Börse-Intern

Ihr täglicher und kostenloser Börsen-Newsletter mit den besten Prognosen für die Aktienmärkte

sven-weisenhaus

Börse-Intern

Ihr täglicher und kostenloser Börsen-Newsletter mit den besten Prognosen für die Aktienmärkte

Zinsanhebung kann Inflation drücken +++ Neue Korrekturwelle gestartet?

Ausgabe vom 06.04.2022

Studie: Zinsanhebung der EZB würde die Inflation drücken

von Sven Weisenhaus

Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte sind in der Euro-Zone im Februar um einen erneuten Rekordwert von 31,4 % zum Vorjahresmonat gestiegen, wie das Statistikamt Eurostat heute mitteilte.

Erzeugerpreise in der EU und der Eurozone

Hauptgrund dafür waren wieder die Energiepreise, die um 87,2 % teurer als im Vorjahr waren. Doch auch wenn man diesen Bereich ausklammert, zogen die Erzeugerpreise mit +12,2 % immer noch kräftig an. Die Energiepreise sind also nicht das einzige Problem.

EZB will immer noch nicht energisch reagieren

Und daher verwundert es, dass immer noch einige Mitglieder der Europäischen Zentralbank (EZB) auf der Bremse einer geldpolitischen Wende stehen. So warnte EZB-Chefvolkswirt Philip Lane vor einer Überreaktion auf die derzeit hohe Inflation. Es gelte, die mittlere Sicht im Blick zu halten, sagte er heute auf einer Finanz-Konferenz. Der Inflationsdruck werde sich mit der Zeit abbauen.
Dass diese Zeit eigentlich längst hätte kommen sollen, glaubt man den Worten der EZB von vor einigen Monaten, scheint er weiterhin zu ignorieren.

Und das gilt auch für EZB-Direktor Fabio Panetta. Aus dessen Sicht könne sich eine Straffung der Geldpolitik nicht direkt auf die gestiegenen Energie- und Lebensmittelpreise auswirken. Denn diese würden von weltweiten Einflussgrößen und jetzt vom Ukraine-Krieg angetrieben, so Panetta heute.

Studie: Zinsanhebung der EZB könnte Verbraucherpreise drücken

Diese Argumentation der EZB, die in den vergangenen Monaten immer wieder zu hören war, hat heute gewichtige Gegenargumente erhalten. Denn einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zufolge können Zinserhöhungen der EZB sehr wohl die Energiepreise drücken. Grund dafür sei die durch steigende Zinsen erwartete Euro-Aufwertung. Dadurch würden die Preise für in Dollar gehandelte Ölprodukte reduziert, so die Studie.

Konkret würde eine Leitzinserhöhung, die den Zins der 1-jährigen deutschen Bundesanleihe um 0,25 Prozentpunkte steigen lasse, die deutschen Verbraucherpreise noch im selben Monat um 0,2 % dämpfen. Denn laut den Berechnungen des DIW steigt der effektive Wechselkurs des Euro nach der Zinserhöhung um 2 % und bleibt für rund 10 Monate erhöht. Das heißt, dass Käufer aus dem Euroraum für die gleiche Euro-Summe 2 % mehr des in Dollar gehandelten Öls erhalten. Zudem würde der Ölpreis auch im Zuge des Zinsschocks nachgeben. Dadurch dürften die Energiepreise um bis zu 4 % fallen. Die Preise für Heizöl könnten sogar um 9 % nachgeben.

Inflationssorgen steigen, weil die EZB nicht reagiert

Ich kann verstehen, dass die EZB die Inflationsrisiken bislang kleingeredet hat und dies offenbar auch immer noch tut, um die Inflationserwartungen nicht weiter anzuheizen. Doch ich weiß nicht wie es Ihnen geht, bei mir jedenfalls steigen die Inflationssorgen inzwischen, weil die EZB die Inflationssorgen immer noch kleinredet und nicht endlich energisch reagiert.

