Stockstreet Chart-Analysen

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Nvidia Corp.: Auf diese Marke kommt es an

Ausgabe vom 20.11.2020

Chart: Nvidia

Von Manfred Ries

Die Ausgangslage. Der Aktienkurs der Nvidia Corp. präsentiert sich aktuell in einer volatilen Seitwärtsbewegung und geht am Donnerstag kaum verändert aus dem Handel. Schlusskurs am Donnerstag, 19. November 2020 an der Heimatbörse in New York: 537,61 USD (+0,09%).

Die Charttechnik. Mit aktuellen Kursen ~538 USD  setzt sich das volatile Gebaren der jüngsten Vergangenheit fort. Charttechnisch befindet sich der Titel in einer Patt-Situation. Das bisherige Allzeithoch lag bei 589,07 US-Dollar, das erst in der Vorwoche erneut getestet wurde. Dort aber kam es zu Gewinnmitnahmen; die Notierungen gingen wieder zurück bis an die 500-USD-Marke heran. Der mittelfristige Trend bei der Nvidia-Aktie zeigt nach oben; dies wird nicht zuletzt durch den ansteigenden Verlauf der 200-Tagelinie ersichtlich. Der MACD-Indikator auf wöchentlicher Kursbasis aber ist negativ zu bewerten und steht auf »Verkaufen«.

Die Hintergründe. Die Nvidia Corp. hat am Mittwoch, nach Börsenschluss in den USA, Quartalszahlen präsentieren. Diese fielen besser aus als vom Markt erwartet. Gleichwohl spiegeln sich die positiven Zahlen im Aktienkurs nicht wider. Am Dienstag bereits gab der Nvidia-Kurs um 0,7 Prozent nach; Am Mittwoch gings um lediglich 0,05% nach oben.

Die Company. Die Nvidia Corp. ist einer der größten Entwickler von Grafikprozessoren und Chipsätzen für Personal Computer und Spielkonsolen. Der Hauptsitz liegt in Santa Clara (Kalifornien/USA).

Die Prognose.  Ein signifikanter Ausbruch über die 589,07er-Linie wäre als Kaufsignal zu bewerten. Das nachfolgende Kursziel würden wir dann im Bereich um 650 USD veranschlagen. Andererseits lässt sich momentan mit einer relativ engmaschigen Stop-Loss-Politik arbeiten. Ein Initial-Stop-Losskurs könnte etwa knapp unterhalb der 468,17er-Kurslinie platziert werden.

Der Autor: Manfred Ries erlag dem Reiz der Börse während seiner Bankausbildung - das war 1984. Das Trading lernte er im Devisenhandel bei einer Großbank. Nach dem Studium der Volkswirtschaftslehre absolvierte er bei einem namhaften Anlegermagazin ein Volontariat als Wirtschaftsjournalist. Heute ist Manfred Ries Chefredakteur der Online-Rubrik Chart-Analysen bei Stockstreet.de und Autor des wöchentlichen Börsenbriefs Optionsscheine Expert Trader©. Seit der ersten Ausgabe dieses Börsenbriefs im Oktober 2019 weisen 96% der abgeschlossenen Positionen einen Gewinn aus.  www.stockstreet.de/optionsscheine-expert-trader-aktuell

 

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*) Glossar:

200-Tagelinie: Eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen 200 Handelstage widerspiegelt. Der Kursverlauf wird dadurch in geglätteter Form wiedergegeben. Die 200-Tagelinie gilt als einfacher – aber vielbeachteter – Indikator innerhalb der Technischen Analyse.  

Candle: s. „Kerze“

Gleitender Durchschnitt: Eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen „x“ Handelstage wiederspiegelt; etwa 200 Tage. Der Kursverlauf wird dadurch in geglätteter Form widergegeben. Die 200-Tagelinie gilt als einfacher – aber vielbeachteter – Indikator innerhalb der Technischen Analyse.

Kerze („Candle“): Bildet innerhalb der Kerzenchartanalyse (Candlestick-Chartanalyse) die Kursdaten (Eröffnungs-, Hoch-, Tiefst-, Schlusskurs) einer Handelsperiode ab. Kerzencharts beinhalten damit wesentlich mehr Kursinformationen als herkömmliche Liniencharts.

Lineare Chartdarstellung: Auch als absolute Chartdarstellung bezeichnet. Ein Chart kann linear/absolut oder logarithmisch dargestellt werden. Während bei der absoluten Aktienchart-Darstellung die Kursskala (auf der y-Achse) gleiche Abstände zwischen den Kursbeträgen aufweist, zeigt die logarithmische Darstellung gleiche Abstände zwischen den Kursbeträgen als prozentuale Veränderungen an. Technische Analysten arbeiten zumeist mit logarithmischen Charts. Geht es um das Aufspüren von Unterstützungs- und Widerstandslinien, bedient sich der Autor dieses Beitrags gerne der analogen Darstellungsform.

MA(200): Abk. für: Moving Average(200) – gemeint ist damit der Gleitende Durchschnitt von 200 Tagen (200-Tagelinie).

MACD: Der MACD („Moving Average Convergence/Divergence”) gehört zu den trendfolgenden Indikatoren. Seine Berechnung erfolgt anhand der Differenz zweier exponentiell Gleitender Durchschnitte; üblich sind zwölf und 26 Handelsperioden. Aus diesem Kurvenverlauf wird wiederum eine „langsamere“ 9-Tagelinie gebildet. Man spricht dann von der Standardeinstellung (12/26/9). Grundsätzlich gilt: Ein Kaufsignal ergibt sich, wenn die schnellere Linie die langsamere von unten nach oben schneidet, bzw. umgekehrt im Falle eines Verkaufssignals.

Moving Average: Englischsprachige Bezeichnung für Gleitender Durchschnitt.

Wochenchart: Die Betrachtungsweise basiert auf wöchentlichen Kursdaten. Bei einem Linienchart liefert der jeweilige Wochenschlusskurs seinen Beitrag zum Kurvenverlauf. Im Falle von Kerzencharts bildet jede Kerze („Candle“) das Kursverhalten der betrachteten Handelswoche ab: Montagseröffnungs- und Freitagsschlusskurs; Wochenhoch und -tief.


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