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Kapital vor einem Crash schützen +++ Gold als Inflationsschutz?
Ausgabe vom 11.06.2026
Kapital vor einem Crash schützen
von Sven Weisenhaus
Eine Strategie, um entspannt UND profitabel durch den nächsten Crash zu kommen und dabei sogar besser als der Markt abzuschneiden, hat Torsten Ewert gestern aufgezeigt. Nun ist diese Strategie allerdings langfristig orientiert. Und für viele Trader ist die Lösung, regelmäßig zu sparen bzw. zu investieren, einerseits nur ein Baustein des Vermögensaufbaus und andererseits schlicht zu langweilig.
Von „langweilig“ bis spekulativ
Daher decken die Börsenbriefe von Stockstreet unterschiedliche Strategien und Trading-Stile ab. Neben dem langfristig orientierten „Geldanlage-Brief“ von Torsten Ewert gibt es unter anderem meinen deutlich kurzfristiger ausgerichteten „Börse-Intern Premium“. Und mit diesem erfahren die Leser aktuell, wie man das eigene Kapital noch auf andere Art vor einem Crash schützen und dabei sogar besser als der Markt abzuschneiden kann.
So kann man auch das Kapital vor einem Crash schützen
In der heutigen Wochenausgabe ist zu lesen, dass der DAX seit Jahresbeginn -1,2 % im Verlust notiert. Die aktuelle Rendite unseres Depots liegt hingegen im selben Zeitraum bei starken +7,96 %. Seit der vorangegangenen Wochenausgabe hat der DAX -3,03 % verloren. Unser Depot konnte auch dagegen mit einem Wertverlust von nur -1,34 % deutlich besser abschneiden.
Geholfen haben dabei platzierte Stopps. Damit wurden am Mittwoch vergangener Woche Aktien von SAP und zwei Tage später Unternehmensanteile von Stabilus automatisch verkauft. In beiden Fällen wurde ein Verlust vermieden, der durch weiter fallende Kurse hätte entstehen können. Bei SAP sind wir bei 155,26 € ausgestiegen, heute notiert die Aktie im Tief bei nur noch rund 139,32 € (-10 %). Bei Stabilus erfolgte der automatische Verkauf bei 18,33 €, anschließend gab die Aktie bislang bis auf 16,10 € weiter nach (-12,17 %).
Mit reduzierter Investitionsquote in den Beginn einer Korrektur
Durch die damit (weiter) reduzierte Investitionsquote von inzwischen nur noch etwa einem Drittel hat unser Depot dieser Tage weit weniger stark verloren als der Gesamtmarkt. Und da eine Korrektur oder gar ein Crash womöglich gerade erst begonnen hat, fühle ich mich mit dieser geringen Investitionsquote derzeit sehr wohl. Zumal noch eine weitere Depotposition mit einem Stop-Loss abgesichert ist.
Die schon oft genannte Saisonalität
Dass sich die Korrektur am Aktienmarkt noch weiter fortsetzt und womöglich gerade erst begonnen hat, dafür gibt es diverse Hinweise. Auf die Saisonalität in US-Zwischenwahljahren haben wir bereits mehrmals hingewiesen. Diese lässt bis Ende September fallende Kurse erwarten, wie der folgende Chart des Dow Jones beispielhaft zeigt.