Und dass die EZB noch bis Jahresmitte Milliarden an neuen Euros in die Märkte pumpt, kann dank der Studie nun nicht mehr damit begründet werden, dass die EZB gegen die durch Lieferkettenprobleme und Materialmangel höheren Preise keine wirksamen Instrumente hat. Denn immerhin kann sie auf den Wechselkurs einwirken, der die Preise von Importgütern verbilligen kann.

Fed hat den Währungsvorteil scheinbar längst erkannt

Die US-Notenbank (Fed) scheint diesen Währungsvorteil für importierte Güter aus Fremdwährungsgebieten bereits erkannt zu haben. Jedenfalls hat heute die Fed-Direktorin Lael Brainard wieder Spekulationen auf aggressive Zinsanhebungen und einen schnellen Bilanzabbau geschürt. Ab Mai wolle man mit einer raschen Verringerung der Bilanzsumme beginnen, so Brainard bei einer Veranstaltung der regionalen Fed von Minneapolis. Brainard sprach sie über eine „Serie“ von Zinserhöhungen.

Zweite Korrekturwelle am Aktienmarkt gestartet?

von Sven Weisenhaus

Und da höhere Zinsen insbesondere bei stark wachstumsorientierten (Tech-)Unternehmen zu steigenden Finanzierungskosten und einer niedrigeren Bewertung zukünftiger Gewinne führen, führte der Nasdaq 100 gestern und heute die neuerlichen Kursverluste an den Aktienmärkten an.

Zugleich arbeiteten sich die Renditen am Anleihemarkt weiter nach oben. Die Verzinsung der 10-jährigen US-Bonds stieg auf 2,658 % und damit auf ein Drei-Jahres-Hoch, die 5-jährigen rentieren mit knapp 2,8 % so hoch wie zuletzt im Dezember 2018 und die 2-jährigen Papiere erreichten mit mehr als 2,6 % den höchsten Stand seit Januar 2019. Anleihen werden damit immer mehr zu einer lukrativen Konkurrenz gegenüber Dividendenaktien, so dass zum Beispiel auch der Dow Jones unter Druck geriet.

Zur Erinnerung: Die Dividendenrendite des Dow Jones lag am 8. März bei 2,1 %, die des S&P 500 sogar nur bei 1,6 %.

Dividendenrenditen wichtiger Aktienindizes

Damals waren die Indizes allerdings auf der Suche nach einem Boden. Und seitdem haben sie sich von ihren Kursverlusten kräftig erholt, so dass die Dividendenrendite gesunken ist.

Kleine ABC-Korrekturen in den US-Indizes

Mit den aktuellen Kursrückgängen könnte nun die Kurserholung an den Aktienmärkten ein Ende gefunden und die zweite Korrekturwelle begonnen haben. Im Nasdaq 100 haben wir es zum Beispiel schon mit einer kleinen abc-Korrektur nach dem möglichen Ende der Welle C zu tun (siehe dazu auch „Nasdaq 100: Perfekter geht es kaum“).

Nasdaq 100 - Chartanalyse

Vergleichbar sieht es im S&P 500 und Dow Jones aus.

DAX sendet bearishes Signal

Auch im DAX kann man eine kleine ABC-Bewegung erkennen. Und mit dieser ist der deutsche Leitindex aus seiner mehrtägigen Seitwärtskonsolidierung (gelbes Rechteck im folgenden Chart, siehe dazu auch Börse-Intern vom 24. März) nach unten ausgebrochen, nachdem es zuvor einen Fehlausbruch in Form einer Bullenfalle auf der Oberseite gegeben hatte.

