Börse-Intern

Ihr täglicher und kostenloser Börsen-Newsletter mit den besten Prognosen für die Aktienmärkte

sven-weisenhaus

Börse-Intern

Ihr täglicher und kostenloser Börsen-Newsletter mit den besten Prognosen für die Aktienmärkte

Shut up about Shutdown

Ausgabe vom 14.01.2026

Stockstreet-Neujahrsaktion

von Stockstreet-Team

Starten Sie erfolgreich ins Börsenjahr 2026 mit der Stockstreet-Neujahrsaktion: „3 Monate zum Preis von einem“.

Ein Vierteljahr lang können Sie fast alle unsere kostenpflichtigen Börsenbriefe für den Preis von nur einem Monat testen!

Dafür müssen Sie sich lediglich auf unserer Webseite einen Börsenbrief aussuchen und bei der Bestellung, sofern vorhanden, „Neujahrsaktion“ auswählen. Hier geht es zur Neujahrsaktion …

Shut up about Shutdown

von Torsten Ewert

Man verzeihe mir das plumpe Wortspiel in der Überschrift. Ich konnte nicht widerstehen, denn erstens war es zu verlockend und zweitens drückt es genau aus, was man zum Thema „Government Shutdown in den USA“ mit Blick auf „Gefahren“ für die Aktienmärkte tun sollte: die Klappe halten.

Wird ein Shutdown bald wieder zum großen Thema?

Aber natürlich poppen inzwischen in den Medien – vor allem in den USA – erste Kommentare auf, die den nächsten drohenden Shutdown ab Ende Januar thematisieren.

Zur Erinnerung: Der längste Shutdown der US-Geschichte, der Mitte November endete, könnte Ende Januar weitergehen. Schließlich war die „Einigung“, die den Shutdown im November – rechtzeitig vor Thanksgiving – beendete, nur eine Vertagung des Problems. Ein gültiges Haushaltsgesetzt gibt es weiterhin nicht, nur eine Zwischenlösung, die jedoch Ende Januar ausläuft.

Der US-Kongress hat also nur noch gut 2 Wochen Zeit, einen weiteren Shutdown zu verhindern. Wie schwer oder leicht dies wird, ist inzwischen Gegenstand einiger Diskussionen. Formal haben zwar die Republikaner in beiden Kammern des Kongresses die Mehrheit, aber diese ist inzwischen denkbar knapp: Im Repräsentantenhaus haben die Republikaner durch Rücktritte und Todesfälle nur noch 5 Stimmen Vorsprung (218:213), im Senat sind es 6 Stimmen (53:47).

Das Ringen um eine Einigung

Allerdings ist im Senat die Zustimmung von mindestens 60 der 100 Senatoren erforderlich, um das Haushaltsgesetz zu verabschieden. Und damit sind die Republikaner auf mindestens 7 Stimmen der demokratischen bzw. unabhängigen Senatoren angewiesen.

Angesichts der gerade erst überstandenen Haushaltssperre und der im November anstehenden Zwischenwahlen besteht für die Kongressabgeordneten, die dann zur Wahl stehen, das Risiko, für eine weitere (unpopuläre) Haushaltssperre verantwortlich gemacht zu werden.

So steht es um die „Chancen“ für einen Shutdown

Wie immer wird es letztlich zu einer Einigung kommen. Die Frage ist nur, ob mit oder ohne vorherigen Shutdown. Die Wetten auf Polymarket sehen derzeit nur eine Wahrscheinlichkeit von 30 %, allerdings mit steigender Tendenz seit Anfang Januar:

20260114a_Polymarket-Wetten

Was ein Shutdown für die Aktienmärkte bedeutet

Aber selbst, wenn diese Einigung erst nach einem Shutdown zustande kommt, sollten Anleger gelassen bleiben: Noch nie in der Geschichte kam es dadurch zu einer größeren Korrektur oder gar einem Bärenmarkt. Dazu die folgende Übersicht, in der die Gewinne und Verluste des US-Leitindex S&P 500 vor, während und nach der Shutdowns seit 1976 zusammengefasst sind:

20260114b_S&P500_Government Shutdowns

Quellen: Wikipedia, eigene Recherchen und Berechnungen mit Daten von infront

Eigentlich reicht es, die letzte Zeile anzusehen, in der die Mittelwerte aller 22 Fälle stehen: Vor dem Shutdown herrscht die übliche, auch medial geschürte Unsicherheit – die Kurse schwächeln tendenziell. Während des Shutdowns schlägt das Pendel mal in die eine, mal in die andere Richtung aus (je nachdem, was sonst noch an den Märkten passiert) und hinterher steigen die Kurse stets wieder. Würde man noch spätere Werte betrachten (z.B. die Performance nach 6 und 12 Monaten), ginge diese Tendenz weiter.

Die Negativwerte (rot) treten gehäuft in den späten 1970er Jahren auf, als die Markttendenz auch übergeordnet schwach war. Die Kursläufe folgen also weiter den übergeordneten Trends und lassen sich durch die Shutdowns wenig beeinflussen.

Was ein Shutdown für die Wirtschaft bedeutet

Das ist auch verständlich, da z.B. noch nie eine Rezession durch einen Shutdown ausgelöst wurde. Das mag manche überraschen, aber tatsächlich wäre das Gegenteil die Überraschung: Shutdowns lösen stets ein großes Medienecho aus, aber nur geringe wirtschaftliche Effekte.

Das kann auch gar nicht anders sein, denn die meisten Beeinträchtigungen sind nur vorübergehend. Natürlich gibt es Ausfälle, die nicht wieder aufgeholt werden. Alle Läden und Unternehmen, die irgendwie von den Behörden bzw. ihren Mitarbeitern leben – von Imbissständen bis Kurierdienste – werden bleibende Umsatzeinbußen haben. Ebenso alle Einrichtungen in staatlichen Nationalparks und Museen.

