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Gold im 2. Quartal 2018: Schwächere Nachfrage, höheres Angebot

Ausgabe vom 16.08.2018

Gestern hatte ich im Rahmen der Gold-Analyse noch einmal auf die inzwischen wieder deutlich stärkere negative Korrelation des Goldpreises zum US-Dollar hingewiesen. Heute möchte ich Ihnen dazu noch den passenden Chart nachliefern:

Gold - Korrelation zum EUR/USD

Dieser Chart kommt Ihnen vielleicht noch aus der Börse-Intern vom 11. Mai bekannt vor. Damals hatte ich erstmals davon geschrieben, dass der Goldpreis (oberer Kursverlauf) kaum noch von den diversen Krisen (Immobilien-, Finanz- und Staatsschuldenkrise) bzw. die dadurch stark veränderte Geldpolitik und den US-Zinsen beeinflusst wird. Stattdessen folgt er seit einer ganzen Weile wieder stärker dem EUR/USD (unterer Kursverlauf).

Wertet der Dollar also (in diesem Fall gegenüber dem Euro) ab, steigt der Goldpreis, wertet der Dollar auf, schwächelt der Kurs des Edelmetalls. Wobei man natürlich berücksichtigen muss, dass der Dollar auch gerade wegen der Geldpolitik und der gestiegenen US-Zinsen derzeit aufwertet. Insofern ist der Goldpreis also doch weiterhin auch durchaus von der Geldpolitik abhängig.

US-Anleger ziehen gestiegene Zinsen Gold vor

Das belegt auch ein Blick über den Tellerrand der gestern betrachteten ETF-Investitionen im Juli (und Juni). So haben nordamerikanische Investoren, die sich in diesem Jahr über deutlich höhere Zinsen freuen dürfen, über das gesamte Jahr 2018 betrachtet insgesamt Geld aus Gold-ETFs abgezogen - insbesondere im zweiten Quartal. Dagegen haben Asiaten und Europäer, die sich nach wie vor mit extrem niedrigen Zinsen herumplagen müssen, ihre Anlagen in Gold-ETFs unter dem Strich in diesem Jahr erhöht.

Gold - Investitionsfluss in ETFs
(Quelle: World Gold Council)

Aber die Goldnachfrage besteht nicht nur aus Investments in ETFs. Stattdessen wird Gold auch von Notenbanken, Juwelieren, der Industrie und Käufern von Münzen und Barren nachgefragt.

Schwächste Goldnachfrage seit 2009

Und hier gab die Nachfrage im 2. Quartal 2018 mit 964,3 Tonnen (t) noch einmal nach (siehe folgende Grafik), nachdem sie im 1. Quartal 2018 bereits ein 10-Jahres-Tief erreicht hatte. Die Gesamtnachfrage im 1. Halbjahr 2018 war mit insgesamt 1.959,9 t die schwächste seit 2009.

Gold - Nachfrage
(Quelle: World Gold Council)

Dagegen entwickelte sich das Angebot im 2. Quartal 2018 wieder einmal besser als die Nachfrage. Es stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3 % von 1.086,1 t auf 1.120,2 t.

Gold - Angebot

Dabei wurde sowohl mehr Gold aus der Erde geholt (+3 %, 835,5 t) als auch zum recyceln gegeben (+4 %, 294,7 t).

Überangebot von 16 %

Und damit lag im 2. Quartal 2018 ein Überangebot von 155,9 t bzw. 16,2 % vor. Dieses Überangebot scheint immer weiter zuzunehmen. Denn im 1. Quartal 2018 lag der Angebotsüberhang mit 9,2 % nur etwas mehr als halb so hoch. Und in 2017 war er mit 8 % sogar weniger als halb so groß.

