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Das Ende der Trends

Ausgabe vom 08.01.2018

Das Ende der Trends

von Torsten Ewert

ein neues Jahr hat begonnen – für das ich Ihnen und Ihren Lieben alles erdenklich Gute, vor allem aber Gesundheit wünsche! Natürlich drücke ich Ihnen auch die Daumen, dass Ihre Börsenaktivitäten in diesem Jahr viel Erfolg haben. Und da sind wir auch schon beim Thema: Denn spätestens zum Jahreswechsel machen wir Börsianer uns Gedanken, was wohl das neue Börsenjahr bringen mag.

Warum wir mal wieder der Spielverderber sind

Für die Aktienmärkte begann das neue Jahr überaus freundlich (mehr zur aktuellen Chartsituation in der morgigen Börse-Intern). Auch die Stimmung der Anleger ist entsprechend positiv (ohne schon euphorisch zu sein), wie jüngste Sentimentumfragen zeigen. Damit sollten die Aktienmärkte vorerst noch gut unterstützt sein und in der traditionell positiven Börsenphase bis zum Frühjahr weiter zulegen können.

Aber Sie kennen uns: Wir schauen stets über den Tellerrand hinaus und sind dabei notgedrungen auch häufig der Spielverderber. Und 2018 könnte trotz der genannten guten Vorgaben das Jahr werden, in dem das Ende wichtiger Trends eingeläutet wird.

Das betrifft natürlich auch die Trends an den Aktienmärkten, aber darauf will ich heute nicht weiter eingehen. Die grundlegenden Belastungen für Aktien sind bekannt und wir haben sie hier schon mehrfach dargelegt (siehe z.B. Börse-Intern vom 18.12.2017). Außerdem hängen die Aktienmärkte auch von anderen Trends ab. Und diese könnten in den kommenden Monaten ebenfalls zu Ende gehen – oder zumindest ihr baldiges Ende andeuten.

Ein rekordverdächtiger Konjunkturaufschwung

Da ist zum einen natürlich die Konjunkturentwicklung. Scheinbar ist hier alles noch in bester Ordnung: Die Wirtschaft – vor allem in den USA – brummt (siehe Börse-Intern vom 07.12.2017) und wie damals von Sven Weisenhaus erwartet, sprangen im Dezember die Einkaufsmanagerindizes kräftig nach oben – nachdem die Steuerreform der US-Regierung beschlossen wurde.

Auch andere einschlägige Umfragen kommen zu ähnlichen Ergebnissen. Die konjunkturelle Lage wird vor allem in Deutschland und den USA vielfach so gut eingeschätzt wie seit Jahrzehnten nicht mehr und auch die Erwartungen liegen zum Teil immer noch in den Bereichen der Hochs, die seit der Finanzkrise erreicht wurden. Und selbst für „Nachzügler-Regionen“ wie Osteuropa und Lateinamerika haben sich die Aussichten zuletzt spürbar verbessert. Was also sollte den derzeit wolkenlosen Konjunkturhimmel trüben?

Ähnlich wie der Bullenmarkt bei Aktien (der inzwischen längste im Dow Jones) ist auch der laufende Konjunkturaufschwung in den USA sehr reif. Er läuft seit nunmehr 104 Monaten und wird damit im Frühjahr den bisher zweitlängsten Zyklus (1961 bis 1969) ablösen. Dann ist nur noch der Internet-Boom von 1991 bis 2001 länger als der laufende Zyklus. Und selbst dieser würde Mitte 2019 auf den zweiten Platz rutschen – sofern es vorher nicht zu einer Rezession kommt.

Eingelullte Anleger werden leicht hektisch

Damit dürften Anleger und Ökonomen spätestens in der zweiten Jahreshälfte 2018 noch argwöhnischer nach Anzeichen Ausschau halten, die auf ein Ende dieses Konjunkturtrends hindeuten. Es ist dabei wohl ziemlich egal, ob diese Anzeichen tatsächlich aussagekräftig sind. Aber allein die Zweifel und Unsicherheit, die dadurch ausgelöst werden, könnten zu einigen Turbulenzen an den Aktienmärkten führen.

Stärkere Kursausschläge haben unter Umständen schon alleine das Potenzial, die Anleger nachhaltig zu verängstigen. Immerhin gab es im Dow Jones seit Juli 2016 – also fast eineinhalb Jahre! – keine Kursrückschläge mehr, die auch nur die 5%-Marke erreichten. Das ist die mit Abstand längste derartige Periode in der Geschichte des Dow Jones. Bislang endeten vergleichbar ruhige Perioden nach gut einem Jahr. Und meist schloss sich daran eine mehr oder weniger ausgeprägte Konsolidierung an. Denn Anleger, die zu lange eingelullt waren, reagieren oft besonders hektisch.

