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USMCA beflügelt die Aktienkurse in den USA

Ausgabe vom 04.10.2018

Die US-Indizes haben sich in dieser Woche bislang sehr positiv entwickelt. Dow Jones (siehe folgender Chart) und Nasdaq 100 konnten sogar neue Allzeithochs erreichen. Im Dow Jones ist damit nun im Vergleich zur Analyse vom vergangenen Freitag klar, dass die Bullen mit dem Rücksetzer am ehemaligen Allzeithoch bei 26.616,71 Punkten lediglich Kraft für den nachhaltigeren Ausbruch auf ein neues Hoch gesammelt hatten.

Dow Jones - Chartanalyse

Die Märkte verhalten sich damit nach der jüngsten Zinsanhebung der US-Notenbank klar anders als bei den beiden vorangegangenen Zinsschritten (siehe rote Pfeile im Chart). Die Anleger reagierten dieses Mal nicht so negativ auf die Zinsanhebung. Auch hier scheint also inzwischen der typische Gewöhnungseffekt eingetreten zu sein.

USMCA beflügelt die Aktienkurse

Allerdings profitierten die Aktienmärkte in dieser Woche auch vom Durchbruch bei den Verhandlungen um einen Nachfolger für das Nafta-Abkommen. Kanada hatte am Montag verkündet, dem neu verhandelten Abkommen mit den USA und Mexiko beizutreten. Mexiko und die USA hatten bereits Ende August eine vorläufige Einigung erzielt.

Der Nachfolger des 1994 geschlossenen Nafta-Abkommens (Nordamerikanisches Freihandelsabkommen - Englisch: North American Free Trade Agreement, kurz NAFTA) soll USA-Mexiko-Kanada-Abkommen (United States Mexico Canada Agreement, kurz: USMCA) heißen und eine der größten Freihandelszonen der Welt regeln. Diese umfasst ein Gebiet mit rund 500 Millionen Menschen und einer Wirtschaftsleistung von knapp 23 Billionen Dollar.

Der US-Handelsbeauftragte Robert Lightizer und die kanadische Außenministerin Chrystia Freeland lobten das neue Abkommen in einer gemeinsamen Stellungnahme. Es sorge für freiere Märkte, faireren Handel und ein robustes Wirtschaftswachstum in der Region. Und das wäre natürlich positiv für die Aktienmärkte, die entsprechend erleichtert reagierten, auch wenn die Zölle auf Stahl und Aluminium aus Kanada, die Trump erhoben hatte, trotz der Einigung vorerst bestehen bleiben.

Was wurde eigentlich konkret beschlossen?

Neue Allzeithochs in den US-Indizes sind natürlich klar bullish zu werten. Ob sich diese fundamental mit dem neuen Abkommen begründen lassen, ist fraglich. Denn Details darüber, was eigentlich konkret Neues im Vergleich zum Nafta-Agreement beschlossen wurde, sind nicht bekannt. Und inwiefern sich diese Vereinbarungen positiv auf die Wirtschaft der USA auswirken werden, ist ebenfalls noch nicht feststellbar. Hier fehlen einfach konkrete Zahlen. Viele Marktteilnehmer dürften bei der Einschätzung der Lage ähnliche Probleme haben.  Und damit bleibt es bei der Frage, ob die Gewinne der US-Unternehmen weiter in die aktuell erreichten Bewertungsniveaus hineinwachsen können.

Anhand der Formulierung dieses Absatzes können Sie jedenfalls erkennen, dass ich weiterhin nur eingeschränkt bullish bin. Denn die jüngsten Anstiege der US-Indizes sind mir schon wieder zu steil. Neue Long-Positionen würde ich daher derzeit nicht mehr eingehen. Allerdings sollte man angesichts der anhaltenden Stärke der Kurse derzeit auch nicht short gehen. Das kommt erst in Frage, wenn der Dow Jones unter das ehemalige Allzeithoch bei 26.616,71 Punkten zurückfällt und die steile Aufwärtstrendlinie gebrochen wird.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de


