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2025: Ein (weiteres) Jahr der Extreme
Ausgabe vom 06.01.2026
2025: Ein (weiteres) Jahr der Extreme
von Sven Weisenhaus
Als erstes möchte auch ich Ihnen ein frohes und vor allem gesundes neues Jahr wünschen! Und ich hoffe, dass Sie schöne, besinnliche Weihnachtstage sowie einen guten Rutsch ins Jahr 2026 erlebt haben.
Als zweites möchte ich Torsten Ewert beipflichten, der sich gestern kritisch zu der Flut von Prognosen geäußert hat, die man vor allem von Institutionen und institutionellen Anlegern gewohnt ist und die letztlich meist an der tatsächlichen Entwicklung vorbeigehen, häufig sogar meilenweit.
Nur 21 % der Fondsmanager schlagen ihre Benchmark
Torsten sprach dabei gestern auch schon von einer „chronisch mauen Performance aktiv gemanagter Fonds“. Für das vergangene Jahr liefert konkret die 9. jährliche Studie von Jefferies einen Eindruck davon, wie schwer es auch Profis wieder einmal hatten, das Geschehen an der Börse korrekt einzuordnen. Demnach war das Jahr 2025 für aktive Fondsmanager sogar eine historische Herausforderung. Denn nur 21 % haben ihre Benchmarks im Jahresverlauf übertroffen. Das sei die niedrigste Erfolgsquote seit mindestens 1999, so die Studie.
Außergewöhnlich starke Aktienmärkte
Dieses Abschneiden ist allerdings vor allem auch dem Umstand geschuldet, dass die Kursschwankungen am Aktienmarkt 2025 extrem waren, inklusive eines Crashs im April, und am Ende die erzielten Renditen trotzdem erneut außergewöhnlich hoch waren – das dritte Jahr in Folge.
Für den DAX war es mit einem Jahresgewinn von +23 % sogar das stärkste Jahr seit 2019 (+25,48 %), obwohl der deutsche Leitindex schon 2023 (+20,31 %) und 2024 (+18,85 %) überdurchschnittliche hohe Kursgewinne erzielen konnte. Daher hatte man sich für 2025 darauf eingestellt, kleinere Brötchen backen zu müssen. Doch das Gegenteil war der Fall.
Ruhiges Depot bei rauen Märkten
Auch ich bin mit meinen Börsenbriefen hinter der Performance von DAX und Co. geblieben. Beim „Börse-Intern Premium“ konnten sich die Anleger immerhin über eine prozentual zweistellige Jahresrendite von +10,24 % freuen. Im Jahreshoch vom Juli waren es +12,82 %. Dennoch bin ich damit durchaus zufrieden. Denn man muss sich im Vergleich dazu den extremen Kursverlauf des DAX ansehen:

Am 6. März hatte der Index seit Jahresbeginn schon um fast +18 % zugelegt. Unser Depot brachte es zu diesem Zeitpunkt „nur“ auf weniger als +7 %. Wobei Sie mir vielleicht beipflichten werden, dass ein Plus von mehr als 6 % in nur etwas mehr als 2 Monaten auch schon eine recht ordentliche Rendite ist.
Jedenfalls brach der DAX anschließend bis zum 7. April um mehr als -21 % ein. Unser Depot blieb hingegen mit ca. +6 % im Gewinn, während der DAX seit Jahresbeginn plötzlich etwa -7 % im Minus lag.
Nur rund 40 Handelstage später hatte der deutsche Leitindex am 5. Juni vom Crash-Tief +32 % zugelegt. Logisch, dass kaum jemand diesen Anstieg vollständig mitgemacht hat. Unser Depot kam zu diesem Zeitpunkt immerhin auf +10,06 % seit Jahresbeginn.
Und auf diesem Niveau haben sich DAX und Depot dann für den Rest des Jahres seitwärts bewegt.
Jetzt können Sie sich fragen, ob Ihnen ein eher ruhiges Depot lieber ist, welches sogar in Crash-Situationen eine positive Rendite erzielt, oder ein DAX, der wild und unkontrollierbar explodiert und einbricht.
Wechselkursrisiko
Und Sie sollten sich zugleich die Frage stellen, ob Sie womöglich stattdessen lieber auf US-Aktien setzen möchten, die extrem hoch bewertet sind und sich in eine KI-Blase hineinmanövriert haben, mit einer extremen Marktschieflage, bei der nur eine Handvoll Titel den Großteil des Gesamtmarktes ausmachen (siehe unten) und Sie dabei auch noch einem Wechselkursrisiko ausgesetzt sind.
Viele (institutionelle) Anleger haben sich im abgelaufenen Jahr auf (die einigen wenigen) US-Aktien fokussiert. Doch einerseits schnitten US-Aktien insgesamt trotz der KI- und Magnificent-7-Euphorie gegenüber dem DAX und anderen europäischen Aktienindizes schlechter ab. Und andererseits blieb wegen des schwachen US-Dollars von den in US-Dollar erzielten Kursgewinnen in Euro umgerechnet wenig bis gar nichts übrig. Denn der US-Dollar verlor 2025 gegenüber dem Euro -13,51%.

Vom (Dollar-)Kursgewinn des S&P 500 in Höhe von +16,39 % (grüner Kursverlauf im folgenden Chart) blieb dadurch für Euro-Anleger nur eine mickrige prozentual einstellige Rendite von +2,88 % übrig (roter Kursverlauf).

Noch schlechter lief es beim Dow Jones: Aus +12,97 % (grüner Kursverlauf im folgenden Chart) wird in Euro umgerechnet sogar ein Verlust von -0,53 % (roter Verlauf).

