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Ideales DAX-Szenario +++ Entscheidende Konstellation beim Nasdaq 100
Ausgabe vom 15.01.2026
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von Stockstreet-Team
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Ein ideales Szenario für den DAX
von Sven Weisenhaus
Die sagenhafte Serie des DAX ist gerissen. Wie ich vorgestern berichtete, hatte er 14 Handelstage in Folge das Hoch des Vortages überbieten können. Ähnliche Serien gab es zuvor nur 4-mal in der DAX-Historie: im Mai 2013 (ebenfalls 14-mal), im Januar 1999 (14), im Februar 1997 (13) und – im vor 1988 zurückgerechneten DAX – im Februar 1972 (15). Und jedes Mal ging die Rally danach mindestens noch ein paar Monate weiter…
DAX zeigt selbst bei Schwäche Stärke
Gestern musste der deutsche Leitindex jedoch Kurseinbußen hinnehmen, ohne zuvor das Hoch des Vortages zu überbieten. Und heute setzte sich der Rücksetzer sogar zunächst noch etwas fort. Allerdings fielen die Kursverluste recht moderat aus. Und das kann man als ein weiteres Zeichen der Stärke werten – dass also die Rally wie in den früheren, ähnlichen Fällen weitergeht.
Vom jüngsten Rekordhoch hat der DAX bis zum heutigen Tagestief lediglich etwas mehr als -1 % verloren. Zuvor war er mit seiner 14-tägigen Serie in der Spitze um insgesamt fast +6,5 % gestiegen. Vom Tief des 21. November sind es +11,18 % in nur 33 Handelstagen. Seit Jahresbeginn liegt der DAX mit +3,25 % im Gewinn, inklusive des Rücksetzers.

Angesichts des jüngsten Anstiegs und der kurzfristig stark überkauften Lage braucht es eigentlich eine deutliche Gegenbewegung.
Ein ideales Szenario für den DAX
Ideal wäre es, wenn der DAX soweit zurücksetzt, dass der Ausbruch aus der (großen) Seitwärtstendenz (gelb im Chart) von oben getestet wird und die Aufwärtsbewegung dann mit einem weiteren Rekordhoch fortgesetzt wird. In diesem Fall würde der Test als erfolgreich absolviert und der Ausbruch aus der mehrmonatigen Seitwärtstendenz als nachhaltig gelten.
Dann kann man im großen Chartbild wieder an einen nachhaltigen neuen Aufwärtstrend glauben, wobei allerdings auch jetzt schon immer mehr auf einen solchen hinweist. Es braucht nicht zwingend einen Rücksetzer zum Ausbruchsniveau. Er wäre aber „gesünder“ für die Kursentwicklung. Denn sonst führt der extrem starke Jahresauftakt zur nächsten Übertreibung.
Entscheidende Konstellation beim Nasdaq 100
von Sven Weisenhaus
Wie ich in der Analyse vom 8. Januar bereits schrieb, ist interessant dabei, dass die US-amerikanischen Tech-Aktien der Entwicklung des DAX hinterherhinken (siehe „Starker Jahresauftakt zur nächsten Übertreibung?“). „Das könnte ein Trend 2026 werden“, schrieb ich. Allerdings auch: „Grundsätzlich lässt sich aus solchen kurzen Zeiträumen noch kein nachhaltiger Trend ableiten.“ Seitdem ist eine weitere Woche vergangen. Wie sieht es aktuell aus?
Nasdaq 100 weiterhin relativ schwach
Im Vergleich zum DAX sind die US-Technologiewerte, die 2025 noch die Rally anführten, weiterhin relativ schwach. Seit dem Tief vom 21. November legte der Nasdaq 100 bis zum 8. Dezember um +8,27 % zu. Damit übertraf er den DAX noch deutlich, der bis dahin „nur“ auf ein Plus von 5,12 % kam. Doch erst vorgestern konnte der Nasdaq 100 dieses Hoch nennenswert überwinden, und das nicht einmal nachhaltig (siehe gelbe Ellipse im folgenden Chart). Noch am selben Tag fiel er unter das Niveau zurück, gestern ging es weiter abwärts.

Damit kommt der US-Aktienindex seit dem 21. November aktuell nur auf einen Gewinn von +6.75 %. Seit Jahresbeginn sind es +0,86 %.
Eine Art steigendes Dreieck
Doch die Bullen können sich Hoffnung auf bald wieder höhere Erträge machen. Denn der Nasdaq 100 bildet seit dem Hoch vom 8. Dezember eine Art steigendes Dreieck. Zwar hat diese (vermeintliche) Formation keine charttechnische Relevanz mehr, aber gestern wurde die Aufwärtstrendlinie (dick grün) gebrochen – was sich jedoch zunächst als Bärenfalle herausstellte. Und häufig ziehen solche Fehlsignale eine starke Bewegung in die entgegengesetzte Richtung nach sich.
Kann der Nasdaq 100 die horizontale Marke von 25.828,16 Punkten dynamisch und deutlich überwinden, dürfte sich damit der vorherige Aufwärtstrend fortsetzen. Das könnte man mit einem Long-Trade begleiten.
Kommt es hingegen zu einem nachhaltigen Bruch der Aufwärtstrendlinie und wird dabei auch das (höhere) Tief vom 2. Januar bei 25.086 Zählern unterschritten, könnte es nach der Korrektur vom November zu einer zweiten Korrekturwelle kommen. In diesem Fall erscheint ein Short-Trade Chancen zu bieten.
Ich wünsche Ihnen jedenfalls weiterhin viel Erfolg an der Börse
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de
PS: Und denken Sie an die laufende Stockstreet-Neujahrsaktion! Noch sind Plätze frei, aber sie werden weniger…
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