Ist das der Trade des Jahrhunderts?

Ein weiterer Trend, dessen Ende 2018 eingeläutet werden könnte, ist die Bitcoin-Blase. Ein Grund dafür könnten neue Finanzprodukte auf diese Kryptowährung sein. So wurden unlängst in den USA Futures auf Bitcoin eingeführt. Damit ist es nun relativ einfach möglich, Bitcoin zu shorten (also auf fallende Kurse zu wetten).

Aber ist das ein Grund für ein baldiges Ende des Trends und damit der „Trade des Jahrhunderts“, wie zum Teil suggeriert wird? Wohl kaum. Eher das Gegenteil könnte richtig sein: Es ist recht wahrscheinlich, dass diejenigen, die nun mit Futures oder anderen Vehikeln auf einen Kursrutsch von Bitcoin setzen, unangenehm überrascht werden – und zwar durch weiter steigende Kurse. Bitcoin-Futures könnten also der Grund dafür sein, dass die Kurse noch weiter übertreiben!

Was Bitcoin mit den Aktienmärkten zu tun hat

Und erst wenn richtig viel „heißes“ Geld (auch von institutionellen Investoren) in dieser Blase steckt, tut ein Crash extrem weh. Denn diese Institutionellen werden, um ihre Haut bei Bitcoin zu retten, andere Anlageklassen verkaufen. Schließlich bedeutet Futurehandel stets kreditfinanzierter Handel und Verluste darin übersteigen regelmäßig die Einlagen, müssen dann also durch Nachschuss neuer Gelder ausgeglichen werden. Und dieser Nachschusspflicht können risikoreich agierende Großinvestoren nur dadurch nachkommen, dass sie ihre Anlagen anderswo liquidieren – z.B. bei Aktien.

Schlimmstenfalls ist also eine Kettenreaktion wie zur Finanzkrise möglich, als die Probleme am Immobilien- und Hypothekenmarkt in den USA auf die Aktienmärkte und letztlich sogar auf die „Realwirtschaft“ übergriffen. Aber bislang sind die Summen, die bei Bitcoin im Feuer stehen, nur ein Bruchteil dessen, was die Finanzkrise auslöste. Die Wechselwirkungen könnten dennoch ausreichen, um den Anlegern einen gehörigen Schrecken einzuflößen – und den einen oder anderen Trend zu beenden.

Auf dieses Problem schaut derzeit niemand!

Wenn es zu solchen oder anderen Rückwirkungen auf die Aktienmärkte kommt und diese Größenordnungen typischer kräftiger Korrekturen von -20 % oder mehr erreichen, dann könnte ein weiterer Trend enden: der Boom der ETFs. Und damit käme es wieder einmal genau dort zu Problemen, wo zurzeit niemand hinschaut.

ETFs werden inzwischen fast überall als Allheilmittel für Langfristanleger und Sparer gepriesen. Tatsächlich sind sie eine kostengünstige und einfache Möglichkeit, um an den Aktienmärkten langfristig erfolgreich und stressfrei zu agieren. Bei Stockstreet haben wir z.B. schon 2008 auf ETFs gesetzt, damit unsere Leser von der damals bevorstehenden Einführung der Abgeltungssteuer profitieren konnten und das gelang perfekt! Auch unsere anderen Dienste nutzen ETFs seit Jahren erfolgreich zum Wohle ihrer Leser.

Aber wie immer kommt es zu Auswüchsen, wenn ein Produkt (zu) erfolgreich wird. Da werden inzwischen alle möglichen exotischen ETFs aufgelegt, die entweder zu kleine Marktsegmente adressieren oder den eigentlichen Vorteil des einfachen Index-Investments durch irgendwelche „Strategien“ zunichtemachen. Auch diverse sogenannte Fintech-Unternehmen sammeln mittlerweile Anlegergelder in Millionenhöhe ein und versprechen, mit ETF-basierten Strategien ein Vermögen aufzubauen.

Das Grundproblem von ETFs und was Sie deshalb niemals tun sollten

Nicht, dass dies nicht möglich wäre oder dass (Standard-)ETFs dafür ungeeignet wären. Aber wie zu Zeiten des Internet-Booms strömen immer mehr „unbedarfte“ Anleger zu diesen Anbietern, die meist keine Erfahrung an den Börsen haben. Und daher wird der nächste Crash oder vielleicht schon die nächste stärkere Korrektur ein Beben am ETF-Markt auslösen. Einen möglichen Vorgeschmack darauf gab es Ende August 2015, als die letzte große Korrektur an den Aktienmärkten begann.