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USMCA beflügelt die Aktienkurse in den USA

von Sven Weisenhaus

Die US-Indizes haben sich in dieser Woche bislang sehr positiv entwickelt. Dow Jones (siehe folgender Chart) und Nasdaq 100 konnten sogar neue Allzeithochs erreichen. Im Dow Jones ist damit nun im Vergleich zur Analyse vom vergangenen Freitag klar, dass die Bullen mit dem Rücksetzer am ehemaligen Allzeithoch bei 26.616,71 Punkten lediglich Kraft für den nachhaltigeren Ausbruch auf ein neues Hoch gesammelt hatten.

Dow Jones - Chartanalyse

Die Märkte verhalten sich damit nach der jüngsten Zinsanhebung der US-Notenbank klar anders als bei den beiden vorangegangenen Zinsschritten (siehe rote Pfeile im Chart). Die Anleger reagierten dieses Mal nicht so negativ auf die Zinsanhebung. Auch hier scheint also inzwischen der typische Gewöhnungseffekt eingetreten zu sein.

USMCA beflügelt die Aktienkurse

Allerdings profitierten die Aktienmärkte in dieser Woche auch vom Durchbruch bei den Verhandlungen um einen Nachfolger für das Nafta-Abkommen. Kanada hatte am Montag verkündet, dem neu verhandelten Abkommen mit den USA und Mexiko beizutreten. Mexiko und die USA hatten bereits Ende August eine vorläufige Einigung erzielt.

Der Nachfolger des 1994 geschlossenen Nafta-Abkommens (Nordamerikanisches Freihandelsabkommen - Englisch: North American Free Trade Agreement, kurz NAFTA) soll USA-Mexiko-Kanada-Abkommen (United States Mexico Canada Agreement, kurz: USMCA) heißen und eine der größten Freihandelszonen der Welt regeln. Diese umfasst ein Gebiet mit rund 500 Millionen Menschen und einer Wirtschaftsleistung von knapp 23 Billionen Dollar.

Der US-Handelsbeauftragte Robert Lightizer und die kanadische Außenministerin Chrystia Freeland lobten das neue Abkommen in einer gemeinsamen Stellungnahme. Es sorge für freiere Märkte, faireren Handel und ein robustes Wirtschaftswachstum in der Region. Und das wäre natürlich positiv für die Aktienmärkte, die entsprechend erleichtert reagierten, auch wenn die Zölle auf Stahl und Aluminium aus Kanada, die Trump erhoben hatte, trotz der Einigung vorerst bestehen bleiben.

Was wurde eigentlich konkret beschlossen?

Neue Allzeithochs in den US-Indizes sind natürlich klar bullish zu werten. Ob sich diese fundamental mit dem neuen Abkommen begründen lassen, ist fraglich. Denn Details darüber, was eigentlich konkret Neues im Vergleich zum Nafta-Agreement beschlossen wurde, sind nicht bekannt. Und inwiefern sich diese Vereinbarungen positiv auf die Wirtschaft der USA auswirken werden, ist ebenfalls noch nicht feststellbar. Hier fehlen einfach konkrete Zahlen. Viele Marktteilnehmer dürften bei der Einschätzung der Lage ähnliche Probleme haben.  Und damit bleibt es bei der Frage, ob die Gewinne der US-Unternehmen weiter in die aktuell erreichten Bewertungsniveaus hineinwachsen können.

Anhand der Formulierung dieses Absatzes können Sie jedenfalls erkennen, dass ich weiterhin nur eingeschränkt bullish bin. Denn die jüngsten Anstiege der US-Indizes sind mir schon wieder zu steil. Neue Long-Positionen würde ich daher derzeit nicht mehr eingehen. Allerdings sollte man angesichts der anhaltenden Stärke der Kurse derzeit auch nicht short gehen. Das kommt erst in Frage, wenn der Dow Jones unter das ehemalige Allzeithoch bei 26.616,71 Punkten zurückfällt und die steile Aufwärtstrendlinie gebrochen wird.


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