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Höhere Inflation verhilft dem EUR/USD zum schnellen Comeback

Ausgabe vom 02.02.2022

Höhere Inflation verhilft dem EUR/USD zum schnellen Comeback

von Sven Weisenhaus

Gestern hatte ich bereits berichtet, dass die vorläufige deutsche Teuerungsrate, die auch einen großen Anteil an der Inflation der Eurozone hat, weniger stark gesunken ist als erwartet. Und mit der heutigen Veröffentlichung der Inflationsdaten zur Eurozone gab es einen Paukenschlag. Zwar hatten die nationalen Datenveröffentlichungen darauf hingedeutet, dass die Teuerung der Eurozone wohl höher als zunächst erwartet ausfallen würde, dennoch überraschte sie deutlich auf der Oberseite. Denn die jährliche Inflationsrate des Euroraums ist nicht, wie durchschnittlich erwartet, im Januar auf +4,4 % zurückgegangen, sondern sogar auf +5,1 % gestiegen (!), von +5,0 % im Dezember.

Inflation in der Eurozone (jährlich)

Zwar ging immerhin die Kernrate, der Notenbanken eine größere Aufmerksamkeit schenken, von +2,6 % auf 2,3 % zurück, doch wurde hier ein Wert von nur +1,9 % erwartet. Und so wird sich die Europäische Zentralbank (EZB) morgen einige kritische Fragen gefallen lassen müssen. Dabei wird es spannend zu beobachten, wie die Währungshüter reagieren. Abgesehen von verbalen Maßnahmen erwarte ich eine Reaktion allerdings erst auf der März-Sitzung, da dann auch aktuelle Prognosen der EZB-Volkswirte vorliegen.

Markt erwartet eine Zinsanhebung in diesem Jahr

Wahrscheinlich wird die EZB-Präsidentin daher morgen auf der Pressekonferenz erneut betonen, dass Zinserhöhungen in diesem Jahr „sehr unwahrscheinlich“ sind, man aber auf besagte Projektionen schauen wird. Die Marktteilnehmer erwarten jedenfalls inzwischen bereits mehrheitlich eine Zinserhöhung zum Ende dieses Jahres und sie werden sich durch die aktuellen Inflationsdaten bestätigt sehen.

EUR/USD erobert wichtige Marken zurück

Der EUR/USD legte dementsprechend auch weiter zu. Und er hat damit jüngst sehr dynamisch wichtige Marken zurückerobert (siehe dicke grüne Linien im folgenden Chart). So war er zum Beispiel auf ein neues Korrekturtief gefallen, konnte das vorherige vom 25.11.2021 bei 1,11835 USD aber sehr schnell zurückerobern. Und auch die letzten Tiefs, mit denen bei 1,13 USD noch die Aufwärtstrendlinie des aufsteigenden Dreiecks knapp verteidigt werden konnte, wurden mit dem heutigen Kursanstieg zurückerobert. Diverse bearishe Signale sind damit neutralisiert.

EUR/USD - Chartanalyse

Erinnern Sie sich noch an die EUR/USD-Analyse vom Donnerstag vergangener Woche? In dieser hatte ich auf das neue Korrekturtief und die damit verbundene Gefahr weiterer Kursverluste hingewiesen. Allerdings schrieb ich, dass ich nicht so pessimistisch bin und ich mir mit Blick auf ein saisonales Muster in Zwischenwahljahren eine frühe Kurserholung vorstellen könnte.

Jetzt, weniger als eine Woche später, kann man bereits optimistisch sein, dass mit dem neuen Korrekturtief und dem schnellen und dynamischen Comeback der Gemeinschaftswährung ein 5-gliedriger Abwärtszyklus abgeschlossen wurde und es zu einer anhaltenden Kurserholung kommt.

Neue Inflationssorgen auch in den USA

Das ist übrigens etwas überraschend, denn auch in den USA haben jüngst die Inflationssorgen erneut zugenommen. Gestern wurde der ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe veröffentlicht. Und dabei ist gar nicht so interessant, dass er von 58,8 Punkten im Dezember auf 57,6 im Januar gefallen ist, denn damit wurden die durchschnittlichen Erwartungen getroffen.

ISM Einkaufsmanagerindex verarbeitendes Gewerbe USA

Wichtiger war die Information, dass vielfach weiterhin über Engpässe sowohl in der Beschaffung als auch beim Arbeitsangebot geklagt wird. Und das deutet auf weiter steigende Preise und Löhne hin. Der Teilindex für die Preise stieg sogar um 7,9 auf 76,1 Punkte.

Teilindizes des ISM-Index
(Quelle: ISM Institute for Supply Management)

Damit blieb er zwar unter den Hochs des vergangenen Jahres, aber ein abnehmender Preisdruck im laufenden Jahr ist damit vorerst vom Tisch.

ISM Einkaufsmanagerindex verarbeitendes Gewerbe USA - Preise

Eigentlich spricht dies gegen eine schnelle Erholung des Euro gegenüber dem Dollar. Doch es scheint inzwischen so, dass der Markt kaum ein noch schnelleres Tempo der US-Notenbank einpreisen kann. Denn eine Leitzinsanhebung im März um 50 Basispunkte wurde bereits diskutiert, ebenso wie eine Zinsanhebung auf jeder Notenbanksitzung in diesem Jahr. Und auch mit der Vorlage eines Plans zur Reduzierung der Notenbankbilanz wird gerechnet.

Womit hingegen bislang noch nicht gerechnet wurde, ist ein Kurswechsel der EZB hin zu einem schnelleren Ausstieg aus den Anleihekäufen und einer früheren Leitzinsanhebung. Und dieser wird mit der Kurserholung des EUR/USD nun eingepreist.

Dabei macht die Euro-Erholung auch vor dem Hintergrund Sinn, dass sich das Tempo des Wirtschaftswachstums in den USA langsam normalisiert und die US-Wirtschaft nicht mehr so viel schneller wächst als die Euro-Wirtschaft. Auch damit geht dem Dollar ein Vorteil verloren.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg an der Börse
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de


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