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EZB beschließt Ende der Anleihenkäufe

Ausgabe vom 13.12.2018

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Leitzinsen auf ihrer aktuellen Sitzung wie erwartet unverändert belassen. Ebenfalls wie erwartet wurde nun offiziell beschlossen, ab 2019 keine zusätzlichen Anleihen mehr zu kaufen. Auf den vorangegangenen Sitzungen wurde dies bislang nur in Aussicht gestellt für den Fall, dass sich die Konjunkturdaten entsprechend entwickeln. Auslaufende Anleihen werden allerdings noch über den Jahreswechsel hinaus reinvestiert, und zwar mindestens bis nach der ersten Leitzinsanhebung.

EZB-Chef Draghi: Außenwirtschaft schwächer, Binnenwirtschaft stark

Da dies von den Märkten im Wesentlichen so erwartet worden war, kam es vielmehr darauf an, wie die EZB die zuletzt schwächeren Wirtschaftsdaten bewertet. Und hier zeigte sich EZB-Chef Mario Draghi recht gelassen. Er begründete das moderatere Wachstum mit einer geringeren Nachfrage im Bereich des Außenhandels. Der Binnenmarkt sei dagegen weiterhin stark gewesen, so Draghi.

Aufgrund anhaltender Unsicherheiten seien die Risiken leicht gestiegen. Die Projektionen zum Wirtschaftswachstum 2018 und 2019 wurden aber nur leicht nach unten revidiert (siehe auch folgende Tabelle). Für 2018 erwartet die EZB für den Euroraum nun ein Plus beim BIP von 1,9% (bisher: 2,0%). Für 2019 und 2020 liegt die Prognose nun bei jeweils +1,7% (bisher: 1,8% bzw. 1,7%).

EZB-Projektionen
(Quelle: EZB)

Die Gesamtinflation werde wegen der rückläufigen Ölpreise im kommenden Jahr zwar zunächst nachgeben, aber auf mittlere Sicht anziehen (siehe auch folgende Grafik). Der Inflationsausblick für 2018 wurde leicht nach oben und für 2019 leicht nach unten korrigiert. Die Projektionen lauten für 2018 nun auf +1,8% (zuvor +1,7%), für 2019 auf +1,6% (zuvor 1,7%) und für 2020 unverändert auf +1,7%.

EZB-Inflationserwartung
(Quelle: EZB)

Erwartungen erfüllt

Die Änderungen der Projektionen sind nur marginal und die geldpolitischen Beschlüsse wurden von den Marktteilnehmern so erwartet. Daher blieben die Kursreaktionen sehr gering. Auch an unseren Markteinschätzungen hat sich damit nichts geändert. Wir sehen uns vielmehr in den jüngsten Analysen bestätigt.

Erst gestern war hier an dieser Stelle zu lesen, dass die EZB ihren bisherigen Pfad kaum verlassen wird. Und mit der aktuellen Forward-Guidance ist vor dem späten Sommer 2019 erst einmal nicht mehr mit einer weiteren Veränderung der Geldpolitik seitens der EZB zu rechnen. Das gibt den Märkten eine gewisse Sicherheit in einem durch Unsicherheiten geprägten Umfeld.

DAX kämpft um eine stärkere Gegenbewegung

Damit noch kurz zum DAX (siehe folgender Chart). Der zeigt sich zwar heute wenig bewegt, bemüht sich aber seit dem Erreichen der rot gestrichelten Abwärtstrendlinie (grüner Pfeil) um eine Gegenbewegung. Diese führte den Kurs bislang nur an die psychologisch wichtige, weil runde 11.000er Marke zurück. Hier stößt er aber auf eine Verbindungslinie zweier vorangegangener Tiefs (roter Pfeil), so dass diese Marke bisher nicht erreicht wurde.

