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Interessante Kursziele für Dow Jones und S&P 500

Ausgabe vom 25.09.2020

Mit den Zahlen zu den Auftragseingängen langlebiger Wirtschaftsgüter in den USA wurden heute weitere Konjunkturdaten veröffentlicht, die belegen, dass die Erholung der Wirtschaft inzwischen deutlich langsamer vonstattengeht. So gab es im August lediglich noch ein Plus von 0,4 % zum Vormonat, nach +11,7 % im Juli. Und die Konsensschätzung von +1,5 % wurde deutlich enttäuscht. Die Auftragseingänge konnten zwar den vierten Monat in Folge zulegen, die Dynamik hat sich aber deutlich abgeschwächt.

Die Herbstkorrektur korrigiert eine Diskrepanz

Damit wurden hier in der Börse-Intern nun genügend Beispiele geliefert, um die aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen zu beschreiben. Am 14. August war dazu bereits zu lesen, dass sich die Aufwärtsrally sowohl an den hiesigen Aktienmärkten als auch in den US-Indizes wegen der nachlassenden Konjunkturdynamik abgeschwächt hatte. Doch durch die Stärke einiger Technologieaktien wurden die US-Indizes, vor allem der Nasdaq 100 und der S&P 500, noch einmal etwas kräftiger nach oben gezogen. Die Fortsetzung der Aufwärtstrends war mit Blick auf die Konjunkturdaten losgelöst von dem nachlassenden Tempo der Konjunkturerholung. Diese Diskrepanz wird nun durch die Herbstkorrektur aufgelöst.

Dow Jones zurück auf Anfang 2018

Gestern hatte ich geschrieben, dass der S&P 500 im Rahmen der Herbstkorrektur das alte Hoch von Anfang 2018 wieder erreichen könnte. Beim Dow Jones ist das bereits geschehen (dicke rote Linie im folgenden Chart).

Dow Jones - Chartanalyse

In der oben genannten Börse-Intern vom 14. August hatte ich daran erinnert, dass ich seit dem Kurseinbruch von Anfang 2018 immer wieder die Erwartung einer „großen Seitwärtsbewegung auf hohem Niveau“ geäußert habe. Und wenn sich die Herbstkorrektur nun noch etwas fortsetzt und der Dow Jones in das Zentrum der trompetenartigen Formation läuft (lila Linien), wird diese große Seitwärtsbewegung weiter fortgeführt.

Ein interessantes Kursziel für den Dow Jones

Vom Hoch aus hat der Index bislang bereits 9,1 % nachgegeben. Das Zentrum der trompetenartigen Formation liegt bei ca. 25.000 Punkten. Bis dorthin müsste der Dow Jones noch ca. 1.800 Punkte oder 5,8 % nachgeben. Das erscheint angesichts der bisherigen Abwärtsdynamik ein durchaus realistisches Kursziel. Zumal bei 25.002,81 Zählern auch noch das 38,20%-Fibonacci-Retracement der Aufwärtsbewegung seit März liegt (siehe graue Linien im folgenden Chart). Und dieses gilt als Mindestziel einer normalen Korrektur.

Dow Jones - Fibonacci-Retracements

Mögliche Kursziele für den S&P 500

In der Börse-Intern vom 14. August hieß es auch: „Sollte zum Beispiel der S&P 500 im Rahmen einer saisonalen Herbstkorrektur dieses Mal um 15 % nachgeben – was sicherlich nicht ungewöhnlich wäre nach dem Anstieg um fast 55 % seit März – dann würde er damit auch wieder an das Hoch des Jahres 2018 zurückfallen“. Da der S&P 500 seit dem 14. August weiter zulegen konnte, reicht ein Rücksetzer um 15 % nun nicht mehr aus. Vom Hoch des 2. September (3.588,11) bis zum gestrigen Tagestief (3.209,45) hat der S&P 500 schon 10,5 % verloren. Bis zum Hoch vom 26.01.2018 (2.872,87) fehlen nun noch weitere -10,5 %.

Fällt auch dieser Index bis zum 2018er Hoch, wären hier 50 % der im März gestarteten Aufwärtsbewegung korrigiert.

S&P 500 - Fibonacci-Retracements

Das wären mehr als die 38,20 % des Dow Jones. Damit der S&P 500 ebenfalls „nur“ 38,20 % der seit März erzielten Kursgewinne abgibt, reicht ihm ein weiterer Rücksetzer von 4,82 %.

Fazit

Es wird sehr spannend, welche Kursziele im Rahmen der Herbstkorrektur erreicht werden. Weitere -4,8 % im S&P 500 und -5,8 % im Dow Jones halte ich für wahrscheinlich. Jedenfalls wird uns die Intensität, Dynamik und Dauer dieser Korrektur viel über die Verfassung des Marktes verraten.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Trading
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de


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Die neue Euro-Stärke - der Beginn eines Trends?

von Jochen Steffens

Auffällig ist, dass seit dem 9. Januar der Euro wieder eine deutliche Stärke gegenüber dem Dollar aufweist. Aber nicht nur gegenüber dem Dollar, sondern auch gegenüber anderen Währungen, wie zum Beispiel dem Schweizer Franken und sogar gegenüber dem Australischen Dollar, also einer Rohstoffwährung.

