DAX dreht weiter auf / Börsen begrüßen Biden
Ausgabe vom 09.11.2020 von Stockstreet-Team
DAX dreht weiter auf / Börsen begrüßen Biden
Nach den ordentlichen Pluszeichen in der vergangenen Woche legt der DAX am Montag noch einen drauf: Am Vormittag geht`s um 1,8 Prozent hoch auf 12.705 Zähler. Damit begrüßen die Märkte den neuen US-Präsidenten Joe Biden. Die Kursgewinne der letzten sieben Handelstage summieren sich mittlerweile auf rund 1.200 Punkte.
Der Dax verbuchte heute die zweite Aufwärtskurslücke, was ein deutliches Zeichen der Stärke ist. Zudem wurde der technische Widerstandsbereich bei 12.500 /12.600 Punkten schnell überwunden.
Starke Vorgaben aus Übersee
Die Vorgaben für den deutschen Aktienmarkt hätten kaum besser sein können. Sowohl in den USA als auch in Asien zogen die Märkte zuletzt hoch. Hintergrund: Der große Unsicherheitsfaktor der US-Wahl ist vom Tisch, defensive Investoren trauen sich wieder mehr und mehr in den Markt.
Die internationalen Märkte feiern den Sieg von Joe Biden auch deshalb, weil damit der Handelsstreit inklusive weiterer Strafzölle unwahrscheinlich geworden ist.
Delivery Hero führt die Gewinnerliste an
Auf der Sonnenseite der deutschen Standardwerte stehen die Papiere von Delivery Hero. Der DAX-Neuling verbucht ein Plus von 3,3 Prozent. Auch Continental und Infineon verbuchen ähnlich starke Gewinne.
Am DAX-Ende notiert heute Deutsche Wohnen mit einem Abschlag von 0,2 Prozent. Auch HeidelbergCement und Vonovia liegen mit + 0,4 Prozent unter dem Marktdurchschnitt.
Infineon überrascht mit guten Zahlen
Bei Infineon sind für den Kurssprung überraschend positive Unternehmenszahlen verantwortlich. Der Chip-Hersteller musste im abgelaufenen Geschäftsjahr zwar einen Gewinneinbruch hinnehmen und kürzt deshalb auch die Dividende von 27 auf 22 Cent je Anteilsschein. Aber insgesamt gesehen kommt der Halbleiter-Konzern besser durch die Corona-Krise als gedacht.
Vor allem die starke Nachfrage aus der Automobilbranche stimmt den Konzern optimistisch. Für das laufende Geschäftsjahr peilt Infineon ein Umsatzplus von knapp 23 Prozent im vergleich zum abgelaufenen Jahr an.