DAX - Target-Trend-Analyse

Sollte die Widerstandslinie gebrochen werden, ist nach der Target-Trend-Methode die Rechteckgrenze bei 11.170 Punkten das Kursziel der Bullen. Wird aber die Mittellinie bei 10.815 Punkten wieder unterschritten, wäre ein Rückfall bis an die Rechteckgrenze bei 10.460 Punkten zu erwarten. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass der DAX eine Weile im Bereich der Mittelinie konsolidiert.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de


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EZB beschließt Ende der Anleihenkäufe

von Sven Weisenhaus

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Leitzinsen auf ihrer aktuellen Sitzung wie erwartet unverändert belassen. Ebenfalls wie erwartet wurde nun offiziell beschlossen, ab 2019 keine zusätzlichen Anleihen mehr zu kaufen. Auf den vorangegangenen Sitzungen wurde dies bislang nur in Aussicht gestellt für den Fall, dass sich die Konjunkturdaten entsprechend entwickeln. Auslaufende Anleihen werden allerdings noch über den Jahreswechsel hinaus reinvestiert, und zwar mindestens bis nach der ersten Leitzinsanhebung.

EZB-Chef Draghi: Außenwirtschaft schwächer, Binnenwirtschaft stark

Da dies von den Märkten im Wesentlichen so erwartet worden war, kam es vielmehr darauf an, wie die EZB die zuletzt schwächeren Wirtschaftsdaten bewertet. Und hier zeigte sich EZB-Chef Mario Draghi recht gelassen. Er begründete das moderatere Wachstum mit einer geringeren Nachfrage im Bereich des Außenhandels. Der Binnenmarkt sei dagegen weiterhin stark gewesen, so Draghi.

Aufgrund anhaltender Unsicherheiten seien die Risiken leicht gestiegen. Die Projektionen zum Wirtschaftswachstum 2018 und 2019 wurden aber nur leicht nach unten revidiert (siehe auch folgende Tabelle). Für 2018 erwartet die EZB für den Euroraum nun ein Plus beim BIP von 1,9% (bisher: 2,0%). Für 2019 und 2020 liegt die Prognose nun bei jeweils +1,7% (bisher: 1,8% bzw. 1,7%).

EZB-Projektionen
(Quelle: EZB)

Die Gesamtinflation werde wegen der rückläufigen Ölpreise im kommenden Jahr zwar zunächst nachgeben, aber auf mittlere Sicht anziehen (siehe auch folgende Grafik). Der Inflationsausblick für 2018 wurde leicht nach oben und für 2019 leicht nach unten korrigiert. Die Projektionen lauten für 2018 nun auf +1,8% (zuvor +1,7%), für 2019 auf +1,6% (zuvor 1,7%) und für 2020 unverändert auf +1,7%.

EZB-Inflationserwartung
(Quelle: EZB)

Erwartungen erfüllt

Die Änderungen der Projektionen sind nur marginal und die geldpolitischen Beschlüsse wurden von den Marktteilnehmern so erwartet. Daher blieben die Kursreaktionen sehr gering. Auch an unseren Markteinschätzungen hat sich damit nichts geändert. Wir sehen uns vielmehr in den jüngsten Analysen bestätigt.

Erst gestern war hier an dieser Stelle zu lesen, dass die EZB ihren bisherigen Pfad kaum verlassen wird. Und mit der aktuellen Forward-Guidance ist vor dem späten Sommer 2019 erst einmal nicht mehr mit einer weiteren Veränderung der Geldpolitik seitens der EZB zu rechnen. Das gibt den Märkten eine gewisse Sicherheit in einem durch Unsicherheiten geprägten Umfeld.

DAX kämpft um eine stärkere Gegenbewegung

Damit noch kurz zum DAX (siehe folgender Chart). Der zeigt sich zwar heute wenig bewegt, bemüht sich aber seit dem Erreichen der rot gestrichelten Abwärtstrendlinie (grüner Pfeil) um eine Gegenbewegung. Diese führte den Kurs bislang nur an die psychologisch wichtige, weil runde 11.000er Marke zurück. Hier stößt er aber auf eine Verbindungslinie zweier vorangegangener Tiefs (roter Pfeil), so dass diese Marke bisher nicht erreicht wurde.

DAX - Target-Trend-Analyse

Sollte die Widerstandslinie gebrochen werden, ist nach der Target-Trend-Methode die Rechteckgrenze bei 11.170 Punkten das Kursziel der Bullen. Wird aber die Mittellinie bei 10.815 Punkten wieder unterschritten, wäre ein Rückfall bis an die Rechteckgrenze bei 10.460 Punkten zu erwarten. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass der DAX eine Weile im Bereich der Mittelinie konsolidiert.


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Ihr
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