Die HSBC weist heute darauf hin, dass für den DAX „die 2. Junihälfte mit einem Kursabschlag von 2 % zyklisch herausfordernd“ sei. Und: „Eine ähnlich schwache Phase wartet dann noch einmal von Ende August bis Ende September.“ Zudem sei nach 3 Bullenjahren in Folge „vor allem das 3. Quartal im ‚Jahr 4‘ mit einem Kursabschlag von durchschnittlich rund 6 % besonders korrekturanfällig“.
Hinzu kommt, dass nach einem Wechsel an der Spitze der US-Notenbank (Fed) die Aktienmärkte in den folgenden Wochen und Monaten ebenfalls regelmäßig deutliche Kursverluste hinnehmen müssen. Vor diesem Hintergrund wird die erste Sitzung des FOMC der Fed in der kommenden Woche mit größter Spannung erwartet.
Konkrete charttechnische Hinweise
Neben solchen statistischen Hinweisen gibt es aber auch ganz konkrete „Belege“ dafür, dass eine Korrektur gerade erst begonnen hat und zumindest noch in eine zweite Runde gehen wird. So weist die Charttechnik beim Nasdaq 100 zum Beispiel darauf hin, dass von einer ABC-Korrektur bislang (erst) die Welle A gebildet wurde (rot im folgenden Chart aus dem „Elliott-Wellen-Trading“-Service von stock 3) – ganz im Sinne der Elliott-Wellen-Theorie mit einer 5-gliedrigen Abwärtsbewegung (graue Ziffern). Und diese Korrektur folgt idealtypisch auf einen vorherigen 5-gliedrigen Aufwärtstrend (grün).

Somit wäre nun zu erwarten, dass auf die Kursverluste der Welle A eine Konsolidierung bzw. Gegenbewegung im Rahmen der Welle B folgt und es danach im Rahmen einer Welle C noch einmal deutlich abwärts geht.
Genaueres erfahren Sie in den regelmäßigen Analysen meines Börsendienstes „Elliott-Wellen-Trading“ von stock 3. Unter anderem werden dort konkrete Chartmarken genannt, die es zu beachten gilt. Und Sie erhalten auch Tipps, welche (Long- oder Short-)Trades sich lohnen.
Wenn auch Sie sich für die Elliott-Wellen interessieren, nutzen Sie die aktuelle Aktion von stock3 und sichern Sie sich 1 Monat kostenlosen Zugang zum Elliott-Wellen-Trading-Service – mit dem Gutscheincode „STARTEWT“.
Gleiches gilt übrigens für den Stockstreet-Chartanalyse-Dienst „Target-Trend-Spezial“, in dem der Nasdaq 100 sogar noch regemäßiger und engmaschiger besprochen wird, so auch in der heutigen Ausgabe. Auch hier erhalten Sie konkrete Tipps, welche (Long- oder Short-)Trades sich lohnen.
Wenn Sie also weniger auf die Elliott-Wellen und mehr auf die Target-Trend-Methode setzen möchten, melden Sie sich JETZT HIER an!
Was ist mit dem Inflationsschutz Gold los?
von Sven Weisenhaus
Als eine weitere Möglichkeit, das eigene Kapital vor einem Crash zu schützen, wird häufig eine Investition in Gold genannt. Denn das gelbe Edelmetall gilt als Krisenwährung – und Inflationsschutz.
US-Inflation auf höchstem Niveau seit mehr als 3 Jahren
Und mit Blick auf die aktuellen Preisdaten aus den USA gibt es gute Gründe, sich vor einer zunehmenden Teuerung zu schützen. Denn die US-Erzeugerpreise sind im Mai um sagenhafte +6,5 % zum Vorjahr gestiegen. Das ist der größte Anstieg seit November 2022, also seit mehr als 3,5 Jahren. Erwartet wurde ein Anstieg um +6,4 %, nach +5,7 % im April.

Einziger Lichtblick: Die Kernrate fiel mit +4,9 % deutlich geringer aus als erwartet (+5,4 %). Zudem wurde der Vormonatswert von +5,2 % auf ebenfalls +4,9 % nach unten revidiert. Dennoch sind die Zahlen ein Alarmsignal und ein Vorbote für steigende Verbraucherpreise. Denn gewöhnlich reichen Produzenten Preisanstiege (zeitversetzt) an die Verbraucher weiter.
Dabei zeigte der gestrige Bericht zu den Verbraucherpreisen bereits, dass die Inflation in den USA im Mai (erwartungsgemäß) um +0,5 % gegenüber dem Vormonat bzw. +4,2 % gegenüber dem Vorjahr weiter gestiegen ist. Sie erreichte damit das höchste Niveau seit mehr als 3 Jahren.

