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Hurrikans und schwacher US-Dollar wirken auf die Berichtssaison

Ausgabe vom 11.10.2017

Hurrikans und schwacher US-Dollar wirken auf die Berichtssaison

von Sven Weisenhaus

Nach Ende des 3. Quartals 2017 nimmt langsam wieder die Berichtssaison Fahrt auf. Auf der Grundlage aktueller Schätzungen werden die Unternehmen aus dem S&P 500 ein Umsatzwachstum von 4,9 % und ein Gewinnwachstum von 2,8 % vorweisen können. Insgesamt sollen die S&P 500-Firmen im abgelaufenen Quartal 287,0 Milliarden US-Dollar verdient haben.

Die niedrigen Erwartungen für das Gewinnwachstum sind einerseits der Hurrikan-Saison (insbesondere der Auswirkungen von „Harvey“ und „Irma“ im Süden der USA) sowie dem Erdbeben in Mexiko geschuldet. Denn würde man die Versicherungsbranche außen vorlassen, läge die geschätzte Gewinnwachstumsrate des S&P 500 für das 3. Quartal 2017 bei 4,9 % (statt 2,8 %). Dazu zeigt die folgende Grafik, in welchen Sektoren die Gewinnerwartungen seit dem 5. September zurückgenommen wurden. Hier tritt der Versicherungsbereich klar hervor.

Revision der Gewinnerwartung seit dem 5. September

Andererseits wird sich die Dollar-Schwäche, die Anfang September ihren Hochpunkt erreichte, deutlich auf die Unternehmensergebnisse auswirken. Laut FactSet werden Unternehmen, die mehr als 50 % ihrer Umsätze außerhalb der USA erzielen, ein deutlich höheres Gewinnwachstum von 7,9 % erzielen. Unternehmen mit dem Geschäftsschwerpunkt innerhalb der USA müssen dagegen einen Gewinnrückgang um 0,1 % hinnehmen (siehe folgende Grafik).

Beim Umsatz ergibt sich natürlich eine ähnliche Tendenz. Für Unternehmen mit einem weniger globalen Engagement beträgt die Umsatzwachstumsrate 3,8 %, Unternehmen mit einer globaleren Ausrichtung sollen laut den FactSet-Berechnungen 7,7 % mehr Umsatz erzielt haben.

Auswirkung des schwachen US-Dollar auf Umsatz und Gewinn

Während sich der Wechselkurs-Effekt wohl vorerst nicht aufholen lässt, könnten die Auswirkungen der Naturkatastrophen durch gegenteilige Effekte (Wiederaufbau nach Zerstörung) zumindest teilweise kompensiert werden. Immerhin sind 91 Unternehmen aus dem S&P 500 in Sektoren tätig, die vom Wiederaufbau profitieren würden, während lediglich 15 Unternehmen negativ betroffen sind.

Unternehmen können zukünftig vom Wideraufbau profitieren

Diese Erwartung, dass viele Unternehmen von den Naturereignissen profitieren, während nur wenige kurzzeitig belastet sein werden, zeigt sich auch in der Kursentwicklung der jeweiligen Aktien. FactSet hat sich die Mühe gemacht, die Profiteure und Verlierer jeweils in einen Index zu packen und diesen mit dem S&P 500 zu vergleichen. Das Ergebnis ist eindeutig und erwartungsgemäß:

Gewinner und Verlierer der Naturereignisse vs. S&P 500

Die Aktienkurse von Unternehmen, die am Wiederaufbau beteiligt sein dürften, haben sich besser entwickelt als der S&P 500, negativ betroffene Unternehmen mussten hingegen Kursverluste hinnehmen.

Sturmschaden am US-Arbeitsmarkt

Auch am US-Arbeitsmarkt dürfte es kurzfristig eine Belastung geben, die aber in den kommenden Monaten wieder aufgeholt wird. So fiel der Bericht für den Monat September jüngst sehr schwach aus. Erstmals seit sieben Jahren wurden Stellen abgebaut. 33.000 Jobs fielen weg, wie die US-Regierung am vergangenen Freitag mitteilte. Ökonomen hatten dagegen mit +90.000 neuen Stellen gerechnet, wobei diese Erwartungen bereits durch die Naturereignisse gedämpft waren.

neu geschaffene Stellen USA

Dennoch fiel die in einer separaten Umfrage erhobene Arbeitslosenquote auf 4,2 % und erreichte damit den niedrigsten Wert seit Februar 2001.

Arbeitslosenquote der USA

Eine andere Zahl des US-Arbeitsmarktberichtes fand daher an den Märkten größere Beachtung: die Stundenlöhne sind um 2,9 % im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen, was auf einen zunehmenden Lohndruck hindeutet. Dies dürfte der US-Notenbank in die Hände spielen, weil steigende Löhne sich auch auf die Inflation auswirken werden. Die Zinsanhebung im Dezember wird damit wahrscheinlicher.

Fazit

Die aktuellen Konjunkturdaten aus den USA dürften sich insbesondere von den Naturereignissen, zum Teil aber auch durch die Dollar-Schwäche beeinflusst zeigen. Dazu gehören auch die Geschäftszahlen, die in den kommenden Tagen und Wochen im Rahmen der Bilanzsaison veröffentlicht werden.

Doch Experten gehen davon aus, dass es sich zum Beispiel bei dem aktuellen Stellenabbau nur um eine vorübergehende Delle im Aufschwung handelt. Denn in naher Zukunft dürfte es zu Neueinstellungen kommen, um die Aufräum- und Wiederaufbauarbeiten zu stemmen. Und diese Arbeiten werden auch die Gewinne vieler Unternehmen positiv beeinflussen. So könnte das schwächere Gewinnwachstum aus dem 3. Quartal im Schlussquartal des Jahres (teilweise) wieder aufgeholt werden.

Und das dürfte auch der Grund dafür sein, dass sich die Aktienkurse weiterhin völlig unbelastet zeigen. Es braucht also andere, neue Impulse, um für steigende oder fallende Aktienkurse zu sorgen. Solche Impulse könnten dann entstehen, wenn die aktuellen Gewinnerwartungen in der beginnenden Quartalsberichtssaison übertroffen oder verfehlt werden.


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Ihr
Sven Weisenhaus
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