Mittlerweile sieht es sogar so aus, als würde sich ein neuer Aufwärtstrendkanal gegenüber dem Dollar etablieren:

Die untere Linie ist durch zwei Auflagepunkte klar definiert (gelbe Kreise). Aber auch an der oberen Linie lassen sich bereits zwei Trefferpunkte (rote Kreise) erkennen. Da sie jedoch sehr dicht beieinander liegen, sind diese noch keine regelgerechte Bestätigung, so dass die Aussagekraft nicht eindeutig ist. Dieser Trend sucht somit quasi noch seine Berechtigung.

Interessanterweise findet sich nach der Target-Trend-Methode eine innere Trendlinie, hier schwarz eingezeichnet, an der sich einige Auflagepunkte erkennen lassen (blaue Punkte). Dieser wiederum bestätigt die Trendrichtung und unterstützt damit eine mögliche Trendkanalbildung.

Aber wie ist diese Stärke fundamental zu erklären?

Diese Wahrscheinlichkeit, dass sich ein nachhaltiger Aufwärtstrend bildet, wird erhöht, wenn auch fundamentale Gründe vorliegen, die eine Stärke des Euro untermauern.

Einer der Gründe für den Anstieg der letzten Tage dürfte die Diskussion um den Euro-Bond sein. Wie Sie vielleicht aus den Medien erfahren haben, wird diskutiert, ob nicht europaweite Euro-Bonds aufgelegt werden sollen.  Diese hätten ein AAA-Rating und eine interessante Verzinsung.

Gerade ist ein erster Versuch in diese Richtung gestartet worden. Die ersten europaweiten Bonds, die vom Euro-Rettungsfonds als Euro-Bonds aufgelegt worden sind, waren stark überzeichnet. Die Emission mit einer Laufzeit von 5 Jahren hatte eine Größe von 5 Mrd. Euro. Die Nachfrage lag allerdings im Bereich von bis zu 50 Mrd. Euro.

Aber woher kommt das rege Interesse?

Eine Frage, die sich sofort stellt ist, wie es zu dieser hohen Nachfrage kommen kann. Schließlich befinden sich immer noch Euro-Staaten in finanzieller Schieflage und die verschiedensten Horror-Szenarien werden diskutiert.

Sicher, es sind mit dem besten AAA ausgestattete Papiere, und sie haben eine höhere Rendite als die als sehr sicher geltenden Bundesanleihen. Aber es gibt noch einen weiteren Grund, der viel interessanter ist.

Speziell Länder wie Japan und China kaufen massiv diese Bonds und bekunden zudem nachhaltiges Interesse an den Euro-Bonds. Diese Länder haben einen guten Grund, das zu tun. Hier geht es nämlich weniger um Rendite, sondern um den Export. Denn sowohl China als auch Japan verkaufen ihre eigene Währung und erwerben den Euro, um diese Bonds kaufen zu können. Dadurch wird die eigene Währung geschwächt und der Euro gestärkt. Die exportierenden Unternehmen in China und Japan erhalten somit einen Wettbewerbsvorteil. Und dieser ist wichtiger als die zu erzielende Rendite.

Ein steigender Euro

Wenn die Euro-Bonds aufgelegt werden, wird es demnach zu einer massiven Nachfrage aus Asien kommen (und natürlich auch aus anderen Schwellenländern, die ebenfalls mit einer zu starken Währung  kämpfen). Diese Nachfrage und die Käufe werden den Euro massiv antreiben. Und das wiederum könnte aus fundamentaler Sicht den Aufwärtstrend bestätigen, der sich im Chart gerade erst abzeichnet. Ein entscheidender Punkt für die weitere Aufwärtsbewegung des Euros wird also sein, ob diese Euro-Bonds aufgelegt werden oder nicht.  

Die Bundesregierung ist dagegen

Es ist offensichtlich, warum die deutsche Bundesregierung gegen die Einführung dieser Euro-Bonds ist. Nicht weil die Nachfrage nach Bundesanleihen geringer würde. Aus den oben genannten Gründen muss man sich da kaum Sorgen machen. Gewichtiger ist, dass Deutschland über allen Maße von dem schwachen Euro profitiert. Ein steigender Euro würde hingegen das „Wirtschaftswunder Deutschland“ über den Export stark belasten. Und das ist der eigentliche Grund, warum Deutschland versucht, die Euro-Bonds zu verhindern.  

Doch das ist wiederum kurzfristig gedacht. Unter normalen Umständen führt ein Wirtschaftsboom in einem Land auch zu einer stärkeren Währung. Diese starke Währung wiederum kühlt den wirtschaftlichen Boom ab, und so wird eine ungesunde Überhitzung des Booms verhindert. Dieser Effekt wird zurzeit in Deutschland durch den schwachen Euro verzerrt. Die Bundesregierung hofft dabei, dass über ein sehr starkes Wirtschaftswachstum die Schuldenlast durch höhere Steuereinnahmen gedrückt werden kann. Aber das ist ein Spiel mit dem Feuer. Denn niemand weiß, ob aus dieser Stärke nicht eine neue Blase entsteht. Und die schwerwiegenden Folgen geplatzter Blasen haben wir in den letzten 10 Jahren schon zu Genüge kennenlernen dürfen.

 

Viele Grüße

 

Jochen Steffens

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