Dagegen sieht die Depot-Performance des „Börse-Intern Premium“ von +10,24 % doch glatt wie ein warmer Geldregen aus.
Prozentual zweistellige Renditen mit Stockstreet
Übrigens: Über prozentual zweistellige Renditen können sich auch die Leser der beiden Stockstreet-Börsenbriefe „Allstar-Trader“ und „Hightech-Trader“ von Bernd Raschkowski freuen. Der Hightech-Trader profitierte dabei, wie der Name schon sagt, von der KI-Euphorie und kratzte am Jahresende sogar an der +20%-Marke.
Ich bin nun sehr gespannt, wie stark sich Technologieaktien in 2026 entwickeln werden, habe allerdings gewisse Bedenken. Dazu noch einige Zahlen:
2025: Ein (weiteres) Jahr der Extreme
- Die fünf größten Hyperscaler haben 60 % ihres operativen Cashflows für (KI-)Investitionen ausgeben – ein Rekordwert.
- Laut Schätzungen der Citigroup haben ca. 80 Unternehmen des S&P 500, die fast die Hälfte der Marktkapitalisierung des S&P 500 ausmachen, einen erheblichen Bezug zum Thema Künstliche Intelligenz (KI).
- Alleine die „Magnificent 7“ haben im vergangenen Jahr zusammen 35 % des Gewichts des S&P 500 ausgemacht.
- Und laut Bespoke Investment sind nur 28 KI-bezogene Aktien für etwa ein Drittel des Anstiegs der weltweiten Marktkapitalisierung von 48 Billionen Dollar seit der Einführung von ChatGPT verantwortlich.
Mit NVIDIA hat 2025 ein einziges Unternehmen erstmals eine Bewertung von 5 Billionen US-Dollar erreicht. Das geschah übrigens am 28. Oktober 2025, exakt einen Tag nachdem Apple die Marke von 4 Billionen US-Dollar erreicht hatte.
Zur Einordnung: Nachdem US-Präsident Donald Trump im April seine „reziproken“ Zölle ankündigte, verloren alleine die Unternehmen des S&P 500 binnen nur 2 Handelstagen insgesamt 5,4 Billionen Dollar an Börsenwert – ein Rekord. Das übertraf sogar den 2-tägigen Verlust von 3,3 Billionen Dollar im März 2020, als die Corona-Pandemie die globalen Märkte erschütterte und der damalige Crash ebenfalls Rekorde aufstellte.
Fazit
Man kann also ganz klar sagen, dass 2025 ein (weiteres) Jahr der Extreme war. Es wurden einerseits reihenweise Rekorde aufgestellt. Andererseits waren die Entwicklungen aber auch extrem gegensätzlich. Auf Kursexplosionen folgten Crashs, auf die wieder Kursexplosionen folgten. Und von dem starken Kursanstieg der US-Indizes blieb in Euro umgerechnet nicht viel übrig.
In der Wochenausgabe des Börse-Intern Premium hatte ich daher geschrieben, ich würde mir wünschen, „dass 2026 ein möglichst normales Jahr wird – nicht nur an den Börsen. Denn ein wenig mehr Normalität könnten wir in sehr vielen Bereichen gebrauchen. Es braucht wieder mehr Vernunft und gesunden Menschenverstand, vor allem in der Politik, national und international.“
Jahresstart 2026
Schaut man allerdings auf den Jahresstart 2026, scheint dieser Wunsch zunächst nicht in Erfüllung zu gehen. Denn an beiden ersten Handelstagen ist der Dow Jones zum Beispiel jeweils zum Start des offiziellen Handels an der Wall Street aus dem Stand explodiert. Vor allem gestern ging es ab 15:30 Uhr (MEZ) binnen wenigen Minuten um rund 500 Punkte steil und im weiteren Verlauf noch um zusätzliche rund 300 Zähler nach oben – auf ein neues Rekordhoch.
Damit begleitet der Dow Jones den DAX, der mit seinem Rekordhoch die Grundlage für ein Ende der monatelangen Seitwärtsbewegung (gelb im folgenden Chart) und eine weitere Rally gelegt hat.

Aktuell befindet sich der DAX auf dem Weg zur Mittellinie bei 25.015 Punkten, die fast deckungsgleich ist mit der psychologisch wichtigen Marke von runden 25.000 Zählern. Diese dürfte den Index anziehen. Und wahrscheinlich wird sie sogar mindestens knapp überschritten, wenn der Index nicht zuvor nach unten abdreht.
Jedenfalls sind die charttechnischen Signale aktuell klar bullish, solange sich der Ausbruch auf neue Rekordhochs nicht als Bullenfalle entpuppt. Mit einem solchen Fehlausbruch sollte man aber durchaus rechnen, da aus Sicht der Elliott-Wellen-Theorie der Anstieg des DAX seit der Bärenfalle und ihrem Tief vom 21. November bereits 5-gliedrig „gezählt“ werden kann.

Und gemäß dem Grundmuster der Elliott-Wellen-Theorie folgt auf einen 5-gliedrigen Anstieg eine ABC-Korrektur. Da der DAX seit besagtem Tief in nur 28 Handelstagen um 8,83 % zugelegt hat, ist eine solche Gegenbewegung auch durchaus fällig und wäre „gesund“ für einen weitergehenden Anstieg im womöglich erst zweiten Anlauf.
Grundsätzlich wären mir aber weiter steigende Kurse auch durchaus Recht. Denn davon würde auch das Börse-Intern Premium-Depot profitieren, das bislang im neuen Jahr immerhin schon mit +1,5 % im Gewinn notiert.
Ihnen wünsche ich jedenfalls auch im neuen Jahr 2026 weiterhin viel Erfolg an der Börse
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de
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