwicklung der Aktienindizes, dann haben wir in den vergangenen Monaten eine Korrektur (DAX & Co.) bzw. Konsolidierung auf hohem Niveau (US-Indizes) gesehen. Diese Kursentwicklung passt eben perfekt zur bisherigen Schwäche der Weltkonjunktur und den dadurch verursachten Abwärtstrends in den Rohstoffen.

Da diese Entwicklungen in den Aktienindizes jedoch Flaggenformationen darstellen und diese gewöhnlich trendbestätigend sind, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass die vorherigen Aufwärtstrends fortgesetzt werden. Und damit sind wir wieder bei dem oben gesagten: Wenn sich nun die Rohstoffpreise und die US-Wirtschaft weiter erholen, werden diese Flaggen nach oben aufgelöst, die Trends werden sich weiter fortsetzen.

Ein wichtiges Indiz dafür, ob dieser Ausbruch auch gelingen kann, wird sich im S&P 500 finden. Der US-Index hat lediglich noch ein Kurspotential von knapp 30 Zählern bzw. 1,46 Prozent, bis er sein Allzeithoch erreicht

S&P 500 - Chartanalyse

Wird diese Marke dynamisch nach oben aufgelöst, wäre dies das entscheidende Signal, dass die Sommerrally, die so typisch für US-Wahljahre ist, bereits gestartet ist.

Doch es ist nicht zu erwarten, dass der S&P 500 diese Marke angesichts der bereits zurückgelegten Strecke (fast 17 Prozent in nur 2,5 Monaten) und des dadurch stark überkauften Zustands im ersten Anlauf überwinden kann. Wahrscheinlicher ist es, dass er mit dieser Marke zu kämpfen hat. Schlimmstenfalls kann er sogar noch einmal in den Bereich von 1.800 Punkten fallen und damit die Seitwärtsbewegung fortsetzen.

Wir müssen also die Entwicklung in den kommenden Tagen genau beobachten, denn hier werden die zurzeit wohl wichtigsten charttechnischen Entscheidungen fallen. Und das wird natürlich auch den DAX betreffen.

DAX in der Aufholjagd

Dazu fällt in den vergangenen 14 Tagen etwas höchst Interessantes auf: Der DAX zeigt eine neue relative Stärke gegenüber den US-Indizes, die einer wahren Aufholjagd gleicht. Während die US-Indizes S&P 500 (rot) und Dow Jones (grün) lediglich um jeweils 2,5 Prozent zulegen konnten, sattelte der DAX (blau) mehr als 9 Prozent drauf.

Vergleich der Aktienindizes

(Chartquelle: Ariva)

Und damit hat der DAX einen großen Sprung in Richtung der oberen Begrenzung seiner (Korrektur-)Flagge gemacht:

DAX - Chartanalyse

Wenn nun also der S&P 500 mit seinem Allzeithoch kämpft, der DAX hingegen seine Outperformance fortsetzt, dann könnten alle Indizes gleichzeitig an wichtigen Widerständen notieren. Ein Bild, dass wir hier in der Börse-Intern immer wieder beschrieben haben.

Fazit

Langfristig bleiben wir für die Aktienmärkte im Jahr 2016 bullisch. Kurzfristig hat aber nur der DAX noch Potential, während die US-Indizes sich bereits an wichtigen Widerständen befinden. Wenn es den US-Indizes nicht gelingen sollte, diese Widerstände zu überwinden, kann es auch noch ungemütlich werden. Vor allem, wenn sich abzeichnen sollte, dass es vielleicht doch bei der kommenden Zinssitzung der Fed zu einer Zinserhöhung kommen könnte. 

Und somit noch einmal der Rat: Seien Sie zurzeit sehr vorsichtig und sichern Sie Ihre kurz bis mittelfristigen Positionen zumindest teilweise eng ab. Entspannter können Sie dann werden, wenn der S&P500 sein Allzeithoch dynamisch und unter hohem Umsatz nachhaltig nach oben auflöst.


Viele Grüße

Ihr

Sven Weisenhaus


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3D-Druckern gehört die Zukunft

Sie haben mittlerweile sicherlich schon einmal vom 3D-Druck gehört. Glaubt man den Verheißungen mancher Experten, dann kann bald jeder zuhause jedes Produkt auf seinem heimischen 3D-Drucker selbst „ausdrucken“. Das klingt zunächst wie die nächste große Killer-Applikation nach PC, Internet und Handy. Und tatsächlich, inzwischen gibt es sogar in gut sortierten Elektronikversandhäusern erste sogenannte 3D-Drucker für den Hausgebrauch – die aber im Vergleich zu den Versprechungen noch eher archaisch anmuten.

Ein zu früher Hype

Vor ein paar Jahren war dieses Thema aber eben aufgrund dieses vermeintlichen Potenzials an den Börse ein Mega-Hype. Nahezu jede Aktie, die etwas mit 3D-Druck zu tun hatte, haussierte. Allerdings sind die damaligen Überflieger längst wieder ins Bodenlose gestürzt. Es ist wie so oft bei diesen Hypes: Schlussendlich haben viele Anleger, die sich von den Versprechungen haben blenden lassen, wieder einmal viel Geld mit einem vermeintlichen Megatrend verloren.

Der eigentliche Trend startet erst jetzt

Aber das Thema 3D-Druck ist deswegen noch lange nicht passé! Im Gegenteil. Der eigentliche Trend startet erst jetzt so richtig durch. Denn natürlich geht es nicht darum, dass jeder zuhause alles selbst produziert. Die eigentliche Revolution, die durch den 3D-Druck ausgelöst wird, findet in der Industrie statt.

Aber dabei spielen ganz andere Faktoren eine Rolle. Und diese kommen erst jetzt, nachdem die 3D-Drucke eine gewisse Reife erreicht haben, so richtig zur Entfaltung. Daher können sich die wenigen Firmen weltweit, die diese Faktoren beherrschen, zurzeit vor Aufträgen kaum retten.

Eine Aktienperle

Torsten Ewert, Chefredakteur der Aktien-Perlen, hat eine dieser Firmen, welche die für die Industrie notwendige Technik liefert,  ausfindig gemacht – ein kleines deutsches Unternehmen, das seit drei Jahren einen Umsatzanstieg von 55 % pro Jahr (!) verzeichnet und allein 2015 65 % mehr Aufträge als im Vorjahr erhielt. Und im Gegensatz zu den vor einigen Jahren gehypten Aktien startet die Aktie dieses Unternehmens nun auch an der Börse durch – aber bisher noch abseits vom Mainstream. Diese Aktie ist wahrscheinlich die Aktien-Perle 2016.

In dieser Woche hat Torsten Ewert den Lesern seines Börsenbriefs “Aktien-Perlen“ diese bisher unentdeckte Perle zum Ersteinstieg empfohlen. Noch ist es auch für Sie nicht zu spät, dabei zu sein.

Sichern Sie sich jetzt Ihr 30tägiges kostenloses Probeabo. Torsten Ewerts neuesten Geheimtipp finden Sie dann (Ausgabe vom 20.04.2016) im Online-Archiv der Aktien-Perlen! Dazu hier klicken!


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