Im Einzelfall mag das zu sozialen Härten kommen, aber die volkswirtschaftlichen Effekte bleiben überschaubar. Seriöse Schätzungen gehen von -0,1 Prozentpunkten des Bruttoinlandsprodukts (BIP) pro Woche aus, wobei eben der größte Teil davon wieder ausgeglichen wird, sobald die Behörden ihre Arbeit wieder aufnehmen und die Bundesmittel wieder fließen.

Wieder mal gilt: Nicht beirren lassen

Laut offizieller Schätzung soll die fünfwöchige Schließung von Dezember 2018 bis Januar 2019, die bis dahin längste in der Geschichte, das BIP 2019 schätzungsweise um kaum wahrnehmbare -0,02 Prozentpunkte geschmälert haben.

Das mag erstaunen, aber die Wirtschaftsleistung, die direkt von den Aktivitäten des Bundes abhängt (die Bundesstaaten sind vom Shutdown ja nicht betroffen!) betrug 2024 nur 6,5 % des BIPs (siehe roter Block in folgender Grafik):

20260114c_US-BIP 2024

Quellen: eigene Berechnungen mit Daten von BEA

Es liegen noch keine Daten zum jüngsten Shutdown vor. Das ist auch wenig überraschend, denn die Statistikämter sind immer noch damit beschäftigt, die Daten während dieses langen Ausfalls nachzuliefern. (Daher wird auch die erste BIP-Schätzung zum 4. Quartal bzw. dem Gesamtjahr 2025 erst Ende Februar statt Ende Januar veröffentlicht.) Aber wie gesagt: Es wäre überraschend, wenn dieser Shutdown von dem bisherigen Muster abweicht.

Man sollte sich daher von den womöglich zunehmenden Shutdown-Nachrichten nicht beirren lassen. Falls die Märkte (scheinbar) darauf reagieren, sind höchstwahrscheinlich nicht diese Nachrichten die Ursachen, sondern andere Faktoren.

Mit besten Grüßen
Ihr Torsten Ewert

PS: Und denken Sie an die laufende Stockstreet-Neujahrsaktion! Noch sind Plätze frei, aber sie werden weniger… 

Börse - Intern

14. Januar 2026

Börse - Intern

Shut up about Shutdown

Weiterlesen...

13. Januar 2026

Börse - Intern

Der „15:30 Uhr-Trade“

Weiterlesen...

12. Januar 2026

Börse - Intern

Neujahrsaktion +++ Fed im Fokus +++ DAX-Verfallstag

Weiterlesen...

09. Januar 2026

Börse - Intern

Das Arbeitsmarkt-Rätsel, das keines ist

Weiterlesen...

08. Januar 2026

Börse - Intern

Starker Jahresauftakt zur nächsten Übertreibung?

Weiterlesen...

07. Januar 2026

Börse - Intern

Stockstreet-Neujahrsaktion: Mit Profis durchs Jahr!

Weiterlesen...

06. Januar 2026

Börse - Intern

2025: Ein (weiteres) Jahr der Extreme

Weiterlesen...

05. Januar 2026

Börse - Intern

Prognosen, Prognosen oder: Was ist eigentlich passiv?

Weiterlesen...

19. Dezember 2025

Börse - Intern

Das schönste Geschenk – Stockstreet wünscht schöne Feiertage!

Weiterlesen...

18. Dezember 2025

Börse - Intern

US-Inflationsdaten liefern neue Impulse

Weiterlesen...

Alle Börsenbriefe von Stockstreet.de

Börsenbrief Allstar-Trader

Allstar-Trader

Vom Traden leben!
Aktien, Rohstoffe & Devisen
erfolgreich handeln!

von Bernd Raschkowski
Jetzt informieren und kostenlos testen!

investment-strategie

Geldanlage-Brief

Ihr langfristig orientierter 
Börsendienst 
für Vermögen und Wohlstand!

Die Strategie für Ihre Geldanlage!
von Torsten Ewert

Jetzt informieren und kostenlos testen!

Börsenbrief Börse-Intern Premium

Börse-Intern Premium

Erfolgreich Traden mit der
revolutionären Methode!
Zuverlässig und dauerhaft erfolgreich!

von Sven Weisenhaus

Jetzt informieren und kostenlos testen!

Börsenbrief Target-Trend-Spezial

Target-Trend-Spezial

Tägliche Chartanalysen nach
der revolutionären Methode!

Zuverlässig und dauerhaft erfolgreich!
von Sven Weisenhaus

Jetzt informieren und kostenlos testen!

Börsenbrief Aktien-Perlen

Aktien-Perlen

Der Börsendienst für die unentdeckten
Chancen an den Börsen der Welt!

Die Spreu vom Weizen trennen!
von Torsten Ewert

Jetzt informieren und kostenlos testen!

Börsenbrief Optionsscheine-Expert-Trader

Optionsscheine-Expert-Trader

Der Börsendienst für volatile Zeiten
Die besten Trades in volatilen Märkten

von Manfred Ries

Jetzt informieren und kostenlos testen!

Börsenbrief Target-Trend-CFD

Target-Trend-CFD

CFD-Trading mit
der revolutionären Methode!

Schneller Handel, schnelle Gewinne!
von Sven Weisenhaus

Jetzt informieren und kostenlos testen!

Börsenbrief Hightech-Trader

Hightech-Trader

Profitieren Sie vom Hightech-Boom
Mit Hightech Aktien, Crypto Währungen
und Bio-Techs
von Bernd Raschkowski

Jetzt informieren und kostenlos testen!