Auch die Kerninflation legte mit +2,9 % gegenüber dem Vorjahr weiter zu, auch wenn sie mit +0,2 % gegenüber dem Vormonat etwas schwächer ausfiel als die Konsensprognose von +0,3 % und der Wert vom April von +0,4 %.
Sinkende Realeinkommen
Die US-Verbraucher werden dadurch aktuell ärmer. Denn das Realeinkommen ist im Mai um -0,2 % gesunken (!). Und es ist nicht das erste Mal. Stattdessen ist es bereits der 3. Monat in Folge (April: -0,2 %, März: -0,9 %).
Kein Wunder, dass die Verbraucherlaune laut Daten der Uni Michigan auf immer neue Tiefststände fällt. Im Mai brach das Verbrauchervertrauen auf 44,8 Punkte ein. Bereits der Vormonatswert war mit 49,8 Zählern das niedrigste Niveau seit Beginn der Datenerhebung.

Man darf weiterhin gespannt sein, ob und wann sich dies auch in einem sinkenden Konsum bemerkbar macht. Bislang ist das überraschenderweise noch nicht der Fall.
Goldpreis: -28 %
Jedenfalls konnte der Goldpreis von diesen Daten und Entwicklungen kaum profitieren. Im Gegenteil: Der Preis des eigentlich beliebten Edelmetalls befindet sich aktuell in einer dritten Abwärts- und Korrekturwelle, wie der folgende Chart zeigt (der ebenfalls aus dem „Elliott-Wellen-Trading“-Service von stock 3 stammt).

Alleine gestern hat der Goldpreis um -4,45 % nachgegeben, trotz der US-Inflationsdaten und trotz der nachgesagten Funktion als Inflationsschutz. Und seit dem Rekordhoch vom 29. Januar summieren sich die Kursverluste bis zum heutigen Tagestief auf -28,21 %. Was ist da los? Was stimmt an der Story des Inflationsschutzes nicht?
Steigende Inflation führt zu steigenden Renditen
Das Problem sind die steigenden Zinsen bzw. Renditen. Denn Gold selbst wirft keine Renditen oder Gewinne ab – im Gegensatz zu Anleihen bzw. Unternehmen, in die man über Aktien investieren kann. Bei Gold muss man hingegen schlicht und ausschließlich auf Kursgewinne hoffen.
Doch wenn die Inflation steigt, geht dies gewöhnlich mit Leitzinsanhebungen der Notenbanken (die EZB hat heute die gemeinhin erwartete Anhebung ihrer Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte beschlossen – das erste Mal seit September 2023) oder zumindest steigenden Zinserwartungen einher. Beides führt meist zu höheren Renditen am Anleihemarkt. Und diese werden nicht nur zur Konkurrenz für Aktien, sondern auch für das zinslose Gold.
Das Hoch der Welle B wurde beim Goldpreis übrigens am 2. März markiert. Seitdem geht es mit den Kursen kontinuierlich bergab. Zeitgleich hat zum Beispiel die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen deutlich zugelegt, nachdem sie am 2. März ein Tief markiert haben.

Der Zusammenhang ist also eindeutig.
Fazit
Kurzfristig ist eine höhere Inflation eher Gift für den Goldpreis. Langfristig profitiert das Edelmetall hingegen von dem grundlegenden Trend der Geldentwertung.
Statt also einer Korrektur am Aktienmarkt und bei Gold tatenlos zuzusehen, raten ich Ihnen, die hervorragenden und langfristig erfolgreichen sowie gewinnbringenden Angebote von Stockstreet bzw. stock3 zu nutzen.
Ich wünsche Ihnen jedenfalls weiterhin viel Erfolg an der Börse
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de
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11. Juni 2026
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Kapital vor einem Crash schützen +++ Gold als Inflationsschutz?
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