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Zeigt der Dollar keine Schwäche, zeigt Gold keine Stärke

Ausgabe vom 13.11.2019

Die aktuelle Schwäche des Goldpreises lässt sich neben den gestiegenen Zinsen (siehe gestrige Börse-Intern) noch mit einer weiteren Marktentwicklung begründen: Der starke Dollar setzt dem Goldpreis ebenfalls zu.

Wie gestern berichtet, hat der Goldpreis am 3. September sein aktuelles Trendhoch ausgebildet. Zum gleichen Zeitpunkt markierten die Zinsen in den USA ihr Tief. So weit, so bekannt. Der Goldpreis hat sich aber nach einer ersten ABC-Korrektur (siehe blaue Buchstaben im folgenden Chart) noch einmal stabil gezeigt und konnte vom 1. Oktober bis zum 1. November durch höhere Tiefs (kleine grüne Aufwärtslinie) sogar tendenziell zulegen. Erst ab dem 1. November bekam der Edelmetallkurs dann wieder „einen auf den Deckel“ (roter Pfeil).

Gold - Chartanalyse

Derweil hat auch der Euro zum US-Dollar (EUR/USD) von Anfang Oktober bis Ende Oktober / Anfang November zugelegt (siehe folgender Chart), der Dollar also nachgegeben. Und seit dem Monatswechsel gibt der EUR/USD wieder nach und der Dollar zeigt Stärke (roter Pfeil).

EUR/USD - Chartanalyse

Im folgenden Chart ist die aktuelle Korrelation von EUR/USD und Goldpreis noch einmal im direkten Vergleich dargestellt. Wobei sich hier klar zeigt, dass die Korrelation nicht 1:1 besteht, der Zinseffekt aber durch die Dollar-Stärke seit dem 1. November verstärkt wurde. Daran zeigt sich auch, dass eben stets mehrere Effekte für die Börsen eine Rolle spielen.

Aktuelle Korrelation zwischen Gold und EUR/USD

Und es besteht noch die Chance, dass die Dollar-Stärke bzw. die EUR/USD-Schwäche in Kürze endet. Denn der EUR/USD hat inzwischen 61,80 % des Aufwärtsimpulses von Oktober korrigiert (siehe grüner Pfeil im EUR/USD-Chart oben) und damit das Maximalkorrekturkursziel erreicht. Dies ist häufig ein Niveau, an dem es mit den Kursen wieder aufwärts geht, wenn auch nur kurzfristig.

Trendwende im EUR/USD läuft zu schwach

Wenn der EUR/USD nun wieder nachhaltig zulegen kann und sogar ein neues Bewegungshoch markiert, hätten wir nur eine ABC-Korrektur in der noch möglichen Trendwende gesehen. Dann würde die Dollar-Stärke als Belastung für den Goldpreis wegfallen. Dass der Wechselkurs aber nach dem relativ kurzen Aufwärtsimpuls nun schon wieder so weit gefallen ist, spricht eher dafür, dass sich die relativ moderate Abwärtstendenz der Vorwochen und Vormonate fortsetzt.

Und wenn der Dollar nicht deutlich schwächer wird und dabei die Zinsen langsam, aber sicher wieder bzw. weiter steigen, dann dürfte die Rally im Goldpreis beendet sein und sich das Edelmetall wieder als wenig ertragreiches Investment herausstellen, wovor wir, wie gestern beschrieben, im Target-Trend-Spezial längst und wiederholt gewarnt hatten.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de


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Zeigt der Dollar keine Schwäche, zeigt Gold keine Stärke

von Sven Weisenhaus

Die aktuelle Schwäche des Goldpreises lässt sich neben den gestiegenen Zinsen (siehe gestrige Börse-Intern) noch mit einer weiteren Marktentwicklung begründen: Der starke Dollar setzt dem Goldpreis ebenfalls zu.

Wie gestern berichtet, hat der Goldpreis am 3. September sein aktuelles Trendhoch ausgebildet. Zum gleichen Zeitpunkt markierten die Zinsen in den USA ihr Tief. So weit, so bekannt. Der Goldpreis hat sich aber nach einer ersten ABC-Korrektur (siehe blaue Buchstaben im folgenden Chart) noch einmal stabil gezeigt und konnte vom 1. Oktober bis zum 1. November durch höhere Tiefs (kleine grüne Aufwärtslinie) sogar tendenziell zulegen. Erst ab dem 1. November bekam der Edelmetallkurs dann wieder „einen auf den Deckel“ (roter Pfeil).

Gold - Chartanalyse

Derweil hat auch der Euro zum US-Dollar (EUR/USD) von Anfang Oktober bis Ende Oktober / Anfang November zugelegt (siehe folgender Chart), der Dollar also nachgegeben. Und seit dem Monatswechsel gibt der EUR/USD wieder nach und der Dollar zeigt Stärke (roter Pfeil).

EUR/USD - Chartanalyse

Im folgenden Chart ist die aktuelle Korrelation von EUR/USD und Goldpreis noch einmal im direkten Vergleich dargestellt. Wobei sich hier klar zeigt, dass die Korrelation nicht 1:1 besteht, der Zinseffekt aber durch die Dollar-Stärke seit dem 1. November verstärkt wurde. Daran zeigt sich auch, dass eben stets mehrere Effekte für die Börsen eine Rolle spielen.

Aktuelle Korrelation zwischen Gold und EUR/USD

Und es besteht noch die Chance, dass die Dollar-Stärke bzw. die EUR/USD-Schwäche in Kürze endet. Denn der EUR/USD hat inzwischen 61,80 % des Aufwärtsimpulses von Oktober korrigiert (siehe grüner Pfeil im EUR/USD-Chart oben) und damit das Maximalkorrekturkursziel erreicht. Dies ist häufig ein Niveau, an dem es mit den Kursen wieder aufwärts geht, wenn auch nur kurzfristig.

Trendwende im EUR/USD läuft zu schwach

Wenn der EUR/USD nun wieder nachhaltig zulegen kann und sogar ein neues Bewegungshoch markiert, hätten wir nur eine ABC-Korrektur in der noch möglichen Trendwende gesehen. Dann würde die Dollar-Stärke als Belastung für den Goldpreis wegfallen. Dass der Wechselkurs aber nach dem relativ kurzen Aufwärtsimpuls nun schon wieder so weit gefallen ist, spricht eher dafür, dass sich die relativ moderate Abwärtstendenz der Vorwochen und Vormonate fortsetzt.

Und wenn der Dollar nicht deutlich schwächer wird und dabei die Zinsen langsam, aber sicher wieder bzw. weiter steigen, dann dürfte die Rally im Goldpreis beendet sein und sich das Edelmetall wieder als wenig ertragreiches Investment herausstellen, wovor wir, wie gestern beschrieben, im Target-Trend-Spezial längst und wiederholt gewarnt hatten.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus
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