DAX - kurzfristige Chartanalyse

Nun muss man sicherlich noch abwarten, wie weit die aktuellen Abwärtsbewegungen laufen und ob sie sich tatsächlich zu zweiten großen Korrekturwellen ausweiten. Doch die Wahrscheinlichkeit dafür schätze ich nun natürlich umso höher ein. Das ändert sich erst, wenn die Indizes ihre jüngsten Zwischenhochs (Wellen b) überwinden können.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg an der Börse
Ihr
Sven Weisenhaus
www.stockstreet.de


PS: Gerade rechtzeitig wurden bei den Stockstreet-Börsenbriefen wieder Gewinnmitnahmen getätigt. Bereits vorgestern wurden die Aktien von PayPal aus dem Depot des „Börse-Intern Premium“ verkauft – mit einem Gewinn von 20 %. Dafür hat es gerade einmal 6 Wochen gebraucht. Und am 29. März wurde ein Short-Trade auf den S&P 500 ins Depot geholt, der heute schon mehr als 11 % im Gewinn liegt.
Wollen auch Sie solche schnellen und hohen Gewinne erzielen? Dann melden Sie sich JETZT HIER an! 

Börse - Intern

15. Mai 2024

Börse - Intern

Die geeignete Taktik für die aktuelle Marktphase

Weiterlesen...

14. Mai 2024

Börse - Intern

Wie man an der Börse kinderleicht steinreich wird

Weiterlesen...

13. Mai 2024

Börse - Intern

Stockstreet gehört jetzt zur stock3 AG

Weiterlesen...

08. Mai 2024

Börse - Intern

Hang Seng +16 %: Wer konnte von dieser Kursexplosion profitieren?

Weiterlesen...

07. Mai 2024

Börse - Intern

DAX: Welle 5 mit Startschwierigkeiten

Weiterlesen...

06. Mai 2024

Börse - Intern

Die Perspektiven der laufenden Korrektur

Weiterlesen...

03. Mai 2024

Börse - Intern

Auch dieser Wechsel von bearish zu bullish dürfte nicht nachhaltig sein

Weiterlesen...

02. Mai 2024

Börse - Intern

Atemberaubender Wechsel zwischen bullishen zu bearishen Signalen

Weiterlesen...

26. April 2024

Börse - Intern

Microsoft und Alphabet drehen den Markt um 180 Grad

Weiterlesen...

25. April 2024

Börse - Intern

DAX und Dow Jones tun, was sie vermeiden sollten

Weiterlesen...

Alle Börsenbriefe von Stockstreet.de

allstar-trader

Allstar-Trader

Vom Traden leben!
Aktien, Rohstoffe & Devisen
erfolgreich handeln!

von Bernd Raschkowski
Jetzt informieren und kostenlos testen!

investment-strategie

Geldanlage-Brief

Ihr langfristig orientierter 
Börsendienst 
für Vermögen und Wohlstand!

Die Strategie für Ihre Geldanlage!
von Torsten Ewert

Jetzt informieren und kostenlos testen!

boerse-intern-premium

Börse-Intern Premium

Erfolgreich Traden mit der
revolutionären Methode!
Zuverlässig und dauerhaft erfolgreich!

von Sven Weisenhaus

Jetzt informieren und kostenlos testen!

target-trend-spezial

Target-Trend-Spezial

Tägliche Chartanalysen nach
der revolutionären Methode!

Zuverlässig und dauerhaft erfolgreich!
von Sven Weisenhaus

Jetzt informieren und kostenlos testen!

aktien-perlen

Aktien-Perlen

Der Börsendienst für die unentdeckten
Chancen an den Börsen der Welt!

Die Spreu vom Weizen trennen!
von Torsten Ewert

Jetzt informieren und kostenlos testen!

optionsscheine-expert-trader

Optionsscheine-Expert-Trader

Der Börsendienst für volatile Zeiten
Die besten Trades in volatilen Märkten

von Manfred Ries

Jetzt informieren und kostenlos testen!

target-trend-cfd

Target-Trend-CFD

CFD-Trading mit
der revolutionären Methode!

Schneller Handel, schnelle Gewinne!
von Sven Weisenhaus

Jetzt informieren und kostenlos testen!

hightech-trader

Hightech-Trader

Profitieren Sie vom Hightech-Boom
Mit Hightech Aktien, Crypto Währungen
und Bio-Techs
von Bernd Raschkowski

Jetzt informieren und kostenlos testen!