Kein Wunder also, dass der Goldpreis in den vergangenen Wochen und Monaten den Rückwärtsgang eingelegt hat. Und da in etwa einem Monat die US-Notenbank schon wieder die Zinsen anheben dürfte, sehe ich weiterhin kaum eine Chance, dass dem Goldpreis mehr als eine Gegenbewegung auf die aktuellen Verluste gelingt.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de


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Gold im 2. Quartal 2018: Schwächere Nachfrage, höheres Angebot

von Sven Weisenhaus

Gestern hatte ich im Rahmen der Gold-Analyse noch einmal auf die inzwischen wieder deutlich stärkere negative Korrelation des Goldpreises zum US-Dollar hingewiesen. Heute möchte ich Ihnen dazu noch den passenden Chart nachliefern:

Gold - Korrelation zum EUR/USD

Dieser Chart kommt Ihnen vielleicht noch aus der Börse-Intern vom 11. Mai bekannt vor. Damals hatte ich erstmals davon geschrieben, dass der Goldpreis (oberer Kursverlauf) kaum noch von den diversen Krisen (Immobilien-, Finanz- und Staatsschuldenkrise) bzw. die dadurch stark veränderte Geldpolitik und den US-Zinsen beeinflusst wird. Stattdessen folgt er seit einer ganzen Weile wieder stärker dem EUR/USD (unterer Kursverlauf).

Wertet der Dollar also (in diesem Fall gegenüber dem Euro) ab, steigt der Goldpreis, wertet der Dollar auf, schwächelt der Kurs des Edelmetalls. Wobei man natürlich berücksichtigen muss, dass der Dollar auch gerade wegen der Geldpolitik und der gestiegenen US-Zinsen derzeit aufwertet. Insofern ist der Goldpreis also doch weiterhin auch durchaus von der Geldpolitik abhängig.

US-Anleger ziehen gestiegene Zinsen Gold vor

Das belegt auch ein Blick über den Tellerrand der gestern betrachteten ETF-Investitionen im Juli (und Juni). So haben nordamerikanische Investoren, die sich in diesem Jahr über deutlich höhere Zinsen freuen dürfen, über das gesamte Jahr 2018 betrachtet insgesamt Geld aus Gold-ETFs abgezogen - insbesondere im zweiten Quartal. Dagegen haben Asiaten und Europäer, die sich nach wie vor mit extrem niedrigen Zinsen herumplagen müssen, ihre Anlagen in Gold-ETFs unter dem Strich in diesem Jahr erhöht.

Gold - Investitionsfluss in ETFs
(Quelle: World Gold Council)

Aber die Goldnachfrage besteht nicht nur aus Investments in ETFs. Stattdessen wird Gold auch von Notenbanken, Juwelieren, der Industrie und Käufern von Münzen und Barren nachgefragt.

Schwächste Goldnachfrage seit 2009

Und hier gab die Nachfrage im 2. Quartal 2018 mit 964,3 Tonnen (t) noch einmal nach (siehe folgende Grafik), nachdem sie im 1. Quartal 2018 bereits ein 10-Jahres-Tief erreicht hatte. Die Gesamtnachfrage im 1. Halbjahr 2018 war mit insgesamt 1.959,9 t die schwächste seit 2009.

Gold - Nachfrage
(Quelle: World Gold Council)

Dagegen entwickelte sich das Angebot im 2. Quartal 2018 wieder einmal besser als die Nachfrage. Es stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3 % von 1.086,1 t auf 1.120,2 t.

Gold - Angebot

Dabei wurde sowohl mehr Gold aus der Erde geholt (+3 %, 835,5 t) als auch zum recyceln gegeben (+4 %, 294,7 t).

Überangebot von 16 %

Und damit lag im 2. Quartal 2018 ein Überangebot von 155,9 t bzw. 16,2 % vor. Dieses Überangebot scheint immer weiter zuzunehmen. Denn im 1. Quartal 2018 lag der Angebotsüberhang mit 9,2 % nur etwas mehr als halb so hoch. Und in 2017 war er mit 8 % sogar weniger als halb so groß.

Kein Wunder also, dass der Goldpreis in den vergangenen Wochen und Monaten den Rückwärtsgang eingelegt hat. Und da in etwa einem Monat die US-Notenbank schon wieder die Zinsen anheben dürfte, sehe ich weiterhin kaum eine Chance, dass dem Goldpreis mehr als eine Gegenbewegung auf die aktuellen Verluste gelingt.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrer Geldanlage
Ihr
Sven Weisenhaus
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