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Fundamental: OK, charttechnisch: oh weh!

Ausgabe vom 03.02.2023

Fundamental: OK, charttechnisch: oh weh!

von Sven Weisenhaus


Zunächst ein wichtiger Hinweis:
Der Newsletter „Börse-Intern“ geht in eine zweiwöchige Pause. Die nächste Ausgabe erhalten Sie am 20. Februar. 
Die anderen Dienste von Stockstreet laufen derweil wie gewohnt weiter. Und ich lege Ihnen ans Herz, sich diese einmal anzuschauen, damit Sie auch in den kommenden beiden Wochen bestens informiert bleiben. Schließlich befinden sich die Aktienmärkte aktuell in einer Übertreibung. Und daher dürfte die Volatilität erhöht bleiben. Große Kursbewegungen sind in beide Richtungen möglich!
Mit dem „Target-Trend-Spezial“ erhalten Sie zum Beispiel börsentäglich eine charttechnische Analyse zum DAX und jeweils einem weiteren Basiswert. Und wir zeigen Ihnen dabei die Kursmarken, auf die es ankommt.


Nun zum aktuellen Börsengeschehen: Kurzzeitig bekam man heute den Eindruck, die US-Arbeitsmarktdaten hätten geschafft, was den Notenbanken nicht gelungen ist. Denn ein höherer Aufbau neuer Stellen sowie eine überraschend gesunkene Arbeitslosenquote signalisierten den Anlegern, dass die Wirtschaft der USA weitere Zinsanhebungen verkraften kann und Zinssenkungen bereits im laufenden Jahr daher (aus heutiger Sicht) wenig wahrscheinlich sind.

US-Arbeitsmarktbericht weit besser als erwartet

Konkret wurden rund 517.000 neue Stellen (außerhalb der Landwirtschaft) geschaffen. Das war weit mehr als die durchschnittlich erwarteten 185.000 und der höchste Wert seit Juli vergangenen Jahres. Zudem wurden die Zahlen von Dezember und November um insgesamt 71.000 nach oben revidiert.

deutlich mehr neu geschaffene Stellen in den USA im Januar als erwartet - höchstes Niveau seit Juli 2022

Die Arbeitslosenquote sank zudem auf 3,4 %, von 3,5 % im Vormonat. Erwartet worden war dagegen ein Anstieg auf 3,6 %. Doch stattdessen gab es den dritten Rückgang in Folge.

US-Arbeitslosenquote völlig überraschend im Januar gesunken - dritter Rückgang in Folge

Darauf haben die Börsen entsprechend reagiert: Am Devisenmarkt gewann der Dollar an Stärke, am Anleihemarkt zogen die Renditen deutlich an und die Aktienmärkte setzten zurück, wobei sich die Verluste in engen Grenzen hielten.

Genau diese Effekte hätte es aus meiner Sicht eigentlich schon mit dem Zinsentscheid der US-Notenbank geben müssen. Aber wie ich gestern bereits schrieb, haben die Märkte den Notenbanken offenbar einfach (weiterhin) keinen Glauben geschenkt. Den Arbeitsmarktdaten schienen die Anleger dagegen zunächst mehr zu vertrauen. Ob das sinnvoll ist, darüber lässt sich sicherlich streiten.

Doch allzu lange hielt er Effekt am Aktienmarkt sowieso nicht. Mit Beginn des offiziellen US-Handels ab 15:30 Uhr wurden sämtliche Kursverluste aufgeholt. Möglicherweise haben sich die Anleger schnell darauf konzentriert, dass die Stundenlöhne im Monatsvergleich nur noch um 0,3 % gestiegen sind, nach +0,4 % im Vormonat. Denn damit wurden die Erwartungen (+0,3 %) erfüllt und die Sorgen vor einer Lohn-Preis-Spirale gedämpft. Und so setzten die Aktienmärkte wieder ihre Rally fort.

Starke Wirtschaftsdaten scheinen aktuell en vogue

Dabei ging um 16 Uhr fast vollkommen unter, dass der ISM-Einkaufsmanagerindex für das nicht-produzierende Gewerbe der USA im Januar auf 55,2 Punkte nach oben schnellte, von 49,2 Zählern im Dezember. Er notiert damit nun wieder deutlich oberhalb der Schwelle von 50 Zählern, ab der Wachstum signalisiert wird.

Auch das war im Hinblick auf die Geldpolitik eigentlich keine gute Nachricht. Aber wie ich gestern bereits wiederholte, scheinen starke Wirtschaftsdaten inzwischen besser zur Stimmung der Anleger zu passen.

Die Stimmung an den Börsen wechselt ständig

Ich bin nur gespannt, wie lange das so bleibt. Denn die Stimmung an der Börse wechselt ständig, und das sehr häufig und zum Teil sehr plötzlich. Ich bin daher eigentlich recht froh, dass ich in den kommenden beiden Wochen etwas Abstand gewinnen und das Geschehen von der Seitenlinie aus beobachten kann. Denn die Depots meiner Börsenbriefe „Börse-Intern Premium“ und „Target-Trend-CFD“ habe ich weitestgehend geleert.

