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Warum der DAX noch auf 8000 Punkte fallen kann

Ausgabe vom 06.12.2018

Warum der DAX noch auf 8000 Punkte fallen kann

von Jochen Steffens

Der DAX hat gerade ein neues Jahrestief ausgebildet. In solchen Zeiten ist es ratsam, einen Schritt zurückzutreten und sich das große Bild anzuschauen. Dazu der langfristige DAX-Chart:

 

Die Theorie

Nach einem längeren Aufwärtstrend ist eine größere Konsolidierung durchaus normal. Gemeinhin gilt, dass eine Konsolidierung 50 Prozent des vorherigen Aufwärtstrends ausgleichen kann, ohne dass der bullishe Eindruck beeinträchtig wird. Und tatsächlich immer wieder finden sich solche 50-Prozent-Konsolidierungen.

Gehen wir davon aus, dass die eigentliche Rally im Jahr 2003 bei 2.188 Punkten startete, würde eine 50-Prozent-Konsolidierung den DAX auf 7.892 Punkte fallen lassen. Soweit die Theorie, denn eigentlich hatte sich der DAX schon zu weit von dieser Marke entfernt, als dass  man sie noch in seine Betrachtung einbeziehen müsste.

Ein zweiter Hinweis, der aufhorchen lässt

Aber diese Linie ist noch aus einem anderen Grund interessant: Im Bereich der 8.150-Marke befinden sich die beiden Hochs aus dem Jahr 2000 und 2007 (siehe blaue Linie im oberen Chart). Dieses Niveau stellt damit ein charttechnisch wichtiges und hoch relevantes Unterstützungsniveau dar. Und leider haben Kurse die Angewohnheit, solche Niveaus auch anzulaufen.

Da diese beiden Linien nun nahezu zusammenfallen, erhalten sie in der aktuellen Konsolidierung eine besondere Brisanz.

Der dritte Hinweis, der die Sorge untermauert

Hinzu kommt ein anderes Phänomen. Es geht um die psychologisch relevante 10.000-Punkte-Marke.

Fast immer, wenn ein Index eine Stelle hinzugewinnt, wird diese Marke nach einem oder mehreren Jahren erneut von oben angelaufen. Man spricht in diesem Zusammenhang von „getestet“. Leider gerne auch mal mit einer überschießenden, crashartigen Abwärtsbewegung. Dazu der Dow Jones seit 1900:

 

Die 100er Marke

Nachdem der Dow Jones Anfang des 20. Jahrhundert lange seitwärts lief, überwand er 1924 nachhaltig die 100er Marke. Der 1929er Crash ließ den Kurs wieder unter diese Marke fallen, sogar auch noch etwas unter das untere Niveau der vorherigen Seitwärtsbewegung. Erst nach dem 2. Weltkrieg konnte sich der Dow Jones endgültig von der 100er Marke trennen, die somit 40 Jahre (!) für den Dow Jones relevant gewesen ist.

Die 1000er Marke

In den 60er Jahren lief der Dow Jones unterhalb der 1.000-Punkte-Marke 20 Jahre seitwärts. 1983 überwand der Dow Jones die 1.000er Marke. Mitte 1984 wurde sie (bzw. das Hoch der vorherigen Seitwärtsbewegung (blau gestrichelte Linie)) noch einmal von oben getestet.

Die 10.000er Marke

Die 10.000er Marke wurde zunächst im Jahr 2000 angelaufen. Dann kam es zu dem großen Crash bis 2003. Danach überwand der Dow Jones nach mehreren Anläufen die 10.000er Marke 2005 nachhaltiger. In dem 2008er Crash wurde diese Marke wieder angelaufen und ähnlich wie 1929 deutlich unterschritten.

Das Fazit

Wenden wir dieses Wissen nun auf den DAX an, dann bedeutet dies: Die 10.000er Marke sollte noch einmal von oben getestet werden. Das geschieht gerade. Wenn der Kursverfall weitergeht, nimmt die Konsolidierung crashartige Züge an. In diesem Fall kann die Panik die Kurse auch noch weit unter die 10.000er Marke treiben. Das nächste Kursziel läge dann tatsächlich im Bereich der 8.000er Marke. Vor allem auch, weil sicherlich viele Anleger unter 10.000 Punkten sehr nervös werden.

Und das sind die Hintergründe, warum der DAX tatsächlich noch bis zur 8.000er Marke fallen kann. Das ist aber nur das Potenzial, das er hat. Er muss dieses nicht ausschöpfen. Aber man sollte wissen, was passieren kann, um sich mit seinen Strategien auch auf dieses Worst-Case-Szenario einzustellen.

Wenn der DAX allerdings auf 8.000 Punkte fällt, sollte man allerdings alles tun, um größere Positionen an Aktien zu kaufen, die man langfristig halten kann… Das könnte der Trade der kommenden Jahrzehnte werden. Dazu aber dann natürlich mehr.

Viele Grüße

Ihr

Jochen Steffens

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