Die damaligen Probleme sind eher technischer Natur und in der grundsätzlichen Konstruktion von ETFs zu suchen. Sie dürften zwar bis heute weiterhin existieren, aber für Langfristanleger sind sie eher bedeutungslos. Sie sind nämlich vor allem ein Intraday-Phänomen. Aber Anleger, die das nicht berücksichtigen, könnten im Zweifelsfall völlig falsch agieren und in Panik geraten. (Um das zu vermeiden, sollten Sie als Langfristanleger NIEMALS eine Stopp-Order für einen ETF platzieren!)

Wenn es bei ETF-Investoren in größerem Umfang zur Panik kommt, könnten wir zum einen eine ähnliche „Anlegerflucht“ wie nach dem Platzen der Internet-Blase erleben. Zum anderen hat der ETF-Markt, der insbesondere in den USA einen bedeutenden Umfang hat (hier stecken vor allem Gelder der klassischen Altersvorsorge in ETFs) natürlich auch das Potenzial, den Aktienmarkt in Mitleidenschaft zu ziehen.

Mit Stockstreet sind Sie für 2018 wieder bestens gerüstet

Wie eingangs gesagt: Zu solchen und anderen Verwerfungen muss es 2018 noch nicht kommen. Aus aktueller Sicht hat das neue Jahr noch alle Voraussetzungen, ebenfalls ein erfreuliches Börsenjahr zu werden. Aber wenn es in diesem Jahr nicht zu einer euphorischen Übertreibung kommt (in der ohnehin alle Bedenken weggewischt werden), dann werden sich die ersten großen Anleger Gedanken über solche Szenarien machen und womöglich bereits entsprechend reagieren.

Die nächste Konsolidierung kann diesmal also bereits eine Top-Formation werden – so wie es 2000 und 2007 der Fall war. Und wie immer werden uns die Charts und andere Analyse-Tools beizeiten den Weg weisen. Vertrauen Sie also auch im neuen Jahr auf die Kompetenz Ihres Stockstreet-Teams und lassen uns gemeinsam aus dem Börsenjahr 2018 das Beste herausholen!

Mit besten Grüßen

Ihr Torsten Ewert

PS: Wie in jedem Jahr haben wir in der Stockstreet Investment Strategie einen kompakten Ausblick auf das neue Jahr gegeben. Dabei sind wir neben einigen der oben genannten Trends auch auf andere Perspektiven für die Märkte eingegangen. Am besten, Sie melden sich gleich zum 30-tägigen kostenlosen Probeabo an. Dann finden Sie unseren Ausblick in der Januar-Ausgabe 2018, die am 29. Dezember 2017 erschienen und wie alle Ausgaben im Online-Archiv verfügbar ist.

PPS: Und wenn es an den Börsen 2018 tatsächlich heiß hergeht, dann sind Sie bei der Stockstreet Investment Strategie auch in guten Händen. Unser Musterdepot lief in den kritischen Jahren 2011, 2014 und 2015 besser als der Markt – und das zum Teil deutlich!

Trader-Sentiment für 02. KW 2018 (08.01. - 12.01.)

von Sven Weisenhaus

Zum Start in das neue Jahr (siehe helles Rechteck im folgenden Chart) hat der DAX deutlich Schwung aufgenommen. Dabei setzte sich zunächst die Abwärtsbewegung vom Ende des vergangenen Jahres fort. Doch wenig später meldeten sich die Bullen eindrucksvoll zurück. Vom Tief bei 12.745,15 Punkten sattelte der Index bis zum Hoch bei 13.332,80 Zählern satte 587,65 Punkte bzw. 4,61 % drauf. Auf Wochensicht entstand so ein Gewinn in Höhe von 415,16 Punkten bzw. 3,21 %.

Vor diesem Hintergrund kann man durchaus von einer bullishen Handelswoche sprechen. Und damit hat das Sentiment als Kontraindikator wieder einmal perfekt funktioniert. Denn in der Umfrage zuvor hatte sich die deutliche Mehrzahl der Teilnehmer für einen fallenden DAX ausgesprochen. Die Bären hatten einen Anteil von 56,62 %.

Nun haben die Bären nur noch einen Anteil von 40,69 %. Denn die Kehrtwende im DAX hat auch eine erneute Kehrtwende in der Stimmung der Anleger ausgelöst. In der aktuellen Umfrage ist mit 59,31 % Bullen der Optimismus recht schnell wieder zurückgekehrt.

Bei diesem klaren Übergewicht sollte man damit rechnen, dass der DAX die 13.000er Marke erneut ansteuert, dieses Mal allerdings von oben.


Ihr 
Sven Weisenhaus 
- Stockstreet-Team - 
www.trader-sentiment.de

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