Von mir aus können die Kurse daher machen was sie wollen. Die kurzfristig massive Übertreibung bei Technologiewerten werde ich jedenfalls nicht mitmachen. Ich gehe erst wieder neue Positionen ein, wenn sich die Märkte beruhigt und sich sehr wahrscheinlich wieder einige Anleger und Börsenneulinge die Finger kräftig verbrannt haben.

Mal sehen, wo die Kurse in zwei Wochen stehen. Vielleicht habe ich bis dahin auch den einen oder anderen Gewinn mit kleinen Short-Positionen realisiert. Und wenn das so ist, dann haben wir es vielleicht auch wieder mit Kaufkursen für neue Long-Positionen zu tun. Ein Rücksetzer würde den Börsen jedenfalls gut tun. Seien Sie daher vorsichtig!

Wohin kann die Übertreibung den DAX noch führen?

Zumal der DAX an einer markanten Hürde steht. Denn er hat nach einem Anstieg von mehr als 11 % seit Jahresbeginn (!) bzw. mehr als 30 % (!) seit dem Korrekturtief von Ende September inzwischen bei 15.430 Punkten eine Rechteckgrenze erreicht. Knapp darüber stieß er mit dem gestrigen Tageshoch bei 15.501,84 Zählern auf einen zusätzlichen horizontalen Widerstand (dicke rote Linie).

DAX steigt um 11,4 % seit Jahresbeginn und mehr als 30 % seit dem Korrekturtief

Wenn der DAX diese Marken auch noch überwinden kann, ist die Mittellinie bei 15.785 Punkten und damit das obere Ende der alten Seitwärtsrange (gelb) erreichbar. Und wenn auch diese nach oben gebrochen wird, winkt schon das Rekordhoch von 16.290,19 Zählern. Aber der DAX-Chart zeigt sehr deutlich, dass wir uns längst in einer Übertreibung befinden. Und jedes Pünktchen Kursgewinn mehr verschärft die Situation. Ein ähnliches Bild lieferte gestern schon der Chart des Nasdaq 100.

Fundamental: OK, charttechnisch: oh weh!

Übrigens: Aus fundamentaler Sicht gehen die Kursgewinne und auch das aktuelle Kursniveau beim DAX vollkommen in Ordnung. Der deutsche Index war und ist genauso günstig bewertet wie der europäische Markt (siehe „Der Bewertungsunterschied macht sich bemerkbar“). Nur die Geschwindigkeit des Kursanstiegs schreit aus charttechnischer Sicht nach einem relativ großen und starken Rücksetzer. Und bei den US-Indizes halte ich weder das Tempo noch das Ausmaß der Kurserholungen für gerechtfertigt, vor allem nicht beim Nasdaq 100 und auch nicht beim Dow Jones.

Dow Jones im symmetrischen Dreieck

Apropos Dow Jones: Ob es bei diesem US-Aktienindex angesichts der aktuellen Marktstärke und Marktstimmung noch zu der von mir erwarteten abc-Korrektur kommt (rot skizziert im folgenden Chart), darf bezweifelt werden. Stattdessen konsolidiert der Index in eine Dreiecksformation hinein (dicke rote und grüne Linie).

Dow Jones konsolidiert seitwärts in einem symmetrischen Dreieck

Auch diese ist geeignet, einen überkauften Zustand abzubauen, der durch einen vorherigen starken Kursanstieg (mehr als 21 % binnen 46 Handelstagen!) erreicht wurde. Und sie gilt als trendbestätigend. Wenn die Kurse also idealtypisch nach oben aus der Formation ausbrechen, kann sich ein zweiter starker Aufwärtsimpuls anschließend, durchaus sogar im Ausmaß des ersten (grünes Rechteck).

Es kann aber auch sein, dass der Dow Jones zuvor noch einmal die untere Linie der Formation ansteuert (dick grün). In diesem Fall sind Kurse von rund 33.300 Punkten drin. Das wäre ein moderater Rücksetzer um 2,3 %. Das ist in nur einem Tag machbar. Wenn es aber zu einem solchen dynamischen Rücksetzer kommt, ist auch ein Ausbruch nach unten denkbar.

Derzeit halte ich beide Varianten für in etwa gleich wahrscheinlich. Daher sollte man einfach abwarten, für welche (Ausbruchs-)Richtung sich der Dow Jones entscheidet. Das ist noch ein Grund, sich das Spiel vorerst von der Seitenlinie anzuschauen.


Ich wünsche Ihnen jedenfalls viel Erfolg an der Börse 
Ihr 
Sven Weisenhaus 
www.stockstreet.de

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